Ernst von Leyden-Preis 2018 geht an Dr. Horenkamp-Sonntag

Ernst von Leydenpreis_2018Der diesjährige Ernst von Leyden-Preis der Stiftung LebensBlicke geht an Herrn Dr. Dirk Horenkamp-Sonntag vom wissenschaftlichen Institut für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG) der Techniker Krankenkasse Hamburg. Der Preisträger wurde für seinen Beitrag zur „Koloskopie in der Versorgungsrealität“ ausgezeichnet. Der Preis wurde von Prof. Dr. Matthias Ebert, Vorstand der Stiftung LebensBlicke, bei der Viszeralmedizin 2018 in München verliehen. Der Preis wird für das beste Abstract zum Thema Darmkrebsprävention vergeben. Im Bild v.l.n.r: Prof. Ebert, Dr. Horenkamp-Sonntag, Prof. Lammert.

Neues und Interessantes zur ColoCare-Studie

2017- Caroline Himbert-WebsiteDie Stiftung LebensBlicke unterstützt schon seit Jahren Stipendiatinnen, die im Rahmen der ColoCare-Studie wissenschaftliche Fragestellungen bearbeiten. ColoCare steht für Langzeituntersuchungen zur Prävention und Prognose des kolorektalen Karzinoms. Caroline Himbert, eine der ersten und aktivsten Stipentiatinnen stellt nachfolgend die ColoCare Studie   vor. Rund 60.000 Männer und Frauen erkranken allein in Deutschland jährlich an Darmkrebs und davon versterben rund 30.000 Patienten. Forschung zum Thema Darmkrebs ist daher dringend notwendig um die Zahl der Erkrankungen zu reduzieren. Die ColoCare Studie ist eine internationale Kohortenstudie, die Erkenntnisse zur Prävention und Prognose des kolorektalen Karzinoms gewinnen möchte. Weiterlesen

Intervallkarzinome – der Albtraum des Endoskopikers?

2015-Dr. Dietrich HüppeAus der Praxis für die Praxis: Intervallkarzinome nach initialer Vorsorgekoloskopie in einer gastroenterologischen Gemeinschaftspraxis (GP). Wie oft? Was sind die Ursachen?

Hüppe D.* Felten G.* Hinz M.* von der Ohe M.* Wallner I.* Zemke J.* Tannapfel A.** (*Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis Herne, **Institut für Pathologie Ruhr-Universität Bochum)

Fragestellung; Die Darmkrebsvorsorge mittels Koloskopie wurde im Bereich der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) im Oktober 2002 eingeführt. Jeder beschwerdefreie Versicherte hat Anspruch auf 2 Vorsorgekoloskopien (VK) innerhalb von zehn Jahren ab dem 56. Lebensjahr. Dieses Programm ist effektiv. Als Indikator dafür gelten sinkende Morbiditäts- und Mortalitätszahlen des Kolorektalen Karzinoms in Deutschland (RKI). Werden innerhalb des Überwachungszeitraums (von zehn Jahren) nach Erstkoloskopie kolorektale Karzinome entdeckt, handelt es sich um sog. Intervallkarzinom (IK) Einige Veröffentlichungen sprechen auch von „Post-Koloskopie-Karzinomen“. Die internationale Diskussion setzt als Zeitrahmen für eine solche Charakterisierung eher 5 Jahre an. Weiterlesen

Immunologischer Stuhltest – Warum nicht per Post?

Logo i-FOBTEs ist eigentlich traurig, aber wahr. Der Gemeinsame Bundeausschuss ist trotz Aufforderung von Fachverbänden und Stiftungen nicht über seinen Schatten gesprungen, den neuen immunologischen Stuhltest bei der in 2019 beginnenden Einladung zur Darmkrebsvorsorge per Post mitzuschicken. Dabei hatte gerade ein vom Bundesgesundheitsministerium gefördertes Modellprojekt (SAMS-Studie von Prof. Brenner et al., DKFZ Heidelberg) klar gezeigt, wie groß der Nutzen eines Postversandes ist. Inzwischen hat dies eine weitere große Studie aus der USA bestätigt. “Warum tun wir uns so schwer, aus wissenschaftlichen Ergebnissen zu lernen”, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann.

Intervall-Karzinome nach Stuhltesten sind ein Problem!

Logo BMJ und GUT Nach negativen Screening-Untersuchungen können dennoch Karzinome gefunden werden, die auch als Intervall-Karzinome bezeichnet werden. Das liegt bei Stuhluntersuchungen an der Testempfindlichkeit, nach einer Darmspiegelung aber auch u.a. an übersehenen Befunden. Holländische Forscher haben in einer großen Metaanalyse untersucht, welche Verbesserungen der Ersatz des Guajak-FOBT durch immunologische Teste in Bezug auf Intervall-Karzinome mit sich bringt. Die Forscher fanden nicht unerwartet heraus, dass ein nagativer g-FOBT mit einer deutlich höheren Rate an Intervall-Karzinomen verbunden ist als ein negativer immunologischer Test. Die Autoren schlussfolgern daraus, dass zur Darmkebsfrüherkennung diese Teste eingesetzt werden und die Patienten über dieses Risiko auch entsprechend aufgeklärt werden sollten. In Deutschland sind die immunologischen Stuhlteste seit dem 1. April 2017 in die Regelversorgung eingeführt (https://gut.bmj.com/content/early/2018/06/22/gutjnl-2017-315340.info).

Professor Ebert zur Rolle der Stiftung LebensBlicke

ebert-matthiasDie Südwestdeutsche Gesellschaft für Gastroenterologie hat ihre diesjährige Jahrestagung in Mannheim unter der Präsidentschaft von Professor Dr. Matthias Ebert in Verbindung mit dem 20-jährigen Jubiläum der Stiftung LebensBlicke durchgeführt. Professor Ebert, gleichzeitig auch stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Stiftung, hat sich in einem Interview mit Moderator Holger Wienpahl zur Rolle der Stiftung für die Gastroenterologie und diese Gesellschaft geäußert. (Originalclip unter YouTube).

Giulia Enders im Interview zum 20jährigen Jubiläum

giulia-enders-hDie Bestseller-Autorin (Darm mit Charme) und Ärztin Giulia Enders gab anlässlich des 20jahrigen Jubiläums der Stiftung LebensBlicke ein Interview zum Thema “Welche Rolle spielen Darmbakterien”. Das Interview führte Holger Wienpahl (SWR). Der charmanten und vielseitigen Autorin ist es mit ihrem Buch gelungen, das Interesse breiter Bevölkerungsschichten für Vorgänge im Verdauungstrakt, besonders im Dickdarm zu wecken. Das Buch ist inzwischen in viele Sprachen übersetzt und gehört auch in anderen Ländern zu den Spitzenreitern unter den Sachbüchern. “Wir freuen uns, das wir mit Giulia Enders eine zugkräftige und überzeugende Persönlichkeit für die Stiftung gewinnen konnten”, so Prof. J. F. Riemann vom Vorstand der Stiftung LebensBlicke.