Experten-Workshop der Stiftung LebensBlicke

Logo Stiftung Lebensblicke mattAm 4. Februar haben sich auf Einladung der Stiftung LebensBlicke im Airport-Center in Frankfurt namhafte Experten aus Gastroenterologie und Pathologie getroffen, um über das zunehmend wichtige Thema “Das kleine (vorgewölbte) Adenom – Fortschriftte in der Detektion zu welchem Preis?” zu diskutieren. Hintergrund ist die Frage, welchen Einfluss die vielen kleinen Adenome (5 mm und kleiner), die vor allem wegen neuer Geräte, neuer Techniken und einer deutlich besseren Darmreinigung diagnostiziert werden, auf die Strategie der Darmkrebsvorsorge und Früherkennung haben werden. Da das Lebenszeitrisiko des Menschen, einen Darmkrebs zu entwickeln, nur bei etwa sechs bis sieben Prozent liegt, bedürfen diese kleinen Adenome einer besonderen Bewertung. Die intensiv und offen geführte Diskussion hat zu wichtigen Erkenntnissen geführt, die demnächst in einem Grundsatzpapier der Stiftung veröffentlicht werden sollen. “Es besteht kein Zweifel daran, dass vor dem Hintergrund der Diskussion um eine mögliche Über- bzw. Fehlversorgung bei der Darmkrebsfrüherkennung diese Befunde im Hinblick auf Konsequenzen neu bewertet weden müssen”, so der Vorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann. Die Experten haben auch deutlich gemacht, dass die qualitativ hochwertige Index-Koloskopie von mindestens 30 Minuten Dauer der entscheidende erste Schritt in der Beurteilung der weiteren Empfehlungen für den Patienten bleiben wird. Abstriche an dieser Feststellung sind unzulässig und führen in eine für den Betroffenen falsche Richtung.