
Bei Patienten mit metastasiertem Darmkrebs, die zur Standardversorgung frühzeitig eine palliative Behandlung erhalten, verbessert sich die Symptomlinderung und die Abstimmung der Behandlungsziele in besonderem Maße. Auch schwerwiegende Eingriffe am Lebensende konnten reduziert werden. Das folgt aus einer retrospektiven Studie unter Leitung von Xiaoli Liu et.al in Hefei, China. Bei jeder palliativmedizinischen Konsultation wurde eine strukturierte Untersuchung des Patienten nach den entsprechenden Leitlinien durchgeführt. Dabei wurden die Symptome der Patienten erfasst sowie eine psychosoziale Beurteilung erstellt. Im Gespräch mit dem Patienten wurden die Behandlungsziele und die weitergehende Versorgungsplanung besprochen. Die Ergebnisse lassen aufhorchen: 1) Die Schmerzen reduzierten sich stärker; 2) die emotionale Belastung nahm ab; 3) höhere Übereinstimmung mit den Behandlungszielen; 4) Verringerung ungeplanter erneuter Krankenhauseinweisungen. Die Autoren kommen zu dem Schluss: Eine routinemäßig multidisziplinär durchgeführte Palliativversorgung sollte als zentraler Bestandteil in eine hochwertige onkologische Versorgung integriert werden, von Dr. H. Meyer – Stiftung LebensBlicke (Originaltitel :Liu X, Wu F, Li L: Comparison of patient-reported outcomes and healthcare utilization between metastatic colorectal cancer patients receiving systemic therapy with or without concurrent palliative care support: a retrospective cohort study. Front. Oncol. 2026; 16:1882581. doi: 10.3389/fonc.2026.1882581) Quelle: Deutsches Ärzteblatt 23.10.2026.



