Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Sehr geehrte Leser und Unterstützer, liebe Freunde und Mitstreiter,

2018 ist die Stiftung LebensBlicke 20 Jahre alt geworden. Wir haben gemeinsam viel erreicht. Mit der Einführung des i-FOBT haben sich die Chancen für eine Verbesserung der Darmkrebsprävention deutlich erhöht; das Krebsfrüherkennungsregistergesetz (KFRG) lässt leider immer noch auf sich warten. Auf Nachfrage ließ die Bundesregierung verlauten, dass die gesetzlich vorgegebene Frist vom G-BA aufgrund der hohen fachlichen und strukturell-organisatorischen Komplexität einschließlich der Klärung Datenschutz- und IT-relevanter Fragen nicht eingehalten werden konnte. Wer hätte das gedacht? Die Stiftung LebensBlicke wird auch weiterhin das Ziel verfolgen, über die mediale Öffentlichkeit Chancen und Risiken der Darmkrebsfrüherkennung anzusprechen, zur Teilnahme am Screening zu motivieren und über Kontroversen im Umfeld der Darmkrebsprävention zu berichten.

Dear international users
, we appreciate very much your continuous visit of our website. Apparently our news are of great interest and value for you. The Foundation works on an honorary basis and is therefore reliant on donations. What about you?

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Geförderte Wissenschaftlerinnen und ihre Themen

2018-09 Hegelmann und KiblawiDie Stiftung LebensBlicke fördert schon seit einigen Jahren einige junge Nachwuchswissenschaftler/innen, die sich mit für die Stiftung interessanten Fragestellungen beschäftigen. Während es aktuell bei Bianca Hegelmann (im Bild links) um Fragen der Motivation zur Vorsorge geht, arbeitet Rama Kiblawi im Rahmen der ColoCare-Studie an Korrelationen zwischen Folsäure und pro-inflammatorischen Biomarkern bei Patienten mit kolorektalem Karzinom. Beide stellen der Stiftung interessante Blogs von ihrer Tätigkeit und ihrem Umfeld zur Verfügung.

Eckart von Hirschhausen und “seine” Darmspiegelung

Hirschhausen_Camillo WizDer aus den Medien inzwischen einem breiten Publikum bekannte und beliebte Mediziner, Journalist, Quizmaster und Filmemacher Dr. Eckart von Hirschhausen hat sich einem wichtigen Thema zugewandt: der Darmspiegelung. Hirschhausen zeigt in einem eindrucksvollen Film, wie er selber diese Vorsorgeuntersuchung erlebt hat und wie man Vorurteile abbauen kann. Der Film wurde im Rahmen der Fernsehsendung “Hirschhausens Quiz des Menschen” gezeigt. Er wendet sich vor allem an die Männer, die nach wie vor solchen Angeboten gegenüber zurückhaltend sind. Hirschhausen war Schirmherr des Darmkrebsmonats 2017 der Stiftung LebensBlicke und der Gastroliga. (Bild: Camillo Wiz)

Prof. Layer und Giulia Enders im Gespräch mit Moderator

Bild 7Einer der Höhepunkte des Festabends zum 20jährigen Jubiläum der Stiftung LebensBlicke war ein Gespräch von Professor Peter Layer und seiner Assistenzärztin, der Bestsellerautorin Giulia Enders (Darm mit Charme), moderiert vom SWR-Journalisten Holger Wienpahl. Das informative und kurzweilige Gespräch führt vom Inhalt des Bestsellers bis hin zum alltäglichen Dienst einer “bekannten Persönlichkeit” in einem großen Medizinbetrieb. Mehr unter Youtube. Bild: Sabine Kast

Ernst von Leyden-Preis 2018 geht an Dr. Horenkamp-Sonntag

Ernst von Leydenpreis_2018Der diesjährige Ernst von Leyden-Preis der Stiftung LebensBlicke geht an Herrn Dr. Dirk Horenkamp-Sonntag vom wissenschaftlichen Institut für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG) der Techniker Krankenkasse Hamburg. Der Preisträger wurde für seinen Beitrag zur „Koloskopie in der Versorgungsrealität“ ausgezeichnet. Der Preis wurde von Prof. Dr. Matthias Ebert, Vorstand der Stiftung LebensBlicke, bei der Viszeralmedizin 2018 in München verliehen. Der Preis wird für das beste Abstract zum Thema Darmkrebsprävention vergeben. Im Bild v.l.n.r: Prof. Ebert, Dr. Horenkamp-Sonntag, Prof. Lammert.

Neues und Interessantes zur ColoCare-Studie

2017- Caroline Himbert-WebsiteDie Stiftung LebensBlicke unterstützt schon seit Jahren Stipendiatinnen, die im Rahmen der ColoCare-Studie wissenschaftliche Fragestellungen bearbeiten. ColoCare steht für Langzeituntersuchungen zur Prävention und Prognose des kolorektalen Karzinoms. Caroline Himbert, eine der ersten und aktivsten Stipentiatinnen stellt nachfolgend die ColoCare Studie   vor. Rund 60.000 Männer und Frauen erkranken allein in Deutschland jährlich an Darmkrebs und davon versterben rund 30.000 Patienten. Forschung zum Thema Darmkrebs ist daher dringend notwendig um die Zahl der Erkrankungen zu reduzieren. Die ColoCare Studie ist eine internationale Kohortenstudie, die Erkenntnisse zur Prävention und Prognose des kolorektalen Karzinoms gewinnen möchte. Weiterlesen

Intervallkarzinome – der Albtraum des Endoskopikers?

2015-Dr. Dietrich HüppeAus der Praxis für die Praxis: Intervallkarzinome nach initialer Vorsorgekoloskopie in einer gastroenterologischen Gemeinschaftspraxis (GP). Wie oft? Was sind die Ursachen?

Hüppe D.* Felten G.* Hinz M.* von der Ohe M.* Wallner I.* Zemke J.* Tannapfel A.** (*Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis Herne, **Institut für Pathologie Ruhr-Universität Bochum)

Fragestellung; Die Darmkrebsvorsorge mittels Koloskopie wurde im Bereich der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) im Oktober 2002 eingeführt. Jeder beschwerdefreie Versicherte hat Anspruch auf 2 Vorsorgekoloskopien (VK) innerhalb von zehn Jahren ab dem 56. Lebensjahr. Dieses Programm ist effektiv. Als Indikator dafür gelten sinkende Morbiditäts- und Mortalitätszahlen des Kolorektalen Karzinoms in Deutschland (RKI). Werden innerhalb des Überwachungszeitraums (von zehn Jahren) nach Erstkoloskopie kolorektale Karzinome entdeckt, handelt es sich um sog. Intervallkarzinom (IK) Einige Veröffentlichungen sprechen auch von „Post-Koloskopie-Karzinomen“. Die internationale Diskussion setzt als Zeitrahmen für eine solche Charakterisierung eher 5 Jahre an. Weiterlesen

Immunologischer Stuhltest – Warum nicht per Post?

Logo i-FOBTEs ist eigentlich traurig, aber wahr. Der Gemeinsame Bundeausschuss ist trotz Aufforderung von Fachverbänden und Stiftungen nicht über seinen Schatten gesprungen, den neuen immunologischen Stuhltest bei der in 2019 beginnenden Einladung zur Darmkrebsvorsorge per Post mitzuschicken. Dabei hatte gerade ein vom Bundesgesundheitsministerium gefördertes Modellprojekt (SAMS-Studie von Prof. Brenner et al., DKFZ Heidelberg) klar gezeigt, wie groß der Nutzen eines Postversandes ist. Inzwischen hat dies eine weitere große Studie aus der USA bestätigt. “Warum tun wir uns so schwer, aus wissenschaftlichen Ergebnissen zu lernen”, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann.