Pilz-Signaturen als Biomarker für den Darmkrebs

Pilze sind ein wesentlicher Bestandteil der Darm-Mikrobiota. Ihre Rolle bei der Entwicklung des kolorektalen Karzinoms (KRK) ist unklar. Chinesische Wissenschaftler haben auf der Basis einer Multikohorten-Analyse des fäkalen Metagenoms herausgefunden, dass bestimmte Pilz-Signaturen überzufällig häufig beim KRK identifiziert werden konnten, darunter ganz besonders der Pilz Aspergillus rambellii. Diese KRK-Signaturpilze könnten sich als zusätzliche nicht-invasive Biomarker für die Diagnostik des KRK eignen, so die Autoren. (Lin Y, Lau HC, Liu Y et al. Altered Mycobiota Signatures and Enriched Pathogenic Aspergillus rambellii are associated with Colorectal Cancer Based on Multicohort Fecal Metagenomic Analyses. Gastroenterology 2022;163:908-931)

CBM – über 100 Jahre Hilfe für behinderte Menschen

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den ältesten und erfahrensten Organisationen für inklusive Entwicklungszusammenarbeit aus Deutschland. Sie unterstützt Menschen mit Behinderungen in den ärmsten Ländern der Welt – und das seit mehr als 110 Jahren. Gemeinsam mit ihren lokalen Partnern sorgt sie dafür, dass sich das Leben von Menschen mit Behinderungen grundlegend und dauerhaft verbessert. Ihr Ziel ist es, den Kreislauf von Armut und Behinderung dauerhaft zu durchbrechen und eine inklusive Welt zu schaffen, in der Menschen mit und ohne Behinderungen ihre Fähigkeiten einbringen können und niemand zurückgelassen wird. Sie leistet medizinische Hilfe und setzt sich für gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe ein. CBM freut sich über Spenden, insbesondere jetzt zur Weihnachtszeit. Bereits kleine Beträge erzielen eine große Wirkung. „Die Stiftung LebensBlicke unterstützt CBM nachdrücklich! CBM greift Menschen unter die Arme, die eine solche Hilfe besonders benötigen“, kommentiert Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung.

Darmkrebsvorsorge muss für Menschen einfacher werden!

Der Vorsitzende der Deutschen Krebsgesellschaft DKG, Professor Dr. Thomas Seufferlein, hat in einem Interview noch einmal darauf hingewiesen, dass der Zugang zur Darmkrebsvorsorge niedrigschwellig sein muss, wenn sie erfolgreicher werden will. “Herr Seufferlein unterstreicht damit erneut und nachdrücklich die Forderungen der Stiftung LebensBlicke, die sie zuletzt in einem Positionspapier nach ihrem Experten Workshop in ähnlicher Form erhoben hat. Steter Tropfen höhlt den Stein!”, so Professor Dr. J. F. Riemann von der Stiftung LebensBlicke.

Magen-Darm-Ärzte: Rund 2 Mio. ambulante Koloskopien/Jahr

“Im Jahre 2020 sind in Deutschland 544.031 Vorsorgekoloskopien und 1.373.854 diagnostische und therapeutische Koloskopien ambulant durchgeführt worden”, berichtet Dr. Dietrich Hüppe, Darmkrebs-Experte der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte und Vorstandsmitglied der Stiftung LebensBlicke. “Trotz der Covid-19-Pandemie konnten diese Leistungen stabilisiert und insbesondere im Bereich der Vorsorge zum Teil ausgedehnt werden. Der Anteil der Kliniken und Praxen an der Erbingung dieser Leistungen hat sich allerdings deutlich verschoben.” Wie, das ist hier zu lesen.

Zwei Aufführungen des VorsorgTheaters zugunsten der SLB

Gleich zwei erfolgreiche Aufführungen durfte das VorsorgTheater “Alarm im Darm” kürzlich bestreiten, einmal in der Caritas-Klink Dominikus in Berlin-Reinickendorf und einmal im Polizeipräsidium Mittelhessen in Gießen. Mit jeder Buchung des Theaters geht ein kleiner Geldbetrag als Spende an die Stiftung LebensBlicke. Vielleicht wäre eine solche Veranstaltung etwas anstelle (oder zusätzlich) zu einer Firmen-Weihnachtsfeier? Aber auch für Gesundheitstage, Präventionsveranstaltungen, Arzt-Patienten-Seminare, Schulungen, Tagungen oder Symposien eignet sich eine solche Aufführung im Sinne der Gesundheitsprävention. Buchungen nimmt Regisseur Volker Heymann entgegen. Weitere Infos dazu gibt’s hier.

Memorandum zur Gesundheitskompetenz der Bevölkerung

Die Stiftung LebensBlicke hat kürzlich gemeinsam mit der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH ein WebSeminar durchgeführt zum Thema “Gesundheitskompetenz der Bevölkerung muss gestärkt werden!”. Das spannende und gut besuchte Online-Seminar mit interessanten Vorträgen richtete sich an Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen, Pflegepersonal, Patientinnen und Patienten und deren Angehörige sowie an alle Interessierte. Die Referentinnen und Referenten haben dazu jetzt ein Memorandum erstellt, das hier zu lesen ist. “Wir wollen als Kerngruppe eine gesundheitspolitische Diskussion mit Entscheidern im Gesundheitswesen anstoßen. Gesundheits-/Lebenskompetenz ist ein hohes Gut, dessen adäquate Vermittlung nicht an mangelndem Interesse, an Geld und Personal scheitern darf!”, so Professor J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. Die Veranstaltung wurde freundlicherweise unterstützt von Norgine GmbH. Sie  fand statt in Kooperation mit der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, den Magen-Darm-Ärzten und der BARMER.

Symposium der Stiftung auf dem Deutschen Krebskongress

Unter der Präsidentschaft von Professor Dr. Michael Ghadimi findet im CityCube in Berlin vom 13.-16. November 2022 der 35. Deutsche Krebskongress statt. Das Leitmotiv des Kongresses “Krebsmedizin: Schnittstellen zwischen Innovation und Versorgung” zählt zu den besonders relevanten Themen in der Onkologie. Die Stiftung LebensBlicke ist auf dem Kongress mit dem Symposium “Moderne Prävention des kolorektalen Karzinoms” unter Vorsitz des Vorstandsvorsitzenden der Stiftung LebensBlicke, Professor J.F. Riemann, vertreten. “Mit dem Krebsfrüherkennungs- und Registergesetz KFRG ist ein Paradigmenwechsel in der Darmkrebsprävention erfolgt. Das ist ein echter Fortschritt, der aber weiterentwickelt werden muss. Digitale Darmkrebsfrüherkennung heißt ein nächster Entwicklungsschritt, über den diskutiert werden wird“, so Riemann.

Christa Maar – eine erfolgreiche Kämpferin ist verstorben

Frau Dr. Christa Maar, Gründerin der Felix Burda Stiftung, ist am 04.11.2022 im Alter von 83 Jahren in München gestorben. Sie hat gemeinsam mit ihrem Mann die Stiftung 2001 nach dem frühen Tod ihres Sohnes Felix gegründet. Frau Dr. Maar war Vorkämpferin für alle Belange der Darmkrebsvorsorge schlechthin. Ihrer Tatkraft, ihrem Mut auch zu unbequemen Wahrheiten und ihren vielfältigen Initiativen sind wichtige Verbesserungen im deutschen Gesundheitssystem wie die Einführung eines Darmkrebs-Screenings, später eines Einladungsverfahrens zu verdanken. In der Nationalen Dekade gegen Krebs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat sie noch bis zuletzt wichtige Projekte angestoßen, z. B. die Untersuchung, warum zunehmend jüngere Menschen an Darmkrebs erkranken. Der jährliche “Darmkrebsmonat März” nach US-Vorbild auch in Deutschland geht wesentlich auf ihre Initiative zurück. “Mit Frau Dr. Maar verlieren wir eine bedeutende Persönlichkeit und eine unermüdliche Kämpferin gegen den Darmkrebs. Ihre Lebensleistung ist und bleibt eindrucksvoll. Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren”, so Professor Dr. Jürgen F. Riemann für die Stiftung LebensBlicke. Foto: Theo Klein