Darmkrebs-Betroffene: “Ziele setzen enorm Energie frei”

Heidi Sand Mount EverestIm Juli 2010 erhielt Heidi Sand die Diagnose Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Als Mutter von drei Kindern resignierte sie jedoch nicht, sondern kämpfte entschlossen gegen die Krankheit an. Während ihres Kampfes setzte sie sich ein neues Ziel: „Wenn alles gut ausgeht, besteige ich den Everest.“ Es ging gut aus und sie erreichte ihr hoch gestecktes Ziel – den Mount Everest. Die Stiftung LebensBlicke führte ein Interview mit der passionierten Bergsteigerin und Bildhauerin. “Menschen Mut machen durch das Erzählen einer ganz persönlichen Geschichte kann ein wichtiger Schritt bei der Verarbeitung dieser schwerwiegenden Erkrankung sein”, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.

Heidi Sand beließ es jedoch nicht beim Mount Everest und bestieg in den folgenden zwei Jahren zwei weitere Achttausender, den Cho Oyu ohne zusätzlichen Sauerstoff und den Makalu als erste deutsche Frau, womit sie ein Stück Alpin-Geschichte geschrieben hat. “Bergsteigen ist für mich keine Form der Eroberung, sondern eine respektvolle Begegnung mit der eindrucksvollen Natur. Wenn ich einen Gipfel erreiche, spüre ich, wie ich in eine magische Welt eintauche. Für mich ist es der Weg, die Schönheit und Verletzlichkeit der Natur zu ergründen und gleichzeitig von einer geheimnisvollen Aura umgeben zu sein.“

Website von Heidi Sand
Foto oben: Copyright AthletenWerk / Foto: Bob Berger

Stationen als Bergsteigerin:
2006 Elbrus, Kaukasus
2007 Mont Blanc, Frankreich
2008 Mera Peak, Nepal
2010 Mount McKinley, Alaska
2012 Mount Everest, Nepal
2013 Cho Oyu, Tibet (ohne zusätzlichen Sauerstoff)
2014 Makalu, Nepal (als erste deutsche Bergsteigerin)