Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Sehr geehrte Leser und Unterstützer, liebe Freunde und Mitstreiter,

2018 ist die Stiftung LebensBlicke 20 Jahre alt geworden. Wir haben gemeinsam viel erreicht. Mit der Einführung des i-FOBT haben sich die Chancen für eine Verbesserung der Darmkrebsprävention deutlich erhöht; das Krebsfrüherkennungsregistergesetz (KFRG) lässt leider immer noch auf sich warten. Auf Nachfrage ließ die Bundesregierung verlauten, dass die gesetzlich vorgegebene Frist vom G-BA aufgrund der hohen fachlichen und strukturell-organisatorischen Komplexität einschließlich der Klärung Datenschutz- und IT-relevanter Fragen nicht eingehalten werden konnte. Wer hätte das gedacht? Die Stiftung LebensBlicke wird auch weiterhin das Ziel verfolgen, über die mediale Öffentlichkeit Chancen und Risiken der Darmkrebsfrüherkennung anzusprechen, zur Teilnahme am Screening zu motivieren und über Kontroversen im Umfeld der Darmkrebsprävention zu berichten.

Dear international users
, we appreciate very much your continuous visit of our website. Apparently our news are of great interest and value for you. The Foundation works on an honorary basis and is therefore reliant on donations. What about you?

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke




Dietrich Hüppe: 16 Jahre Darmkrebsvorsorge zeigen Wirkung

2015-Dr. Dietrich HüppeAm 1. Oktober 2018 besteht das aktuelle Programm zur gesetzlichen Darmkrebsfrüherkennung 16 Jahre. Am 1.10.2002 trat es – grundlegend überarbeitet – in Kraft. Neben dem Stuhltest auf okkultes Blut (FOBT) wurde für alle Bürger über 55 Jahre die Vorsorgekoloskopie (=Früherkennungskoloskopie) erstmalig und damals weltweit einzigartig in die gesetzliche Krankenversicherung aufgenommen. Was war die Grundlage der Empfehlung? Fall-Kontroll-Studien in der USA, insbesondere die der National Polyp Study unter Leitung von Sidney Winawer, hatten gezeigt, dass die Abtragung von Polypen (=Adenome =Darmkrebsvorstufen) bei einer Koloskopie die Entstehung von Darmkrebs um 70-90% in den nächsten Jahren reduzieren kann. Auch die Teilkoloskopie (Sigmoidoskopie) senkt die Rate von linksseitigem Darmkrebs. Diese Evidenz, aufbereitet durch ein Gutachten der DGVS (W. Schmiegel, C. Pox, J. Riemann), überzeugte den Gesetzgeber, dieses weltweit innovative Programm zu implementieren. Damit wurde die S3-Leitlinie zum Dickdarmkrebs aus dem Jahre 1999 (erstellt durch die DGVS, Deutsche Krebsgesellschaft und anderer wissenschaftlicher Fachgesellschaften) in die Tat umgesetzt. (Schmiegel W. Z Gastroenterol 2016;54:521-522) Weiterlesen

Nobelpreis für Immuntherapie gegen Krebserkrankungen

Nobelpreis MedailleDie inzwischen in der Onkologie für einige Krebserkrankungen bereits zum Standard gewordene Immuntherapie ist jetzt mit dem diesjährigen Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet worden. Die Entdeckung ist genial. Antikörper blockieren “Checkpoints”, verhindern eine übermäßige Aktivierung von T-Zellen und bewirken eine Stärkung des patienteneigenen Immunsystems zur Abwehr von Krebszellen. In der Therapie des Lungenkrebses hat sich diese Behandlungsform inzwischen sehr bewährt. “Neben Operation, Bestrahlung und Chemotherapie hat sich die Immuntherapie mit den Checkpoint-Hemmern als weitere Säule in der Krebstherapie etabliert”, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.

Studie bestätigt: Die meisten dicken Kinder bleiben dick

Logo New England JournalKinderärzte wissen schon lange, dass kindliche Adipositas nur schwer beeinflussbar ist. In einer neuen hochrangig publizierten Studie aus Leipzig haben Forscher nun untersucht, wie sich das Körpergewicht von Kindern im Laufe der Jahre verändert. In dieser prospektiven und restrospektiven Analyse konnten sie zeigen, dass die meisten Kinder, die zwischen und dem zweiten und sechsten Lebensjahr übergewichtig geworden sind, auch als Erwachsene adipös blieben. “Dieser Befund ist erschreckend und zeigt, wie wichtig die frühkindliche Ernährung und wie notwendig die Ernährungskompetenz von Erziehern und Eltern ist”, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann (NEJM 2018;379:1303-12).

Geförderte Wissenschaftlerinnen und ihre Themen

2018-09 Hegelmann und KiblawiDie Stiftung LebensBlicke fördert schon seit einigen Jahren einige junge Nachwuchswissenschaftler/innen, die sich mit für die Stiftung interessanten Fragestellungen beschäftigen. Während es aktuell bei Bianca Hegelmann (im Bild links) um Fragen der Motivation zur Vorsorge geht, arbeitet Rama Kiblawi im Rahmen der ColoCare-Studie an Korrelationen zwischen Folsäure und pro-inflammatorischen Biomarkern bei Patienten mit kolorektalem Karzinom. Beide stellen der Stiftung interessante Blogs von ihrer Tätigkeit und ihrem Umfeld zur Verfügung.

Eckart von Hirschhausen und “seine” Darmspiegelung

Hirschhausen_Camillo WizDer aus den Medien inzwischen einem breiten Publikum bekannte und beliebte Mediziner, Journalist, Quizmaster und Filmemacher Dr. Eckart von Hirschhausen hat sich einem wichtigen Thema zugewandt: der Darmspiegelung. Hirschhausen zeigt in einem eindrucksvollen Film, wie er selber diese Vorsorgeuntersuchung erlebt hat und wie man Vorurteile abbauen kann. Der Film wurde im Rahmen der Fernsehsendung “Hirschhausens Quiz des Menschen” gezeigt. Er wendet sich vor allem an die Männer, die nach wie vor solchen Angeboten gegenüber zurückhaltend sind. Hirschhausen war Schirmherr des Darmkrebsmonats 2017 der Stiftung LebensBlicke und der Gastroliga. (Bild: Camillo Wiz)

Prof. Layer und Giulia Enders im Gespräch mit Moderator

Bild 7Einer der Höhepunkte des Festabends zum 20jährigen Jubiläum der Stiftung LebensBlicke war ein Gespräch von Professor Peter Layer und seiner Assistenzärztin, der Bestsellerautorin Giulia Enders (Darm mit Charme), moderiert vom SWR-Journalisten Holger Wienpahl. Das informative und kurzweilige Gespräch führt vom Inhalt des Bestsellers bis hin zum alltäglichen Dienst einer “bekannten Persönlichkeit” in einem großen Medizinbetrieb. Mehr unter Youtube. Bild: Sabine Kast