FIT : je niedriger der Schwellenwert, desto mehr Darmkrebse

Der quantitative immunologische Stuhltest (FIT) ist weltweit als Screening-Test zur Früherkennung eines kolorektalen Karzinoms (KRK) etabliert. Ein Schwellenwert, ab wann ein solcher Test als positiv angesehen werden kann, ist bisher nicht eindeutig identifiziert und schwankt zwischen ≤ 10 µg/g – ≥ 30 µg/g Hämoglobin. Eine aktuelle Meta-Analyse, die 46 Studien mit 2,4 Millionen Teilnehmern auswertete, zeigte eine Sensitivität für den FIT von 80% für ein KRK, wenn der Schwellenwert im FIT ≤ 10 µg/g eingestellt war. In dieser Gruppe fanden sich in 31% auch fortgeschrittene Adenome. Ziel der Analyse war es, den Einfluss von Geschlecht, Alter und Schwellenwert für das Hämoglobin im FIT zu analysieren. Bei 2,4 Millionen Teilnehmern wurden 6.478 KRK identifiziert. Alle in die Studien Weiterlesen

Aktuelle Zahlen zum Krebsgeschehen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht in regelmäßigen Abständen die neuesten Zahlen zu Krebserkrankungen in Deutschland. Sie spiegeln einerseits die Trends wider, untermauern andererseits aber auch, wo weiterhin Handlungsbedarf besteht. Aktuelle Zahlen 2016: 58.290 Neuerkrankungen, 24.802 Sterbefälle. Damit ist erkennbar, dass Inzidenz und Mortaliät weiter rückläufig sind, dass Männer unverändert stärker betroffen sind als Frauen und dass die Gesamtzahlen immer noch viel zu hoch sind. Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke: “Hier sind absolut weitere Aktivitäten dringend erforderlich!” (RKI-Publikation)

Ludwigshafen am Rhein – Sitz der Stiftung LebensBlicke

Die Stiftung LebensBlicke wurde 1998 in Ludwigshafen dank wesentlicher Unterstützung durch die Stadt als Bürgerinitiative gegründet. Ihr wichtigstes Ziel ist bis heute die Information der Öffentlichkeit über die Darmkrebsvorsorge und die Motivation zur Teilnahme an der Früherkennung. Die Oberbürgermeisterin der Stadt nimmt regelmäßig an der jährlichen Auftakt-Pressekonferenz zum Darmkrebsmonat März teil und unterstreicht damit die Bedeutung der Prävention für die Stadt und das Land. Ludwigshafen, als Stadt der Chemie auch international bekannt, ist stolz auch auf ihre schönen Seiten, die sie immer wieder gerne zeigt, in diesem Jahr  durch einen Imagefilm der Northwind Visuals und des Marketingvereins.

Pressekonferenz: Wanderausstellung zur Darmkrebsvorsorge

“Würde jeder Anspruchsberechtigte die Möglichkeiten der Darmkrebsvorsorge nutzen, wäre Darmkrebs in der Krankheitsstatistik nicht mehr relevant vertreten”. Das war ein Statement des Vorstandsvorsitzenden der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann, bei einem von Dr. Matthias Krell, dem Geschäftsführer der Landeszentrale für Gesundheitsförderung (LZG) moderierten Pressegespräch im DRK-Krankenhaus in Kirchen/Sieg. Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler betonte sehr nachdrücklich den Stellenwert der Prävention, die auch für die Landesregierung ein wichtiges Anliegen sei. Die von der LZG und der Stiftung LebensBlicke konzipierte Wanderausstellung zur Darmkrebsprävention hat in zweieinhalb Jahren 44 Städte und Gemeinden in Rheinland-Pfalz erreicht (von A wie Altenkirchen bis Z wie Zweibrücken). Im Bild: Ministerin Bätzing-Lichtenthäler am Infopoint zusammen mit Professor Riemann (li.) und Dr. Matthias Krell, (re). Im Hintergrund Michael Wäschenbach, MdL. Fotos: Markus Döring Weiterlesen

Fußball-Legende Hans Tilkowski – ein persönlicher Nachruf!

“Ich war neun Jahre alt, als Hans Tilkowski das Tor von Westfalia Herne hütete. 30.000 Zuschauer waren im Westfalia-Stadion, als es gegen den HSV im Kampf um die Deutsche Meisterschaft ging. Ich war dabei. Als kleiner Junge stand ich direkt hinter der Mauer an der “Gegengraden”, es gab noch keinen Zaun um den Platz herum. Wie das Spiel ausging? Ich weiß es nicht mehr. Dann 1966: Endspiel der Fußballweltmeisterschaft England gegen Deutschland. Hans Tilkowski im Tor des Londoner Wembley-Stadions, ich auf der Rückreise aus einem Pfadfinderlager in einem Autobus. Dann fiel das umstrittene 3. Tor für England. Weiterlesen

Zertifizierte Darmkrebszentren: Fortschritte im Marketing

Die Stiftung LebensBlicke unterstützt zusammen mit anderen Einrichtungen das Forschungsprojekt “Evidence-based Marketing für Darmkrebszentren” unter Leitung von Professor Lingenfelder, Universität Marburg. Inhaltlicher Schwerpunkt der jüngsten interaktiven Webkonferenz war das Themengebiet Einweisermanagement. Dabei ging es um Maßnahmen zur Identifikation, Segmentierung, Ansprache und Gewinnung von Einweisern. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten zur langfristigen, strategischen Einbindung von Einweisern bzw. Kooperationspartnern diskutiert sowie die Relevanz der Dokumentation sowie des Controllings des Einweisermanagements erörtert. Professor Lingenfelder gab außerdem für digitale Lösungen für Patienten und Angehörige von Darmkrebszentren einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen. Weiterlesen

Frühe Darmkrebsvorsorge bei Risiko: Luft nach oben

Gehört hat es sicher jeder schon einmal, dass Personen mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko bereits ab dem 40. Lebensjahr mit der Vorsorge beginnen sollten. Es geht dabei um die Personen, deren direkte leibliche Verwandte an Darmkrebs erkrankt sind. Denn sie haben selbst ein erhöhtes Risiko zu erkranken. Wie wird diese Erkenntnis auch persönlich z. B. durch eine frühzeitige Darmspiegelung umgesetzt? Die Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg um Prof. Hermann Brenner haben das untersucht. 160.000 Personen zwischen 40 und 54 Jahren wurden eingeladen, sich an einer Online-Befragung zu beteiligen. 28.711 (=18%) haben geantwortet. Mit einem überraschenden Ergebnis: 9% der Befragten gaben an, dass einer ihrer direkten Verwandten (Eltern oder Kinder) an Darmkrebs erkrankt war. 55% hatten bereits eine Darmspiegelung machen lassen. Bei den Befragten ohne familiäre Vorbelastung waren es nur 25%. Prof. Brenner konstatiert: “Fast die Hälfte der Menschen mit erhöhtem familiären Risiko nutzt die Chance eines frühen Starts der Vorsorge nicht”. Weiterlesen