Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Sehr geehrte Leser und Unterstützer, liebe Freunde und Mitstreiter,

2018 ist die Stiftung LebensBlicke 20 Jahre alt geworden. Wir haben gemeinsam viel erreicht. Mit der Einführung des i-FOBT haben sich die Chancen für eine Verbesserung der Darmkrebsprävention deutlich erhöht. Das Krebsfrüherkennungsregistergesetz (KFRG) wird im Juli in Kraft treten. Damit erfolgt ein Paradigmenwechsel weg vom opportunistischen Darmkrebsscreening hin zu einem persönlichen Einladungsverfahren. Das Besondere: Männer haben bereits mit 50 Jahren ein Anrecht auf eine Vorsorge-Darmspiegelung. Auch das KFRG löst die Probleme der öffentlichen Wahrnehmung nicht. Von daher wird die Stiftung LebensBlicke auch weiterhin das Ziel verfolgen, über Flyer, Veranstaltungen, Videoclips und über die mediale Öffentlichkeit Chancen und Risiken der Darmkrebsfrüherkennung anzusprechen, zur Teilnahme am Screening zu motivieren und über Kontroversen im Umfeld der Darmkrebsprävention zu berichten.

Dear international users
, we appreciate very much your continuous visit of our website. Apparently our news are of great interest and value for you. The Foundation works on an honorary basis and is therefore reliant on donations. What about you?

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Darmkrebsvorsorge geht social media mit pfiffigem Videoclip!

Die Stiftung LebensBlicke nutzt in zunehmendem Maße neue Medien und Social Media für die Darmkrebsvorsorge. Ein pfiffiger Videoclip “Verstecken gilt nicht” wird die Angebotspalette zur Motivation bereichern. Die Stiftung hofft, mit dieser Botschaft Menschen dazu bewegen zu können, über Darmkrebsvorsorge zumindest nachzudenken. Produziert wurde der Clip von der Mannheimer Agentur Reinshagen.

3. Charity-Golfturnier der Stiftung am 24. Mai 2019 in Leipzig

Am Freitag, 24. Mai, geht es auf der 18-Loch Anlage des Golfparks Leipzig um mehr als nur Brutto und Netto-Wertung, sondern auch um die Darmkrebsvorsorge! Zum dritten Mal in der Geschichte der Stiftung findet wieder ein Charity-Turnier zugunsten der Stiftung LebensBlicke statt. Schirmherrin ist Christine Ursula Clauß, ehemalige Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz. Parallel zum Turnier findet für Begleitpersonen ein Trainingskurs unter Anleitung eines Golf-Pros statt.  Das Tunier klingt aus mit einer Abendveranstaltung, bei der die Siegerehrung und eine Versteigerung statt finden. Anmeldung zum Golfturnier unter Telefon 0341-5217 442 (Ausschreibung/Einladung).

Tageszeit hat Einfluss auf Aufklärung zum Screening

Eine interessante Studie, publiziert im JAMA Network Open und kommentiert in ACP Internist, berichtet über den Einfluss der Tageszeit auf die Information über ein Brustkrebs- bzw. Darmkrebsscreening durch die behandelnden Ärzte. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die Information am Vormittag mit 36,5% zu deutlich mehr komplettierten Screening-Maßnahmen innerhalb eines Jahr führten als mit 23,4% am Nachmittag. “Das zeigt einmal mehr, dass die Aufmerksamkeit ganz offentlich in den Morgenstunden größer ist als am Nachmittag und sollte bei Patientengesprächen berücksichtigt werden”, so der Vorstandstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann.

P4-Medizin wird das Gesundheitssystem verändern

Die Krebstherapie wird in den nächsten Jahren einen grundlegenden Wandel erfahren, gekennzeichnet mit dem Schlagwort P4-Medizin. Dieses von dem Amerikaner Leroy Hood geprägte Konzept hat der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), Professor Dr. Klaus Vogelmeier, bei seiner Ansprache zur Kongresseröffnung erläutert. P4 steht für präventiv (Vorbeugung und Früherkennung), personalisiert (individuelles genetisches Profil), partizipativ (mit Beteiligung an der Therapieentscheidung) und präzise (molekulare Diagnostik und Therapie mit neuen Technologien). Der Patient wird sicher Nutznießer dieser Entwicklung sein, die aber auch sicher Risiken mit sich bringt. (Broich K., Bieber T. Personalisierte Medizin, Bundesgesundheitsbl 2013.)

Personalisierte Darmkrebsvorsorge: Option für die Zukunft?

Im Rahmen des 125. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden veranstaltet die Stiftung LebensBlicke am 4. Mai 2019 ein Fachsymposium zum Thema “Personalisierte Darmkrebsprävention – eine Option für die Zukunft?”. Unter Vorsitz von Professor Matthias Ebert, Vorstandsmitglied der Stiftung LebensBlicke, und Professor Jürgen F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, referieren und diskutieren die Teilnehmer u. a. über den derzeitigen Entwicklungsstand der personalisierten Vorsorge, über Tumorbiologie, Risikoprofile wie den familiären Darmkrebs, über die Inanspruchnahme der Vorsorge sowie über ethische und rechtliche Aspekte der Personalisierung. “In den vergangenen Jahren ist deutlich geworden, dass sich die verschiedenen Krebsarten nicht nur genetisch wesentlich unterscheiden, sondern dass auch Betroffene ganz unterschiedlich auf Therapieformen ansprechen. Aus dieser Erkenntnis lassen sich Entwicklung und Ziele einer individuellen ‘personalisierten’ Therapie für jeden Patienten ableiten”, so Professor Riemann.

ECQI – Europäische Studie zur Koloskopie-Qualität in Europa

Seit 2013 hat sich eine Gruppe von Gastroenterologen zusammengetan, um den Stand der Koloskopie-Qualität durch einen mehrfach verbesserten Online-Fragebogen in Europa zu untersuchen. Die Leitung lag lange bei Professor Dr. J. F. Riemann von der Stiftung LebensBlicke und ist jetzt an Dr. Christiano Spada aus Italien übergegangen. Die bisherigen Ergebnisse von Tausenden erfasster Koloskopien zeigen, dass die Qualitätskriterien der ESGE (European Society of Gastrointestinal Endoscopy) für viele Länder bereits Standard, jedoch im Detail noch verbesserungsfähig sind. Details unter www.ecqigroup.eu.

Allen Vorsorgebemühungen zum Trotz

“Das Oberlandesgericht Braunschweig hat den Erben einer Patientin, die an einem zu spät entdeckten Darmkrebs gestorben war, Schmerzensgeld zugesprochen. Die Patientin hatte zu Lebzeiten bei ihrem behandelnden Internisten über heftige Analblutungen geklagt. Trotz dieser massiven Beschwerden wurde keine Darmspiegelung durchgeführt, sondern lediglich die Diagnose Hämorrhoiden und eine Analfissur gestellt. Erst bei einem späteren Krankenhausaufenthalt kam durch eine Darmspiegelung dann das ganze Ausmaß der Erkrankung zu Tage. Das Gericht urteilte, dass der Verzicht auf die Darmspiegelung ‘in gravierender Weise gegen die Regeln der ärztlichen Kunst verstoßen’ habe. Der Fall zeigt eindrücklich, dass nicht nur die Aufklärung der Patienten über die Bedeutung der Darmkrebsvorsorge wichtig ist, sondern dass auch die permanente Weiterbildung der Ärzte eine (lebens-) wichtige Forderung ist.” (Meldung von Dr. H. Meyer)