Darmkrebsfrüherkennung – demnächst blutbasierte Teste?

seufferleinDas kolorektale Karzinom (KRK) ist aktuell in der europäischen Union für jährlich 200.000 Todesfälle verantwortlich. Viele dieser Todesfälle wären durch Früherkennung, die beim KRK möglich ist, vermeidbar. Es gibt daher massive Anstrengungen in ganz Europa, durch geeignete Screeningmaßnahmen Darmkrebs in frühen Stadien zu erkennen – oder besser – die Inzidenz zu verringern. Deutschland hat eines der ältesten Darmkrebs-früherkennungsprogramme in Europa. Neben dem Guaiak-basierten FOBT-Stuhltest wurde 2003 die Screeningkoloskopie in die Krebsvorsorge aufgenommen. Mehrere Millionen Vorsorgekoloskopien wurden seither durchgeführt. Sehr wahrscheinlich als Ergebnis dieser Maßnahme sinkt in den letzten Jahren die Inzidenz des KRK in Deutschland. Problematisch ist für viele Patienten die aufwändige Vorbereitung zur Koloskopie; andere empfinden die Koloskopie als zu invasive Vorsorgemaßnahme und würden gerne eine weniger invasive Methode „vorschalten“. Weiterlesen

GastroLive am 6. September zum Thema “Koloskopie”

2017-09 GastroliveNach der Sommerpause geht GastroLive in die zweite Runde. Am Mittwoch, 6.9.2017 ist das neue Fortbildungsformat zu Gast bei Professor Horst Neuhaus im EVK Düsseldorf und sendet von 18 bis 19.30 Uhr live aus dem OP zum Thema “Koloskopie”. Mit dabei sind Professor Andrea Tannapfel, Bochum, und Dr. Thomas Eisenbach, Leverkusen. Das aktuelle Programm finden Sie hier.  Das Besondere an GastroLive unter der Schirmherrschaft der Stiftung LebensBlicke sind Live-Interventionen direkt aus der Klinik, die Vorstellung von spannenden Kasuistiken und Berichte von wichtigen Kongressen – live am Bildschirm verfolgbar. Diskutiert und kommentiert werden die Beiträge in einer Expertenrunde, an der eine Live-Beteiligung per Chat und Live-Voting möglich ist. Kostenlose Teilnahme für Ärzte über streamedup!.com.

Endoskopiker in Österreich schließen sich zusammen

endoskopie-logoIm Rahmen des 3. Eggenbuger Gastro-Update in Niederösterreich haben sich führende Endoskopiker zu einer Interessengemeinschaft Endoskopie zusammengeschlossen. Sie hat zum Ziel, vor allem die niedergelassenen endoskopierenden Ärzte in Österreich als  wissenschaftliche und berufspolitische Meinungsbildner in der Darmkrebsvorsorge und -Früherkennung zu etablieren. Die Gründung fand auch große gesundheitspolitische Zustimmung (Vizekanzler Wolfgang Brandstetter, rechtes Bild Mitte). Weiterlesen

Hilft Kaugummi bei der Darmreinigung vor Koloskopie?

KaugummiKaugummi ist in vielen Ländern der Erde sehr beliebt. Es kann u.a. auch helfen, wie in manchen Studien gezeigt, dass der Darm nach einer vorausgegangenen Operation seine normale Funktion wieder schneller erreicht. Es lag daher nahe zu untersuchen, ob sich das Kaugummikauen auch auf die Darmvorbereitung vor einer Darmspiegelung auswirken würde. In einer doppelblinden, randomisierten Studie haben chinesische Gastroenterologen diesen Zusammenhang untersucht und herausgefunden, dass sich zwar die Qualität der Darmreinigung nicht ändert, dass sich aber die Patientenzufriedenheit verbessert. (Fang et al. Gastointest Endosc 2017;86:187-91).

Vermeiden statt leiden – Darmkrebs-Präventionskampagne

2017_LZG-Darmkrebsausstellung_Eroeffnung-93_©DennisMoebusDie Stiftung LebensBlicke hat zusammen mit der Landeszentrale für Gesundheitsförderung (LZG) am 30. Mai 2017 im Landtag von Rheinland-Pfalz eine Darmkrebs-Präventionskampagne gestartet, die demnächst durch das Bundesland tourt. Der Landtags-Präsident Hendrik Hering eröffnete die Auftakt-Veranstaltung mit dem nachdrücklichen Hinweis, wie wichtig Information und Aufklärung über dieses Thema in der Bevölkerung seien. Der Vorsitzende der LZG, Dr. Günter Gerhardt, Vorstand des Kuratoriums der Stiftung LebensBlicke, hob die breite Unterstüzung der Kampagne durch den Hausärzteverband, den öffentlichen Gesundheitsdienst, die Landesärztekammer und die Landesregierung hervor. Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, erläuterte Zweck und Ziele der Kampagne, die auch ganz besonders türkische Mitbürger anprechen soll. Termine sind bereits bis Anfang 2018 vergeben.

Nachfolgend einige Schnappschüsse der Veranstaltung. Im Bild: Professor Riemann vor dem InfoPoint bei der Eröffnung der Veranstaltung.

Verbesserung der Krebsversorgung stand im Mittelpunkt

2018-08-21 LandenbergerUnter dem Titel “Qualitätskontrolle und Verbesserung der Krebsversorgung – was ist erforderlich?” veranstalteten die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und die Union for International Cancer Control (UICC) das 4. European Round Table Meeting am 05.05. 2017 in Berlin. In ihren Key-Presentations schilderten internationale Referenten Aktivitäten der EU-Kommission und anderer EU-Organisationen zur Qualitätsverbesserung der Versorgung von Krebspatienten. Dabei standen die bevölkerungsbezogenen und klinischen Krebsregister sowie die nationalen Krebspläne in den beteiligten Staaten der EU im Mittelpunkt. Ziel war der Austausch von Best practice sowie das Lernen aus gegenseitigen Erfahrungen. Über die Veranstaltung berichtet im folgenden Frau Professor Dr. Margarete Landenberger (im Bild), Sonderbotschafterin der Stiftung LebensBlicke und ehemalige Stellvertretende Direktorin des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaften der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. “Für die Stiftung LebensBlicke könnte die Initiierung einer vergleichbaren Round Table-Veranstaltung zum Thema Vorsorge, Früherkennung, Therapie und Nachsorge von Darmkrebs mit Experten aus der EU sowie aus einzelnen Staaten überlegenswert sein”, so Professor Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. Weiterlesen

Erstmalige Vergabe des “Ernst von Leyden-Preises” der SLB

2017-Ernst von Leyden 02Die Stiftung LebensBlicke vergibt erstmals anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) im September in Dresden den “Ernst von Leyden-Preis” für herausragende Forschungsarbeiten im Bereich der “Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention von Darmkrebs”. Der Preis ist mit 1.000 € dotiert und wird am 15. September im Rahmen des Symposiums “Darmkrebsvorsorge – was hat´s gebracht, wie geht es weiter” (8.30 Uhr bis 10 Uhr in Saal 5/Messe Dresden) verliehen. Ernst Viktor von Leyden (* 20. April 1832 in Danzig; † 5. Oktober 1910 in Berlin) war deutscher Internist und Hochschullehrer und Begründer des Zentralkomitees für Krebsforschung in Berlin. Er repräsentierte im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts den Paradigmenwechsel Weiterlesen