Benefizkonzert mit den “Schönen Mannheims” im März 2020

Das bekannte Künstlerinnen-Quartett die “Schönen Mannheims” gibt am 29. März 2020, um 18 Uhr ein Kabarett-Konzert zugunsten der Stiftung LebensBlicke im Julius-Hetterich-Saal in Ludwigshafen-Maudach. Tickets sind über reservix.de oder über alle bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. “Entfaltung” – dieser Titel ist Programm. Die bislang persönlichste Show der “Schönen Mannheims” besticht durch gnadenlose Ehrlichkeit und die Einsicht, ein Leben ohne Macken und Phobien ist möglich, aber sinnlos. Dementsprechend loten die Sängerinnen die Untiefen menschlichen Daseins aus. Den Schwerpunkt legen die Schönen auf den musikalischen Aspekt. Wobei die Qualität darin liegt, in Nullkommanichts von ernst auf urkomisch umzuschalten und eine Bühnenshow hinzulegen, die rasant zwischen bewegenden Liedern und zum Schreien komischer Comedy wechselt. So sprengen die Sängerinnen und Schauspielerinnen Anna Krämer und Susanne Back, Operndiva Smaida Platais und die Pianistin Stefanie Titus sämtliche Ketten der Konventionen, wenn sie offen Einblicke in ihre Phobien gewähren, Oper-Arien, Pop und zunehmend mehr Lieder aus eigener Feder zelebrieren.

Traditionelle serratierte Adenome – Charakteristika

Traditionelle serratierte Adenome (TSA) sind selten; sie haben ein malignes Potential. Eine koreanische Arbeitsgruppe hat in ihrem Krankengut bei 31.192 Gesunden, die zur Vorsorge-Koloskopie gekommen waren, untersucht, wie häufig TSA sind, welche Risikofaktoren bestehen. Sie haben damit synchrone konventionelle Adenome verglichen. Ergebnis: TSA wurden in 0,4% und konventionelle Adenome in 34,1% diagnostiziert. Mögliche Risikofaktoren waren Alter über 50, Hochdruck und Rauchen. Die synchron vorkommenden Adenome zeigten in der Regel fortgeschrittenere Veränderungen im Vergleich zu Adenomen ohne synchrone TSA. Zukünftige Studien müssen klären, ob sich daraus neue Ansätze für die Überwacxhungsstrategie ergeben. (Gastrointest Endosc 2019; 90:636-646)

Online-Dialog der Nationalen Dekade gegen Krebs

Noch bis zum 15. Dezember 2019 findet der Online-Dialog der Nationalen Dekade gegen Krebs statt. Unter dialog.dekade-gegen-krebs.de können sich Bürgerinnen und Bürger, Angehörige, Fachpersonal, Forscherinnen und Forscher sowie NGOs, Stiftungen und Vereine in jeweils eigene Kanäle einloggen und ihre persönlichen Erfahrungen, Wünsche, Erwartungen und Fragen zur Krebsforschung einbringen. Mit der Nationalen Dekade gegen Krebs haben sich auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) viele Akteure in einem auf zehn Jahre angelegten Bündnis zusammengeschlossen. Mit dieser bisher einmaligen Initiative wollen sie gemeinsam die Krebsforschung stärken und dabei die Patientinnen und Patienten noch enger einbinden, um ihnen bessere Perspektiven zu eröffnen.

Bei Divertikulitis auch an Darmkrebs denken

In einer jüngst veröffentlichten  Meta-Analyse von Jeremy Meyer et al. (Clin Gastroenterol Hepatol 2019) wurde das Risiko für Darmkrebs bei Patienten mit akuter Divertikulitis untersucht. In die Datensammlung wurden 31 Studien mit insgesamt 50.445 Patienten für die Auswertung einbezogen. Das Ergebnis überraschte: Generell war die Darmkrebs-Prävalenz bei Patienten mit einer akuten unkomplizierten Divertikulitis um 1,3 % erhöht, bei Patienten mit einer fortgeschrittenen Divertikulitis lag die Rate sogar bei 7,9 %. Professor Layer vom Israelitischen Krankenhaus in Hamburg fasste die Konsequenzen dieser Studie auf dem Internisten-Update in Wiesbaden zusammen: Die Ergebnisse begründen die Empfehlung einer zeitnah durchzuführenden Darmspiegelung nach Abklingen der akuten Entzündung. Wichtig sei in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass dieses Risiko bei kompliziertem Verlauf der Divertikulitis noch einmal deutlich gesteigert sei. Resümee von Professor Layer: “Hier ist die Nachsorge-Koloskopie obligat.” Quelle: Ärzte Zeitung online vom 25.11.2019, Text: Dr. Hansjörg Meyer, Stiftung LebensBlicke.

Grüntee-Extrakt: MIRACLE-Studie wird derzeit ausgewertet

MiracleDie MIRACLE-Studie, die weltweit größte Studie zur Frage, ob die regelmäßige Einnahme von Grüntee-Extrakt das Wiederauftreten von Kolonpolypen verhindern kann, wird nach mehreren Jahren Laufzeit aktuell ausgewertet. Insgesamt haben über 1.000 Menschen an der Studie teilgenommen. Erste Daten zur Studie wurden auf dem diesjährigen ESMO- Kongress präsentiert. Aktuell werden weitere Auswertungen vorgenommen, die dann alle in eine Publikation eingehen. Sobald die Auswertungen abgeschlossen ist, berichten wir ausführlich über die Ergebnisse. Die Studie wird u.a. von der Stiftung LebensBlicke unterstützt.

Videokapsel zur Verbesserung der Darmkrebs-Früherkennung

In der Nationalen Dekade gegen Krebs werden Studien gefördert, die zur Verbesserung von Prävention, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen beitragen. Eine der geförderten Studien prüft, ob Kapsel-Untersuchungen beim Hausarzt im Vergleich zum Standard (Koloskopie beim Gasterenterologen) die Teilnahme am Darmkrebs-Screening erhöhen können. Projektleiter ist Prof. Dr. Jörg Albert vom Robert-Bosch-Centrum für Tumorerkrankungen in Stuttgart, Mitglied des Expertenbeirats der Stiftung LebenBlicke, die diese Studie auch nachhaltig unterstützt.

Studie zu Methadon in der Krebstherapie startet 2020

Erstmals wird im Rahmen einer klinischen Studie die Wirkung von Methadon bei der Tumortherapie untersucht. Die Deutsche Krebshilfe unterstützt die Studie mit einem Betrag von 1,6 Millionen Euro. Professor Dr. Thomas Seufferlein, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums Ulms und zugleich Antragsteller der Studie erklärt, die Studie wird “die Wirkung von Methadon in der Therapie des fortgeschrittenen Dickdarmkrebses wissenschaftlich und ergebnisoffen untersuchen”. Gestartet werde die Studie voraussichtlich Ende des ersten oder Anfang des zweiten Quartals 2020. Für die Studie kommen Patient*innen mit fortgeschrittenem Dickdarmkrebs in Frage, bei denen keine weitere, etablierte Therapieoption mehr zum Einsatz kommen kann. Die Hypothese der Studie ist, dass Methadon den Tumor wieder empfindlich für die Chemotherapeutika machen kann, was zu einer besseren Wirkung der Chemotherapeutika führen soll. Etwa 70 Patient*innen werden an der Studie teilnehmen.