Methylenblau-Tablette steigert Adenom-Detektionsrate

In einer Placebo-kontrollierten randomisierten Studie haben Repici und Co-Autoren gezeigt, dass die orale Verabreichung einer Methylenblau-Tablette die Detektion von Adenomen deutlich erhöht. Sie konnten einen Anstieg von 8,4% im Vergleich zu Placebo nachweisen. Diese Technik könnte ein weiterer Baustein in der besseren Erkennung neoplastischer Läsionen im Kolon sein. (Gastroenterology 2019;156:2198-2207)

Telefonaktion zum Krebsfrüherkennungsregistergesetz KFRG

Am 25. und 26. Juni bieten der Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ Heidelberg sowie die Stiftung LebensBlicke eine gemeinsame Telefonaktion zum KFRG an, das am 1. Juli in Kraft tritt. Was lange währt, wird endlich gut: die gesetzlich Versicherten ab 50 Jahren werden ab diesem Zeitpunkt erstmals bundesweit von ihren Krankenkassen in regelmäßigen Abständen zur Darmkrebsvorsorge und Früherkennung eingeladen. Näheres in der gemeinsamen Pressemitteilung (folgt). Die Mitarbeiter des KID stehen unter der Nummer 0800- 420 30 40 von 8-20 Uhr für Fragen zur Verfügung.

Schauspielerin Marcia Cross: Analkrebs durch HP-Virus

Humane Papillom-Viren sind über Jahrzehnte in der Öffentlichkeit fast ausschließlich mit dem Gebärmutterhalskrebs in Verbindung gebracht worden. Neuere Forschungen haben ergeben, dass HPV auch andere Krebsarten wie Mundhöhlen- und Kehlkopfkrebs, Genital- und Analkrebs hervorrufen kann. Die aus der Fernsehserie “Desperate Housewives” bekannte Schauspielerin Marcia Cross hat nun öffentlich mitgeteilt, dass sie einen HPV-induzierten Analkrebs bekommen hat. Sie ist nie geimpft worden, hat aber gleich entschieden, dass ihre Töchter sofort geimpft werden. “Die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen ist eine echte Krebsprävention”, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor J. F. Riemann. Foto: M. Werner

Mikrobiom: wichtige Rolle bei der Darmkrebsentstehung

Es ist eine bekannte Tatsache, dass unter anderem die Ernährung bei der Entstehung von Darmkrebs eine wesentliche Rolle spielt. Dies gilt insbesondere für fett- und fleischreiche Mahlzeiten. Forscher des Europäischen Molekularbiologischen Labors (EMBL) in Heidelberg haben in “Nature Medicine” veröffentlicht, dass es einen charakteristischen Mikrobiom-Besatz des Darms bei Patienten mit Darmkrebs gibt. Diese dafür wohl typischen Bakterien könnten für die Entwicklung eines treffsicheren Tests bei Menschen mit hohem Darmkrebsrisiko benutzt werden.

Darmkrebs: in Europa bei jungen Erwachsenen zunehmend

In den Vereinigten Staaten wird schon länger die Zunahme von Darmkrebs-Neuerkrankungen auch bei jungen Erwachsenen beobachtet. Eine der wichtigen Ursachen ist der veränderte Lebensstil mit Fettleibigkeit und Bewegungsarmut. Es erstaunt nicht, dass Ähnliches nun auch in Europa beobachtet wird. In der Altersgruppe der 30- bis 50-jährigen ist in den letzten 25 Jahren eine ähnliche Zunahme zu registrieren. Mit großer Wahrscheinlichkeit spielen auch in Europa analoge Mechanismen eine wesentliche Rolle. (Vuik FER, Nieuwenburg Stav, Bardou M et al. http://dx.doi.org/10.1136/gutjnl-2018-317592)

Darmkrebsvorsorge geht social media mit pfiffigem Videoclip!

Die Stiftung LebensBlicke nutzt in zunehmendem Maße neue Medien und Social Media für die Darmkrebsvorsorge. Ein pfiffiger Videoclip “Verstecken gilt nicht” wird die Angebotspalette zur Motivation bereichern. Die Stiftung hofft, mit dieser Botschaft Menschen dazu bewegen zu können, über Darmkrebsvorsorge zumindest nachzudenken. Produziert wurde der Clip von der Mannheimer Agentur Reinshagen.

Darmkrebsvorsorge ein Top-Thema beim US-Gastro-Kongress

Spannende wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Darmkrebsvorsorge wurden Mitte Mai 2019 auf dem amerikanischen Gastroenterologie Kongress (DDW) in San Diego (Kalifornien, USA) präsentiert.  Aus der Vielzahl der eingereichten Arbeiten fanden einige Poster bei den Teilnehmern besonderes Interesse, wie zum Beispiel “The role of social media on promotion and education of colorectal cancer Screening” (Austin L. Chiang et.al., Thomas Jeffersen University Philadelphia). Kurz zusammengefasst von Dr. Hansjörg Meyer von der Stiftung LebensBlicke. Weiterlesen