KI bei Darmkrebsvorsorge: Sinnvoll?

Vorsorgeuntersuchungen sind der Standard bei der frühzeitigen Erkennung von Darmkrebs. Es gibt aber Verbesserungsmöglichkeiten. Neben der etablierten Aufklärung durch Vorträge, Info-Material und ärztliche Beratung könnte die KI als ein neues Verfahren die Botschaft noch weiter streuen. Darauf verwies Prof. Alexander Hann vom Uniklinikum Würzburg beim DGIM-Kongress im April 2026. Er berichtetet, dass in einer aktuellen Studie (Oncology 2026;58: 250-257) das KI-Tool ChatGPT anhand von 15 Fragen getestet wurde, z.B. ab welchem Alter man sich untersuchen lassen sollte und welche potenziellen Risiken die Koloskopie birgt. Prof. Hann resümierte, dass „Die Antwortqualität sehr gut war“. In einer weiteren Studie konnte gezeigt werden, dass mit der KI die Menschen auch zur Teilnahme am fäkalen immunchemischen Test (FIT) animiert werden können. Weiterhin prüften Forscherinnen und Forscher aus Hongkong, wie man einen WhatsApp-Chatbot einsetzen kann. Ergebnis der Studie: Nach drei Monaten hatten sich die Screening Raten signifikant erhöht (32,8 Prozent versus 24,4 Prozent). Die Studien legen nahe, dass die KI ein zusätzlicher wichtiger Faktor bei der Aufklärung der Bevölkerung zum Thema Darmkrebsvorsorge ist. Dr. H. Meyer – Stiftung Lebensblicke | Quelle: ÄrzteZeitung: Dr. M. Sonnet 10.9.2026