
Für das Projekt „Vom Risiko zur Pflicht: Genetische und tumorbasierte Identifikation als neue Säule der Darmkrebsprävention“ wurde die wissenschaftliche Arbeitsgruppe um Dr. Robert Hüneburg mit dem Felix Burda Award 2026 in der Kategorie „Medizin & Wissenschaft“ ausgezeichnet. Im Mittelpunkt des Projekts steht das Lynch-Syndrom, eine der häufigsten erblichen Ursachen von Darmkrebs. Betroffene haben nicht nur ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs, sondern auch für weitere Tumorerkrankungen. Dennoch bleibt die genetische Veranlagung bislang häufig unerkannt. Das ausgezeichnete Projekt setzt genau an dieser Versorgungslücke an. Es nutzt die flächendeckende Tumordiagnostik in zertifizierten Darmkrebszentren, um Menschen mit Lynch-Syndrom systematisch zu identifizieren. Dadurch können Betroffene und ihre Familien frühzeitig genetisch beraten, individuell begleitet und gezielt in Vorsorgeprogramme eingebunden werden. „Prävention beginnt mit Identifikation: In Deutschland sind etwa 300.000 Personen vom Lynch-Syndrom betroffen. Trotzdem sind bisher nur fünf bis zehn Prozent der Fälle erkannt, da klassische Testkriterien einen Großteil der Betroffenen nicht erfassen. Das wollten wir mit dem Projekt ändern“, erklärt Dr. Robert Hüneburg, von der Medizinischen Klinik I des Universitätsklinikums Bonn, Regionalbeauftragter der Stiftung LebensBlicke und Sprecher des Deutschen Konsortiums Familiärer Darmkrebs. Weiterlesen



