Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Sehr geehrte Leser und Unterstützer, liebe Freunde und Mitstreiter, dear user,

2018 wird die Stiftung LebensBlicke 20 Jahre alt. Dieses Jubiläum ist Anlass zurückzuschauen, aber auch den Blick nach vorne zu richten. Wir haben gemeinsam mit anderen viel erreicht: die Einführung des i-FOBT und das Krebsfrüherkennungsregistergesetzes (KFRG). Damit haben sich die Chancen für eine Verbesserung der Darmkrebsprävention deutlich erhöht. Wir werden uns aber nicht darauf ausruhen. Die Stiftung LebensBlicke verfolgt auch weiterhin das Ziel, über die mediale Öffentlichkeit Chancen und Risiken zur Darmkrebsfrüherkennung anzusprechen, zur Teilnahme am Screening zu motivieren und über Kontroversen im Umfeld der Darmkrebsprävention zu berichten.

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse und für Ihre weitere Unterstützung!
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke




Fettleibige Kinder: Zahl nimmt erschreckend zu!

Kinde mit Pommes 293209_original_R_B_by_Thommy Weiss_pixelio.deDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist erneut auf die dramatische Zunahme fettleibiger Kinder hin. Der Welt-Adipositas-Tages am 11. Oktober war hierzu ein wichtiger Anlass. Besonders auffallend und alarmierend sei vor allem auch der Anstieg in ärmeren Ländern. Die Ursachen sind hinlänglich bekannt: Es fehlt an Wissen über gesunde Ernährung, es fehlt an Bewegung, es fehlt an familiären Vorbildern. “Auch in Deutschland ist dieses Problem gegenwärtig; daher hat sich die Stiftung LebensBlicke schon sehr frühzeitig in das Projekt “Abenteuer Essen” eingebracht, bei dem es um frühkindliche Ernährung und um die Vermittlung von Ernährungskompetenz für Erzieher und Eltern geht”, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann. Pressemeldung und Clip auf www.n-tv.de. Foto: Thommy Weiss / pixelio.de

Darmkrebsprävention: 9 i-FOBTs im direkten Vergleich

brennerIm April 2017 haben die quantitativen immunologischen Tests die herkömmlichen guajak-basierten Tests auf Blut im Stuhl im deutschen Krebsfrüherkennungsprogramm abgelöst. Sie sind deutlich sensitiver, entdecken also einen sehr viel größeren Anteil von Darmkrebs und seinen Vorstufen als die bisherigen Tests. Unklar war jedoch, in wie weit die Vielzahl der auf dem Markt angebotenen Tests vergleichbare Ergebnisse liefern. Professor Hermann Brenner vom Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg (im Bild) und seine Mitarbeiter haben nun weltweit erstmalig neun dieser Tests einem direkten Vergleich unterzogen. Ihr Ergebnis: Alle neun Tests entdecken die große Mehrheit aller Darmkrebserkrankungen und auch viele Darmkrebsvorstufen. Weiterlesen

15 Jahre Darmkrebsvorsorge zeigt Wirkung

Hüppe_2017_webWas wurde erreicht, was muss sich verbessern, was erwarten Patienten in der Zukunft?

Pressekonferenz im Rahmen der Jahrestagung Viszeralmedizin 2017 am 15. Spetember 2017 in Dresden.

Am 1. Oktober 2017 besteht das Programm zur gesetzlichen Darmkrebsfrüherkennung nun 15 Jahre. Am 1.10.2002 trat es – grundlegend überarbeitet – in Kraft. Neben dem Stuhltest auf okkultes Blut (FOBT) wurde für alle Bürger über 55 Jahre die Vorsorgekoloskopie erstmalig und damals weltweit einzigartig in die gesetzliche Krankenversicherung aufgenommen.

Was war die Grundlage der Empfehlung? Fall-Kontroll-Studien in der USA, insbesondere die  der National Polyp Study unter Leitung von Sidney Winawer, hatten gezeigt, dass die Abtragung von Polypen (Adenome = Darmkrebsvorstufen) bei einer Koloskopie die Entstehung von Darmkrebs um 70-90% in den nächsten Jahren reduzieren kann. Auch die Teilkoloskopie (Sigmoidoskopie) senkt die Rate von linksseitigem Darmkrebs. Diese Evidenz, aufbereitet durch ein Gutachten der DGVS (W. Schmiegel, C.Pox, J.Riemann), überzeugte den Gesetzgeber dieses weltweit innovative Programm zu implementieren. Weiterlesen

Adipositas und Krebs: Zusammenhänge immer deutlicher

2017-Neli Ulrich-WebsiteFettleibigkeit (Adipositas) ist ein weltweites Phänomen. Viele Faktoren wie z.B. Wohlstand, Bewegungsmangel, Zuckerkonsum und übermäßiger Alkoholgenuss haben dazu beigetragen, dass die Adipositas auf dem Vormarsch ist. Wissenschaftler um Frau Professor Ulrich (Bild) weisen in einer aktuellen Presseerklärung darauf hin, dass eine bedrohliche Folge der Adipositas der Einfluss von Fett auf die Karzinogenese und damit auf eine Zunahme von Krebserkrankungen ist. “Unsere Stipendiatin Caroline Himbert hat mit dazu beigetragen, dass  ‘Fett und Krebs’  in den Fokus der Öffentlichkeit gelangen”, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung LebensBlicke. (Pressemitteilung der American Association for Cancer Research).

i-FOBT: Sensitivität für Karzinomerkennung 77%!

Logo i-FOBTIn einer aktuellen Studie aus den Niederlanden kommen immunochemische Stuhltests (i-FOBT, FIT) auf eine Kolonkarzinom-Detektionsrate von 77% (van der Vlugt et al, Gastroentrology 2017, 153:439-447). Dieses beeindruckende Ergebnis unterstreicht einmal mehr die deutliche Verbesserung des Screenings durch diese Teste. Der Effekt wird noch durch eine persönliche Einladung und durch die Versendung der Teste gesteigert. “Es ist zu hoffen, dass mit der Einführung des quantitativen FIT seit dem 1. April auch in Deutschland ähnliche Resultate erzielt werden können. Spätestens Ende des Jahres sollten erste Ergebnisse zur Verfügung stehen.” so Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.

Pressemitteilung zu Krankheit und Langzeitarbeitslosigkeit

logoLK Bad-KreuznachDie Darmkrebs-Präventions-Kampagne durch Rheinland-Pfalz thematisiert auch gerade die “Primärprävention”. In diesem Zusammenhang ist eine Untersuchung des Gesundheitsamtes der Stadt Bad Kreuznach,  wo die Kampagne Anfang nächsten Jahres Station macht, von besonderer Bedeutung. Eine ärztliche Begutachtung des dortigen Job-Centers von 1.400 Personen hat gezeigt, dass Alkoholerkrankungen, Rückenschmerzen und Adipositas überzufällig häufig in der Gruppe der Langzeitarbeitslosen gefunden wurden. “Die Stiftung LebensBlicke unterstützt daher nachhaltig die Aufforderung, auf diese Ursachen durch personelle und finanzielle Hilfen zu reagieren (siehe Pressemitteilung), appelliert aber gleichzeitig auch sehr nachdrücklich, die Eigenverantwortung betroffener Personen für ihre Gesundheit im Sinne der Prävention zu stärken.” so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke Prof. J.F. Riemann.

Fortbildung: Foliensatz zur Darmkrebsprävention aktualisiert

Präsentation2Die Stiftung LebensBlicke ist dankbar dafür, das ihre Aktivitäten durch 200 Fortbildungskoordinatoren und Regionalbeauftragte Verbreitung finden. Sie bilden in allen großen Städten und in allen Bundesländern das Rückgrat der Stiftung. Für sie steht nun auf Anfrage ein neuer Foliensatz zur Verfügung, den sie für Ihre Fortbildungsaktivitäten einsetzen können. “Wir danken den Experten für diese wichtige Arbeit und bitten alle Nutzer, ggf. Vorschläge für weitere Verbesserungen zu machen.” so Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstands-vorsitzender der Stiftung.