Innovatives Einladungsverfahren zur Darmkrebsvorsorge

Logo IneldaVor dem Hintergrund des geplanten Krebsfrüherkennungsregistergesetzes KFRG bietet die Barmer GEK in Bayern im Rahmen der Aktion “Aktiv gegen Krebs” ein innovatives neues Testverfahren, den sogenannten “immunologischen Test auf menschliches Hämoglobin im Stuhl (i-FOBT)” an. Angestrebtes Ziel ist, eine zusätzliche Ergebnisverbesserung nachweisen zu können. Es gilt herauszufinden, ob und in welcher Größenordnung eine Teilnahmesteigerung an den Angeboten der Krankenkasse erreicht werden kann. Dieses Testverfahren ist im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland noch nicht enthalten. Die Barmer GEK informiert alle Versicherten im Alter von 50 und 55 Jahren über ein zukünftig auch geschlechtsspezifisches Anschreiben zur Darmkrebsvorsorge und Früherkennung. Das bisher opportunistische Screening wird durch ein Informationsschreiben im Rahmen einer Zusatzvereinbarung zum Gesamtvertrag ersetzt, und die berechtigten Personen werden zielgruppenspezifisch angesprochen.

Damit reagiert die Barmer GEK erfreulich schnell auf eine wesentliche Forderung der  “Mannheimer Erklärung“. Dieses INnovative EinLadungsverfahren zur DArmkrebsvorsorge (INELDA) wird wissenschaftlich durch eine an der Medizinischen Fakultät der Universitätsmedizin Mannheim vergebene Dissertation begleitet, die gemeinsam von Universität und Stiftung LebensBlicke betreut wird. “Der Gesetzgeber sieht bei Neueinführungen von Gesundheitsleistungen immer eine begleitende Evaluation vor. Von daher ist diese Kombination der Zusammenarbeit zwischen Barmer GEK, Universitätsmedizin Mannheim und Stiftung LebensBlicke wegweisend”, so Professor Dr. M. Ebert, Direktor der II. Medizinischen Klinik und Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke, Früherkennung Darmkrebs.