FDA unterstützt Galleri-Bluttest zur Krebsfrüherkennung

Vielleicht gibt es einen zusätzlichen Lichtblick am Ende des Tunnels der Krebsfrüherkennung. Ein Beratungsgremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich für den neuen Krebs-Bluttest „Galleri“ ausgesprochen. Der Test gehört zu den sog. Multi-Cancer-Early-Detection-Tests (MCED). Mit einer einzigen Blutprobe sucht der Test anhand von Methylierungsmustern zellfreie, von Tumoren stammende DNA nach Signalen verschiedener Krebsarten. Nach Angaben des Herstellers können Hinweise auf mehr als 50 Krebsarten erfasst werden. Jedoch sind einige wissenschaftliche Fragen noch offen. Ein positives Ergebnis stellt deshalb noch keine Krebsdiagnose dar und muss durch weitere Untersuchungen abgeklärt werden. Jetzt sind die endgültigen Daten der Studie im New England Journal of Medicine erschienen (2026; DOI: 10.1056/NEJMoa2505723). Es zeigte sich, dass nach drei Screening-Runden die Häufigkeit von Stadium-IV-Krebsen bei zwölf vorab festgelegten Krebsarten im MCED-Arm geringer waren. In einer weiteren Studie wurde die Krebsdetektionsrate von Galleri (Nature Medicine 2026, DOI: 10.1038/s41591-026-04618-w) untersucht. Fazit der Autoren ist, dass randomisierte Studien eine längere Nachbeobachtung erfordern, um den klinischen Nutzen von MCED-Tests zu beurteilen. Insbesondere sei weiterhin offen, ob eine frühere Erkennung durch Galleri zu einer niedrigeren Krebssterblichkeit führe. Resümee einer Arbeitsgruppe vom Department of Medical Oncology des Dana-Farber Cancer Institute der Harvard Medical School: es gibt einige wichtige Antworten zum Thema Krebsfrüherkennung, aber auch noch einige offene Fragen. (Nature Medicine 2026, DOI: 10.1038/s41591-026-04688-). Dr. H. Meyer – Stiftung Lebensblicke (Quelle: Deutsches Ärzteblatt 6.10.2026)