Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Sehr geehrte Leser und Unterstützer, liebe Freunde und Mitstreiter,

2018 ist die Stiftung LebensBlicke 20 Jahre alt geworden. Wir haben gemeinsam viel erreicht. Mit der Einführung des i-FOBT haben sich die Chancen für eine Verbesserung der Darmkrebsprävention deutlich erhöht. Das Krebsfrüherkennungsregistergesetz (KFRG) wird im Juli in Kraft treten. Damit erfolgt ein Paradigmenwechsel weg vom opportunistischen Darmkrebsscreening hin zu einem persönlichen Einladungsverfahren. Das Besondere: Männer haben bereits mit 50 Jahren ein Anrecht auf eine Vorsorge-Darmspiegelung. Auch das KFRG löst die Probleme der öffentlichen Wahrnehmung nicht. Von daher wird die Stiftung LebensBlicke auch weiterhin das Ziel verfolgen, über Flyer, Veranstaltungen, Videoclips und über die mediale Öffentlichkeit Chancen und Risiken der Darmkrebsfrüherkennung anzusprechen, zur Teilnahme am Screening zu motivieren und über Kontroversen im Umfeld der Darmkrebsprävention zu berichten.

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, we appreciate very much your continuous visit of our website. Apparently our news are of great interest and value for you. The Foundation works on an honorary basis and is therefore reliant on donations. What about you?

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Gegenläufige Entwicklung: FOBT wird weniger genutzt

Eigentlich sollte mit der Einführung immunologischer Stuhltests die Teilnahmerate am Darmkrebsscreening besser werden. Der Test ist empfindlicher und einfacher zu handhaben und benötigt keine besondere Diät. Wie auch schon von Dr. Gerhard Brenner, Vorstand der Stiftung LebensBlicke, berichtet, lässt auch eine Mitteilung der Techniker Krankenkasse aufhorchen (siehe Ärztezeitung). In den Ländern Berlin und Brandenburg ist die Teilnahme am Okkultblut-Screening eher rückläufig. Über Ursachen wird nicht berichtet. “Es bleibt zu hoffen, dass mit dem KFRG und der persönlichen Einladung der Versicherten diese Entwicklung umkehrbar ist; ansonsten würden die politischen Vorgaben ihr Ziel der informierten Entscheidung und der Teilnahmesteigerung nicht erreichen”, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann.

USA: Krebs als Todesursache in 2020 häufiger als Herztod

In einer Aufsehen erregenden Studie haben amerikanische Forscher ermittelt, dass vor allem in Gegenden mit hohem Einkommen der Bevölkerung ein kontinuierlicher Übergang von kardiovaskulären Erkrankungen als Todesursache hin zu Krebserkrankungen zu beobachten ist (Hastings et al. Ann Intern Med. 2018). Die Autoren folgern daraus, dass dieser epidimiologische Übergang in den kommenden Jahren mit einer deutlich verbesserten strategischen, wissenschaftlichen und klinischen Agenda durch die verantwortlichen Gesundheitsbehörden verbunden sein muss. “Man darf erwarten, dass diese Transition auch in Deutschland kommen wird; von daher muss unser Augenmerk ganz besonders auf die Prävention dieser Erkrankungen gerichtet sein”, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.

Startschuss der Aktion “Darmvorsorge: Ein Anruf genügt!”

Stiftung LebensBlicke und Berufsverband niedergelassener Gastroenterlogen (Magen-Darm-Ärzte) starten in diesen Tagen eine besondere Aktion zur Darmkrebsvorsorge- und Früherkennung unter dem Titel “Darmvorsorge jetzt: Ein Anruf genügt!”. “Epidemiologische Untersuchungen von Professor Brenner haben gezeigt, dass gerade mit der Vorsorgekoloskopie in den letzten 15 Jahren über 180.000 Darmkrebserkrankungen verhindert werden konnten. “Wir wollen diesen Erfolg fortsetzen und bieten für Anspruchsberechtigte ab 55 Jahren unter www.darmvorsorge-jetzt.de an, mit Spezialisten in Wohnortnähe einen Termin zu vereinbaren, sofern eine Vorsorge-Darmspiegelung gewünscht wird”, so der Vorsitzende der Stiftunge LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann. “Unabhängig davon kann natürlich bereits mit 50 Jahren der neue immunologische Stuhltest in Anspruch genommen werden.”

Teilnahmeaufruf: Studie patientenzentrierte Kommunikation

An der Universität Erfurt geht derzeit die Studie zur effektiven patientenzentrierten Kommunikation in die zweite Runde. Die Studie untersucht, welche Kommunikation für onkologisch tätige Ärzte* vor dem Hintergrund der zunehmenden Internetrecherche von Krebspatienten* für die Therapieentscheidung zu empfehlen ist. Dies ist mit Blick auf das Handlungsfeld 4 des Nationalen Krebsplans bedeutsam. Dabei werden therapieleitende/-entscheidende Ärzte und Patientenvertreter* für Brust-, Darm- und Prostatakrebs befragt. Die Kernergebnisse der ersten Befragungsrunde stehen unter healthycommunication bereit. Der Download ist nur mit Login für die jeweiligen Befragungsteilnehmer möglich. Die zweite Runde richtet sich vornehmlich an die Teilnehmer aus der ersten, da beide aufeinander aufbauen. Die zweite Runde dient der Konsensfindung in der Expertengruppe und dauert ca. 10-15 Min. (Frist: 05.02.2019). Zur Teilnahme geht´s hier: Studie Effektive patientenzentrierte Kommunikation – Runde 2. Weiterlesen

Viszerale Adipositas korreliert mit verschiedenen Biomarkern

“Viszerale Adipositas korreliert mit Biomarkern für Inflammation und Angiogenese beim kolorektalen Karzinom – Ein wichtiges Ergebnis aus der ColoCare Studie“, fasst Professor Dieter Schilling, Vorstandsmitglied der Stiftung LebensBlicke zusammen. Caroline Himbert, eine Stipendiatin der Stiftung LebensBlicke, hat aktuell in der Zeitschrift “Cancer Epidemiology Biomarkers & Prevention” (Himbert C et al. Cancer Epidemiology Biomarkers & Prevention 2018) neue Ergebnisse aus der ColoCare Studie publiziert. Die Arbeitsgruppe um Frau Professor Neli Ulrich hat bei 188 Patienten und Patientinnen mit einem primären kolorektalen Karzinom (KRK) im UICC Stadium I – IV im Rahmen der ColoCare Studie präoperative Laboranalysen und CT-Tomographien ausgewertet. Weiterlesen

Vorsorgechance vertan, aber was dann?

Man glaubt es kaum, aber die Teilnahme an einer Vorsorgemaßnahme zur Früherkennung von Darmkrebs ist gesunken. Das belegen aktuelle Abrechnungsdaten der gesetzlichen Krankenkassen, wie die Barmer im Bundesland Thüringen verlauten lässt. Die Teilnahme am Stuhltest, der vom Hausarzt ausgegeben wird, sank im Zeitraum von 2012 bis 2016 um 11,1%. Die Vergleichszahlen in Sachsen-Anhalt liegen bei 7,1% und in Sachsen bei 5,3%. Bekanntermaßen sind es leider die Männer, die nur schwer zu einem Test zu bewegen sind. Die Teilnahme am Stuhltest bei Männern über 50 betrug in Thüringen im Jahre 2016 gerade mal 7,4%; Frauen waren mit 14,6% vertreten. Das ist einerseits bedauerlich und lässt aufhorchen, weil die Weiterlesen