Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Liebe Leserinnen und Leser, Freunde und Mitstreiter,
die Corona-Pandemie hält uns nach wie vor in Atem. Konferenzen werden derzeit entweder online oder hybrid abgehalten. Die Stiftung nutzt auch in den nächsten Monaten überwiegend die digitalen Möglichkeiten. Nach wie vor gilt: die Corona-Prävention kann Leben retten, die Darmkrebs-Prävention rettet schon seit Jahrzehnten Leben. Herzlichen Dank dafür, dass Sie unsere Webseiten besuchen und sich über Aktuelles rund um die Darmkrebsvorsorge informieren. Bitte unterstützen Sie uns in dieser schweren Zeit!

Dear international users, we appreciate very much your continuous visit of our website. Apparently in the corona pandemic our news are still of special interest and value for you. Lebensblicke Foundation will make intense efforts now and in the future to keep its website modern, instructive and varied. Please do support us along your personal possibilities.Thank you very much and please stay interested!

Professor Dr. Jürgen F. Riemann - Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke



Kollateral-Schäden nach Corona-Pandemie

Es war zu vermuten, ist befürchtet worden und nun klinische und wissenschaftliche Realität: es gibt nach der Corona-Pandemie erhebliche Kollateral-Schäden auch in der Onkologie, die das Deutsche Ärzteblatt in seiner Ausgabe vom 17. Juni thematisiert mit der Überschrift: Einbruch der Krebsdiagnosen alarmierend! Aktuelle Studien belegen diese Feststellung ganz besonders für das Mammakarzinom. Wenn Screening-Untersuchungen wegfallen hat das Folgen; und das betrifft auch die Darmkrebsvorsorge, wie eine Arbeitsgruppe der BARMER Krankenkasse und des Viszeralonkologischen Zentrums am Universitätsklinikum Würzburg gezeigt hat. Dazu Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke: „Für den Darmkrebs ist das besonders tragisch. Wer zur Vorsorge geht, hat in der Regel keine Symptome und könnte so eher geneigt sein, die Maßnahme zu verschieben. Das kann trügerisch sein, denn: wer ein frühes symptomloses Karzinom in sich trägt, hat keine Zeit zu warten. Daher noch mal ein Motto der Stiftung LebensBlicke: ‘Vorsorge bringt dich nicht um – Darmkrebs schon!’(Dtsch. Ärzteblatt 2022; 119: 912-913).

Großes mediales Interesse: “Junge Erwachsene mit Krebs”

Das Thema des WebSeminars der Stiftung LebensBlicke “Junge Erwachsene mit Krebs” hat großes Interesse in den Medien geweckt. Der Südwestdeutsche Rundfunk (SWR) hat neben einem umfassenden Bericht auf “SWR Aktuell”, auch mit einer 29-jährigen von Darmkrebs betroffenen Patientin ein Interview geführt. Am 02.06.2022, lief ein “SWR Schwerpunkt” zum Thema bei SWR1 RLP; zudem ist laut SWR ein Beitrag bei “SWR Wissen” in Planung. Die ÄrzteZeitung hat zum WebSeminar einen ganzseitigen Bericht “Wie die Fertilität junger Krebspatienten erhalten werden kann” veröffentlicht. „Das Thema wird uns weiter begleiten, da die Zahl junger Erwachsener auch mit Darmkrebs im Zunehmen begriffen ist. Das gilt ganz offensichtlich inzwischen inzwischen auch für Menschen ohne die bekannten Risikofaktoren wie Diabetes mellitus Typ 2, und Übergewicht oder Adipositas”, so Professor J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.

4. Symposium des Ludwig-Demling-Centers Erlangen

Die Medizinischen Klinik I des Universitätsklinikums Erlangen lädt wieder zu einer endoskopischen Fortbildung des Ludwig-Demling-Centers für Molekulare Bildgebung ein. Bei der Veranstaltung am 3. Juni 2022 in der Orangerie im Schlossgarten des Markgräflichen Schlosses in Erlangen stellen renommierte Experten aktuelle und zukünftige Entwicklungen der gastrointestinalen Endoskopie vor. Interventionelle endoskopische Methoden wie POEM zur Behandlung der Achalasie und wegweisende neue diagnostische Ansätze wie künstliche Intelligenz und molekulare Bildgebung werden ausführlich diskutiert. Zum Abschluss des 4. Symposiums des Centers verleiht Prof. Dr. Markus Neurath, der derzeitige Direktor der Med. Klinik I, die Ludwig-Demling-Medaille für herausragende endoskopische Leistungen im Gedenken an Prof. Ludwig Demling, den international renommierten ehemaligen Direktor der Med. Universitätsklinik Erlangen und Pionier der Endoskopie (Bild). Weitere Infos hier.

US-Trends zu Kosten für Krebse des Verdauungstrakts

Die Kosten für die Behandlung gastrointestinaler Karzinome sind bekanntlich hoch. Das gilt vor allem für die stationären Therapiekosten. Amerikanische Wissenschaftler haben Trends (1996-2016) und Projektionen auf das nächste Jahrzehnt  (2030) errechnet. Sie kommen zu dem beunruhigenden Ergebnis, dass trotz intensiver Vorsorgemaßnahmen die Kosten in den nächsten Jahren weiter deutlich steigen werden, vor allem zulasten der Behandlung des kolorektalen Karzinoms. “Es ist zu vermuten, dass ähnliche Entwicklungen auch für Deutschland zutreffen. Nach wie vor sind die Teilnahmeraten an den angebotenen Vorsorgemaßnahmen zur Darmkrebsfrüherkennung unzureichend“, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke (Stukalin I et al. Gastroenterology 2022; 162:1098-1110).

DGIM-Patiententag: Hochkarätige Vorträge on demand

Im Rahmen des 128. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) Ende April 2022 hatten die DGIM und das Gesundheitsamt Wiesbaden zum 15. DGIM-Patiententag eingeladen. Teil des Patiententages waren Vorträge von renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Medizinerinnen und Mediziner. Die Zeitschrift “Apotheken Umschau” hat als neue Kooperationspartnerin der Veranstaltung die spannenden Redebeiträge live aus dem Festsaal des Wiesbadener Rathauses übertragen, so auch den Vortrag von Professor J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke, zum Thema “Darmkrebsvorsorge 2022 – was ist erreicht, was muss besser werden!”. Zu diesem Thema stand Prof. Riemann bereits bei der Pressekonferenz der DGIM Rede und Antwort. Die Besucher konnten sich zudem an zahlreichen Ausstellungsständen über aktuelles medizinisches Wissen informieren.

Informatives WebSeminar “Junge Erwachsene mit Krebs”

Die Stiftung LebensBlicke hat am 5. Mai 2022 zusammen mit Frau Professor Gabriela Möslein vom Evangelischen Krankenhaus Bethesda Duisburg ein inhaltlich tief gehendes WebSeminar zum Thema “Junge Erwachsene mit Krebs“ organisiert. Hier gehts zum “Video on demand“. Das Online-Seminar richtete sich an Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen, Patienten und Angehörige sowie Interessierte. Inhaltlich ging es in den Referaten und in der anschließenden Diskussion um Menschen unter 50 Jahren, die mitten im Leben eine Krebsdiagnose erfahren und spezielle, oft nicht ausreichend beachtete Bedürfnisse haben. Moderatoren waren Prof. Gabriela Möslein und Prof. Jürgen F. Riemann (Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke). Die Veranstaltung wurde freundlicherweise unterstützt von Care Diagnostica GmbH und fand in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Endoskopiefachberufe e.V. (DEGEA), der Deutschen ILCO e.V., Magen-Darm-Ärzte.de, Netzwerk OnkoAktiv und Rote Hose Darmkrebsvorsorge e.V. statt. Weiterlesen

Koloskopie: Unter- / Überversorgung – relevantes Problem?

Der Innovationsausschuss beim G-BA hat Mitte Februar 2022 ein Projekt zur Unter- und Überversorgung für koloskopische Leistungen positiv bewertet und stellt diese Ergebnisse zur Diskussion. Ein Autorenteam aus Epidemiologen und Klinikern haben über fünf Jahre Abrechnungsdaten von Krankenkassen (AOK, TK) ausgewertet und unter Berücksichtung von regionalen Versorgungsstudien und Leitlinien das Ausmaß von Unter- und Übersorgung im Bereich der Koloskopien in Deutschland im ambulanten und stationären Bereich untersucht. Sie kommen dabei –  kurz zusammenfasst – zu folgendem Ergebnis: Patienten, bei denen Polypen (Adenome) entfernt worden sind, werden nicht regelmäßig nach 3-5 Jahren nachuntersucht. Dabei wird die Chance auf eine leitliniengerechte Darmkrebsvorsorge vertan. Zugleich werden Patienten, bei denen keine Adenome gefunden worden sind und sich nach der Leitlinie eine Kontrolluntersuchung erst nach ca. 10 Jahren ergibt, viel zu häufig und zu früh nachuntersucht. Die Gründe sind vielfältig und können in der Untersuchung nur erfasst werden, soweit sie durch die Kodierung überhaupt korrekt zu erfassen sind. Beschwerden von Patienten, nicht leitliniengerechter Einsatz von iFOBTs, chronische Darmerkrankungen und Sorge vor Darmkrebs könnten Gründe für eine solche Untersuchung sein. Weiterlesen

Aktiv gegen Darmkrebs – Initiative der Stiftung LebensBlicke

Anlässlich des Patiententages der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin am 30. April fand im Rathaus der Stadt Wiesbaden die Uraufführung  des Videoclips „Aktiv gegen Darmkrebs – eine Initiative der Stiftung LebensBlicke“ statt. Die bekannte ZDF-Journalistin und Fernseh-Moderatorin Kristin Otto macht im Interview mit Prof. Riemann, dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung LebensBlicke, auf wichtige Fragen der Darmkrebsprävention aufmerksam. Kristin Otto setzt sich nachdrücklich für die Eigenverantwortung der Menschen ein. Nicht nur die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen sei wichtig, sondern jeder einzelne könne auch selbst durch seinen persönlichen Lebensstil mit gesunder Ernährung und regelmäßiger Bewegung dazu beizutragen, diese heimtückische Erkrankung gar nicht erst entstehen zu lassen.