Darmkrebs-Präventionspreis an internationales DKFZ-Team

„Klinische Epidemiologie für eine bessere Darmkrebs-Vorsorge: Daten für Taten“, so lautet der Titel der Bewerbung für den diesjährigen Darmkrebs-Präventionspreis, der im Rahmen der Pressekonferenz der Stiftung LebensBlicke am 20.2.2025 in Ludwigshafen verliehen wurde. Das Team um Professor Dr. Hermann Brenner (Teresa Seum, Idris Ola, Dmitry Sergeev, Dr. Thomas Heisser, Prof. Michael Hoffmeister) vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), Abteilung Klinische Epidemiologie und Alternsforschung, verglich u. a. die Bewertungen neuer DNA- und RNA-basierter Stuhltests mit den immunologischen Stuhlbluttests (FITs), analysierte Zusammenhänge zwischen der Implementierung und Nutzung von Darmkrebs-Vorsorge-Programmen in verschiedenen Ländern und beleuchtete das risikoadaptierte „Einstiegsalter“ für das Darmkrebs-Screening. Professor Dr. J. F. Riemann gratulierte dem Team und überreichte die Urkunden der Stiftung LebensBlicke. Der Preis ist mit 4.000 € dotiert, die von der Firma Servier Deutschland GmbH zur Verfügung gestellt wurden.

Dinner in Blue – Gemeinsam für die Darmkrebsprävention

Am Freitag, 7. März 2025, lädt die Darmklinik Exter zum „Dinner in Blue 2025“ ein, einem besonderen Charity-Event, veranstaltet von Cosanus im Hofrestaurant von Laer. Im Einklang mit dem Darmkrebsmonat März möchte die Veranstaltung das Thema Vorsorge in den Mittelpunkt rücken und Menschen für ihre eigene Gesundheit sensibilisieren. Früherkennung kann Leben retten – diese wichtige Botschaft steht im Fokus des Abends. Gemeinsam Gutes tun: Neben einem genussvollen Abend mit Informationsständen, ärztlichen Vorträgen und einem abwechslungsreichen Programm bietet das Event die Möglichkeit, aktiv einen Beitrag für den guten Zweck zu leisten: Pro verkauftem Ticket werden 10 Euro an die Stiftung LebensBlicke gespendet, die sich deutschlandweit für die Darmkrebsvorsorge und -früherkennung einsetzt. Dr. Siegfried Heuer, Regionalbeauftragter der Stiftung in Bielefeld, wird als offizieller Vertreter der Stiftung anwesend sein. Der Vorverkauf endet am 24. Februar. Da die Plätze begrenzt sind, empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Buchung finden Sie unter https://darmklinikcosanus.ticket.io/.

125 Jahre Dt. Krebsgesellschaft: Sechs wichtige Forderungen

Die Stiftung LebensBlicke gratuliert der Deutschen Krebsgesellschaft  (DKG) von Herzen zu ihrem 125-jährigen Bestehen und unterstützt nachdrücklich ihre Forderungen, die sie für die Öffentlichkeit formuliert hat. Das gilt vor allem für die Forderung, Prävention und Krebsfrüherkennung in den Fokus zu setzen mit besonderem Verweis auf die risikoadaptierte Krebsfrüherkennung. „Die Forderungen der DKG stehen im Einklang mit den Empfehlungen des Expertenrats Gesundheit und Resilienz der Bundesregierung, der vor einiger Zeit die konsequente Ausrichtung der Gesundheitspolitik auf Prävention angemahnt hat“, kommentiert Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. „Diese Forderung kann nicht oft genug in die Öffentlichkeit getragen werden. Es gilt, das Bewusstsein der Bevölkerung für diese wichtige Empfehlung zu schärfen. Steter Tropfen höhlt den Stein!“

Prähabilitations-Programme vor kolorektaler Chirurgie

Die Prähabilitation vor Operationen soll mit speziellen Trainingsprogrammen für Muskulatur und Kreislauf sowie Optimierung der Ernährung helfen, gestärkt in eine z. B. bauchchirurgische Operation hineinzugehen, um sich hinterher schneller wieder zu erholen und Komplikationen zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Über die therapeutische Qualität und Effektivität derartiger Prähabilitationsprogramme vor chirurgischen Eingriffen an Dick- und Mastdarm ist bisher noch wenig bekannt. Die aktuelle Publikation von Jetten et al. untersuchte, ob derartige Trainingsprogramme mit der präoperativen Verbesserung der aeroben Fitness und der postoperativen Reduktion von Komplikationen sowie der stationären Verweildauer bei Patientinnen und Patienten mit kolorektaler Chirurgie vergesellschaftet sind. Hierzu wurde eine Metaanalyse der aktuellen Literatur durchgeführt. Es zeigte sich, dass durch die Programme vor OP zwar die Fitness (aerob) verbessert werden konnte, nicht allerdings die Komplikationsraten nach OP. Prähabilitation zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit vor Operationen an Dick- und Mastdarm ist wichtig (und mittlerweile auch in den Leitlinien berücksichtigt), allerdings müssen in zukünftigen Studien weitere Parameter differenziert erhoben werden, um auch den positiven Effekt dieser Programme auf die möglichen Komplikationen nach Darm-OPs zu belegen. Text: Professor Dr. Ines Gockel, Vorstandsmitglied der Stiftung LebensBlicke.

500.000 Neuerkrankungen an Krebs pro Jahr in Deutschland!

Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar hat der Vorstand des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, Prof. Dr. Michael Baumann, nachdrücklich daran erinnert, dass es ca. 500.000 Krebsneuerkrankungen inDeutschland pro Jahr gibt. Er hat gleichzeitig darauf hingewiesen, dass dank deutlich verbesserter Vorsorgemöglichkeiten (z. B. für Brust-, Prostata- und Darmkrebs) und dank großer Fortschritte in der Therapie heute viele Krebserkrankungen gut behandelbar sind. Seine wichtigste Botschaft: Jeder kann selbst etwas tun. Ca. 40% aller Krebserkrankungen sind durch Eigenverantwortung verhinderbar! Dazu gehören Verzicht auf Rauchen, ausgewogene Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität und Vermeiden von Übergewicht. „Die Stiftung LebensBlicke unterstützt nachdrücklich diese grundsätzlichen Empfehlungen, auf die sie ebenfalls schon seit Jahren hinweist“, kommentiert Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzenderder Stiftung LebensBlicke.