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Mit vereinten Kräften gegen
Darmkrebs
Deutsche Krebsgesellschaft e.V. und Stiftung LebensBlicke
verleihen
Darmkrebs-Kommunikationspreis 2009 |
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 "Für den
Darmkrebs-Kommunikationspreis können Aufklärungs-,
Informations- und Motivationskampagnen zu Darmkrebs z.B. von Vereinen,
Stiftungen, Selbsthilfegruppen, Organisationen, Firmen, Einzelpersonen,
Ärzten, Krankenschwestern und Pflegekräften oder auch
Gesundheitsämtern eingereicht werden. Der
Darmkrebs-Kommunikationspreis wird auf der Basis begründeter
Vorschläge verliehen, die von den Akteuren selber oder von fremden Dritten
eingereicht werden."
So lautete die Ausschreibung für den Preis. Aus
der Reihe der eingesandten Projekte hat die Jury die Gewinner ausgewählt
und hatte es dabei nicht einfach, denn alle eingereichte Projekte waren durch
großes Engagement der Initiatoren gekennzeichnet.
Wir sind stolz, vier so verschiedene und doch
gleichermaßen innovative Projekte auszeichnen zu können,
erklärt Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen
Krebsgesellschaft.
Für die Preisverleihung wurde ein würdiger
Rahmen gesucht und gefunden: Im Rahmen der 6. BIC (Biebrich
Interdisziplinäre Conference, 26.-28.11.09) in Wiesbaden wurden die vier
Projekte vor einem mit internationalen Spezialisten besetzten Auditorium
ausgezeichnet. Prof. Dr. Wolfgang Dippold kündigt die Ehrungen an.
Die glücklichen Gewinner sind: |
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Platz 1:
PD Dr. Michael Reng, Klinikum Bogen
Projekt:
Aufklärungskampagne Bogen gegen Darmkrebs Wir laufen dem Krebs
davon
Die Initiatoren, PD. Dr. Michael Reng, Chefarzt der
Klinik Bogen und Internist Thomas Kammermeier laden zusammen mit zahlreichen
Veranstaltungspartnern ab 9 Uhr zu einer Bogenbergwanderung mit großem
Programm ein. Die Aktion wird von Bürgermeister Franz Schedlbauer an der
Klinik Bogen eröffnet. Der Bayer. Wald-Verein, die Bogenbergwanderer und
der TSV Bogen führen im Anschluss verschiedene Touren zum Gipfel des
Bogenbergs. Dort wartet die Freiwillige Feuerwehr Bogen auf die Teilnehmer, um
Gutscheine für eine Fahrt mit der Feuerwehrdrehleiter hoch in den
Rautenhimmel" zu verlosen. Von Mitarbeitern der Praxis Dr. med. Wilfried
Mross/Thomas S. Kammermeier wird zudem vor Ort kostenlos Tee ausgeschenkt. Nach
der Rückkehr von der Bogenbergwanderung an die Klinik Bogen sind alle
Interessierten eingeladen, den menschlichen Darm in einem elf Meter langen,
begehbaren Darmmodell zu erkunden. Dort gibt es außerdem eine kostenlose
Brotzeit und Blasmusik. In der Klinik finden zudem während des ganzen
Vormittags Kurzvorträge zum Thema Darmkrebs statt und es besteht die
Möglichkeit, einen Blick in den Funktionsbereich Endoksopie zu werfen.
Hier werden verschiedene Geräte vom hochauflösenden Koloskop bis hin
zur futuristisch anmutenden Kapsel-Endoskopie vorgestellt.
Begründung der Jury: Hier wurde
eine stimmige Veranstaltung organisiert, die schon im Vorjahr aus der Taufe
gehoben wurde. Mitmachen konnte jede(r) und offensichtlich machte es auch allen
viel Spaß. Die Einbeziehung und Vernetzung von medizinischen
Experten, Vereinen, freiwilliger Feuerwehr, Firmen und nicht zuletzt der
Bürgermeister, geben der Veranstaltung einen
Volksfestcharakter, der Begeisterung weckt. Hier wird im besten
Sinn gefeiert, um über die Vorsorgemöglichkeiten zu
informieren.
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Platz 2:
Abteilung Occupational Medicine & Health
Protection der BASF SE Ludwigshafen (Dr. Stefan Webendörfer)
Projekt:
Darmkrebsfrüherkennung in der BASF SE
Seit September 2001 wird die
Darmkrebsfrüherkennung auf betrieblicher Ebene in der BASF SE in
Ludwigshafen von der Abteilung Arbeitsmedizin und Gesundheitsschutz
strukturiert betrieben. Die Kommunikationswege waren betriebsintern Poster,
Flyer, BASF-Intranet und Werkszeitung. Ab April 2002 wurden an alle Mitarbeiter
der Zielgruppe > 45 Jahre persönliche Einladungsschreiben zur
Darmkrebsfrüherkennung versandt. Diese Maßnahme hat bewirkt, dass
weitere 2.000 Mitarbeiter an der angebotenen Darmkrebsaktion teilnahmen. Die
Ergebnisse der Aktion wurden wissenschaftlich ausgewertet und in der
renommierten medizinischen Fachzeitschrift "Deutsche Medizinische
Wochenschrift" veröffentlicht. Im Anschluss an diese
Gesundheitsvorsorgeaktion wurde die Darmkrebsfrüherkennung fest in die
arbeitsmedizinische Routine der BASF übernommen. Jedes Jahr erhalten alle
Mitarbeiter ab dem 45. Lebensjahr persönliche Einladungsbriefe zur
Teilnahme mittels eines Fragebogens zum familiären Risiko und zu etwaigen
Beschwerden sowie einen Stuhlblutttest.
Die Einreicher stehen auch
für Auskünfte und Beratungen für Aktionen in anderen
Organisationen zur Verfügung.
Begründung der Jury: Die BASF war
die erste Firma in Deutschland, die für ihre Mitarbeiter eine
Darmkrebsfrüherkennung durchgeführt und diese dann in ihre
betriebsärztliche Routine aufgenommen hat. Die Firma hat die Aktion auf
andere Standorte ausgeweitet und auch die Angehörigen der Mitarbeiter
erreicht. Es ist vorbildlich, dass das Infomaterial und die Ergebnisse
kostenfrei an andere Organisationen/Firmen versandt wird und so der Verbreitung
der Firmenaktionen dient.
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Platz 2:
PD Dr. Achim Hellinger, Darmzentrum Klinikum
Fulda
Projekt: Aktionstag
Gib Darmkrebs keine Chance!
Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit war und ist
der präventive Ansatz. Um eine möglichst hohe Durchdringung zu
erreichen, wurde die Aufklärung über den Themenkomplex
Darmkrebsvorsorge für Jugendliche in Ergänzung zum Biologieunterricht
durchgeführt. Dabei wurde die Aufmerksamkeit auf das Thema Prävention
im Allgemeinen, aber auch im speziellen auf Darmkrebs gelenkt. Für
Familie, Verwandte und befreundete Familien erhielten die Jugendlichen
Informationen durch Vorträge und Diskussionen, immer unter dem Motto
"Vorbeugen ist besser...". Hintergrund war die Vorstellung, dass in der Jugend
erlernte Verhaltensweisen später selbstverständlich sind. Kooperation
mit Schulamt und den Öffentlichen Verkehrbetrieben führte dazu, dass
420 Schüler im bereitgestellten Pendelverkehr während der normalen
Schulzeit Unterricht "der besonderen Art" direkt im Klinikum Fulda erhielten.
Viele positive Rueckmeldungen von Kindern, deren Familienangehörigen und
Lehrern bestätigten die gute Idee.
Begründung der Jury: Hier wurde
eine neue Zielgruppe, nämlich die Schüler, angesprochen und damit ein
neuer Ansatz über die Schiene "zur Prävention erziehen" gefunden. Die
gut durchdachte Planung mit Shuttleservice zwischen Schule und Krankenhaus und
die Absprache mit dem Schulamt Fulda und den Leitungen verschiedener Schulen
verdient ein besonderes Lob.
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Platz 4:
Dr. Alexander Meyer , Evang.
Bethesda-Johanniter-Klinikum Duisburg GmbH
Projekt: Duisburg
gegen Darmkrebs
Hier wurde eine Fülle von Veranstaltungen
angeboten. Schirmherr verschiedener Veranstaltungen ist der
Oberbürgermeister der Stadt, Adolf Sauerland. Gleichzeitig sagten die
Bezirksbürgermeisterin Katharina Gottschling und der Präsident des
Fussballclubs MSV Duisburg ihre Unterstützung zu. Der Lionsclub
Rheinhausen, die BKK Aktiv sowie die Selbsthilfegruppe der Deutschen ILCO waren
ebenfalls mit von der Partie. Patientenforen mit dem VorsorgTheater "Alarm im
Darm" sowie dem begehbaren Darmmodell sorgten bei der Auftaktveranstaltung
für Aufmerksamkeit. Mehrere Vortragsveranstaltungen, Radio Interviews,
Fernsehbeiträge im WDR2 und Studio 47 und eine Telefonaktion runden die
2008er Aktivitäten ab. Auch im Jahr 2009 wurde für die Vorsorge
getrommelt, unter anderem mit Plakataktionen in Duisburger Praxen und Teilnahme
an der Gesundheitsmesse. Pläne für 2010 sind auch schon
ausgearbeitet.
Begründung der Jury: Hier zeigt
sich wieder, dass durch die Einbeziehung von Partnern eine Fülle von
Veranstaltungen verschiedenster Art durchgeführt werden kann. Bei der
Auswahl der Kooperationspartner hat Dr. Meyer sehr viel Geschick bewiesen,
sowohl die Ansprache des Fussballclubs, über den Männer gut
angesprochen werden können, als auch die des Lionsclubs sind sehr
kreativ.
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...und zum Schluss noch einmal alle strahlenden
Preisträger zusammen. Mit auf dem Bild Frau Irmi Gallmeier der Firma
Roche, die das Preisgeld zur Hälfte zur Verfügung gestellt
hat.

von links nach rechts: Dr. Alexander Meyer, Chefarzt
Klinik für Allgemeine Chirurgie und Viszeralchirurgie, Evang.
Bethesda-Johanniter-Klinikum Duisburg; Iris Lepel, Leiterin
Geschäftsstelle Förderverein Stiftung LebensBlicke e. V.; Prof. Dr.
Daniel Jaspersen, Direktor Med. Klinik II Klinikum Fulda; PD Dr. Achim
Hellinger, Direktor Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Klinikum
Fulda; Gerda Heigl, Klinik Bogen; Thomas Kammermeier, Klinik Bogen; PD Dr.
Michael Reng, Chefarzt Innere Medizin, Klinik Bogen; Dr. Stefan
Webendörfer, Werksarzt, Abteilung Occupational Medicine & Health
Protection der BASF SE, Ludwigshafen; Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär
Deutsche Krebsgesellschaft e. V.; Dr. Uschi Wuppermann, Mitglied Jury
Darmkrebs-Kommunikationspreis und Vorstandsmitglied Stiftung LebensBlicke; Irmi
Gallmeier, Roche; Dr. Dirk Wuppermann, Vorstandsvorsitzender Förderverein
Stiftung LebensBlicke e. V. |
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