Darmkrebsrisiko für CED-Patienten bei familiärer Belastung

Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), in deren engstem Familienkreis mehrere Fälle von Darmkrebs aufgetreten sind, erkranken mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit selbst daran. Dies zeigt eine neue schwedische Registerstudie aus dem Karolinska-Institut, die in Gastroenterology veröffentlicht wurde. Personen, die an einer CED leiden, besitzen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines Kolorektalkarzinoms. Das höchste Risiko wurde bei CED-Patienten festgestellt, die zwei oder mehr Verwandte ersten Grades mit Darmkrebs hatten. Bei diesen Personen war die Wahrscheinlichkeit, selbst einen Darmkrebs zu entwickeln, etwa 2,6-mal höher als bei CED-Patienten ohne familiäre Vorbelastung. Dies werfe die Frage auf, ob die Anzahl der betroffenen Verwandten bei der Einschätzung des Krebsrisikos stärker gewichtet werden sollte. Text: Dr. H. Meyer – Stiftung LebensBlicke | Quelle: Biermann Medizin 7.9.2026 (Everhov Å, Kristjánsson K, Ludvigsson J et al. Impact of Family History on Colorectal Cancer Risk in Inflammatory Bowel Disease and in Matched General Population Comparators. Gastroenterology 2026; doi: https://doi.org/10.1053/j.gastro.2026.08.029).