
Man kann es nicht oft genug mitteilen: Der familiäre Darmkrebs ist mit einem deutlich erhöhten Risiko leiblicher Verwandter eines/einer Betroffenen verbunden. Die Analyse des großen nationenweiten schwedischen Datensatzes über familiäre Krebserkrankungen hat ergeben, dass bei einem kolorektalen Karzinom in der Familie leibliche Verwandte sogar deutlich häufiger Polypen entwickeln, die vor allem mit dem früheren Auftreten eines Darmkrebses verbunden sind (early onset colorectal cancer). Dieser Zusammenhang war unabhängig von der Zahl der betroffenen Verwandten und des Alters. „Diese Mitteilung unterstreicht einmal mehr, dass der familiäre Darmkrebs und seine Folgen eine immer noch unterschätzte Kondition sind, der man viel mehr Aufmerksamkeit schenken sollte. Sie unterstreicht auch die Notwendigkeit der Kampagne zum familiären Darmkrebs, die die Stiftung LebensBlicke zusammen mit der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz (LZG) im Oktober dieses Jahres startet“, kommentiert Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke (Hu Y, Kharazami E, Liang K et al. Risk of Colorectal Cancer Associated With Frequency of Colorectal Polyp Diagnosis in Relatives. Gastroenterology 2025; 168:931-938).