DGIM: Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin setzt sich schon seit Jahren mit der Verbandstätigkeit in der Zeit des Nationalsozialismus auseinander. “Die Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit – auch eine späte – ist wichtig und richtig, wenngleich sie natürlich das Leid, das einzelne DGIM-Mitglieder zu dieser Zeit verursacht haben, in keiner Weise wiedergutmachen kann“, sagt Prof. Dr. Georg Ertl, Generalsekretär der DGIM bei der jüngsten Pressekonferenz zu diesem Thema. Dennoch sei es wichtig, dass die Fachgesellschaft dann auch die nötigen Konsequenzen aus den Erkenntnissen ziehe, die die Geschichtswissenschaft zutage fördere. Unter dem Titel “Gedenken & Erinnern – Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin in der Zeit des Nationalsozialismus” erinnert die DGIM seit 2020 auf einer Website an ihre Mitglieder, die unter dem NS-Regime gelitten oder aber als Täter Leid verursacht haben. “Die Stiftung LebensBlicke unterstützt nachdrücklich diese notwendige Erinnerungskultur der DGIM, ähnlich der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). DGIM und DGVS haben beide die Schirmherrschaft für die Stiftung übernommen”, so Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Siehe auch: www.dgvs-gegen-das-vergessen.de

WebSeminar: “Hygiene in der Endoskopie” am 10.11.2021

Die Stiftung LebensBlicke organisiert gemeinsam mit dem Klinikum Hanau, dem bng und der DEGEA am 10. November 2021 von 16.30 – 18.00 Uhr ein WebSeminar zum Thema “Hygiene in der Endoskopie – Aktuelles und Neues”. Das Online-Seminar richtet sich in erster Linie an Ärzte und medizinische Fachangestellte. Als Referenten mit dabei sind: Dr. Markus Dreck (“Das Endoskop als Infektionsquelle”), Prof. Michael Jung (“Multiresistente Erreger”), Petra Labonte (“Geräteaufbereitung und Hygienemanagement in der Endoskopie”), Ulrike Beilenhoff (“Wo stehen wir im europäischen Vergleich?”) und PD Dr. Axel Eickhoff (“Zukünftige Entwicklungen”). Das WebSeminar wird freundlicherweise unterstützt von Ambu GmbH, Boston Scientific, Pentax Medical, Dr. Weigert Hygiene. Hier gehts zur Agenda.

Nationale Dekade gegen Krebs: Stiftung ist Unterstützerin

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die Stiftung LebensBlicke in die Reihen der Unterstützer der Nationalen Dekade gegen Krebs aufgenommen. Bereits der Nationale Krebsplan hat zu großen Fortschritten in Prävention, Diagnostik, Therapie und Rehabilitiation von Krebserkrankungen in Deutschland geführt. Die Krebsforschung in Deutschland bleibt weiterhin eine nationale Herausforderung. “Die Stiftung LebensBlicke fühlt sich sehr geehrt, die Nationale Dekade mit all ihren Möglichkeiten unterstützen zu dürfen”, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann.

Darmkrebs in jüngerem Lebensalter (< 50 Jahre) häufiger

Darmkrebs tritt in der Regel mit dem Alter von 50 Jahren häufiger auf. Das ist auch die Rationale für den Beginn der Darmkrebsvorsorge. Inzwischen mehren sich aber Berichte, dass diese heimtückische Krebsart auch zunehmend in jüngerem Lebensalter, d.h. deutlich unter 50 Jahren beobachtet wird. Beunruhigend ist nach einer aktuellen Publikation, dass in dieser Population der Darmkrebs symptombehaftet häufig erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird und daher auch eine deutlich aggressivere Therapie erfordert. Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke: „Wir sollten diese Entwicklung mit großer Sorge beobachten. Wenn sich diese Vorverlagerung auch in Deutschland häufiger zeigt, muss dringend über die Vorverlegung des Eintrittsalters für die Darmkrebsvorsorge, nämlich auf 45 Jahre, diskutiert und ggfs. rasch entschieden werden“. (Vakil N, Ciezki K, Singh M. Colorectal cancer in 18- to 49-year-olds: rising rates, presentation, and outcome in a large integrated health system. Gastrointest Endosc 2021; 491: 618-626)

Darmkrebs-Vorsorge: Covid-Impfung ist keine Voraussetzung!

Vor dem Hintergrund von Diskussionen über mögliche Beschränkungen beim Zugang zur Darmkrebsvorsorge stellen Stiftung LebensBlicke und  Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte klar, dass eine Covid-Impfung keine Voraussetzung für eine Vorsorge-Darmspiegelung ist. Darmkrebsvorsorge geht ohne Impfung – Aber auch Arztpraxen haben Schutzbedarf! “Wir als Stiftung lehnen es ab, nicht geimpften Menschen die Vorsorge zu verweigern und als Eintritt 2G zu fordern”, erklärt der Vorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Prof. Dr. J. F. Riemann. “Als niedergelassene Ärzte sehen wir uns aber auch in der Pflicht, den Praxisbetrieb sicherzustellen und Infektionsrisiken für unser Personal und unsere hilfesuchenden Patienten mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln auszuschließen”, ergänzt der Berufsverbandsvorsitzende Dr. Albert Beyer. Weiterlesen

Darmkrebs-Präventionspreis ist mit 4.000 € dotiert

Die Stiftung LebensBlicke – Früherkennung Darmkrebs schreibt jährlich einen Preis für hervorragende Arbeiten im Bereich der Darmkrebsvorsorge und -früherkennung aus. Der Darmkrebs-Präventionspreis ist mit 4.000,- € dotiert und wird von der Servier Deutschland GmbH gestiftet.  Eine Bewerbung um den Präventionspreis 2022 ist ab sofort möglich. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! Hier gehts zu den Ausschreibungsunterlagen 2022.

Weltweite Diabetes-Epidemie – auch Darmkrebsrisiko steigt!

Dem Darmkrebs liegen einige Risiko-Konstellationen zu Grunde, die bekannt und wissenschaftlich belegt sind. Dazu gehören die familiäre bzw. genetische Belastung, Lebensstilfaktoren wie Rauchen, mangelnde körperliche Aktivität, fett- und rotes Fleisch-reiche Ernährung, die Adipositas sowie eher selten entzündliche Darmerkrankungen. Seit Jahren steigt weltweit wegen des vielfach ungesunden Lebensstils die Erkrankungsrate an Diabetes mellitus Typ 2, so auch in Deutschland. Es ist schon länger bekannt, dass der Diabetes mellitus Typ 2 auch ein Risikofaktor für die Entstehung von Darmkrebs ist. In einer lesenswerten Übersicht hat Professor Scherübl vom Vivantes Klinikum am Urban in Berlin das Krebsrisiko beim Typ-2-Diabetes detailliert beschrieben. “Professor  Scherübl weist dabei noch einmal deutlich darauf hin, dass aufgrund des höheren Krebsrisikos, der ungünstigeren Prognose und des jüngeren Erkrankungsalters ein früherer Beginn der Krebsvorsorge und der Screening-Koloskopie diskutiert werden müsse”, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke (Scherübl H: Typ-2-Diabetes-mellitus und Krebsrisiko. | Dtsch Med Wochenschr 2021; 146: 1218-1225)

BDI: Online-Kurs Rotationskickstarter Gastroenterologie

Ein neues Format des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI) stellt sich vor, das sich vor allem an Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung richtet. Mit diesem Online-Kurs bereiten erfahrene Referentinnen und Referenten Klinik-Newcomer auf die anstehenden Rotationen in die jeweiligen Fachabteilungen vor. In kurzen Wochenendseminaren diskutieren sie über praxisrelevante Kernthemen, frischen Grundlagen auf und wenden das Erlernte auf konkrete klinische Situationen an. Den Auftakt dieser neuen Reihe macht der Rotationskickstarter zum Fachgebiet Gastroenterologie vom 15. bis 16. Oktober 2021 unter der Leitung von Dr. Rafique Rahimzai und Dr. Cornelius Weiß. “Die Stiftung LebensBlicke würde sehr begrüßen, wenn im Rahmen dieser hoch interessanten Weiterbildungs-Aktivitäten auch Themen zur Prävention, vor allem zur Darmkrebsprävention, angesprochen würden”, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.