Darmkrebs-Präventionspreis 2017 an Mikrobiom-Forscher

2018-06 Darmkrebs_Präventionspreis_2017Der Darmkrebspräventionspreis 2017, ausgelobt von der Deutschen Krebsgesellschaft, der Stiftung LebensBlicke und der Deutschen Krebsstiftung ist an Dr. Erik Thiele-Orberg vom Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München gegangen. Der Preisträger hat sich sehr intensiv mit der Erforschung der Rolle von Darmbakterien beschäftigt, wie aus der gemeinsamen Presseerklärung hervorgeht. Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke und Vorsitzender des Kuratorium der Deutschen Krebsstiftung konnte diesen Preis beim 4. German Cancer Survivors Day am 7. Juni im Sony Center in Berlin übergeben: „Herr Thiele-Orberg hat mit dieser Arbeit ein wichtigen Beitrag zur Darmkrebsentstehung geleistet  und Wege aufgezeigt, die für die Darmkrebsprävention noch von großer Bedeutung werden können!“. Bild: Darmkrebs-Präventionspreisträger Dr. Erik Thiele-Orberg (links) und Prof. Dr. Jürgen Riemann von der Stiftung LebensBlicke (Foto: Sebastian Röder)

IQWiG bremst Darmkrebsscreening beim familiären Risiko

Logo IQWiGJedem mit der Beratung zum familiären Darmkrebsrisiko vertrauten Arzt ist geläufig, dass enge leibliche Angehörige eines Betroffenen häufiger selber an Darmkrebs erkranken können. Auch die Literatur weist das vielfach auf. Allerdings erreicht der Evidenzgrad nicht wie beim Stuhltest die Höchstmarke (Ia), so dass bei theoretischer Betrachtung der Nutzen unklar bleibt, wie das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in einem aktuellen Bericht feststellt. “Diese IQWiG-Feststellung, der Nutzen sei unklar, heißt nicht, dass es keinen Nutzen gibt”, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebenBlicke. Professor Dr. J. F. Riemann. “Die Stiftung LebensBlicke wird auch weiterhin unbeirrt und nachdrücklich zur risikoadaptierten Darmkrebsfrüherkennung raten.”

Besseres Langzeitüberleben in zertifizierten Zentren

Dr. Monika Klinkhammer-Schalke, TumorzentrumRegensburgZertifizierte Darmkrebszentren bieten Patienten mit Kolon- und Rektumkarzinomen bessere Langzeitüberlebenschancen. Dass dies so ist, haben jetzt Wissenschaftler unter Federführung von Frau PD Dr. Monika Klinkhammer-Schalke nachgewiesen. Sie konnten an einer retrospektiven Kohortenstudie zeigen, dass die geschätzte 3-Jahres Überlebensrate gegenüber nicht zertifizierten Krankenhäusern besser ist. Dieser Befund unterstreicht einmal mehr, warum die Stiftung LebensBlicke das Marketing für zertifizierte Darmkrebszentren unterstützt.

Stiftung: Koloskopie nach positivem FIT ist Früherkennung!!

Logo Stiftung Lebensblicke-kleinSeit 2002 ist die Vorsorgekoloskopie als opportunistisches Angebot in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) eingeführt und mit Qualitätsmaßnahmen hinterlegt worden einschließlich einer nationalen elektronischen Befunddokumentation. Dass die Vorsorgekoloskopie die Darmkrebs-Morbidität und -Mortalität erkennbar günstig beeinflusst, wurde in den letzten Jahren eindeutig gezeigt. Der immunologische Stuhltest hat seit dem 1.4.2017 als GKV-Leistung den Guajak-basierten FOBT abgelöst und bedeutet eine echte Verbesserung der Darmkrebsvorsorge. Ein positiver iFOBT zieht zwangsläufig eine Vorsorgekoloskopie nach sich. Diese Logik entspricht der Krebsfrüherkennungsrichtlinie (KFE-RL). Sie schafft zugleich die Möglichkeit, den iFOBT zu evaluieren, da eine Verpflichtung zur Dokumentation der Vorsorgekoloskopie besteht. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat deshalb zum 1.4.2017 den Dokumentationsbogen angepasst und den positiven iFOBT als Indikation für die Vorsorgekoloskopie aufgenommen. Die Stiftung LebensBlicke (SLB) ist völlig überrascht und sehr betroffen, aus dem KBV-Newsletter (http://www.kbv.de/html/1150_33749.php) bzw. Weiterlesen

Projekt “Evidence-based Marketing – Darmkrebszentren”

2018- Marketing DarmkrebszentrenDie Stiftung LebensBlicke unterstützt zusammen mit anderen das Forschungsprojekt “Evidence-based Marketing – Darmkrebszentren” unter Leitung von Professor Lingenfelder, Universität Marburg. Ein erster Zwischenbericht zeigt, dass mit der Durchführung der Vermarktungs-Check-Ups Verbesserungspotenziale hinsichtlich der Vermarktungsaktivitäten identifiziert werden können, die nach Einschätzung der Untersucher die Marktstellung zertifizierter Darmkrebszentren in den jeweiligen Versorgungsregionen verbessern können und sehr wahrscheinlich zu einer höheren Behandlungsquote von Darmkrebs in zertifizierten Zentrenstrukturen führen können.