
Die sogenannte extranodale Extension (ENE) und die Tumorablagerungen (TDs) haben einen großen prognostischen Wert hinsichtlich einer aggressiven Tumorbiologie und der Assoziation zu Fernmetastasen beim kolorektalen Karzinom gezeigt. So konnte nachgewiesen werden, dass einige Fernmetastasen direkt aus dem Primärtumor oder den TDs – und nicht aus den Lymphknotenmetastasen entstehen. Hochfrequenter quantitativer Ultraschall (HF-QUS) ermöglicht eine Echtzeit-, bedienerunabhängige, dreidimensionale Lymphknotenanalyse mit einer berichteten Sensitivität und Spezifität von über 85%. In Kombination mit künstlicher Intelligenz und molekularem Profiling kann er biologisch-basierte Stadieneinteilungen beim kolorektalen Karzinom ermöglichen, unnötige Operationen reduzieren und die Präzisions-Onkologie weiter verbessern. „Es bleibt abzuwarten, ob weitere klinische Studien belegen, dass die Prognose und das Langzeitüberleben von Patienten und Patientinnen mit kolorektalem Karzinom durch diese neuen Bildgebungsverfahren weiter verbessert werden kann“, so Professor Dr. Ines Gockel, Mitglied des Vorstands der Stiftung LebensBlicke. (Moreno P, et al., Cancers (Basel) 2026 Jul 2;18(13):2139. doi: 10.3390/cancers18132139)



