Sehr verehrte Leserin, sehr geehrter Leser, verehrte Befürworter und Unterstützer,
liebe Freunde und Mitstreiter,


mit der Ausrichtung auch auf die Tertiärprävention (Heidelberger Erklärung / Leben nach Krebs) hat die Stiftung eine wichtige Wegmarke gesetzt. Leben nach und mit Krebs ist ein Thema, das zunehmend Aufmerksamkeit findet. Menschen in dieser Situation fühlen sich häufig allein gelassen, wie viele Umfragen der letzten Jahre zeigen. Lesen Sie dazu auch unser aktuelles Interview! Unverändert bleibt natürlich das Engagement der Stiftung für die Primär- und Sekundärprävention des Darmkrebses, vor allem vor dem Hintergrund der auf uns zu rollenden Fettleibigkeitswelle einerseits und der Umsetzung des Krebsfrüherkennungsregistergesetzes (KFRG) andererseits. Für beide Entwicklungen ist der nachdrückliche Einsatz aller Gremien der Stiftung gefordert.

Mit herzlichem Dank für Ihr Interesse und für Ihre weitere Unterstützung
Ihr
Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke




Ärztlicher Berufsstand in Zukunft unter Generalverdacht?

ParagraphEs ist sicher berechtigt, gegen Korruption jedweder Art strafrechtlich vorzugehen. Gerade auch für das Gesundheitswesen wird schon länger über eine Verschärfung der bisherigen Maßnahmen diskutiert. Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD sieht einen neuen Straftatbestand der Bestechlichkeit und Bestechung im Gesundheitswesen für das Strafgesetzbuch vor. Dieser gilt in Zukunft auch für Vertragsärzte, die nach Entscheidung des Großen Senats für Strafsachen keine Amtsträger sind. Es gibt eine Reihe von Tatbeständen, die grundsätzlich strafbar sein können; das Kernproblem aber ist, dass Staatsanwaltschaften aufgrund geringer Anforderungen an die Bejahung eines Anfangsverdachts (§152 / Abs.2 / StPO) in Zukunft sehr viel häufiger Strafverfahren einleiten können. Dazu genügt u.a. eine anonyme Anzeige von wem auch immer. Weiterlesen

Digitale Gesundheitsinformationen auf dem Vormarsch

Logo TRUSSDie in der Darmkrebsprävention notwendige und geforderte “Informierte Entscheidung” macht eine umfassende und risikoadaptierte Aufklärung der Bevölkerung notwendig. Diese “zielgruppenspezifische Information” war schon Gegenstand des Experten-Workshops der Stiftung LebensBlicke am 4. Februar 2014, aus dem die Mannheimer Erklärung resultiert. Die Stiftung arbeitet mit der MassineBoecker GmbH als Spezialisten für die Entwicklung und Bereitstellung eines webbasierten Informationsportals zusammen, das typenorientiert evidenzbasierte Informationen zur Verfügung stellt. Zahlreiche Partner und Institutionen haben bereits ihre aktive Mitarbeit und finanzielle Unterstützung zugesagt. Dieses “TRUSS-Projekt” soll in einer Pilotphase getestet und dabei wissenschaftlich evaluiert werden. “Mit diesem Projekt beschreitet die Stiftung LebensBlicke Neuland in der Aufklärung über Darmkrebs. Wir hoffen, dass später möglichst viele Verantwortliche für die Bereitstellung von Informationsmaterialien, wie zum Beispiel Krankenkassen, sich dieses Portals bedienen”, so der Vorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann.

Betrieblicher Gesundheitstag der KUKA AG in Augsburg

top_kukaEinen kurzweiligen und mit vielen Aktionen und Vorträgen gespickten “Betrieblichen Gesundheitstag” zum Thema Darmkrebs und Darmkrebsvorsorge veranstaltete dieser Tage die KUKA AG in Augsburg, ein erfolgreiches Unternehmen für roboterbasierte Automatisierungslösungen in der Maschinenbaubranche. In der Betriebshalle als eher ungewohnte Veranstaltungsumgebung bestaunten zahlreiche Vorsorge-Interessierte ein begehbares Darmmodell und deckten sich im Anschluss an die Vorträge von Fachärzten u.a. an Weiterlesen

HPV-Impfung im Kreis Bergstraße – Prävention in der MRN

2015-07-MRN_PK_Impfung170715_Podium_1Im Rahmen der “Inititative Prävention in der Metropolregion Rhein-Neckar”, an der die Stiftung LebensBlicke maßgeblich mitbeteiligt ist, hat das wichtige Projekt HPV-Impfung Kontur angenommen. Auf einer Pressekonferenz am 17. Juli haben Mitglieder des Organisationsteams, vor allem aber Professor Dr. Harald zu Hausen, Nobelpreisträger und Entdecker des HP-Virus, auf dessen Forschung die Entwicklung des Impfstoffs beruht, die Pläne vorgestellt, die im Kreis Bergstraße dem HPV-Projekt zugrunde liegen. Die Reaktionen in den Medien waren überwältigend und geben den Initiatoren die Zuversicht, dass bei positivem Ausgang dieses Modellprojekts eine Ausweitung auf die drei Länder der Metropolregion und später auch bundesweit möglich sein wird. Im Bild (v.li.n.re): Dr. Claus Köster, Frau Dr. Catharina Maulbecker-Armstrong, Frau Sabrina Scherbarth, Professor Harald zu Hausen und Landrat Wilkes.

Darmkrebsvorsorge auch in höherem Lebensalter

2015-08 Prof. FischbachAuf einer Informationsveranstaltung in Hamburg zum Thema Darmkrebsvorsorge legte Professor Fischbach, Chefarzt Medizinische Klinik II, Klinikum Aschaffenburg und Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung LebensBlicke, Zahlen vor, die besorgt machen. In der Altersgruppe der 55 bis 74-jährigen Deutschen haben in den letzten zehn Jahren weniger als die Hälfte eine Vorsorgedarmspiegelung in Anspruch genommen. Bei Männern war der Prozentsatz noch geringer. Neben der Darmspiegelung gibt es weitere Alternativen für die Routineuntersuchung wie der Test auf Blut im Stuhl und ein immunochemischer Stuhltest. Professor Fischbach machte deutlich, dass die Weiterlesen

Aktuelle Studie bestätigt Forderung der Stiftung

Logo Ärztezeitung onlineEin Screening mithilfe immunochemischer Tests auf okkultes Blut im Stuhl senkt laut einer aktuellen italienischen Studie die Darmkrebsmortalität signifikant. Der Effekt sei größer und setze früher ein, als dies von Guajaktests bekannt ist. “Diese Studie macht eindrucksvoll deutlich, dass die Einführung der immunologischen Stuhlteste (FIT) als Regelleistung in die gesetzliche Krankenversicherung überfällig ist”, fordert Dr. med. Dietrich Hüppe, Vorstandsmitglied der Stiftung LebensBlicke. Er betont weiter: “Diese Teste sind gegenüber dem bisherigen guajak-basierten Test auf verborgenes Blut im Stuhl deutlich empfindlicher und für die Menschen in der Handhabung wesentlich einfacher”. Hier geht’s zur Studie “Immunochemisches Screening senkt Sterblichkeit”

Siegener Zeitung: Video-Clip zu Darmkrebsvorsorge

2015-06-22 Videoclip Siegener ZeitungEinen Video-Clip zum Thema Darmkrebsvorsorge und -Früherkennung hat die Siegener Zeitung für ihre Homepage und ihre Mediathek produziert (Clip über Youtube). Die mit einer Druckauflage von 60.000 Exemplaren auflagenstärkste Zeitung im Kreis Siegen-Wittgenstein und in den Nachbargebieten möchte damit ihre Leser zu lebensrettender Vorsorge motivieren, denn Darmkrebs ist vermeidbar und, früh erkannt, heilbar. Der rund zehnminütige Clip geht auf eine Initiative der Stiftung LebensBlicke, der Siegener Zeitung und der Diakonie Klinikum GmbH (Jung-Stilling-Krankenhaus) zurück. Professor Dr. J. Labenz, Chefarzt der Inneren Medizin des Weiterlesen

Stiftung unterstützt Promotionsstipendium

Logo Huntsman Cancer Institut UtahDie Stiftung LebensBlicke hat sich unter anderem auch zum Ziel gesetzt, aussichtsreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dann zu unterstützen, wenn sich aus den Resultaten voraussichtlich für die Stiftungsarbeit wichtige grundlegende Erkenntnisse ergeben. Die Stiftung wird deshalb eine junge Medizinstudentin unterstützen, die im Rahmen eines Promotionsstipendiums am Huntsman Cancer Institut in Salt Lake City, Utah, USA bei Frau Professor Dr. Cornelia Ulrich, zum Thema “Inflammation und Tertiärprävention des kolorektalen Karzinoms” forschen wird. “Wir beschreiten damit neue Wege, sind aber sicher, dass gerade die strategische Ausrichtung der Stiftung LebensBlicke auf neue Wege in der Prävention eine solche Unterstützung nicht nur sinnvoll, sondern vielmehr notwendig macht”, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.