FAMKOL-Studie der Stiftung LebensBlicke: Neue Wege

Die vom Bundesgesundheitsministerium unterstützte FAMKOL-Studie unter der Schirmherrschaft der Stiftung LebensBlicke hat neue Wege für die Darmkrebsprävention aufgezeigt. Die Qualifikation von medizinischen Fachangestellten und Pflegekräften für Informationen über die Darmspiegelung dieser Personengruppe ist vielversprechend. “Die Einladung zur Vorsorgekoloskopie bei familiärem Darmkrebsrisiko hat untermauert, dass Neoplasien  in dieser Risikogruppe häufiger auftreten. Das unterstreicht die Notwendigkeit, diese Vorsorgemaßnahme vor den bisher geltenden Altersgrenzen einzusetzen, was auch gesundheitspolitisch sinnvoll ist”, so der Vorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann (Bauer et. al Dtsch. Arztebl. Int 2018; 115:715-22. DOI:10.3238/arztebl.2018.0715.)

DGIM: Generalsekretär würdigt 20 Jahre Stiftung LebenBlicke

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hat bereits vor Jahren eine Schirmherrschaft für die Stiftung LebensBlicke übernommen. Aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums hat ihr Generalsekretär, Professor Dr. Ulrich Fölsch, die Arbeit der Stiftung für die Darmkrebsfrüherkennung besonders gewürdigt. “Wir haben uns sehr über diese Laudatio gefreut und werden auch weiterhin aktiv und nachhaltig für die Prävention arbeiten”, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke (Mitteilungen der DGIM).

Folgekoloskopie muss dringend hinterfragt werden

2016-08-01 Dr Hansjörg Meyer-02Die KolosSal-Studie, die von Professor Dr. Hermann Brenner und Privatdozent Dr. Michael Hoffmeister*) vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg federführend durchgeführt wird, hat Erstaunliches zu Tage gefördert. Die Forscher untersuchten die Zeitintervalle von Nachsorge-Koloskopien und deren Abweichungen von den etablierten Leitlinien. Mehr als 6.000 Patienten, die sich im Zeitraum von 2005 bis 2007 einer Vorsorgekoloskopie unterzogen hatten, wurden sechs Jahre später zu etwaigen Folgekoloskopien  befragt. Das Ergebnis irritiert und wirft Fragen auf: Weiterlesen

Dietrich Hüppe: 16 Jahre Darmkrebsvorsorge zeigen Wirkung

2015-Dr. Dietrich HüppeAm 1. Oktober 2018 besteht das aktuelle Programm zur gesetzlichen Darmkrebsfrüherkennung 16 Jahre. Am 1.10.2002 trat es – grundlegend überarbeitet – in Kraft. Neben dem Stuhltest auf okkultes Blut (FOBT) wurde für alle Bürger über 55 Jahre die Vorsorgekoloskopie (=Früherkennungskoloskopie) erstmalig und damals weltweit einzigartig in die gesetzliche Krankenversicherung aufgenommen. Was war die Grundlage der Empfehlung? Fall-Kontroll-Studien in der USA, insbesondere die der National Polyp Study unter Leitung von Sidney Winawer, hatten gezeigt, Weiterlesen

Nobelpreis für Immuntherapie gegen Krebserkrankungen

Nobelpreis MedailleDie inzwischen in der Onkologie für einige Krebserkrankungen bereits zum Standard gewordene Immuntherapie ist jetzt mit dem diesjährigen Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet worden. Die Entdeckung ist genial. Antikörper blockieren “Checkpoints”, verhindern eine übermäßige Aktivierung von T-Zellen und bewirken eine Stärkung des patienteneigenen Immunsystems zur Abwehr von Krebszellen. In der Therapie des Lungenkrebses hat sich diese Behandlungsform inzwischen sehr bewährt. “Neben Operation, Bestrahlung und Chemotherapie hat sich die Immuntherapie mit den Checkpoint-Hemmern als weitere Säule in der Krebstherapie etabliert”, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.

Studie bestätigt: Die meisten dicken Kinder bleiben dick

Logo New England JournalKinderärzte wissen schon lange, dass kindliche Adipositas nur schwer beeinflussbar ist. In einer neuen hochrangig publizierten Studie aus Leipzig haben Forscher nun untersucht, wie sich das Körpergewicht von Kindern im Laufe der Jahre verändert. In dieser prospektiven und restrospektiven Analyse konnten sie zeigen, dass die meisten Kinder, die zwischen und dem zweiten und sechsten Lebensjahr übergewichtig geworden sind, auch als Erwachsene adipös blieben. “Dieser Befund ist erschreckend und zeigt, wie wichtig die frühkindliche Ernährung und wie notwendig die Ernährungskompetenz von Erziehern und Eltern ist”, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann (NEJM 2018;379:1303-12).