PädiatrieLive am 19.05.2022: Gastrointestinale Erkrankungen

Am Donnerstag, 19.05.2022, präsentiert PädiatrieLive ab 18 Uhr dem Fachpublikum eine Sendung zum Thema “Gastrointestinale Erkrankungen”. An diesem Abend geben Experten einen fundierten Überblick daüber, wie  man verschiedene Durchfallerkrankungen diagnostiziert und wie sie sich unterscheiden, wie die Systemerkrankung Zöliakie entsteht und welche Ernährung bei Morbus Crohn richtig ist. Auf diese und viele weitere Fragen gehen die Expert*innen PD Dr. Burkhard Rodeck, Prof. Dr. Sibylle Koletzko und Prof. Dr. Elke Lainka in der von PD Dr. Kai O. Hensel moderierten Sendung genaustens ein. Interaktivität ist während der Livesendung (nur für Fachpublikum) garantiert: Fragen können per Livechat direkt an die Experten im Studio geschickt werden. Die Stiftung LebensBlicke ist Schirmherrin der Veranstaltung.

Koloskopie: Unter- / Überversorgung – relevantes Problem?

Der Innovationsausschuss beim G-BA hat Mitte Februar 2022 ein Projekt zur Unter- und Überversorgung für koloskopische Leistungen positiv bewertet und stellt diese Ergebnisse zur Diskussion. Ein Autorenteam aus Epidemiologen und Klinikern haben über fünf Jahre Abrechnungsdaten von Krankenkassen (AOK, TK) ausgewertet und unter Berücksichtung von regionalen Versorgungsstudien und Leitlinien das Ausmaß von Unter- und Übersorgung im Bereich der Koloskopien in Deutschland im ambulanten und stationären Bereich untersucht. Sie kommen dabei –  kurz zusammenfasst – zu folgendem Ergebnis: Patienten, bei denen Polypen (Adenome) entfernt worden sind, werden nicht regelmäßig nach 3-5 Jahren nachuntersucht. Dabei wird die Chance auf eine leitliniengerechte Darmkrebsvorsorge vertan. Zugleich werden Patienten, bei denen keine Adenome gefunden worden sind und sich nach der Leitlinie eine Kontrolluntersuchung erst nach ca. 10 Jahren ergibt, viel zu häufig und zu früh nachuntersucht. Die Gründe sind vielfältig und können in der Untersuchung nur erfasst werden, soweit sie durch die Kodierung überhaupt korrekt zu erfassen sind. Beschwerden von Patienten, nicht leitliniengerechter Einsatz von iFOBTs, chronische Darmerkrankungen und Sorge vor Darmkrebs könnten Gründe für eine solche Untersuchung sein. Weiterlesen

Aktiv gegen Darmkrebs – Initiative der Stiftung LebensBlicke

Anlässlich des Patiententages der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin am 30. April fand im Rathaus der Stadt Wiesbaden die Uraufführung  des Videoclips „Aktiv gegen Darmkrebs – eine neue Initiative der Stiftung LebensBlicke“ statt. Die bekannte ZDF-Journalistin und Fernseh-Moderatorin Kristin Otto macht im Interview mit Prof. Riemann, dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung LebensBlicke, auf wichtige Fragen der Darmkrebsprävention aufmerksam. Kristin Otto setzt sich nachdrücklich für die Eigenverantwortung der Menschen ein. Nicht nur die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen sei wichtig, sondern jeder einzelne könne auch selbst durch seinen persönlichen Lebensstil mit gesunder Ernährung und regelmäßiger Bewegung dazu beizutragen, diese heimtückische Erkrankung gar nicht erst entstehen zu lassen.

Hinweise: Darmkrebs bei jüngeren Erwachsenen nimmt zu!

Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg haben im Rahmen der großen DACHS-Studie herausgefunden, dass ein erhöhter Body Maß Index (BMI 25 – 30 kg/m² Übergewicht;  BMI > 30 kg/m² Adipositas) bereits im jüngeren Lebensalter signifikant häufiger mit einem kolorektalen Karzinom korreliert. Die DACHS-Studie läuft seit 2003 und ist eine  populationsbezogene Fall-Kontrollstudie in der Rhein-Neckar Region. Erschreckend ist, dass die Adipositas im Alter von 20 respektive 30 Jahren mit einem bis zu 2,5 -fach erhöhten Darmkrebsrisiko einhergeht im Vergleich zu Menschen mit einem BMI < 25 kg/m². „Die Studie sollte Anlass geben, Übergewicht und Adipositas als weitere Risikofaktoren für das kolorektale Karzinom einzustufen und Betroffene in risikoadaptierte Screening Strategien einzubeziehen! Gleichzeitig muss die Primärprävention weitaus mehr Beachtung finden als bisher, um diese Faktoren rechtzeitig zu beeinflussen. Gesundheitspolitische Entscheider und Krankenkassen sind dazu aufgefordert!“, kommentiert Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke, die Studienergebnisse (Li H, Boakye D, Chen X et al. Gastroenterology 2022; 162:1088-1097).

Julia Neigel: Erstes Live-Konzert nach Corona Lockdown!

Jeder merkte ihr die riesige Freude am Auftritt deutlich an: nach vielen Monaten absoluter Konzertpause wegen der Corona Pandemie hat die stimmgewaltige Sängerin, Songwriterin und Musikproduzentin Julia Neigel mit ihrer Band ein tolles Benefizkonzert in der wunderbaren Friedenskirche der Stadt Ludwigshafen gegeben. Vor begeisterten Fans aus ganz Deutschland konnte sie deutlich machen, wie wichtig und wirksam Musik in der zwischenmenschlichen Kommunikation ist und wie sehr sie die Live-Auftritte auf der Bühne in der letzten Monaten vermisst hat. „Es war ein unglaublicher Konzertabend mit einer tollen Künstlerin, der alle Erwartungen übertroffen hat. Die Chance war auch einmalig, für die Darmkrebsvorsorge zu werben und ihren Stellenwert für jeden einzelnen deutlichen zu machen“, kommentierte Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. Bildergalerie: Weiterlesen

Informatives WebSeminar “Junge Erwachsene mit Krebs”

Die Stiftung LebensBlicke hat am 5. Mai 2022 zusammen mit Frau Professor Gabriela Möslein vom Evangelischen Krankenhaus Bethesda Duisburg ein inhaltlich tief gehendes WebSeminar zum Thema “Junge Erwachsene mit Krebs“ organisiert. Das Online-Seminar richtete sich an Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen, Patienten und Angehörige sowie Interessierte. Inhaltlich ging es in den Referaten und in der anschließenden Diskussion um Menschen unter 50 Jahren, die mitten im Leben eine Krebsdiagnose erfahren und spezielle, oft nicht ausreichend beachtete Bedürfnisse haben. Moderatoren waren Prof. Gabriela Möslein und Prof. Jürgen F. Riemann (Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke). Die Veranstaltung wurde freundlicherweise unterstützt von Care Diagnostica GmbH und fand in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Endoskopiefachberufe e.V. (DEGEA), der Deutschen ILCO e.V., Magen-Darm-Ärzte.de, Netzwerk OnkoAktiv und Rote Hose Darmkrebsvorsorge e.V. statt.  Weiterlesen

„Genussvoll essen – Gestärkt gegen Krebs®“

Das Projekt „Genussvoll essen – Gestärkt gegen Krebs®“ richtet sich an Betroffene und Angehörige und liefert pragmatische Ansätze, um den Auswirkungen einer Krebserkrankung durch eine bewusste Ernährung zu begegnen. Das Projekt ist eine Kooperation der Hessischen Krebsgesellschaft e.V. mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung – Sektion Hessen und der Klinik für Onkologie und Hämatologie am Krankenhaus Nordwest. Mit einem hochwertigen und verlässlichen multimedialen Informationsangebot, praktischen Workshops und nützlichen Tipps helfen sie dem Körper nicht nur mit den notwendigen Nährstoffen zu versorgen, sondern dabei auch Freude und Genuss zu empfinden. Dafür setzt die Initiative auf vielfältige und unterhaltsame analoge wie digitale Formate und arbeitet dabei mit Ernährungswissenschaftlern, Köchen und Beratern zusammen. Patienten und Angehörige profitieren vom fundiertem Fachwissen aus erster Hand in direkter Verbindung mit leicht verständlichen und vor allem im täglichen Alltag umsetzbaren Anwendungsratschlägen. Lesen Sie hierzu den Kommentar von Christine Leben (Leben Consult).

BARMER beginnt mit digitaler Darmkrebs-Früherkennung

Das WebSeminar der Stiftung LebensBlicke zum Thema “Betriebliche Darmkrebsprävention – von der Kommunikation über den FIT zur Endoskopie” am 30.03.2022 hat viele Neuerungen aufgezeigt. Besonders bemerkenswert war die Ankündigung der BARMER, die Darmkrebsfrüherkennung zu digitalisieren. Das ist in einer Pressemitteilung vom 7.4. erfolgt. Damit ist eine wichtige Forderung der Stiftung LebensBlicke realisiert. Weitere interessante Aspekte waren die kritische Einordnung der Künstlichen Intelligenz in der Endoskopie, eine neue Möglichkeit für einen quantitativen FIT-Test als “Gate-Opener” sowie der Stellenwert der Darmkrebsvorsorge im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Weiterlesen