Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Sehr geehrte Leser und Unterstützer, liebe Freunde und Mitstreiter,

2018 ist die Stiftung LebensBlicke 20 Jahre alt geworden. Wir haben gemeinsam viel erreicht. Mit der Einführung des i-FOBT haben sich die Chancen für eine Verbesserung der Darmkrebsprävention deutlich erhöht; das Krebsfrüherkennungsregistergesetz (KFRG) lässt leider immer noch auf sich warten. Auf Nachfrage ließ die Bundesregierung verlauten, dass die gesetzlich vorgegebene Frist vom G-BA aufgrund der hohen fachlichen und strukturell-organisatorischen Komplexität einschließlich der Klärung Datenschutz- und IT-relevanter Fragen nicht eingehalten werden konnte. Wer hätte das gedacht? Die Stiftung LebensBlicke wird auch weiterhin das Ziel verfolgen, über die mediale Öffentlichkeit Chancen und Risiken der Darmkrebsfrüherkennung anzusprechen, zur Teilnahme am Screening zu motivieren und über Kontroversen im Umfeld der Darmkrebsprävention zu berichten.

Dear international users
, we appreciate very much your continuous visit of our website. Apparently our news are of great interest and value for you. The Foundation works on an honorary basis and is therefore reliant on donations. What about you?

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Das KFRG kommt – Möglichkeiten nicht ausgeschöpft!

2015-Dr. Dietrich Hüppe“Es hat 5 Jahre gedauert, bis der G-BA die Forderung des Krebsfrüherkennungsregistergesetzes (KFRG) aus 2013 in die Praxis umsetzen will: das organisierte Darmkrebs Screening. Die Stiftung Lebensblicke begrüßt, dass nun endlich weitere Fortschritte bei der Darmkrebsvorsorge konkret zu erwarten sind und dabei Zeitlinien festgelegt wurden. Bis Juli 2019 soll das Programm umgesetzt sein. Positiv ist auch, dass die Forderung der Fachgesellschaften aufgenommen wurde, das Einladungsverfahren für Männer auch zur Koloskopie schon mit 50 Jahren zu beginnen (eine langjährige Forderung auch der Stiftung LebensBlicke). Bei Frauen bleibt der Beginn bei dem 56. Lebensjahr. Die Versicherten sollen alle 5 Jahre bis zum 66. Lebensjahr schriftlich informiert und eingeladen werden, an der Darmkrebsvorsorge teilzunehmen. Wichtige weitergehende Forderungen deutscher Fachgesellschaften, die zur Beratung des G-BA aufgefordert worden waren, wurden jedoch nicht erfüllt. Weiterlesen

Aufschlussreiche Interviews zum 20-jährigen Jubiläum

2017-03 Logo 20-Jahre SLB-finalAus Anlass des 20-jährigen Jubiläums der Stiftung LebensBlicke – Früherkennung Darmkrebs hat der SWR-Journalist und Moderator Holger Wienpahl mit einigen Teilnehmern der Festveranstaltung aufschlussreiche Interviews geführt. Geäußert haben sich: Professor Dr. Peter Frankenberg, langjähriger Wissenschaftsminister Baden-Württembergs, Frau Professor Dr. Cornelia Ulrich, Direktorin am Huntsman Cancer Institute, Salt Lake City (USA), Professor Dr. Matthias Ebert, Direktor der II Medizinischen Klinik an der Universität Mannheim und Vorstandsmitglied der Stiftung, Giulia Enders, Bestseller-Autorin des weit verbreiteten Buches “Darm mit Charme” und Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. Alle Interviews finden Sie direkt auf Youtube oder hier.

Expertenkommentare – immer eine Fundgrube des Wissens

Logo InformationDie Stiftung LebensBlicke verfügt über einen hochkarätigen Expertenbeirat, der sie bei der Kommentierung aktueller Publikationen aus der nationalen und internationalen Literatur unterstützt. Der Expertenbeirat trägt wesentlich zu einem wichtigen Ziel der Stiftung bei, seriöse Informationen vor allem auch für die ärztlichen User unserer Website zu vermitteln. Dieser Service gehört inzwischen zu den meisten Aufrufen des Internetauftritts der Stiftung.

Früherkennung Darmkrebs: Portrait der Stiftung LebensBlicke

EANU-Logo-2017Die “Aktuellen Gesundheitsnachrichten”, eine Zeitschrift der Europäischen Akademie für Naturheilverfahren und Umweltmedizin, haben der Stiftung LebensBlicke die Gelegenheit gegeben, aus Anlass ihres 20-jährigen Jubiläums ein Portrait der Stiftung zu veröffentlichen. “Ich bin der Leiterin der Redaktion, Frau Dagmar Moldenhauer, sehr dankbar dafür, dass sie mir diese Möglichkeit eingeräumt hat. Das Portrait habe ich unter die Überschrift “Eine Bürgerinitiative mit Langzeitwirkung in Deutschland” gestellt”, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.

Immunologische Stuhlteste – Erfolg oder Misserfolg?

Dr. Gerhard BrennerDr. Gerhard Brenner, langjähriger Leiter des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI) und kooptiertes Mitglied des Vorstands der Stiftung LebensBlicke, hat sich mit den bisher zugänglichen nationalen Daten seit Einführung der immunologischen Stuhlteste am 1. April 2017 auseinander gesetzt und seine Ergebnisse beim jährlichen Meeting des Advisory Boards vorgetragen.

Hier sein Resumeé: Die ersten beiden Abrechnungsquartale nach Einführung des neuen immunologischen Stuhltests zeigen noch keine eindeutige Richtung. Zum 1. April 2017 wurde in der gesetzlichen Krankenversicherung der guajakbasierte Stuhltest durch den quantitativen immunologischen Stuhltest (i-FOBT) für die Darmkrebsprävention abgelöst. Berechtigt für sind Versicherte im Alter ab 50 Jahre. Der i-FOBT weist mit einer höheren Sensitivität als der bisher eingesetzte guajakbasierte Stuhltest nicht sichtbares Blut im Stuhl nach. Mit der Untersuchung von nur einer Stuhlprobe werden für die Entdeckung von kolorektalen Karzinomen oder fortgeschrittenen Adenomen eine Sensitivität von mindestens 25% und eine Spezifität von mindestens 90% erreicht. Die ersten Abrechnungsdaten des i-FOBT wurden freundlicherweise über das Wissenschaftliche Institut der Ortskrankenkassen (WiDO) auf der Basis der GKV-Daten zur Verfügung gestellt, von denen die AOK einen Anteil von ca. 30% hat. Weiterlesen

Frankenberg: Wissenschaft in Deutschland stärker fördern!

2018-06-22 Jubiläumsfeier 20 Jahre SLB - Foto© Sabine Kast (27)Der langjährige Wissenschaftsminister des Landes Baden-Württemberg und ehemalige Rektor der Universität Mannheim, Professor Dr. Peter Frankenberg, hat im Rahmen seiner Festrede anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Stiftung LebensBlicke über aktuelle Wissenschaftsfortschritte wie die Genomsequenzierung sowie die Möglichkeiten von „Big Data“ berichtet. Er verwies auch auf das Gesetz von Präsident Obama zur Bekämpfung von Krebs vor allem durch personalisierte Medizin, basierend auf Genomsequenzierung, das auch als „Cancer Moonshot“ bezeichnet worden ist, und zu einer nationalen Kraftanstrengung in den USA geführt hat. Er zeigte gleichzeitig auf, dass in der Volksrepublik China  ähnliche Anstrengungen unternommen würden. In Deutschland gäbe es zwar viele gute Ansätze; dennoch benötige die Wissenschaftsförderung gerade hier bei uns eine weitaus größere Unterstützung. „Die Stiftung LebensBlicke steht mit Nachdruck hinter dieser Forderung, die gerade in einem reichen Land, das als wichtigste Ressource den Menschen mit seinen Fähigkeiten besitzt, so wichtig ist“, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Professor Dr. J. F. Riemann.

Botschaft vom neuen AGA-Präsidenten David Lieberman

Lieberman

Falk-Meeting 2008, Mainz

David Lieberman, einer der bedeutensten Kliniker und Forscher auf dem Gebiet der Darmkrebsprävention, ist neuer Präsident der renommierten American Gastroenterological Association. “Ich kenne ihn schon sehr lange, habe ihm zu dieser großartigen Berufung gratuliert und ihn um eine Botschaft zum 20-jährigen Jubiläum der Stiftung LebensBlicke gebeten.” so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Prof. Dr. J. F. Riemann.

Seine Message: “Congratulations on the 20th anniversary of the LebensBlicke Foundation. Over the past 15 years we have seen a sharp decline in both incidence and mortality from colorectal cancer (CRC) in the United States.  Rates have been declining by about 3% per year.  Some of this decline is due to higher rates of CRC screening in the USA. We know that screening has the potential for detecting early stage cancer, but can also prevent cancer by detecting and removing pre-cancerous colon polyps.  Therefore, colorectal cancer provides a unique opportunity for screening of average-risk individuals to be a cancer prevention tool.  I strongly  support efforts in Germany and throughout Europe to increase rates of CRC screening, and applaud efforts in each country to develop methods of reaching out to the general population to encourage colorectal cancer screening.”

David Lieberman MD
Professor of Medicine, President, American Gastroenterological Association