Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Sehr geehrte Leser und Unterstützer, liebe Freunde und Mitstreiter,

das Krebsfrüherkennungsregistergesetz (KFRG) ist nun seit 1. Juli in Kraft. Damit erfolgt ein Paradigmenwechsel weg vom opportunistischen Darmkrebsscreening hin zu einem persönlichen Einladungsverfahren. Das Besondere: Männer haben bereits mit 50 Jahren ein Anrecht auf eine Vorsorge-Darmspiegelung. Auch das KFRG löst die Probleme der öffentlichen Wahrnehmung nicht. Von daher wird die Stiftung LebensBlicke auch weiterhin das Ziel verfolgen, über Flyer, Veranstaltungen, Videoclips und über die mediale Öffentlichkeit Chancen und Risiken der Darmkrebsfrüherkennung anzusprechen, zur Teilnahme am Screening zu motivieren und über Kontroversen im Umfeld der Darmkrebsprävention zu berichten.

Dear international users
, we appreciate very much your continuous visit of our website. Apparently our news are of great interest and value for you. The Foundation works on an honorary basis and is therefore reliant on donations. What about you?

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Darmkrebsvorsorge: Minister Spahn setzt auch aufs Digitale

Hansjörg MeyerSeit Juli 2019 ist endlich das lange geplante Einladungsverfahren zur Darmkrebsvorsorge für gesetzlich versicherte Männer ab 50 und gesetzlich versicherte Frauen ab 55 Jahren umgesetzt.  Die Versicherten werden jetzt von den Krankenkassen per Brief angeschrieben. Aber das reicht Bundesgesundheitsminister Spahn nicht, wie er auf einer Veranstaltung der Bundesregierung anlässlich des “Tag der offenen Tür” zum Besten gab. Er setzt bei der Erinnerung an einen Vorsorgetermin zur Darmspiegelung auch auf digitale Medien. Er würde es begrüßen, wenn jeder auf seinem Smartphone seine Patientenakte hat, auf der sich ein Fenster öffnet und dann die Person an die Darmkrebsvorsorge erinnert. Minister Spahn sieht die digitalen Medien als wichtige Helfer und Unterstützer, die leichter und schneller informieren, aufklären und ermuntern können. Spahn, der ja auch Befürworter der Stiftung LebensBlicke ist, warb für die Teilnahme an der Vorsorgeuntersuchung: “Darmkrebs ist im positiven Sinne ein klassisches Bespiel dafür, dass Früherkennung einen Unterschied machen kann”. Der Aufforderungsbrief der Krankenkassen ist eine gute Sache, kann aber sinnvoll ergänzt und durch zeitgemäße Verwendung digitaler Medien erweitert werden. Quelle: Ärzte Zeitung online, 19.8.2019. Beitrag von: Dr. Hansjörg Meyer, Stiftung LebensBlicke.

Darmkrebsvorsorge ab 45 Jahren – kostengünstig?

Logo GastroenterologyDie amerikanische Krebsgesellschaft empfiehlt die Darmkrebsvorsorge für Personen mit normalem Risiko bereits mit 45 Jahren. Ähnlich hat sich auch die Stiftung LebensBlicke mehrfach geäußert. Diese Empfehlung  erfolgt vor dem Hintergrund, dass in den Vereinigten Staaten das Erkrankungsalter an Darmkrebs zunehmend jüngere Jahrgänge (45 bis 49) betrifft. Eine aktuelle Studie dazu zeigt, dass die Herabsetzung auf 45 Jahre wahrscheinlich sogar kosteneffektiv ist. Die Autoren formulieren aber auch, dass ein noch größerer Effekt erzielt werden könnte, wenn die Teilnahmeraten grundsätzlich  gesteigert und vor allem Personen mit Risiko gescreent werden würden (Ladabaum et al., Gastroenterology 2019;157:137-148).

Darmbakterien können Ausdauer steigern

Logo nature medicineIn Stuhlproben von Marathonläufern identifizierten jetzt amerikanische Wissenschaftler bestimmte Bakterien, die leistungssteigernd und auch ausdauerfördernd wirken. Im Vergleich zu nicht sportlichen Kontrollpersonen waren bei den Marathonläufern die Bakterien der Gattung Veillonella erhöht, deren Anzahl nach sportlicher Belastung sogar noch stieg. Die Bakterien bauen Milchsäure ab und setzen Propionsäure frei, wie Mausexperimente zeigten. Studie in “nature medicine”

Übergewicht und Fettleibigkeit steigern Krebsrisiko

Logo UebergewichtWie die Frankfurter Rundschau berichtet, fanden britische Wissenschaftler heraus, dass in Großbritannien Übergewicht und Fettleibigkeit nach dem Rauchen für die meisten vermeidbaren Krebserkrankungen verantwortlich sind (Link). Einer Studie der Stiftung Cancer Research UK zufolge sind in GB rund 6,3% der Fälle auf Adipositas und 15% auf das Rauchen zurückzuführen. Bei vier Krebsarten – u.a. bei Darmkrebs – spielt Adipositas sogar eine wichtigere Rolle als das Rauchen. In Großbritannien sind etwa 29% der Einwohner mit einem BMI von 30 oder mehr übergewichtig. In Deutschland sind es 23,6%, in den USA 38,2%.

Minister Spahn begrüßt MFA-Initiative der Stiftung

SpahnDer Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke,  Professor J. F. Riemann, hat bei einem Gespräch mit dem Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn, eine aktuelle Initiative der Stiftung vorgestellt. Spahn begrüßte vor allem, dass medizinische Fachangestellte (MFA) für Informationen über Darmkrebsvorsorge und -Früherkennung qualifiziert werden sollen (siehe Interview). Das könnte zu einer Entlastung der Hausärzte führen, wenn im Rahmen des Krebsfrüherkennungs-Registergesetzes (KFRG) Eingeladene  ihre Hausärzte aufsuchen und mehr zu diesem Thema erfahren wollen. Die Stiftung wird zusammen mit Partnern ein Modellprojekt initiieren, das den Stellenwert dieser Initiative dokumentieren soll. Foto: BMG/Schinkel Weiterlesen

Joghurt kann Darmpolypen bremsen

Hansjörg MeyerEine gerade veröffentlichte Studie von Zheng X et al. lässt vermuten, dass regelmäßiger Joghurtverzehr Darmkrebsvorstufen, sog. Darmpolypen, verhindern kann. Das jedenfalls ist das Ergebnis der Health Professionals Follow-up Study mit über 32.000 Teilnehmern und der Nurses Health Study mit über 55.000 Teilnehmern aus den USA. In diesen beiden Beobachtungsstudien wurden die teilnehmenden Frauen und Männer zwischen 1986 und 2012 einer Darmspiegelung unterzogen und zu ihren Lebensumständen und Ernährungsgewohnheiten befragt. Das überraschende Ergebnis war, dass die Männer, die mindestens zwei Portionen Joghurt pro Woche aßen, ein um 19% erniedrigtes Risiko hatten, Darmpolypen zu entwickeln. Bei Frauen wurde kein derartiger Effekt festgestellt. Beitrag von: Dr. Hansjörg Meyer, Stiftung Lebensblicke; Quelle: Zheng X et.al. Gut 2019; online first.

Peter Kloeppel von RTL neuer Befürworter

Peter KloeppelDie Stiftung LebensBlicke dankt dem Chefmoderator von RTL Aktuell, Peter Kloeppel, sehr herzlich für seine Bereitschaft, Befürworter der Stiftung LebensBlicke zu sein. Sie erhofft sich, dadurch noch mehr Aufmerksamkeit für das Thema Darmkrebsvorsorge und -Früherkennung generieren zu können. Peter Kloeppel: “Wenn man gesund ist, hat man viele Wünsche – wenn man krank ist, nur einen! DASS es erst gar nicht zu einer Erkrankung mit im schlimmsten Fall tödlichem Ausgang kommt, dazu können wir alle selber durch einen gesunden Lebensstil und regelmäßige Check-Ups beim Arzt beitragen. Die Darmkrebs-Vorsorge-Untersuchung ist dabei besonders wichtig, da diese Krebsart oft erst viel zu spät diagnostiziert wird. Und mal ganz ehrlich: wünschen wir uns nicht alle, gesund älter werden?  Foto: RTL