
Unter der souveränen Moderation von Frau Professor Dr. Müller-Schilling und Professor Dr. Kandulski vom Universitätsklinikum Regensburg, fand am 28.10.2026 ein hochkarätiges WebSeminar der Stiftung LebensBlicke statt. 114 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich zugeschaltet und damit zur bisher höchsten Teilnahmequote geführt. Professor Arne Kandulski hat sehr klar die Vorteile eines populationsbasierten Darmkrebs-Screening aufgelistet und gezeigt, dass es inzwischen evidenzbasierte Langzeitstudien zu Koloskopie gibt. Sie zeigen eindeutig, dass vor allem eine signifikante Inzidenzabnahme zu erzielen ist. Frau Dr. Stefanie Reichermeier hat sehr eindrucksvoll die neuesten Empfehlungen zur Ernährung dargestellt, die in der neuen S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom gerade publiziert worden sind. Im Fokus stehen definierte Ballaststoffmengen und Milchprodukte, Mikronährstoffe sind nicht empfehlenswert. Professor Alexander Link legte überzeugend dar, wie wichtig heute die Risikoeinordnung für Darmkrebsbetroffene ist. Schon die Anamnese kann zielführend sein! Das gilt vor allem für das Lynch-Syndrom, das häufiger ist als bisher bekannt und sich in aller Regel relativ klar nachweisen lässt. Den Höhepunkt und Abschluss bildete das Referat von Frau Professor Martina Müller-Schilling zu Darm-Leber-Hirn-Achse. Sie stellte überzeugend dar, dass das kolorektale Karzinom auch im Zusammenhang mit Adipositas, metabolischem Syndrom, MASLD und Diabetes zu sehen und zu behandeln ist. In Zukunft werde dem Mikrobiom noch eine viel größere Rolle zukommen. „Das WebSeminar hat wieder einmal gezeigt, dass spannende Themen und hochkarätige Referenten Anlass sind, auch Onlineveranstaltungen in großem Umfang zu besuchen“, urteilte Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender Stiftung Lebensblicke zum Abschluss der Veranstaltung.



