Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Sehr geehrte Leser und Unterstützer, liebe Freunde und Mitstreiter,

das Krebsfrüherkennungsregistergesetz (KFRG) ist nun seit 1. Juli in Kraft. Damit erfolgt ein Paradigmenwechsel weg vom opportunistischen Darmkrebsscreening hin zu einem persönlichen Einladungsverfahren. Das Besondere: Männer haben bereits mit 50 Jahren ein Anrecht auf eine Vorsorge-Darmspiegelung. Auch das KFRG löst die Probleme der öffentlichen Wahrnehmung nicht. Von daher wird die Stiftung LebensBlicke auch weiterhin das Ziel verfolgen, über Flyer, Veranstaltungen, Videoclips und über die mediale Öffentlichkeit Chancen und Risiken der Darmkrebsfrüherkennung anzusprechen, zur Teilnahme am Screening zu motivieren und über Kontroversen im Umfeld der Darmkrebsprävention zu berichten.

Dear international users
, we appreciate very much your continuous visit of our website. Apparently our news are of great interest and value for you. The Foundation works on an honorary basis and is therefore reliant on donations. What about you?

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Post-Koloskopie-Karzinome: Analyse zur Vermeidbarkeit!

Karzinome nach “unauffälliger” Koloskopie – als Post-Koloskopie kolorektale Karzinome (PCCRC), bei uns auch als Intervall-Karzinome bezeichnet – sind ein eher seltenes, aber relevantes Problem (< 2%). Diskutierte Ursachen sind übersehene Läsionen, nicht komplett abgetragene Adenome, schlechte Untersuchungsbedingungen oder auch die fehlende Compliance für Nachsorge-Intervalle. In einer Analyse der World Endoscopy Organisation (WEO) wurde festgestellt, dass 43% der PCCRC-Karzinome bei Risikogruppen gefunden wurden (z. B. CED, hereditäre Tumorsyndrome, vorausgegangene Karzinome etc.), die durch eine intensivere Überwachung hätten reduziert werden können. Unzureichende Darmvorbereitung, fehlende Dokumentation und falsche Entscheidungen des jeweiligen Untersuchers zur Wiederholung der Untersuchung waren weitere Faktoren. Da die große Mehrzahl der PCCRC offensichtlich vermeidbar ist, muss die Aufmerksamkeit allen Maßnahmen gelten, die zu einer Reduktion der PCCRC führen, seien sie technischer,  administrativer oder prozessualer Natur. “Dieser Beitrag zeigt wieder einmal sehr deutlich, wie wichtig und entscheidend Qualitätsvorgaben und ihre Kontrollen beim koloskopischen  Darmkrebs-Screening sind”, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. (Anderson R, Burr NE, Valori R et al. Gastroenterology 2020; 158:1287-1299)

GastroLive: Endoskopie live aus Hamburg

Am Mittwoch, 12. August, von 18 bis 19.30 Uhr, bietet GastroLive zusammen mit Professor Jürgen Pohl und seinem Team von der Asklepios Klinik Altona interessante Untersuchungen live aus der Endoskopie. Gezeigt werden u.a. neue Endoskop-Technologien, G-POEM sowie Resektionen beim Barrett – und Magenfrühkarzinom mit besonderen Unterspritzungstechniken. Diskutiert werden diese Fälle von den Spezialisten Professor Joachim Arnold aus Rotenburg und Professor Jochen Wedemeyer aus Gehrden. Fragen können per Live-Chat direkt an die Experten geschickt und an spannenden Live-Votings teilgenömmen werden. Hier gelangen Sie direkt zum Beitrag. Die Registierung und Teilnahme für Ärzte erfolgt kostenfrei unter streamed-up.com. Die Stiftung LebensBlicke ist Schirmherrin von GastroLive.

Studie: Erhöht blaues Licht das Darmkrebs-Risiko?

Forscher des Barcelona Institute for Global Health kommen in einer Studie zu dem Schluss, dass abendliches und nächtliches LED-Licht das Darmkrebsrisiko beeinflussen kann. Sie gingen insbesondere der Frage nach, wie sich blaues Licht auf die Gesundheit auswirkt. Dazu analysierten sie Daten einer internationalen Weltraumstation, die u.a. den Blaulichtpegel in Städten misst. Die Wissenschaftler stellten fest, dass Menschen in Gebieten mit einer hohen Blaulicht-Exposition ein um 60 Prozent höheres Darmkrebs-Risiko haben, als Personen, die weniger exponiert waren. Sie halten den möglicherweise veränderten Schlafrythmus und die Beinflussung der Melatonin-Ausschüttung durch Blaulicht als ursächliche Faktoren. Wie groß der Einfluss der Smartphone-Nutzung oder anderer elektronischer Geräte wie Bildschirme, Tablets und LED-Lampen wirklich ist, die ebenfalls blaues Licht ausstrahlen, müsse noch weiter erforscht werden. Es handelt sich dabei um eine Korrelation, nicht um eine nachgewiesene Kausalität. Foto: Pixabay/Gerd Altmann

Darmkrebs-Präventionspreis: Bis 30. November bewerben!

Die Stiftung LebensBlicke schreibt jährlich den Darmkrebs-Präventionspreis für hervorragende Arbeiten im Bereich der Darmkrebsvorsorge und -früherkennung aus. Der Preis ist mit 4.000,- € dotiert und wird erneut von der Servier Deutschland GmbH gestiftet. Die Preisverleihung findet 2021 in Ludwigshafen statt. Aussagekräftige Bewerbungsunterlagen können ab sofort bis 30.11.2020 eingereicht werden. Weitere Infos finden Sie hier.

Darmkrebs-Quiz: Testen Sie Ihr Wissen!

Die Stiftung LebensBlicke hat ein Darmkrebs-Quiz entwickelt. Es soll Interessierte anregen, ihr Wissen vor allem über die Darmkrebsvorsorge zu prüfen und ggf. zu verbessern. Die Teilnehmer erhalten das Ergebnis online und – falls gewünscht – zum Nachlesen an ihre angegebene E-Mail-Adresse. “Sollten Sie alle 15 Fragen richtig beantwortet haben, betrachten Sie sich als Champion der Darmkrebsvorsorge”, so Professor Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung.

Das deutsche Darmkrebs-Screening im Europa-Vergleich

Der Vorsitzende des Stiftungsrats der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. Wolfgang Fischbach, hat anlässlich der Sitzung des Advisory Boards der Stiftung einen Vortrag zum Thema “Das deutsche Darmkrebs-Screening im europäischen Vergleich” gehalten. Der Vortrag hat einmal mehr deutlich gemacht, welcher Flickenteppich noch in Europa herrscht. Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung: “Die deutschte EU-Ratspräsidentschaft muss dafür Sorge tragen, dass im Rahmen einer europäischen Dekade gegen den Krebs dieser Flickschusterei ein Ende gemacht wird!”

Nach dem Darmkrebs – Bewegung ist angesagt!

Theodor Fontanes Dichterspruch: “Luft und Bewegung sind die eigentlichen geheimen Sanitätsräte” findet eine aktuelle Bestätigung bei Darmkrebspatienten. Körperlich aktive Patienten nach der Diagnose Darmkrebs leiden deutlich weniger unter Kraftlosigkeit und Antriebsschwäche und fühlen sich emotional und körperlich besser. In einer Studie unter Leitung von RE Eyl vom DKFZ in Heidelberg konnten diese positiven Effekte jüngst gezeigt werden (Eyl RE, et. al.: Physical activity and long-term fatigue among colorectal cancer survivors-a population-based prospective study. BMC Cancer 2020;20:438). Weiterlesen