Erfolgreicher Abschluss der FAMKOL-Studie in Halle

UKH_ZFS_Rostek_AZum Abschluss der deutschlandweiten, vom Bundesgesundheitsministerium geförderten FAMKOL-Studie zur risiko-adaptierten Früherkennung von Darmkrebs, haben sich die Organisatoren (im Bild v.li.n.re: Prof. J.F. Riemann, Frau Dr. Stephanie Boese, Frau Prof. Margarete Landenberger, Frau Madeleine Ritter-Herschbach, Dr. Alexander Bauer, Frau Doreen Grund), Studienteilnehmer und Interessierte zum Summit am 4. und 5. Dezember 2015 in der Leopoldina in Halle getroffen. Der interdisziplinäre Kongress unter dem Thema “Risiko-adaptierte Darmkrebs-Früherkennung – Neue Wege in der interdisziplinären Onkologie” bot Gelegenheit zum intensiven Austausch zwischen klinischer Praxis und Versorgungsforschung im Nationalen Krebsplan. Aus der Perspektive von Praktikern unterschiedlicher Gesundheitsberufe und Kostenträgern sind innovative Konzepte diskutiert worden, wie die Darmkrebs-Vorsorge nach FAMKOL zukünftig in die Regelversorgung übertragen werden kann. Zielgruppe der Studie waren – wegen des familiär erhöhten Risikos – erstgradig Verwandte von Darmkrebspatienten. Die Experten diskutierten über neue Erkenntnisse zum organisierten Darmkrebsscreening und über attraktive Wege, wie zukünftig Risikopersonen noch effektiver erreicht werden können. Weitere Referate fokussierten auf Chancen und Hürden für die Translation von Ergebnissen der Studie in die Regelversorgung. Die Resultate dieser wichtigen Untersuchung werden in die gesundheitspolitische Diskussion eingebracht.

Die “Transdisziplinäre Förderung der Screening-Teilnahme bei Personen mit familiär erhöhtem Risiko für kolorektale Karzinome” (FAMKOL) war eine prospektive randomisierte kontrollierte Interventions-Multicenterstudie unter der Projektleitung des Diplom-Soziologen und Gesundheitswissenschaftler Dr. Alexander Bauer, unter der wissenschaftlichen Leitung von Frau Professor Dr. Margarete Landenberger, Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Logo Summit FamkolDie Studie stand unter der Schirmherrschaft der Stiftung LebensBlicke. “Wir danken dem Bundesgesundheitsministerium für die finanzielle Unterstützung, den vielen Mitarbeitern und den Teilnehmern an dieser Studie, die dazu beigetragen haben, wertvolle Daten für die risiko-adaptiere Früherkennung zu generieren”, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke und neben anderen einer der Studienleiter von FAMKOL.

Abschlussbericht