
Nach einer kurativen Darmkrebsoperation dachte man eigentlich, das Krankheitsproblem sei weitestgehend gelöst. Dem ist leider nicht so; denn frühe Rezidive können möglicherweise aggressive Tumoren mit ungünstiger Prognose mit sich bringen. Eine dänische Kohortenstudie von Nors J. et al. (International Journal of Cancer (2026) DOI: 10.1002/ijc.70375). hat den Zusammenhang zwischen Zeitpunkt des Rezidivs und anschließender Sterblichkeit untersucht. Eingeschlossen wurden mehr als 34.000 Patienten, die sich einer kurativen Operation des kolorektalen Karzinoms unterzogen hatten. Bei etwas mehr als 7.000 Patienten identifizierten die Wissenschaftler ein Rezidiv. Insgesamt starben 4.025 Patienten innerhalb von fünf Jahren nach dem Rezidiv. Dabei war in 80% der Fälle der Darmkrebs die Todesursache. Es zeigte sich, dass je früher das Rezidiv nach der Operation auftrat, desto höher war das Sterberisiko. Die Autoren resümieren, dass die frühe Identifikation von Rezidiv Tumoren in den ersten postoperativen Jahren von entscheidender Bedeutung ist. Text: Dr. H. Meyer – Stiftung Lebensblicke | Quelle: David Meier M. Sc 24.4.2026 Onkologie Journal (International Journal of Cancer, 2026; DOI: 10.1002/ijc.70375)