Stiftung LebensBlicke - Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge von Darmkrebs

Sehr verehrte Leserin, sehr geehrter Leser, verehrte Befürworter und Unterstützer,
liebe Freunde und Mitstreiter,


der Gemeinsame Bundesausschuss hat in seiner Sitzung vom 21. April ein neues Testverfahren für die Darmkrebsvorsorge und -Früherkennung beschlossen. Er hat entgegen den Empfehlungen vieler Fachgesellschaften und Organisationen (auch der Stiftung LebensBlicke), ausschließlich den quantitativen immunologischen Tests zum Nachweis von nicht sichtbaren Blut im Stuhl (iFOBT) den Vorzug gegeben. Man darf gespannt sein, welche Kriterien diese Tests erfüllen müssen, wer der Kreis der teilnehmenden Ärzte ist und wie Auswertung und Dokumentation organisiert sind. Die Stiftung LebensBlicke wird die Ausführungsbeschlüsse sehr sorgfältig prüfen und sich ggfs wieder sehr nachdrücklich zu Wort melden. Das Leben nach und mit Krebs (Tertiärprävention) ist zu einem weiteren wichtigen Schwerpunkt der Stiftungsarbeit geworden. Wir hoffen, dass dieses Engagement in den nächsten Jahren ähnlich positive Entwicklungen nach sich zieht wie wir es für die Primär- und Sekundärprävention erreichen konnten.

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse und für Ihre weitere Unterstützung
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke




Darmkrebsvorsorge: Einladungsverfahren äußerst effektiv

2015-Dr. Dietrich Hüppe„Wenn wir schon seit 5 Jahren ein bundesweites Einladungsverfahren hätten, wäre die Darmkrebshäufigkeit noch viel stärker abgesunken!“, so Dr. Dietrich Hüppe, Vorstandsmitglied der Stiftung LebensBlicke und Co-Sprecher Fachgruppe Kolorektales Karzinom des bng, nach einer Analyse von Daten aus Baden-Württemberg. Das belegt der Hausarztvertrag (HzV) der AOK, dessen erste Ergebnisse am 28.04. 2016 vorgestellt worden sind:

2011 hatten die AOK und die BKK Bosch im Rahmen des HzV ein Einladungsverfahren zur Darmkrebsvorsorge für ihre Versicherten im Alter von 55-85 Jahren eingeführt. Im Vergleich zur Regelversorgung (opportunistische Darmkrebsvorsorge) nahm die Anzahl der Koloskopien in diesem Zeitraum um mehr als 50% zu. Weiterlesen

GBA-Beschluss: Quantitative Immunologische Stuhltests

Logo i-FOBTEigentlich müssten alle zufrieden sein: der gemeinsame Bundesausschuss hat die Einführung eines Immunologischen Stuhltests in die Darmkrebsvorsorge und Früherkennung beschlossen. Pferdefuß könnte aber die ausschließliche Anwendung quantitativer Immunologischer Tests sein. Diese Tests werden im wesentlichen von Laborärzten vorgenommen. Die Stiftung LebensBlicke hat immer wieder darauf hingewiesen (offener Brief), dass an der Durchführung bisher viele Arztgruppen (u.a. Hausärzte, Internisten, Gastroenterologen, Gynäkologen) beteiligt waren. Ca. 4 Mio. Stuhlteste pro Jahr sind so an die Anspruchsberechtigten ausgegeben worden. Es erscheint zumindest fraglich, ob die Fokussierung auf Laborärzte diese Größenordnung erreichen bzw. steigern kann, zumal noch in diesem Jahr das Einladungsverfahren implementiert werden soll. Es wird  mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer weiteren Steigerung der Inanspruchnahme führen. Die Stiftung LebensBlicke verfolgt die Entwicklung sehr aufmerksam und wird auf Fehlsteuerungen frühzeitig hinweisen.

Antikorruptionsgesetz jetzt entgültig verabschiedet

Foto Paßmann neu 2014Rechtsanwalt Jörg Paßmann hat bereits im vergangenen Jahr in einem Interview mit Vorstandsmitglied Dr. Dietrich Hüppe zum Antikorruptionsgesetz Stellung genommen. Die jetzt entgültig vom Bundestag verabschiedete Fassung bedarf eines zusätzlichen Kommentars:
In der jetzigen Fassung ist der Berufsrechtsverstoß nicht mehr vom Tatbestand erfasst und die Bestechlichkeit beim Bezug von Arznei- und/oder Hilfsmitteln nur noch dann strafbar, wenn diese vom Arzt oder seinem Personal unmittelbar an den Patienten abgegeben werden. Abgabeentscheidungen sind ebenfalls nicht mehr tatbestandsmäßig. Gleichzeitig ist die Regelung entfallen, dass Taten nur auf Antrag verfolgt werden, sofern die Staatsanwaltschaft nicht das besondere öffentliche Interesse an der Strafverfolgung bejaht. Weiterlesen

DGIM: Stiftungs-Symposium Leben mit und nach Darmkrebs

DGIM_Logo_RGBDie Stiftung LebensBlicke widmet sich inzwischen nach erfolgreichen Aktivitäten für die Primär- und Sekundärprävention von Darmkrebs auch den Betroffenen, die die Krebserkrankung nach einer Operation überstanden haben oder bei denen der Darmkrebs unter einer medikamentösen Therapie zu einer chronischen Erkrankung geworden ist. Aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland und der noch immer unbefriedigenden Teilnahme an den Darmkrebsvorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen wird sich die Zahl Betroffener in den nächsten Jahren sicher weiter erhöhen. Die Stiftung LebensBlicke ist der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin dankbar für die Gestaltung eines Symposiums, das dem Thema gewidmet und das nachfolgend zusammenfassend dargestellt ist.

Cancer Survivors Day am 1. Juni 2016 in Berlin

Logo Cancer Survivors DayDie deutsche Krebsstiftung organisiert zum zweiten Mal in Berlin den Cancer Survivors Day. Viele Krebserkrankungen sind dank der Fortschritte in der Medizin inzwischen zu chronischen Erkrankungen geworden. Betroffene finden sich häufig in einem Umfeld wieder, das ihrer Situation entweder nicht wahrnimmt oder verdrängt. Die Veranstaltung soll Betroffene in den Mittelpunkt rücken, die über ihr Schicksal erzählen und damit in der Öffentlichkeit ein Augenmerk auf das Leben mit oder nach Krebs richten. Die Stiftung Weiterlesen

Vorsorgtheater Alarm im Darm – eine Erfolgsgeschichte

Bilanz des Theaterstücks „Alarm im Darm“ der letzten zwölf Jahre
von Volker Heymann, Filmemacher

Polypen im begehbaren Darm.2003 kam der damalige Förderverein der Stiftung Lebensblicke (Vorsitzender: Dr. Dirk Wuppermann) auf mich zu und unterbreitete mir die Idee, ein Theaterstück in Auftrag zu geben, das  auf amüsante Weise das Thema Darmkrebsvorsorge behandeln sollte. Man kannte mich aus der freien Mannheimer Theaterszene und hielt mich für den richtigen Mann. Und so recherchierte ich bei Gastroenterologen, im Mannheimer Darmzentrum und studierte Fachliteratur, um das Fundament für eine gleichwohl  kabarettistische wie fachlich fundierte Komödie zu legen. Weiterlesen

DGE-BV: Anforderungen an eine wirksame Prävention

dge-bv_logoDie Stiftung LebensBlicke ist mit diesem wissenschaftlichen Symposium wieder ihrem Anspruch nachgekommen, auch auf Fachtagungen über aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Darmkrebsvorsorge und -früherkennung zu informieren. Die Deutsche Gesellschaft für Endoskopie und Bildgebende Verfahren (DGE-BV) vereint unter ihrem Dach nahezu alle Disziplinen, die die Endoskopie zu einem ihrer Schwerpunkte gemacht haben. Von daher eignete sich die Jahrestagung dieser Gesellschaft als ein hervorragendes Forum auch für ein LebensBlicke-Symposium. Namhafte Experten haben die Einladung zu diesem Symposium angenommen, dessen Programm und dessen Themen mit Referenten nachfolgend aufgelistet sind. (Zusammenfassung)

Golf spielen und Darmkrebs vermeiden helfen!

front_1gpAm 18. Juni 2016 geht es auf der 18-Loch Golf-Anlage des Golfpark Kurpfalz in Limburgerhof um mehr als nur Brutto und Netto, sondern auch um die Darmkrebsvorsorge! Zum zweiten Mal in der Geschichte der Stiftung LebensBlicke ist ihr ein Charity-Turnier mit Unterstützung von Dagmar Berghoff (Kuratoriumsmitglied der Stiftung und bekannt als ehemalige Tagesschau-Sprecherin) und einiger Sponsoren gewidmet. Eine Tombola, Charity-Aktionen und eine kurzweilige Abendveranstaltung warten auf die Golfbegeisterten der Region. Sollten Sie Interesse an einem Sponsoring haben, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf! Nähere Informationen auch auf www.gc-kurpfalz.de. Hier die  Anmeldung zum Download.