Ernst von Leyden Abstractpreis 2026 an PD Dr. Claudia Ott

Der Ernst von Leyden Abstractpreis 2026 der Stiftung LebensBlicke geht in diesem Jahr an Privatdozentin Dr. Claudia Ott von der Gastroenterologie im Facharztzentrum Regensburg. Der Preis wurde auf der Jahrestagung Viszeralmedizin 2026 vom Vorstandsvorsitzenden der Stiftung LebensBlicke Professor Dr. J. F. Riemann überreicht. Frau Ott und ihr Team wurden für den Beitrag zur steigenden Prävalenz kolorektaler Adenome bei Patientinnen und Patienten unter 50 Jahren ausgezeichnet. Diese retrospektive Analyse hat deutlich gezeigt, dass auch bei unter 50-jährigen über einen Zeitraum von über zehn Jahren ein Anstieg kolorektaler Adenome zu beobachten war. Die Prävalenz stieg bei Frauen von 8 % auf 15,1 %, bei Männern von 13,4 % auf 19,3 %. Die Stiftung LebensBlicke zeichnet damit eine Arbeitsgruppe aus der ambulanten fachärztlichen Versorgung aus, die die Darmkrebsprävention in der Regelversorgung konsequent im Blick hat, sich darüber hinaus jetzt auch einer jüngeren Lebensdekade zuwendet. „Sollten sich diese Daten in weiteren Studien bestätigen, wird es sicher Diskussionsbedarf über die Senkung der Altersgrenzen für die Darmkrebsprävention geben“, unterstreicht Prof. Dr. Riemann.