
Neue Erkenntnisse aus Wissenschaft und Versorgungsforschung erfordern ein rasches Anpassen von Leitlinien. Das gilt auch für die S3-Leitlinie zum kolorektalen Karzinom. Unter Federführung von Prof. Dr. Matthias Ebert, Direktor der II. Medizinischen Klinik der Med. Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg und stellv. Vorsitzender der Stiftung LebensBlicke, ist im Deutschen Ärzteblatt eine präzise Zusammenfassung dieses wichtigen Updates veröffentlicht worden. Die Autoren haben bewusst dieses Journal gewählt, um das aktuelle Update in die breite ärztliche Öffentlichkeit zu tragen. Wichtigste Erkenntnisse gibt es u.a. im Kapitel Vorsorge und Früherkennung. Erstmals bekommt auch erhebliches Übergewicht als Risikofaktor für das KRK Bedeutung. Der Therapie-Algorithmus für das Stadium IV spiegelt die ganze Bandbreite neuester Studien wider, die zu einer deutlichen Verbesserung des Langzeitüberlebens Betroffener führen können. Weiterer Schwerpunkt ist das Polypenmanagement. Die klaren, evidenzbasierten Nachsorge-Intervalle nach Polypektomie sollten für alle Fach- und Hausärzte eine Leitlinie sein, wie ihre Patienten aufgeklärt werden sollten. „Hier gibt es leider im Alltag noch erheblichen Nachholbedarf. Gleiches gilt auch für die Nachsorge. Es lohnt sich, diese präzise Kurzfassung zu lesen und die wichtigsten Erkenntnisse in den eigenen Wissensschatz einzuordnen“, kommentiert Prof. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke (Ebert MP, Reichermeier St, Klug L et al. Kolorektales Karzinom. Dtsch Arztebl Int 2025; 122:729-34)



