Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Sehr geehrte Leser und Unterstützer, liebe Freunde und Mitstreiter,

das Krebsfrüherkennungsregistergesetz (KFRG) ist nun seit 1. Juli in Kraft. Damit erfolgt ein Paradigmenwechsel weg vom opportunistischen Darmkrebsscreening hin zu einem persönlichen Einladungsverfahren. Das Besondere: Männer haben bereits mit 50 Jahren ein Anrecht auf eine Vorsorge-Darmspiegelung. Auch das KFRG löst die Probleme der öffentlichen Wahrnehmung nicht. Von daher wird die Stiftung LebensBlicke auch weiterhin das Ziel verfolgen, über Flyer, Veranstaltungen, Videoclips und über die mediale Öffentlichkeit Chancen und Risiken der Darmkrebsfrüherkennung anzusprechen, zur Teilnahme am Screening zu motivieren und über Kontroversen im Umfeld der Darmkrebsprävention zu berichten.

Dear international users
, we appreciate very much your continuous visit of our website. Apparently our news are of great interest and value for you. The Foundation works on an honorary basis and is therefore reliant on donations. What about you?

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Gemeinsam geht’s besser – das MFA-Projekt

MFA und MeyerEndlich ist das langersehnte Einladungsverfahren zur Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung da: Seit dem 1. Juli sollen Krankenkassen männliche Versicherte ab 50 und Frauen ab 55 Jahren zur Teilnahme am Darmkrebs-Screening einladen. Das ist sicher ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, aber Wunder darf man sich davon nicht erwarten. Professor J. F. Riemann, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Lebensblicke, kommentiert das folgendermaßen: “Das reine Einladungsverfahren wird die Patienten nicht in die Praxen schwemmen, das Anschreiben ist zu weitschweifig formuliert. Hier sind ergänzende und weiterführende Maßnahmen dringend notwendig.” Eine Lösung könnte sein, dass auch die Medizinischen Fachangestellten (MFA) in den Praxen bei der Aufklärung und Information der Weiterlesen

Ernst-von-Leyden-Preis an Amelie Troschel verliehen

Der Ernst-von-Leyden-Preis der Stiftung LebensBlicke geht dieses Jahr an Frau Amelie Troschel (Münster). Die Preisträgerin wurde für ihren Beitrag “Haben chronisch lebererkrankte Patienten ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Darmpolypen und -neubildungen?” ausgezeichnet. Der Preis wird als DGVS-Preis – gestiftet von der Stiftung LebensBlicke – für das beste Abstract zum Thema Darmkrebsprävention vergeben und ist mit 1.000 € dotiert. Es sollen insbesondere junge Wissenschaftler am Beginn ihrer Forschungskarriere gefördert werden. Die Urkunde für die Auszeichnung übergab der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann, im Rahmen des Syposiums “Personalisierte Darmkrebsvorsorge – Blick auf die Version 4.0” anlässlich der Viszeralmedizin 2019 in Wiesbaden.

Die Stiftung trauert um Prof. Meinhard Classen

Professor Dr. med. Dr. h.c. mult. Meinhard Classen ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Er war der bedeutendste Vertreter der “Erlanger Schule” um Ludwig Demling und ein national wie international führender Experte und Taktgeber in der Gastroenterologie. Classen führte zusammen mit Demling als erster die endoskopische Papillotomie (EPT) durch, eine bahnbrechende Veränderung des Faches. Er war prägend für die Entwicklung der Endoskopie als therapeutische und interdisziplinäre Leistung. Die Liste seiner Publikationen wie die seiner Präsidentschaften ist lang: neben vielen deutschen (DGE-BV, DGVS, DGIM) und europäischen Gesellschaften (ECE) war er Generalsekretär und später Präsident der World Organisation of Gastroenterology (OMGE). Classen wurde vielfach geehrt und ausgezeichnet, so mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und verschiedenen Ehrendoktorwürden (CV). “Meinhard Classen war ein langjähriger Freund und Förderer, der auch die Stiftung LebensBlicke immer wieder in seine Entscheidungen einbezogen hat. Wir werden ihm ein dankbares und ehrendes Andenken bewahren”, bekundet Professor J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.

Serratiertes Polyposis Syndrom – Endoskopische Kontrolle

Das serratierte Polyposis Syndrom (SPS) geht mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko einher. In einer retrospektiven Studie konnten US-Gastroenterologen an 87 Patienten zeigen, dass die konsequente Ektomie aller Polypen zum Teil in mehrfachen Sitzungen im Beobachtungszeitraum und in den Nachkontrollen keine Karzinom-Entwicklung aufwies. Beruhigende Schlussfolgerung: Wenn ein “Clean Colon” erreicht ist, genügt danach ein Kontrollintervall von 24 Monaten (Mac Phail et al. Gastrointest Endosc 2019; 90:96-100).

Ehrenmitgliedschaft der DGVS für Dr. Dietrich Hüppe!

Die Stiftung LebensBlicke gratuliert ihrem Vorstandsmitglied Dr. Dietrich Hüppe sehr herzlich zur Ernennung zum Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Die Auszeichnung gilt einem jahrzehntelang engagierten niedergelassenen Gastroenterologen, der sich neben seiner Praxistätigkeit vielen Versorgungsforschungsthemen auf den Gebieten chronische Virus-Hepatitis und kolorektales Karzinom verdient gemacht hat. Herausragend sind seine entscheidende Mitwirkung beim Hepatitis C-Register der Deutschen Leberstiftung sowie seine Forschung zum Intervallkarzinom nach Vorsorgekoloskopie. Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke: “Wir sind stolz darauf, mit Dietrich Hüppe einen Vollblutkollegen in unseren Reihen zu haben, der sich in den letzten Jahren ganz besonders für die Darmkrebsvorsorge und Früherkennung eingesetzt hat und es auch weiter tun wird!”

Referenz Gastroenterologie – Neuauflage des Standardwerks

“Die Gastroeneterologie ist eine der tragenden Säulen der Inneren Medizin”. So beginnt das Vorwort der im Thieme Verlag gerade erschienenen Neuauflage des Standardlehrbuchs Referenz Gastroenterologie, das wieder vom Quartett Riemann, Fischbach, Galle und Mössner herausgegeben wird. Fachwissen auf höchstem Niveau von qualifizierten Autoren verbindet sich mit einer einheitlichen Struktur aller Kapitel und sorgt gleichzeitig für maximale Praxisrelevanz. Neu ist, das alle Kapitel in regelmäßigen Abständen auf ihre Aktualität überprüft werden. Mitherausgeber und Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke, Prof. J. F. Riemann, freut sich: “Mit diesem Buch hoffen wir, eine für alle Leser exzellente Übersicht über die Magen-Darm-Krankheiten und ihr Umfeld geben zu können.”

PIKKO: Projektlaufzeit vom G-BA verlängert

Das von der Stiftung LebensBlicke als Kooperationspartner unterstützte  Projekt “Patienteninformation, -kommunikation und Kompetenzförderung in der Onkologie” (PIKKO) hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit Tumorleiden in der Erkrankungsphase individuell zu unterstützen und die Selbstmanagementfähigkeiten in der Krebstherapie zu stärken. Der unterstützende Innovationsfonds hat nun einer fünfmonatigen Verlängerung der Projektlaufzeit zugestimmt. Zudem können seit kurzem auch Versicherte der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland an PIKKO teilnehmen. Neu ist auch, dass weitere Onko-Lotsen erfolgreich ihre Ausbildung abgeschlossen und ihre Arbeit aufgenommen haben. ” Wir sind überzeugt davon, dass der Informationsaspekt und die Patientenstärkung wichtige Kriterien für sinnvolle und erfolgreiche Therapien darstellen”, betont Professor J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.