Stiftung LebensBlicke: Vorsorge - Früherkennung und Nachsorge von Darmkrebs

Sehr geehrte Leser, Unterstützer, liebe Freunde und Mitstreiter,

der Gemeinsame Bundesausschuss hat ein neues Testverfahren für die Darmkrebsvorsorge und -Früherkennung beschlossen. Er hat entgegen den Empfehlungen vieler Fachgesellschaften und Organisationen (auch der Stiftung LebensBlicke), ausschließlich den quantitativen immunologischen Tests zum Nachweis von nicht sichtbaren Blut im Stuhl (i-FOBT) den Vorzug gegeben. Man darf gespannt sein, welche Kriterien diese Tests erfüllen müssen, wer der Kreis der teilnehmenden Ärzte ist und wie Auswertung und Dokumentation organisiert sind. Der i-FOBT soll zum 1. April 2017 den bisherigen guajak-basierten FOBT (g-FOBT) ablösen. Die Stiftung LebensBlicke wird die Ausführungsbeschlüsse sehr sorgfältig prüfen und sich ggfs. wieder sehr nachdrücklich zu Wort melden.

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse und für Ihre weitere Unterstützung
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke




NICE empfiehlt Testung auf ein Lynch-Syndrom

2017-NICEDas britische National Institute for Health and Care Excellence (NICE) empfiehlt, bei allen Patienten mit einem kolorektalen Karzinom auf das Vorliegen eines Lynch-Syndroms zu testen (siehe: Beitrag). Das Lynch-Syndrom ist die häufigste erbliche Ursache für eine Darmkrebserkrankung und wird nicht immer rechtzeitig diagnostiziert. Menschen mit dieser erblichen Anlage haben nicht nur ein erhöhtes Risiko für ein kolorektales Karzinom, sondern auch für Krebse im Bereiche des Uterus, der Eierstöcke und des Magens. Daraus folgert NICE, dass mit der generellen Testung von Menschen mit Darmkrebs sich die Chance erhöht, nicht erkannte Lynch-Syndrome zu identifizieren. “Die Stiftung LebensBlicke kann diese Empfehlung nur nachhaltig unterstützen. Studien zur Vorsorge-Koloskopie bei Menschen mit Lynch-Syndrom haben gezeigt, dass das Risiko an Darmkrebs zu sterben um bis zu 70 % reduziert werden kann”, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann.

“Ernst von Leyden-Preis” für bestes Präventions-Abstract

2017-Ernst von Leyden 02Die Stiftung LebensBlicke vergibt erstmals anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) den “Ernst von Leyden-Preis” für herausragende Forschungsarbeiten im Bereich der “Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention” von Darmkrebs. Der Preis ist mit 1.000 € dotiert und wird während der DGVS-Jahrestagung vom 13.-16. September 2017 in Dresden verliehen. Bitte reichen Sie Ihr Abstract bis zum 30. April 2017 unter www.viszeralmedizin.com ein. Ernst Viktor von Leyden (* 20. April 1832 in Danzig; † 5. Oktober 1910 in Berlin) war deutscher Internist und Hochschullehrer und Begründer des Zentralkomitees für Krebsforschung in Berlin.

Aktuelle Übersicht zum Darmkrebs-Screening

Logo New England JournalDie Screening-Strategien für kolorekale Neoplasien sind vielfältig, besitzen aber eine sehr unterschiedliche Evidenz. In einer aktuellen Übersicht beschreibt Inadomi im New Engeland Journal of Medicine am Beispiel einer 79 Jahre alten Frau, was in diesem speziellen Falle zu raten ist (Inadomi N. EnglJ Med 2017). Der Beitrag fasst in übersichtlicher Weise die wichtigsten Vorsorgestrategien zusammen und bewertet sie nach ihrer derzeitigen Evidenzlage. “Wer sich umfassend informieren will, dem sei die Lektüre dieses Artikels nachhaltig empfohlen”, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.

Professor Lammert, Homburg-Saar, ist neuer DGVS-Präsident

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Univ.-Prof. Dr. med. Frank Lammert, Direktor der Klinik für Innere Medizin II am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg, ist neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf dem Gebiet der Hepatologie, insbesondere der Erforschung der molekularen Mechanismen genetisch komplexer Lebererkrankungen. Prof. Lammert ist Träger des Theodor-Frerichs-Preis der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) und des Thannhauser-Preises der DGVS, die auch die ständige Schirmherrschaft für die Stiftung LebensBlicke übernommen hat.

Caroline Himbert hat ihr USA-Stipendium erfolgreich beendet!

2015-09-30 Caroline HimbertDie Stiftung LebensBlicke unterstützt schon seit Jahren engagierte Studentinnen und Studenten, die Interesse für wissenschaftliche Arbeiten zur Darmkrebsprävention haben. Caroline Himbert hat jetzt erfolgreich ein solches Stipendium am Huntsman Cancer Institut in Salt Lake City bei Professor Cornelia Ulrich abgeschlossen. Ihre erste Publikation ist inzwischen in der renommierten Zeitschrift Nutrition Research erschienen (https://authors.elsevier.com/a/1ULSrzlJdVkfi). Sie hat eine systematische Analyse zum Vitamin D-Status bei verschiedenen Krankheits- und Operationsfolgezuständen zum Inhalt. Apropos: Caroline hat auch sehr erfolgreich den Pacific Crest Trail absolviert und für jede Meile 1,- Euro zugunsten der Stiftung LebensBlicke eingeworben. Ein herzliches Dankeschön für diese Aktion!

Eckart v. Hirschhausen: Schirmherr Darmkrebsmonat 2017

2016-hirschhausen-klein-paul-ripkeDie Stiftung LebensBlicke konnte den Komiker, Autor und Moderator Dr. Eckart von Hirschhausen als prominenten Befürworter ihrer Aktivitäten gewinnen. Zudem wird der medienbekannte Mediziner der neue Schirmherr für den Darmkrebsmonat März 2017 sein, dessen Motto lautet: “Keine bösen Überraschungen… – Information und Motivation zur Vorsorge und Früherkennung sind unser Ziel”. Dr. Eckart von Hirschhausen unterstützt die Stiftung mit dem Statement: “Bringen Sie Licht dorthin, wo die Sonne nie scheint! Mit einer Darmspiegelung kann Krebs früh erkannt und dann oft geheilt werden. Gerade wenn Sie jemanden in der Familie haben mit Darmkrebs, kann diese Untersuchung Ihr Leben retten. Gehen Sie zur Darmspiegelung – man gönnt sich ja sonst nichts!”. Hier ein Videoclip zum Thema sowie eine Leseprobe aus Weiterlesen