
Die Stiftung LebensBlicke wendet sich mit einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Dr. Carsten Linnemann und warnt eindringlich vor Einschränkungen wirksamer Präventionsleistungen. Anlass sind die Regelungen des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes und die aktuelle öffentliche Diskussion um eine stärkere Präventionsorientierung im Gesundheitswesen. Die Stiftung unterstützt ausdrücklich die Forderung nach einer Präventionswende. Zugleich weist sie darauf hin, dass gerade die Darmkrebsprävention auf einem erfolgreichen Weg sei. Darmkrebsinzidenz und -mortalität konnten so in den vergangenen Jahren signifikant reduziert werden. Eine Budgetierung könnte diese positive Entwicklung gefährden und die Inanspruchnahme wirksamer Vorsorgeleistungen begrenzen. Besonders kritisch sieht die Stiftung einen Widerspruch im bestehenden System: Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet, ihre Versicherten regelmäßig zur Teilnahme am Darmkrebsscreening einzuladen und sie zur Vorsorge zu motivieren. Steigt dadurch die Inanspruchnahme, drohen den Leistungserbringern nach Auffassung der Stiftung jedoch finanzielle Begrenzungen. „Prävention, die Sicherheit schafft und Krankheitskosten senkt, darf nicht budgetiert werden!“, heißt es in dem offenen Brief. Die Stiftung bezeichnet die vorgesehene Budgetierung insbesondere mit Blick auf die erfolgreiche Darmkrebsprävention als gravierenden Rückschritt. Darüber hinaus erinnert die Stiftung daran, dass sie bereits zuvor die Forderung namhafter Mediziner unterstützt hat, ein Grundrecht auf Gesundheit im Grundgesetz zu verankern. Damit sollen Prävention, gesundheitliche Aufklärung und Krankheitsvermeidung verbindlich gestärkt werden.



