Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Homepage besuchen. Neben interessanten Nachrichten, aktuellen Expertenkommentaren und besonderen Personalien bieten wir jetzt auch einen direkten Zugang auf Informationen zu "Darmkrebsvorsorge jetzt" an (Button oben rechts). Nutzen Sie diese Möglichkeit. Wir sind in die nächsten 25 Jahre gestartet mit dem Ziel, die Teilnahmeraten an der Darmkrebsvorsorge weiter deutlich zu steigern. Darmkrebs ist vermeidbar! Die Stiftung wird ihr Engagement für die Darmkrebsvorsorge unbeirrt fortsetzen! Bitte unterstützen auch Sie uns weiterhin!

Dear international users, LebensBlicke Foundation looks back with satisfaction on 25 years of education and motivation for colon cancer prevention. A lot has been achieved. Since 2019 a nationwide organized invitation program for colon cancer screening is established.. However, fact is also that nearly 54,000 new cases of colon cancer and 24,000 deaths per year do occur despite this important progress. For LebensBlicke Foundation, this means continuing commitment to colon cancer prevention! Please do support us further!

Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Gut besuchtes SLB-WebSeminar: „Die perfekte Koloskopie“

Das SLB-WebSeminar „Die perfekte Koloskopie“ am 27. Mai 2026 war mit über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein echter Renner! Unter der professionellen Moderation der Professoren Dirk Hartmann, Mainz, und Siegbert Faiss, Berlin, wurden aktuelle Entwicklungen in der Darmkrebsvorsorge und Polypektomie diskutiert. Dr. Ulrich Tappe, Hamm, erläuterte die optimale Vorgehensweise beim Untersuchungsgang Koloskopie. Prof. Alanna Ebigbo, Bochum, berichtete kritisch und perspektivisch über die Rolle der künstlichen Intelligenz bei der Polypen Detektion. Sie verbessere zwar die Adenomdetektionsrate, aber sei noch nicht als Standard etabliert. Prof. Ulrike Denzer, Marburg, präsentierte leitliniengerechte Polypektomie-Strategien mit besonderer Betonung der vollständigen Resektion. Sie bewertete auch verschiedene Techniken wie kalte Schlinge, fragmentierte Abtragung und Unterwasser-EMR. Prof. Jürgen Pohl, Hamburg, stellte neue endoskopische Möglichkeiten für den Organerhalt bei Rektumkarzinomen vor, insbesondere die endoskopische intermuskulären Dissektion (E-ID). „Die große Resonanz hat gezeigt, dass dieses Seminar ein Volltreffer war. Die Stiftung LebensBlicke dankt nicht nur den Organisatoren und Vortragenden und dem großen Kreis der Teilnehmenden, sondern vor allem auch wichtigen Unterstützern wie Fujifilm und dem Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen bng“, kommentiert Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung.

Marc Marshall: Botschaft zur Darmkrebsvorsorge!

Nach seinem hervorragenden und emotionalen Konzert in der Friedenskirche in Ludwigshafen am 17. Mai richtete Marc Marshall noch eine Botschaft an seine Fans und Zuhörer: „Redet darüber und geht zur Vorsorge!“ „Viele Darmkrebserkrankungen wären vermeidbar, wenn die angebotenen Untersuchungen für alle ab 50 wahrgenommen werden würden! Die Stiftung LebensBlicke dankt Marc Marshall und allen Sponsoren für diesen schönen Abend!“ kommentierte Prof. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.

Antibiotika können langdauernd Darmmikrobiom verändern

Antibiotika gehören zu den wichtigen Medikamenten, die bei Infektionen des Menschen eingesetzt werden. Sie sind damit unverzichtbarer Bestandteilen der Therapie. Sie werden aber oft leichtfertig bei leichten Infektionen und bei Bagatellproblemen eingesetzt. Das kann ungeahnte Langzeitfolgen haben. Wissenschaftler haben an Daten des Schwedischen Verschreibungsregisters untersucht, inwieweit eine Verbindung zwischen einer Antibiotikatherapie und der Auswirkung auf das Mikrobiom besteht und welche Antibiotika besonders folgenreich sind. Ergebnis: Antibiotika können längerfristig Konsequenzen für das Darmmikrobiom haben. Das kann Folgen für bereits bestehende Erkrankungen haben. „Diese Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig die klare indikationsgerechte Verordnung von Antibiotika ist“, meint Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke (Baldanzi G, Larsson A, Sayols-Beixeras S et al. Antibiotic use and gut microbiome composition links from individual-level prescription data of 14,979 individuals. Nature Medicine 2026; 32:1351-1361).

German Cancer Survivors Week 2026 – zurück im Leben!

Die kostenfreie Online-Veranstaltungsreihe der Deutschen Krebsstiftung vom 1.-5. Juni richtet sich an Menschen mit oder nach Krebs, ihre Angehörigen sowie Interessierte. Unter dem Motto „Leben mit Krebs – Perspektiven und Wege“ stehen die vielfältigen Erfahrungen von Cancer Survivors im Mittelpunkt. In fünf Veranstaltungen berichten Betroffene über ihren persönlichen Umgang mit der Erkrankung, während Expertinnen und Experten aktuelle Unterstützungsangebote und Projekte vorstellen. Ziel ist es, den Austausch zu fördern, Orientierung zu geben und das Leben mit und nach Krebs stärker in die Öffentlichkeit zu rücken. „Diese Reihe ist eine bewährte Informationsmöglichkeit für alle, die offene Fragen zu ihrer Erkrankung haben“, so Prof. Dr. J. F. Riemann, Mitglied des Kuratoriums der Deutschen Krebsstiftung. Das Programm und nähere Informationen zur Teilnahme sind hier zu finden.

Hochverarbeitete Lebensmittel: alle gleich ungesund?

Vor dem Hintergrund, dass Ernährungsstudien zeigen, dass hochverarbeitete Lebensmittel mit einem deutlich erhöhten Diabetes- und kardiovaskulärem Risiko einhergehen, ist eine Übersichtsarbeit anhand von 14 Einzelstudien folgender Frage nachgegangen: Gehen verschiedene hochverarbeitete Lebensmittel mit dem gleichen Risiko einher? In der sogenannten NOVA-Klassifikation von Lebensmitteln (Ausmaß der industriellen Verarbeitung) gehören nämlich zahlreiche Produkte – von der Limonade bis zum abgepackten Vollkornbrot – zu den hochprozessierten Lebensmitteln. In der Analyse zeigte sich letztlich, dass Fleisch, süße Getränke (mit Zucker oder Süßstoff) und fette Brotaufstriche mit dem höchsten Risiko verbunden waren. Dahingegen schnitten hochverarbeitetes Brot und andere Vollkornprodukte bei Weitem besser ab. Die Autoren sehen hier das Salz, die gesättigten Fettsäuren und Nitrat als verursachende Agenzien. „Nicht alles, was in der NOVA-Klassifikation als hochprozessiert gilt, ist gleich gesundheitsschädlich“, so Professor Dr. Dieter Schilling vom Vorstand der Stiftung LebensBlicke. Kahleova H, Himmelfarb J Barnard ND BMJ Nutrition, Prevention and Health 2026;e001358