Workshop Darmkrebsvorsorge: Erfahrungen aus der Praxis

2017-05-10 Workshop AllgemeinmedizinerUnter dem Titel “Dickdarmkrebsvorsorge – Welche modernen Informationsquellen und digitalen Angebote sind erforderlich für eine informierte Entscheidung?” organisierte die Stiftung LebensBlicke, Früherkennung Darmkrebs, am 10.05.2017 einen Workshop mit Allgemeinmedizinern, Gastroenterologen, Labormedizinern, Gynäkologen und auch Apothekern, um aus der Praxis Erfahrungen zu nutzen, die in der Praxis auch tatsächlich erfolgreich  umsetzbar sind. Der Workshop wurde moderiert von der Agentur Reinshagen und Hartung. Mit der Persona Methode hat man sich dem Thema der Ansprache verschiedenere Typen von Menschen  angenähert, die mehr oder weniger distanziert zur medizinischen Vorsorge und Früherkennung stehen. Der Workshop fand auf Einladung von Professor Schilling, Mitglied im Vorstand der  Stiftung Lebensblicke, im Diakonissenkrankenhaus Mannheim statt.

Professor Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, betonte gleich zu Beginn des Workshops, dass man die Bevölkerung in drei Teile unterteilen kann. Ein Teil der Menschen sei völlig uninteressiert an der medizinischen Vorsorge, ein Drittel sehr motiviert und das letzte Drittel unentschlossen. Genau um diese Menschen geht es, wenn man erreichen möchte, mit Information intrinsische Motivation zu aktivieren.

Wichtig ist, dass das Thema in der Öffentlichkeit präsent ist, an öffentlichen Plätzen , aber auch in den medizinischen Bereichen. Auch die medizinischen Fachangestellten in den Arztpraxen, genau wie die Apotheker sollten gut informiert sein, und bei Sensibilisierung  durch ausliegendes Material ansprechbar sein.

Wichtig auch die Wirkung der Social media sowohl als positiver als auch als negativer Verstärker. Das Selfie „Ich hab aktiv Früherkennung betrieben“ wäre ein solcher positiver Verstärker! Auch das Story Telling ist ein wichtiger Aspekt, der positive Verstärkung bringt.

Motivert, die Dinge weiter aufzubereiten, sind die Workshop-Teilnehmer auseinander gegangen und weitere Workshops, die gerade den Allgemeinmediziner in den Fokus nehmen, werden folgen.

D. Schilling