Stiftung LebensBlicke - Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge von Darmkrebs

Sehr verehrte Leserin, sehr geehrter Leser, verehrte Befürworter und Unterstützer,
liebe Freunde und Mitstreiter,


der Gemeinsame Bundesausschuss hat in seiner Sitzung vom 21. April ein neues Testverfahren für die Darmkrebsvorsorge und -Früherkennung beschlossen. Er hat entgegen den Empfehlungen vieler Fachgesellschaften und Organisationen (auch der Stiftung LebensBlicke), ausschließlich den quantitativen immunologischen Tests zum Nachweis von nicht sichtbaren Blut im Stuhl (iFOBT) den Vorzug gegeben. Man darf gespannt sein, welche Kriterien diese Tests erfüllen müssen, wer der Kreis der teilnehmenden Ärzte ist und wie Auswertung und Dokumentation organisiert sind. Die Stiftung LebensBlicke wird die Ausführungsbeschlüsse sehr sorgfältig prüfen und sich ggfs. wieder sehr nachdrücklich zu Wort melden.
Das Leben nach und mit Krebs (Tertiärprävention) ist zu einem weiteren wichtigen Schwerpunkt der Stiftungsarbeit geworden. Wir hoffen, dass unser Engagement für die Betroffenen in den nächsten Jahren ähnlich positive Entwicklungen nach sich zieht wie wir es für die Primär- und Sekundärprävention erreichen konnten.
Zuguterletzt: Unsere Expertenkommentare sind eine Fundgrube für aktuelle Informationen zum Thema Darmkrebs.Es lohnt sich, sie anzuklicken!

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse und für Ihre weitere Unterstützung
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke




Darmkrebs-Betroffene: “Ziele setzen enorm Energie frei”

Heidi Sand Mount EverestIm Juli 2010 erhielt Heidi Sand die Diagnose Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Als Mutter von drei Kindern resignierte sie jedoch nicht, sondern kämpfte entschlossen gegen die Krankheit an. Während ihres Kampfes setzte sie sich ein neues Ziel: „Wenn alles gut ausgeht, besteige ich den Everest.“ Es ging gut aus und sie erreichte ihr hoch gestecktes Ziel – den Mount Everest. Die Stiftung LebensBlicke führte ein Interview mit der passionierten Bergsteigerin und Bildhauerin. “Menschen Mut machen durch das Erzählen einer ganz persönlichen Geschichte kann ein wichtiger Weiterlesen

Stiftung LebensBlicke zweifelt am G-BA-Beschluss

Logo i-FOBTDie Stiftung LebensBlicke hatte bereits in einem ersten offenen Brief an den G-BA vom 16.03.2016 wichtige Fragen vor der Einführung des immunologischen Stuhltests in die Regelversorgung gestellt. Ihre Beantwortung war leider unzureichend. Da im Beschluss vom 21. April dann zugunsten ausschließlich quantitativer Stuhltests entschieden wurde, sieht sich die Stiftung in der Verantwortung, gerade für die anspruchsberechtigten Bürgerinnen und Bürger auf weitere mögliche Probleme bei dieser Festlegung aufmerksam zu machen. „Diese Entscheidung darf nicht zu einem Rückgang der Inanspruchnahme am Darmkrebs-Screening führen, was nach gegenwärtiger Beschlusslage durchaus denkbar wäre“, so der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. J. F. Riemann der Stiftung LebensBlicke. Die Stiftung hat daher erneut einen offenen Brief an den gemeinsamen Bundesausschuss gerichtet mit der Bitte, die darin festgehaltenen Kritikpunkte bei der endgültigen Beschlussfassung zu berücksichtigen.

Ausschreibung des Darmkrebs-Präventionspreises 2016

Logo Darmkrebskommunikationspreis HochformatDie Deutsche Krebsgesellschaft setzt sich gemeinsam mit der Stiftung LebensBlicke und der Deutschen Krebsstiftung für eine bessere Darmkrebsvorsorge und -früherkennung ein. Mit dem Darmkrebs-Präventionspreis sollen herausragende Projekte und Forschungsergebnisse in diesem Bereich ausgezeichnet werden. Die Einreichung aussagekräftiger Bewerbungsunterlagen ist ab sofort möglich, die Ausschreibungsfrist endet am  18. November 2016. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Angesprochen sind Ärzte, Wissenschaftler, Firmen, öffentliche Einrichtungen oder Organisationen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Pacific Crest Trail: Stipendiatin erreicht Nordkalifornien

Himbert Benefizwalk 10Die von der Stiftung LebensBlicke mitunterstützte Stipendiatin Caroline Himbert hat auf dem Pacific Crest Trail inzwischen nach 1.195 Meilen Nordkalifornien erreicht. Sie widmet diesen Lauf nach Abschluss ihres Stipendiats am Huntsman Cancer Center ins Salt Lake City der Stiftung. Für jede gelaufene Meile von San Diego bis Vancouver möchte sie einen Euro einwerben. “Wir wünschen Frau Himbert auf ihrer noch weiten Strecke viele Erlebnisse, Durchhaltevermögen, Kraft und Freude, damit sie ihr Ziel gesund und gestärkt erreicht”, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.

Die Krebsforschung benötigt nationale Unterstützung!

Prof. Dr. Markus Neurath, Uniklinikum ErlangenEs ist nicht zu übersehen, dass die Krebsforschung derzeit stark im Wandel begriffen ist. Die Kenntnis neuer Signalwege in der Tumorforschung zum Beispiel verändert Diagnose und Therapie rasant hin zu deutlich mehr Präzision für die Betroffenen. Das hat US Präsident Barack Obama sicher dazu veranlasst, ein Cancer Moonshot Programm anzukündigen, um die Krebsforschung in den USA zu beschleunigen. Nach der Entschlüsselung des menschlichen Genoms wird das ein zweites großes wissenschaftliches Nationales US-Projekt. Prof. Markus Neurath von der Medizinischen Universitätsklinik Erlangen kommentiert dazu den gerade im New England Weiterlesen

Immunologischer Stuhltest: Noch viele Fragen offen!

Logo i-FOBTDie Stiftung LebensBlicke hat sich schon lange für die Einführung neuer immunologischer Stuhlteste (i-FOBT) in die Regelversorgung stark gemacht. Niedrigschwellige Stuhlteste sind das Rückgrat jeder bevölkerungsweiten Darmkrebsvorsorge und -Früherkennung. Der i-FOBT bietet gegenüber den bisherigen Stuhlteste signifikante Vorteile. Die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) für den quantitativen i-FOBT als alleinigem Test lässt viele Fragen offen, die der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke sowohl in Weiterlesen

Blutverdünnende Medikamente und Endoskopie

Albert_JoergBlutverdünner gehören heute bei der älteren Bevölkerung mit zu den häufigst verwendeten Medikamenten. Gerade Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen stehen häufig unter einer Therapie mit Antikoagulatien, wenn sie ihren Arzt wegen eines endoskopischen Eingriffs, sei es zur Vorsorge, sei es aus Gründen z.B. einer Blutung im Verdauungstrakt aufsuchen. Die Stiftung LebensBlicke hat den Experten Professor Dr. Jörg Albert gebeten, zu den wichtigen Interaktionen zwischen interventioneller Endoskopie und blutverdünnenden Medikamenten Stellung zu nehmen. Hier finden Sie seine Stellungnahme.

Projekt “Abenteuer Essen” – erste Erfolgsbilanz

MRN_AbenteuerEssen_080616_3899Die 2013 unter maßgeblicher Beteiligung der Stiftung LebensBlicke ins Leben gerufene “Initiative Prävention in der Metropolregion Rhein-Neckar”, kann eine erste außerordentlich erfreuliche Zwischenbilanz ziehen. Die für die Primärprävention vieler Erkrankungen so wichtige Ernährung stand im Mittelpunkt diese Projekts. Kinder in Kitas, Erzieher/innen und Eltern unterzogen sich über ein Jahr ausführlichen Informationen und Beratungen; Erzieher/innen wurden zusätzlich in der Kommunikationskompetenz geschult. “Die so vermittelte Kompetenz hat sich nachhaltig auf das Essverhalten zahlreicher Kinder und ihrer Familien ausgewirkt”, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann. Durch die Dankesveranstaltung führte in bewährter Weise der Pfälzer Comedian Chako Habekost (Bilder MRN GmbH, oben Chako, unten Projektteam). Siehe auch Presseinformation der Metropolregion Rhein-Neckar