Stiftung LebensBlicke: Vorsorge, Früherkennung und Nachsorge von Darmkrebs

Sehr geehrte Leser, Unterstützer, liebe Freunde und Mitstreiter, dear User,

2017/18 werden die Jahre einer tiefgreifenden Veränderung in der Darmkrebsvorsorge und -Früherkennung in Deutschland. Seit dem 1. April 2017 hat der i-FOBT den g-FOBT in der Regelversorgung abgelöst; mit der Umsetzung des Krebsfrüherkennungsregistergesetzes (KFRG) wird es einen Paradigmenwechsel vom opportunistischen Screening hin zu einem persönlichen Einladungsverfahren für alle Anspruchsberechtigen geben. Die Stiftung LebensBlicke verfolgt seit Jahren das Ziel, auch über die mediale Öffentlichkeit über Chancen und Risiken zur Darmkrebsfrüherkennung zu informieren, zur Teilnahme am Screening zu motivieren und über Kontroversen im Umfeld der Darmkrebsprävention zu berichten.

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse und für Ihre weitere Unterstützung!
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke




Risikoadaptierte Dickdarmkrebsvorsorge

uegZunehmende wissenschaftliche Evidenz für den früheren Vorsorgegestart (zumindest bei Männern). Unbeachtet der Unruhen in Katalonien fand die Europäische Gastroenterologietagung, The United Gastroenterology Week in Barcelona vom 28.10 bis 1.11.2017 statt. Französische Wissenschaftler haben in einer großen Untersuchung an über 6.000 Patienten festgestellt, dass die Rate detektierter Polypen während der Koloskopie tatsächlich bei den 45 bis 49 jährigen deutlich höher ist als bei den Menschen, die 40 bis 45 Jahre alt sind. Knapp die Hälfte der Patienten waren Frauen und der Trend konnte bestätigt bleiben, sogar, wenn alle Polypenkontrollen herausgenommen wurden. In der Gruppe der 45 bis 49 jährigen fanden sich in 22.5 % Polypen, in der jüngeren Gruppe 13.6 %. “Die Daten unterstützen die Forderung der Stiftung LebensBlicke, im Rahmen der risikoadaptierten Vorsorge den Start der Vorsorge zumindest bei Männern auf das 45 Lebensjahr vorzuverlegen. Bleibt die Analyse der vielleicht bald publizierten Gesamtdaten abzuwarten, ob diese Beobachtung dann auch Einzug in die modizfizierte Leitlinie Kolorektales Karzinom der DGVS halten könnte.” so Prof. Dr. Dieter Schilling, Mitglied des Vorstands der Stiftung LebensBlicke.

Diabetes Mellitus Typ 2 – Krebsrisiko unterschätzt!

2017-11 Diabetes Insulin PixabayIn den letzten Jahren ist deutlicher geworden, dass der Typ 2 Diabetes offenbar ein eigener Risikofaktor für Tumorerkrankung ist. Das gilt ganz besonders für stark übergewichtige Diabetiker. Hohe Insulinspiegel tragen dazu bei, dass über aktivierte Rezeptoren das Tumorwachstum gefördert wird. Vor allem die Inzidenz von Leber- und Pankreaskarzinomen, aber auch des kolorektalen Karzinoms ist erhöht. Verlinkung. ” Gerade Diabetikern ist daher anzuraten, neben einer Änderung des Lebensstils entsprechende Vorsorgeempfehlungen zu nutzen”, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. (“Krebsrisiko unterschätzt” / Perspektiven der Diabetologie 02/2017)

Der neue i-FOBT hat Stärken und Schwächen!

Logo i-FOBTSeit dem 1. April 2017 hat der i-FOBT den g-FOBT als Stuhltest für das Darmkrebsscreening in der Regelversorgung abgelöst. Diese eigentliche Verbesserung hat leider wie zu erwarten holprig begonnen. Standardisierte Probenentnahmen, einmalige Tests ohne diätetische Restriktionen, qualitätsgesicherte Analytik im Labor sowie quartalsbezogene Dokumentationen gehören mit zu den sicherlich entscheidenden Vorteilen. Ein sehr kritikwürdiges Management im Vorfeld der Einführung hat allerdings zu massiven Problemen geführt, wie jüngst bei einem Vortrag eines Laborarztes bei einem Qualitätszirkel Gastroenterologe deutlich wurde: zu kurze Vorbereitungszeit, hohe Zahl an nicht auswertbaren Proben, testunabhängig zu viele positive i-FOBTs und eine nicht kostendeckende Vergütung. “Völlig offen ist, wie sich die Beteiligung der Ärzte auswirken wird, sofern sie nicht mehr selber den Test machen können, sondern nur noch Beratung und Ergebnismitteilung in der Hand haben”, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann. “Es bleibt noch sehr viel zu tun!”

Motorsportlegende Walter Röhrl übergibt Scheck

Röhrl_Scheck-webRallye-Altmeister Walter Röhrl engagiert sich seit einiger Zeit für die Stiftung LebensBlicke und unterstützt ihre Arbeit für die Darmkrebsprävention. Auf einer Veranstaltung in Roding/Bayern hat er eine Spenden-Akquise für die Stiftung LebensBlicke organisiert und einen Scheck überreicht (Bild). “Wir sind ausserordentlich dankbar dafür, dass eine so prominente Persönlichkeit wie Walter Röhrl die Arbeit der Stiftung mitträgt.” so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann.

Stiftung unterstützt Momentum-Projekt auch über Facebook

Logo Momentum HeidelbergPatienten mit Darmkrebs fühlen sich häufig allein gelassen, wenn es um Ernährung und körperliche Aktivität während oder nach der Behandlung geht. Die Stiftung LebensBlicke unterstützt daher ein Heidelberger Projekt, das über eine Befragung Betroffener herausfinden möchte, wie der einzelne mit seiner Erkrankung umgeht. Wir haben auch auf Facebook einen Eintrag mit Link gemacht, wo man nähere Informationen beziehen und eine Teilnahme an der Berfragung anmelden kann. “Betroffene sollten intensiv von diesen Möglichkeiten Gebrauch machen, denn nur so lässt sich feststellen, wo und wie Abhilfe geschaffen werden kann” so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Professor Dr. J. F. Riemann.
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Info-Broschüre aktualisiert – Anfordern oder downloaden

PDF_Darmkrebs_DEDie Stiftung LebensBlicke bietet Interessenten schon seit vielen Jahren neben digitalen Informationen auch Printmaterial in Form von Flyern an. Experten der Stiftung haben neue Informationen in einem nun aktualisierten Flyer zusammengefasst. Dieser kann – zum Beispiel für die Auslage in Praxen, Krankenhäusern, Unternehmen oder Krankenkassen – entweder über die Geschäftsstelle angefordert oder über unsere Website heruntergeladen werde. Selbstverständlich auch für die eigene Information. Hier geht´s zu unserem kostenfreien Infomaterial.

Colon Cancer Survivor: Auf Körpergewicht achten!

Cancer Das Körpergewicht ist für Menschen nach einer Krebserkrankung besonders wichtig. Amerikanische Autoren haben herausgefunden dass das Langzeitüberleben nach einer Darmkrebsdiagnose auch vom Körpergewicht abhängig ist: Gewichtsabnahme ist mit einem kürzeren Überleben assoziiert. “Diese wichtige Beobachtung sollte Anlass sein, intensiv nach möglichen Ursachen zu forschen. Wahrscheinlich ist die richtige Ernährung nur ein Faktor.” so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. Kocarnik JM, et al., Cancer. 2017 Aug 25. doi: 10.1002/cncr.30932. [Epub ahead of print]