
Vor- und Nachteile des Darmkrebs-Screenings (CRC) mittels primärer Koloskopie oder fäkal-immunochemischer Testung (FIT) im Vergleich zur üblichen Behandlung ohne Screening wurden in der aktuellen SCREESCO-Studie untersucht und quantifiziert. Leitlinien empfehlen ein Screening von Personen im Alter von 50-75 Jahren mit Koloskopie oder FIT. Viele Screening-Programme verwenden dabei einen FIT alle zwei Jahre. In der SCREESCO-Studie wurde die Häufigkeit von kolorektalem Karzinom und gastrointestinalen und kardiovaskulären Symptomen zwischen dem Screening und der üblichen Behandlung während der diagnostischen Phase verglichen. Die in die Studie einbezogenen Patienten wurden aufgeteilt in: 1x Koloskopie (1. Gruppe), 2x FIT (2. Gruppe) und Kontrollgruppe. Nach einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 4,8 Jahren lag die Inzidenzrate pro 100.000 Personenjahre im Koloskopie-Arm bei 107,9 und in der Kontrollgruppe bei 99,9. Im FIT-Arm war das Verhältnis 96.0 zu 103.9 in der Kontrolle. Die Raten von kardiovaskulären und gastrointestinalen Ereignissen waren im ersten Jahr in den Interventionsarmen etwas höher und ähnelten anschließend eher denen der Kontrollgruppe. Fazit: Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Vorteil für das kolorektale Screening, während die Zunahme unerwünschter Ereignisse auf einen anfänglichen Schaden hinweisen. (Colonoscopy and fecal immunochemical testing versus usual care in diagnostic colorectal cancer screening. Westerberg M, Jonas F. Ludvigsson, JF, Metcalfe C et al. Nature Medicine 2026; 33: 1278–1285). Text: Dr. H. Meyer – Stiftung Lebensblicke



