
Das Humane Papillom Virus (HPV) ist für viele Erkrankungen verantwortlich, besonders für den Gebärmutterhalskrebs, Mundhöhlenkrebse und für Formen des Analkrebs. Seit vielen Jahren gibt es HPV-Impfprogramme, die in den Ländern ganz unterschiedlich konsequent eingesetzt werden. Britische Forscher haben von 2001 bis 2024 bei Frauen in jüngeren Altersgruppen (20-34) die Sterblichkeit an Zervixkarzinomen untersucht. Die Impfquote lag zwischen 88 und 90 %. In diesem Zeitraum wurde kein Todesfall registriert, erwartet wären in dieser Altersgruppe vor Einführung der HPV-Impfung 23 Todesfälle. Die Risikoreduktion ist um so größer, je früher mit der Impfung, vor allem vor dem ersten Geschlechtsverkehr, begonnen wurde. „Für Deutschland gilt das leider noch nicht. Alle Versuche, erfolgreiche gesundheitspolitische Weichenstellungen auch durch die Stiftung LebensBlicke zu generieren, waren leider bisher wenig erfolgreich“, kommentiert Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. „Das muss besser werden, denn ähnliche Entwicklungen sind wahrscheinlich auch für die anderen Krebsarten zu erwarten!“ (Sasieni P, Falcaro M, Cervical Cancer mortality trends following HPV vaccination in England, 2001–24: an analysis of population-based mortality data. Lancet 2026; 408: 162-168).