Unglaubliches zur Darmkrebsvorsorge!

Die Privatversicherung einer Patientin lehnte die Kostenübernahme der Vorsorgekoloskopie zunächst ab. Der Mann der Betroffenen wollte das nicht akzeptieren. Er beschreibt in einem lesenswerten Artikel den unglaublichen Vorgang, der letztlich wegen seiner Standhaftigkeit doch zum Erfolg geführt hat. Das Ganze sei ein „Missverständnis“ gewesen, so ein späteres Eingeständnis seiner Kasse. Diese Meldung  sollte auch ein Aufruf an die Privatversicherungen sein, solche Beschränkungen zu überdenken und ggfs. zu ändern, sofern es sie noch gibt. Die Darmkrebsvorsorge ist ohne Diskussionen für alle zugänglich und muss erstattet werden!

„Familiärer Darmkrebs“ in der Jakobuskirche

Am 8. Januar 2026, wurde in der protestantischen Jakobuskirche Oggersheim-Melm die Wanderausstellung „Familiärer Darmkrebs – Früh informiert, besser geschützt“ eröffnet. Zum Auftakt sprachen Stefanie Hönle von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e. V. (LZG) sowie Prof. Dr. Jürgen Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke aus Ludwigshafen. Die Ausstellung vermittelt anschaulich Wissen zum familiären Darmkrebs, zu Möglichkeiten der Früherkennung sowie zur Bedeutung einer offenen Kommunikation über Darmkrebserkrankungen innerhalb der Familie. Zentrales Element sind sechs lebensgroße Aufsteller, die eine fiktive Familie darstellen. Infotafeln und Kurzinterviews zu sechs unterschiedlichen Fachthemen verbinden persönliche Geschichten mit medizinischen und präventiven Informationen. Im Anschluss an die Eröffnung stand Prof. Riemann für Fragen zur Verfügung und brachte seine Expertise auch während des gemeinsamen Kaffeetrinkens in Gespräche ein. Begleitet wurde der Nachmittag von Brigitte Roos, 1. Vorsitzende des Fördervereins der Jakobuskirche, die der Stiftung eine Spende überreichte, sowie von Pfarrer Andreas Große. Die Ausstellung wurde von der LZG und der Stiftung LebensBlicke mit Förderung der BARMER entwickelt. Sie kann bei der LZG für Einsatzorte in Rheinland-Pfalz ausgeliehen werden (www.lzg-rlp.de). Die bisher geplanten weiteren Ausstellungsorte sind hier einsehbar.

GLP-1 Rezeptor Agonisten –  Einfluss auf das Krebsrisiko

GLP-1 Rezeptor Agonisten sind in der Behandlung des Übergewichts, der Adipositas und des Diabetes mellitus Typ 2 weit verbreitete Therapiemaßnahmen. Es ist bekannt, dass gerade die Adipositas ein wichtiger Risikofaktor für die Entwicklung von Karzinomen, insbesondere auch von kolorektalen Karzinomen bei jüngeren Menschen (unter 50 Jahren) ist. Erste Beobachtungen zeigen, dass die Behandlung mit GLP-1 Rezeptor Agonisten offensichtlich mit einer deutlichen Reduktion verschiedenster Krebsarten assoziiert ist, darunter vor allem von Endometrium Karzinomen und Ovarialkrebsen. Auch das Darmkrebsrisiko scheint beeinflussbar zu sein. Die Autoren schlussfolgern, dass diese Beobachtung dringenden Anlass dazu geben sollte, längere Follow-up Daten für die Erforschung des zugrunde liegenden Mechanismus und ihre klinischen Implikationen zu generieren. Die Daten zeigen auch, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke, dass die GLP-1 Rezeptor Agonisten offensichtlich nicht nur das metabolische Syndrom beeinflussen, sondern darüber hinaus auch antientzündliche Einflüsse mit relevanter Krebsprävention und Behandlung besitzen. Dai H, Li Y, Lee YA et al. GLP-1 Receptor Agonists and Cancer Risk In Adults With Obesity. JAMA Oncology 2025;11:1186-11931.

Prof. Dr. Klaus Blettner neuer OB von Ludwigshafen

Professor Dr. Klaus Blettner ist gestern im Rahmen des Neujahrsempfangs der Stadt Ludwigshafen in einer Sondersitzung des Stadtrats in sein Amt als neuer Oberbürgermeister der Stadt eingeführt worden. Blettner wurde am 12. Oktober 2025 in einer Stichwahl mit deutlicher Mehrheit als Nachfolger von Jutta Steinruck gewählt, die nach 8 Jahren als OB nicht mehr antrat. Blettner ist Professor für allgemeine Betriebswirtschaftslehre und war bisher an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft in Ludwigshafen tätig. Er gehörte zuvor auch dem Stadtrat an. Blettner gab in seiner Antrittsrede als Leitziele für seine bevorstehenden Amtsjahre Haltung und Richtung, Zutrauen in Transformation, Tempo, Transparenz und Teamgeist an. Die Stiftung Lebensblicke gratuliert Prof. Blettner sehr herzlich zu seiner Wahl und dankt ihm sehr, dass er die Zusammenarbeit auch mit der Stiftung Lebensblicke sehr gerne fortsetzen möchte. „Er wird sowohl an der Auftaktpressekonferenz der Stiftung zum Darmkrebsmonat März 2026 als auch am Präventionsnachmittag der Stiftung im Mai 2026 teilnehmen. Wir wünschen Prof. Blettner viel Erfolg, Glück, aber auch Entschlossenheit und stringentes Festhalten an seinen Zielen „so Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke. Foto: Stadt Ludwigshafen

Neue Botschafterin 2026 der Stiftung LebensBlicke

Dr. Elisabeth „Lisa“ Federle, die bekannte Ärztin, Bestseller-Autorin und Präsidentin des DRK-Kreisverbandes Tübingen, übernimmt für das Jahr 2026 das Amt als neue Botschafterin der Stiftung LebensBlicke. Federle setzt sich mit großem Engagement für die Gesundheitsvorsorge und das frühzeitige Erkennen von Krankheiten ein: „Botschafterin für die Stiftung LebensBlicke zu sein, ist für mich eine besondere Ehre und zugleich ein persönliches Anliegen. Als Ärztin weiß ich, wie entscheidend die Früherkennung von Darmkrebs für die Heilungschancen ist. Ich möchte die Menschen ermutigen, Vorsorgeangebote wahrzunehmen, denn jeder rechtzeitig entdeckte Befund kann Leben retten. Wenn ich durch meine Rolle auch nur einen Mitmenschen mehr überzeuge, dann hat sich die Aufgabe schon gelohnt.“ Sie übernimmt das Amt von dem TV-Moderator und Sportjournalisten Michael Antwerpes. Die Stiftung LebensBlicke arbeitet mit zahlreichen prominenten Unterstützern sowie bundesweit mit über 200 Regionalbeauftragten zusammen, um die Bevölkerung für die lebensrettende Vorsorge zu sensibilisieren. Foto: ©Ulrich Metz