Stiftung LebensBlicke: Vorsorge, Früherkennung und Nachsorge von Darmkrebs

Sehr geehrte Leser, Unterstützer, liebe Freunde und Mitstreiter, dear User,

2017/18 werden die Jahre einer tiefgreifenden Veränderung in der Darmkrebsvorsorge und -Früherkennung in Deutschland. Seit dem 1. April 2017 hat der i-FOBT den g-FOBT in der Regelversorgung abgelöst; mit der Umsetzung des Krebsfrüherkennungsregistergesetzes (KFRG) wird es einen Paradigmenwechsel vom opportunistischen Screening hin zu einem persönlichen Einladungsverfahren für alle Anspruchsberechtigen geben. Die Stiftung LebensBlicke verfolgt seit Jahren das Ziel, auch über die mediale Öffentlichkeit über Chancen und Risiken zur Darmkrebsfrüherkennung zu informieren, zur Teilnahme am Screening zu motivieren und über Kontroversen im Umfeld der Darmkrebsprävention zu berichten.

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse und für Ihre weitere Unterstützung!
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke




Darmkrebs-Präventionspreis 2017 – ab sofort bewerben!

Logo Darmkrebskommunikationspreis HochformatDie Deutsche Krebsgesellschaft setzt sich gemeinsam mit der Stiftung LebensBlicke und der Deutschen Krebsstiftung für eine bessere Darmkrebsvorsorge und -früherkennung ein. Mit der Verleihung des Darmkrebs-Präventionspreises wollen die Partner herausragende Projekte und Forschungsergebnisse in diesem Bereich auszeichnen. Die Einreichung aussagekräftiger Bewerbungsunterlagen ist ab sofort möglich, die Ausschreibungsfrist endet am 09. März 2018. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Weiterlesen

15 Jahre Darmkrebsvorsorge zeigt Wirkung

Hüppe_2017_webWas wurde erreicht, was muss sich verbessern, was erwarten Patienten in der Zukunft?

Pressekonferenz im Rahmen der Jahrestagung Viszeralmedizin 2017 am 15. Spetember 2017 in Dresden.

Am 1. Oktober 2017 besteht das Programm zur gesetzlichen Darmkrebsfrüherkennung nun 15 Jahre. Am 1.10.2002 trat es – grundlegend überarbeitet – in Kraft. Neben dem Stuhltest auf okkultes Blut (FOBT) wurde für alle Bürger über 55 Jahre die Vorsorgekoloskopie erstmalig und damals weltweit einzigartig in die gesetzliche Krankenversicherung aufgenommen.

Was war die Grundlage der Empfehlung? Fall-Kontroll-Studien in der USA, insbesondere die  der National Polyp Study unter Leitung von Sidney Winawer, hatten gezeigt, dass die Abtragung von Polypen (Adenome = Darmkrebsvorstufen) bei einer Koloskopie die Entstehung von Darmkrebs um 70-90% in den nächsten Jahren reduzieren kann. Auch die Teilkoloskopie (Sigmoidoskopie) senkt die Rate von linksseitigem Darmkrebs. Diese Evidenz, aufbereitet durch ein Gutachten der DGVS (W. Schmiegel, C.Pox, J.Riemann), überzeugte den Gesetzgeber dieses weltweit innovative Programm zu implementieren. Weiterlesen

Adipositas und Krebs: Zusammenhänge immer deutlicher

2017-Neli Ulrich-WebsiteFettleibigkeit (Adipositas) ist ein weltweites Phänomen. Viele Faktoren wie z.B. Wohlstand, Bewegungsmangel, Zuckerkonsum und übermäßiger Alkoholgenuss haben dazu beigetragen, dass die Adipositas auf dem Vormarsch ist. Wissenschaftler um Frau Professor Ulrich (Bild) weisen in einer aktuellen Presseerklärung darauf hin, dass eine bedrohliche Folge der Adipositas der Einfluss von Fett auf die Karzinogenese und damit auf eine Zunahme von Krebserkrankungen ist. “Unsere Stipendiatin Caroline Himbert hat mit dazu beigetragen, dass  ‘Fett und Krebs’  in den Fokus der Öffentlichkeit gelangen”, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung LebensBlicke. (Pressemitteilung der American Association for Cancer Research).

i-FOBT: Sensitivität für Karzinomerkennung 77%!

Logo i-FOBTIn einer aktuellen Studie aus den Niederlanden kommen immunochemische Stuhltests (i-FOBT, FIT) auf eine Kolonkarzinom-Detektionsrate von 77% (van der Vlugt et al, Gastroentrology 2017, 153:439-447). Dieses beeindruckende Ergebnis unterstreicht einmal mehr die deutliche Verbesserung des Screenings durch diese Teste. Der Effekt wird noch durch eine persönliche Einladung und durch die Versendung der Teste gesteigert. “Es ist zu hoffen, dass mit der Einführung des quantitativen FIT seit dem 1. April auch in Deutschland ähnliche Resultate erzielt werden können. Spätestens Ende des Jahres sollten erste Ergebnisse zur Verfügung stehen.” so Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.

Pressemitteilung zu Krankheit und Langzeitarbeitslosigkeit

logoLK Bad-KreuznachDie Darmkrebs-Präventions-Kampagne durch Rheinland-Pfalz thematisiert auch gerade die “Primärprävention”. In diesem Zusammenhang ist eine Untersuchung des Gesundheitsamtes der Stadt Bad Kreuznach,  wo die Kampagne Anfang nächsten Jahres Station macht, von besonderer Bedeutung. Eine ärztliche Begutachtung des dortigen Job-Centers von 1.400 Personen hat gezeigt, dass Alkoholerkrankungen, Rückenschmerzen und Adipositas überzufällig häufig in der Gruppe der Langzeitarbeitslosen gefunden wurden. “Die Stiftung LebensBlicke unterstützt daher nachhaltig die Aufforderung, auf diese Ursachen durch personelle und finanzielle Hilfen zu reagieren (siehe Pressemitteilung), appelliert aber gleichzeitig auch sehr nachdrücklich, die Eigenverantwortung betroffener Personen für ihre Gesundheit im Sinne der Prävention zu stärken.” so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke Prof. J.F. Riemann.

Fortbildung: Foliensatz zur Darmkrebsprävention aktualisiert

Präsentation2Die Stiftung LebensBlicke ist dankbar dafür, das ihre Aktivitäten durch 200 Fortbildungskoordinatoren und Regionalbeauftragte Verbreitung finden. Sie bilden in allen großen Städten und in allen Bundesländern das Rückgrat der Stiftung. Für sie steht nun auf Anfrage ein neuer Foliensatz zur Verfügung, den sie für Ihre Fortbildungsaktivitäten einsetzen können. “Wir danken den Experten für diese wichtige Arbeit und bitten alle Nutzer, ggf. Vorschläge für weitere Verbesserungen zu machen.” so Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstands-vorsitzender der Stiftung.

Ernst-von-Leyden-Preis an Katharina Stratmann verliehen

Leyden-Preis2017Die Stiftung LebensBlicke hat zum ersten Mal den Ernst-von-Leyden-Preis für das beste Poster zur Prävention von Darmkrebs verliehen. Den mit 1000 Euro dotierten Preis erhielt Frau Katharina Stratmann (Bild), derzeit Assistenzärztin an der 1. Medizinischen Universitätsklinik der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt für den Beitrag “Einladungsschreiben zur Erhöhung der Teilnahmebereitschaft an Vorsorgekoloskopien – ein sinnvolles Verfahren?”. Den Preis übergab der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Prof. Dr. J. F. Riemann im Rahmen des Syposiums “Darmkrebsvorsorge – was hat´s gebracht, wie geht es weiter?” anlässlich der Jahrestagung Viszeralmedizin 2017 in Dresden.