Blog Simon Ta Van

Juli 2019

Nach Monaten der Planung, Vorbereitungen und Vorfreude begann am 25.06.2019 endlich meine Reise in das über 8000km entfernte Salt Lake City (SLC). SLC ist die Hauptstadt des U.S. Bundestaats Utah, auch bekannt als Beehive State. Utah war mir im Voraus vor allem für seine Nationalparks mit ihrer umwerfenden Natur und der Mormonenkultur bekannt. Im Oktober 2018 bewarb ich mich um diese von der Stiftung Lebensblicke geförderte Stelle am Huntsman Cancer Institute mit einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt mit dem Arbeitstitel „Fettgewebsverteilung und Assoziation mit Überleben und Rezidiven in Patienten mit kolorektalem Karzinom“. Mein Ziel ist es, einen Einblick in die internationale Forschung zu gewinnen. Schon früh in meinem Studium wurde mir bewusst, wie wichtig mir der Forschungsaspekt in meiner klinischen Zukunft ist. Dieser Aufenthalt im Ausland erscheint mir als perfekte Möglichkeit, um Eindrücke des Ablaufs und der Organisation einer großen klinischen Studie sowie des Forschungsalltags an einem international anerkannten Krebsforschungsinstitut zu gewinnen. An dieser Stelle möchte ich mich herzlichst bei der Stiftung Lebensblicke für ihre Unterstützung bedanken.

Ungefähr ein halbes Jahr nach meiner Initialbewerbung machte ich mich dann auf den Weg. Mein Flieger startete pünktlich um 14.30 und zog bei andauernderem Tageslicht über das eindrucksvolle Grönland und Kanada nach Seattle. In Seattle wurde ich durch die Border Control freundlich in den vereinigten Staaten von Amerika begrüßt. Von Seattle ging es dann mit einem Anschlussflug weiter nach Salt Lake City, wo ich dann 22.30 Uhr Ortszeit ankam. Gesamtreisezeit: 16h10min.

Am Flughafen wurde ich netterweise von meiner Betreuerin Jennie abgeholt. Da wir uns bisher nur aus Ferngesprächen und E-Mailverkehr bekannt waren, war es sehr schön, sie zum ersten Mal persönlich kennenzulernen. Eine vorrübergehende Unterkunft für die ersten Wochen hatte ich mir im Vorhinein organisiert und Jennie war so freundlich, mich dort hinzubringen.

Die Zeit verging wie im Flug und nun bin ich schon knapp zwei Wochen hier. Nach einem Tag, der der Eingewöhnung an das amerikanische Klima und der Zeitverschiebung galt, begann ich an einem Donnerstag meinen Aufenthalt am HCI. Zum Institut komme ich mit dem öffentlichen Personennahverkehr, der in Salt Lake City doch andere Standards hat als die mir bekannten, deutschen Äquivalente. Am Wochenende fahren einige Buslinien nur einmal pro Stunde und manche auch gar nicht. Alles in allem ist das Institut für mich jedoch gut mit dem Bus zu erreichen und meine anfängliche Sorge, dass ich mir ein Auto anschaffen müsste, verflog schnell. Das Stadtbild hat mich vor allem durch das viele Grün überrascht und beeindruckt. Die Wohngegend rund um meine Unterkunft ist geprägt von dicht, bepflanzten Vorgärten, schönen Blumen und vielen Bäumen. Weiterhin kann man in der Ferne die wunderschönen, schneebedeckten Berggipfel ausmachen.

 

 

 

 

 

 

Im Institut, das malerisch am Hang der Foothills gelegen ist und einen fantastischen Ausblick über Salt Lake City bietet, lernte ich erst einmal das Team in der Division „Population Sciences“ kennen. Alle sind stets freundlich und bemüht, mir meine Ankunftszeit so leicht und angenehm wie möglich zu machen und mich bei den anfänglichen Hürden zu unterstützen. Anders als für mich bisher gewohnt, gibt es auch einen Dress-Code im Institut. Für die Männer heißt das in der Regel Hemd und lange Hose. Insgesamt ist die Arbeitsatmosphäre sehr konzentriert und der aktive Wissens- und Kompetenzaustausch zwischen Kollegen wird begrüßt. Dies motiviert mich bei allen möglichen Meetings teilzunehmen, Erfahrungen zu sammeln und Einblicke zu gewinnen. Ich freue mich auf die mir bevorstehende Zeit und auf die Verwirklichung meiner Projektidee.

Print Friendly, PDF & Email