Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Liebe Leserinnen und Leser, Freunde und Mitstreiter,

die Corona Pandemie hält uns weiter in Atem. Sie hatte bisher schon große Auswirkungen auf Aktivitäten der Stiftung LebensBlicke. Nahezu alle Veranstaltungen mussten abgesagt oder verschoben werden. Online Konferenzen ersetzen derzeit Präsenzveranstaltungen! Nach Ende des ersten Lockdowns im Frühjahr letzten Jahres und einer gewissen Leichtfertigkeit im Umgang mit den AHA + L Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken + Lüften) sind die Infektionszahlen im Herbst/Winter und im März wieder angestiegen, diesmal sehr viel höher. Mit der Folge, dass nach einem zweiten nun ein dritter Lockdown erfolgt ist, der wahrscheinlich noch Wochen anhalten wird. Die Menschen haben daher wieder große Angst, sich mit dem Virus anstecken zu können. Die Stiftung hat sich darauf eingestellt und wird vermehrt von den digitalen Möglichkeiten Gebrauch machen. Corona-Prävention kann Leben retten, die Darm-Prävention rettet Leben schon seit vielen Jahren! Herzlichen Dank dafür, dass Sie unsere Webseiten besuchen und sich über Aktuelles zur Darmkrebsvorsorge informieren. Bitte unterstützen Sie uns in dieser schweren Zeit!

Dear international users, Dear international users, we appreciate very much your continuous visit of our website. Apparently in the corona pandemic our news are still of special interest and value for you. Lebensblicke Foundation will make intense efforts now and in the future to keep its website modern, instructive and varied. Please do support us along your personal possibilities.

In diesem Sinne herzlichen Dank für das Interesse. Thank you very much and please stay interested!
Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Chako Habekost: Kostenloser Livestream am 15. Mai 2021

Hervorgehoben

Pfälzer Comedy mit Christian CHAKO Habekost gibt´s am 15. Mai 2021 um 19 Uhr per Livestream aus dem Pfalzbau in Ludwigshafen. Wer den Stream zugunsten der Stiftung LebensBlicke live verfolgen will, kann dies auf dem Youtube-Kanal der Stiftung, des Ludwigshafener Pfalzbau und auf Facebook tun. Der Stream ist kostenlos, da er freundlicherweise von der Sparkasse Vorderpfalz gesponsert wurde; allerdings freut sich die Stiftung gerade in der Corona-Pandemie-Zeit sehr über eine Spende für ihre zahlreichen Aktionen zur Darmkrebsvorsorge an IBAN: DE22 545 500 100 000 000 968 oder per PayPal. Christian CHAKO Habekost ist Befürworter der Stiftung und hat bereits im März 2021 zur Darmkrebsvorsorge aufgerufen. 

Künstliche Intelligenz – Digitalisierung – Vollwandresektion

Die Stiftung LebensBlicke hat in einem Onlineseminar mit Experten und vielen interessierten Teilnehmern aktuelle Fortschritte für die Darmkrebsprävention diskutiert. Ralf Kiesslich hat eindrucksvoll dargestellt, wie sich künstliche Intelligenz auf die Erkennung und Differenzierung von Vorstufen des Darmkrebses auswirken kann. Helmut Neumann konnte überzeugend zeigen, welche Erleichterungen in der Endoskopie die Digitalisierung zur Folge hat. Alexander Meining hat die in Deutschland erstmalig beschriebene Vollwandresektion von Polypen und frühen Karzinomen dargestellt, eine Technik, die dem Endoskopiker eine R0 (komplette) – Resektion von frühen Karzinomen ermöglicht. Stefan Wilde hat aufgezeigt, was bereits heute in einer gastroenterologischen Fachpraxis möglich ist. Das Seminar wurde moderiert von Siegbert Faiss, Berlin, und dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung LebensBlicke Jürgen F. Riemann. Die Stiftung dankt  dem Unternehmen Fuji Film, das die Veranstaltung möglich gemacht hat.

Projekt “CCC-integrativ”: Teilnahme für Interessierte

Viele Krebspatienten und -patientinnen wünschen sich eine stärkere Berücksichtigung naturheilkundlich-komplementärer Verfahren in Medizin und Pflege. Für beispielsweise Yoga, Akupunktur, einzelne pflanzliche Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und Aromatherapie wurden positive Wirkungen im Hinblick auf die Lebensqualität und Beschwerdeverbesserung wissenschaftlich nachgewiesen. Allerdings bergen einige der Verfahren auch Risiken, wie z.B. Wechselwirkungen zwischen Chemotherapeutika und pflanzlichen Arzneimitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln. Um Patienten in dieser unsicheren Situation mit fundierter Beratung zu einer guten Entscheidung zu verhelfen, wurde das Projekt “CCC-integrativ” etabliert. Die vier teilnehmenden onkologischen Spitzenzentren in Baden-Württemberg (Freiburg, Heidelberg, Tübingen, Ulm) entwickeln dafür ein spezifisches Beratungsangebot und evaluieren begleitend die Beratungsgespräche. Unter bestimmten Teilnahmevoraussetzungen können sich Interessierte dazu anmelden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Darmkrebsrisiko nach bariatrischer OP? – Entwarnung!

Alea iacta est” (Der Würfel ist gefallen) könnte man frei nach Julius Cäsar sagen. Ist die Häufigkeit von Darmkrebs nach einer bariatrischen Operation bei adipösen Patienten erhöht oder nicht? Eine aktuelle Studie schafft Klarheit: nein, es besteht kein erhöhtes Darmkrebsrisiko. In einer schwedischen Langzeitstudie (Taube M et.al. PLoS One 2021; online 25. März) wurden seit 1987 insgesamt 2.007 adipöse Patienten nach einer bariatrischen Operation (Magen-Bypass, Magenband, vertikale Gastroplastik) untersucht. Als Kontrollgruppe dienten 2.040 Patienten mit einer konventionellen Adipositas-Therapie. Beiden Gruppen waren hinsichtlich persönlicher Merkmale wie Geschlecht, Alter, kardiovaskuläre Risiken, sowie körperlicher und psychosozialer Status vergleichbar. Das Alter der Teilnehmer lag zwischen 37 und 60 Jahren. Sie hatten zu Beginn der Studie einen BMI von mindestens 34 kg/m². Die Patienten wurden im Schnitt 22 Jahre nachbeobachtet. In dieser Zeit nahmen die Patienten in der bariatrischen OP-Gruppe signifikant ab, während die in der Kontrollgruppe ihr Gewicht weitgehend behielten. In der Interventionsgruppe traten 58 Fälle von Darmkrebs auf, 67 in der Kontrollgruppe. Fazit: Der bariatrische Eingriff bei adipösen Patienten führt nicht zu einem veränderten Risiko für Darmkrebs. Ergänzend weist die Studienautorin darauf hin, dass der chirurgische Eingriff zu einem deutlichen Gewichtsverlust und zu einer besseren Gesundheit geführt hat; aber ein gesunder Lebensstil und regelmäßige Darmkontrolluntersuchungen seien unbedingt erforderlich. Ein Credo, das die Stiftung LebensBlicke nachdrücklich unterstützt. Text: Dr. H. Meyer – Stiftung LebensBlicke | Quelle:  Ärztezeitung Online 3.5.2021

Darmkrebs: Inzidenz und Mortalität weiter rückläufig!

Die Vorsorgekoloskopie führt zunehmend zu beachtlichen Erfolgen. Nach einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums ging die altersstandardisierte Inzidenz des kolorektalen Karzinoms im Zeitraum von 2000 bis 2016 bei Männern um 22,4% und bei Frauen um 20,5% zurück; die Mortalität sank von 2000 bis 2018  bei Männern um 35,8% respektive 40,5% bei Frauen. Diese Analyse unterstreicht dramatisch die Wirksamkeit dieser Früherkennungsmaßnahme. Sie wird in Deutschland seit 2002 den gesetzlich Versicherten ab 55 Jahren angeboten und trägt seitdem erheblich zur Reduktion des Risikos bei, an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken. Seit 2019 werden alle Versicherten von ihren Krankenkassen mit 50 Jahren zur  Darmkrebsvorsorge persönlich eingeladen; Männer können schon mit 50 Jahren die Vorsorgekoloskopie in Anspruch nehmen. (Dtsch Arztebl Int 2021; 118:281-7.DOI: 10.3238/arztebl.m2021.0111)

Bewegungstherapie – effektiv bei Krebserkrankungen

Bewegung und Sport haben nachweisbar signifikanten Einfluss auf das Tumorwachstum. Bewegung verbessert Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gewebes und kann damit hemmend auf das Tumorwachstum und auch auf die Metastasierung wirken. Bewegung verbessert Verträglichkeit und Wirksamkeit einer medikamentösen Therapie. Rehabilitationsmaßnahmen sind daher bei Krebserkrankungen nicht nur sinnvoll, sondern notwendig. Physiotherapie und Krankengymnastik sind wichtige Angebote; auch onkologische Trainings- und Bewegungstherapien haben sich als sehr hilfreich erwiesen. Zahlreiche Rehabilitationssportgruppen sind im Netz zu finden, darunter auch das Netzwerk OnkoAktiv (https://netzwerk-onkoaktiv.de/), das ein sehr breit gefächertes Angebot für Menschen mit und nach Krebserkrankungen bereit hält. Näheres dazu in der Rubrik Leben nach und mit Krebs!

Darmspiegelung: Erfolgreichste Früherkennungsmaßnahme!

Eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) verdeutlicht: das Darmkrebsrisiko kann durch Lebensstiländerungen nachhaltig gemindert werden. Über 7000 Personen mit und ohne Darmkrebs wurden dazu befragt. Die Epidemiologen Priv.-Doz. Dr. Michael Hoffmeister und Dr. Prudence Carr vom DKFZ, Preisträger des Darmkrebs-Präventionspreises 2021 der Stiftung LebensBlicke, haben diese Daten analysiert und das absolute Risiko, ab dem 50. Geburtstag innerhalb von 30 Jahren an Darmkrebs zu erkranken, berechnet. Anhand des genetischen Risikos und des Lebensstils haben die Experten fünf Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Alkohol, Ernährung sowie Bewegungsmangel zusammengestellt, die zusammen das individuelle Risiko einschätzen lassen. Diese Ergebnisse decken sich mit Befunden aus der BURDEN 2020 Untersuchung. Die Studie zeigt aber auch deutlich: die Darmspiegelung ist die erfolgreichste Früherkennungsmaßnahme. Die Sendung auf ARD Alpha gibt hierzu einen aktuellen Überblick.

Krebsrisiko senken: dazu eine aktuelle Buch-Rezension

Es gibt viele Ratgeber-Bücher zu Krebserkrankungen auf dem Markt. Professor Christoph Eisenbach, Mitglied des Vorstands der Stiftung LebensBlicke, hat die Neuerscheinung “Der Anti-Krebs-Ratgeber | Krebsrisiko senken, Warnsignale erkennen, alle Heilungschancen nutzen” von Dr. Andrea Flemmer gelesen und fasst seinen Eindruck zum Buch in einer kurzen Rezension zusammen: “Viele Menschen stellen sich diese Fragen mit Sorge. Die Angst vor einer Krebserkrankung ist groß und die Diagnose Krebs ist für viele aus Unwissenheit gleichbedeutend mit einem Todesurteil. Die Autorin stellt in Ihrem Ratgeber schon im Vorwort klar, dass Weiterlesen