Einfluss von Gewichtsreduktion auf Zellmarker

2017- Caroline Himbert-WebsiteOxidativer Stress, DNA-Reparatur und Telomer-Wartung sind Prozesse, die mit der Alterung einerseits, aber auch mit vielen chronischen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden. Besonders auffällig ist der Zusammenhang mit der Adipositas, vor allem mit der Fettleibigkeit. Die Stipendiatin der Stiftung LebensBlicke Caroline Himbert hat zu diesem Thema eine hochinteressante Übersicht über den Einfluss einer Gewichtsreduktion auf diese Prozesse publiziert (Himbert C et al., Effects of Intentional Weight Loss on Markers of Oxidative Stress, DNA Repair and Telomere Length – a Systematic Review, Obes Facts 2017;10:648–665). Frau Himbert hat am Weiterlesen

ECQI: Verbesserung der Koloskopie-Qualität in Europa ist Ziel

Logo ECQIECQI steht für die European Colonoscopy Quality Investigation Group. ECQI bringt Magen-Darm-Spezialisten, klinische und akademische Gastroenterologen sowie Berater aus vielen europäischen Ländern zusammen. Sie alle haben das gemeinsame Ziel, die Koloskopie-Qualität in Europa zu verbessern und zu vereinheitlichen, vor allem vor dem Hintergrund des Darmkrebs-Screenings. Seit Gründung ist Professor Dr. J. F. Riemann Chairman der Gruppe. Riemann ist gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke, Früherkennung Darmkrebs. Die ECQI-Gruppe hat einen Weiterlesen

Darmkrebs-Überlebenschance durch Ernährungsumstellung

2017-1 Ballaststoffe PixabayEine gesunde Ernährung hat neben regelmäßiger körperlicher Aktivität großen Einfluss auf viele Erkrankungen. In einer aktuellen Studie (Deutsches Ärzteblatt) konnte wieder einmal gezeigt werden, dass eine Umstellung auf ballaststoffreiche Kost die Überlebenschancen für Patienten mit Darmkrebs deutlich verbessert. Ballaststoffe, vor allem Pflanzenfasern, können u.a. Karzinogene in der Nahrung binden und haben wahrscheinlich einen Einfluss auf das Mikrobiom. “Überrascht hat, dass der Einfluss selbst dann noch nachweisbar war, wenn Betroffene ihre Ernährung erst nach Diagnose und Behandlung umgestellt haben”, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor J. F. Riemann.

“patientenhilfe darmkrebs” unterstützt Betroffene

Patientenhilfe DarmkrebsAnja Landshoeft aus Hannover erkrankte im April 2016 im Alter von 30 Jahren an Darmkrebs. Sie war gerade frisch verheiratet, ihr Sohn war 4 Monate alt. Anstatt der Krankheit den Kampf ansagen zu können, bereitete bald auch die finanzielle Lage schlaflose Nächte. Eine Tagesmutter musste sich um den Kleinen kümmern, da sie selbst körperlich und psychisch oft nicht dazu in der Lage war. Schnell reduzierten sich die Rücklagen. Neue Winterkleidung für das Kind konnte sich das Ehepaar nur dank der „patientenhilfe darmkrebs“ leisten. Frau Landshoeft hat ihre bewegende Geschichte hier erzählt. Die Initiative „patientenhilfe darmkrebs“, die auch von der Stiftung LebensBlicke mitgetragen wird, sammelt weiterhin Spenden für Betroffene. Denn Darmkrebs ist nicht nur eine schwere Krankheit, sondern kann für viele auch finanzielle Belastungen bedeuten.

Zunehmende Evidenz für einen früheren Start der Vorsorge

ueg Unbeachtet der Unruhen in Katalonien fand die Europäische Gastroenterologietagung “The United Gastroenterology Week” in Barcelona vom 28.10.-1.11.2017 statt. Französische Wissenschaftler haben in einer großen Untersuchung an über 6.000 Patienten festgestellt, dass die Rate detektierter Polypen während der Koloskopie tatsächlich bei den 45- bis 49jährigen deutlich höher ist als bei den Menschen, die 40 bis 45 Jahre alt sind. Knapp die Hälfte der Patienten waren Frauen und der Trend konnte bestätigt bleiben, sogar, wenn alle Polypenkontrollen herausgenommen wurden. In der Gruppe der 45- bis 49-jährigen fanden sich in 22,5% Polypen, in der jüngeren Gruppe 13,6%. “Die Daten unterstützen die Forderung der Stiftung LebensBlicke, im Rahmen der risikoadaptierten Vorsorge den Start der Vorsorge zumindest bei Männern auf das 45. Lebensjahr vorzuverlegen. Bleibt die Analyse der vielleicht bald publizierten Gesamtdaten abzuwarten, ob diese Beobachtung dann auch Einzug in die modifizierte Leitlinie Kolorektales Karzinom der DGVS halten könnte”, so Professor Dr. Dieter Schilling, Mitglied des Vorstands der Stiftung LebensBlicke.

Allianz für Gesundheitskompetenz gegründet

Logo Allianz für GesundheitskompetenzDas Gesundheitsbewusstsein sowie vor allem das Wissen vieler Bundesbürger über Gesundheit könnte besser sein. Das liegt nicht zuletzt auch an den vielfältigen, manchmal verwirrenden Informationen in vielen neuen Medien über Angebote zur Erhaltung der Gesundheit und zur Diagnostik und Therapie von Erkrankungen, die in den letzten Jahren rapide zugenommen haben. Vor diesem Hintergrund ist unter Federführung des Bundesgesundheitsministeriums eine “Allianz für Gesundheitskompetenz” gegründet worden. Weiterlesen

Diabetes Mellitus Typ 2 – Krebsrisiko unterschätzt!

2017-11 Diabetes Insulin PixabayIn den letzten Jahren ist deutlicher geworden, dass der Typ 2 Diabetes offenbar ein eigener Risikofaktor für Tumorerkrankung ist. Das gilt ganz besonders für stark übergewichtige Diabetiker. Hohe Insulinspiegel tragen dazu bei, dass über aktivierte Rezeptoren das Tumorwachstum gefördert wird. Vor allem die Inzidenz von Leber- und Pankreaskarzinomen, aber auch des kolorektalen Karzinoms ist erhöht. Verlinkung. ” Gerade Diabetikern ist daher anzuraten, neben einer Änderung des Lebensstils entsprechende Vorsorgeempfehlungen zu nutzen”, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. (“Krebsrisiko unterschätzt” / Perspektiven der Diabetologie 02/2017)