“Alarm im Darm” und “Lust und Leidenschaft”

MLUL1Die Stiftung Lebensblicke bietet jetzt zwei Vorsorg-Theaterstücke zur Auswahl an. „Alarm im Darm“ thematisiert die Darmkrebsvorsorge, “Lust und Leidenschaft” hebt auf die Primärprävention durch gesunde Ernährung und Bewegung ab. “Beide Theaterstücke sollen dazu beitragen, auf komödiantische Art  zu mehr Eigenverantwortung und Gesundheitsbewusstsein anzuregen” so Prof. J.F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Die Theaterstücke können für Firmenveranstaltungen, Gesundheitsmessen, Präventionstage, Arzt-Patienten-Seminare, Schulungen, Tagungen, Symposien, städtische Veranstaltungen oder allgemein für Veranstaltungen zur Gesundheitsprävention gebucht werden können. (Youtube-Links: Alarm im Darm; Lust und Leidenschaft)

Darmkrebspräventions-Kampagne in Rheinland-Pfalz

2017-05-30 LZG-Kampagne TiteldisplayAuf Initiative der Landeszentrale für Gesundheitsförderung (LZG) und der Stiftung LebensBlicke läuft in Rheinland-Pfalz eine Darmkrebspräventions-Kampagne unter dem Motto “Vermeiden statt leiden” an. Auftaktveranstaltung ist eine Präsentation am 30. Mai im Landtag von Rheinland-Pfalz in Mainz mit dem InfoPoint als einer Hauptattraktion. Die Initiative wird unterstützt vom Hausärzteverband, dem öffentlichen Gesundheitsdienst, der Landesärztekammer und der Landesregierung. Medienpartner ist die Metropol FM. Besonders angesprochen werden auch türkische Mitbürger. Die Kampagne tourt nach dem Auftakt durch Städte, Kreise und Gemeinden in Rheinland-Pfalz und bietet vor Ort interessierten Bürgern Informationen auch in türkischer Sprache an.

Familiärer Darmkrebs – Stiftung übernimmt Schirmherrschaft

2017-05- Logo bng Familiärer DarmkrebsDie FAMKOL-Studie hat gezeigt, dass  eine qualifizierte Aufklärung der leiblichen Angehörigen von Darmkrebspatienten durch entsprechend ausgebildete Pflegekräfte eine wichtige Ergänzung für die Information bei familiärem Darmkrebsrisiko ist. Der Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen (bng) greift diese Thematik auf und startet die bundesweite “Initiative Familärer Darmkrebs”. Dabei geht es ganz wesentlich um die Ausbildung des Assistenzpersonals, das nach entsprechender Qualifikation im Praxisalltag Aufklärungsaufgaben übernehmen kann. Die Stiftung LebensBlicke hat für dieses Projekt die Schirmherrschaft übernommen.

Okkultbluttest positiv: zeitnahe Koloskopie erforderlich!

2017-05 JamaEigentlich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass ein positiver Test auf okkultes Blut im Stuhl möglichst rasch durch eine Koloskopie abgeklärt werden sollte. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass erst eine Kontrolle gemacht wird und bei negativem Befund keine weitere Diagnostik erfolgt. Vor diesem Hintergrund lässt ein Studie von Corley et al. (Link) aufhorchen. Die Studiengruppe hat über 70.000 Patienten mit positiven FIT-Ergebnissen untersucht, ob der Zeitpunkt der Koloskopie eine Rolle spielt. Nicht überraschend war das Ergebnis: wenn erst zehn Monate und später gespiegelt wurde, war das Karzinom-Risiko, auch in einem fortgeschrittenen Stadium, deutlich höher als bei sofortiger Koloskopie.

Fortschritte in der Erkennung serratierter Kolonpolypen

2017-05 Sess serr AdenomPolypen in der rechten Dickdarmhälfte können leicht übersehen werden, wenn sie flach und gleichfarbig wie die Darmschleimhaut sind. Sie tarnen sich ferner manchmal mit Schleimkappen, an denen Stuhlreste anhaften. Solche Polypen entsprechen meistens sessilen serratierten Adenomen (im Bild unten), die ebenfalls ein Entartungsrisiko haben. Amerikanischen Forschern ist es gelungen, mit Hilfe einer Weitwinkel-Fluoreszenz-Endoskopie diese Polypen besser sichtbar zu machen. Sie nutzten dafür ein selektives Peptid, das sich speziell in serratierten, nicht aber in konventionellen Adenomen anreichert. Die Machbarkeitsstudie zeigt, dass diese molekulare Technik sehr sensitiv und spezifisch ist und in Zukunft zu einer besseren Erkennung dieser Polypengruppe beitragen kann. (Joshi et al. Gastroenterology 2017;152:1002-1013).

Bauchbeschwerden unter 50 Jahren – wann Koloskopie?

BJGP_header_600x70Darmbeschwerden gehören mit zu den häufigsten Symptomen, die Patienten zu ärztlichen Beratung bringen. Bei unter 50-Jährigen sind funktionelle Probleme wie das Reizdarmsyndrom eine häufige Ursache. Britische Autoren haben in einer lesenswerten Übersicht anhand von Registerdaten aus 700 Arztpraxen zusammengestellt, welche klinisch-laborchemischen Parameter mit schwerwiegenden Erkrankungen assoziiert sind. Der Beitrag kann gerade Hausärzten eine Hilfestellung sein, wann sie jüngere Patienten mit Darmbeschwerden zur Koloskopie überweisen sollten. (Stapley et al. Br J Gen Pract 2017)

Gemeinsam stark: Initiative “gesundekids” nimmt Fahrt auf

2017-04 Rotary MagazinDie Rotary-Clubs in Deutschland machen sich zunehmend stark für ein Programm, das sich der Botschaft “Gesünder ernähren und mehr bewegen = besser lernen und leben” verschreibt. Das Konzept wurde von der Ernährungswissenschaftlerin Dr. Reinhild Link vom Rotary Club Wiesbaden-Nassau, Distrikt 1820, aufgelegt und inzwischen von vielen Rotary Clubs übernommen. Jüngster Erfolg ist die neue Botschafterin der Initiative, Dr. Auma Obama, Schwester des ehemaligen US-Präsidenten. In der Metropolregion Rhein-Neckar hat sich Rotary auch an der Aktion “Abenteuer Essen” beteiligt, die unter anderem von der Stiftung LebensBlicke initiiert worden ist. (Rotary Magazin April 2017)