Marc Marshall: Benefizkonzert voller Nähe und Klangkraft

Das Benefizkonzert der Stiftung LebensBlicke am 17.5.2026 in der Friedenskirche Ludwigshafen wurde zu einem Abend, der dem Publikum hautnah vor Augen führte, welch außergewöhnliche Präsenz Marc Marshall auf die Bühne bringt. Mit einer natürlichen Souveränität und seiner charismatischen Stimme präsentierte er sich als Künstler, der nicht nur singt, sondern jede Note lebt. Gemeinsam mit seinem Pianisten René Krömer entfaltete er ein breites Repertoire, das von klassischen Melodien über französische Chansons bis hin zu modernen europäischen Kompositionen reichte – ein musikalischer Streifzug, der die kulturelle Vielfalt des Kontinents widerspiegelte. Persönliche Anekdoten, humorvolle Zwischentöne und Momente stiller Intensität verwandelten die Friedenskirche in einen Raum echter Begegnung. „Die Stiftung LebensBlicke, die sich seit vielen Jahren für Prävention und Früherkennung von Darmkrebs engagiert, erhielt an diesem Abend nicht nur musikalische Unterstützung, sondern auch eine starke emotionale Bühne. Das Konzert war ein Ereignis, das Kunst und gesellschaftliches Anliegen auf besondere Weise miteinander verband“, resümierte Professor J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke. Fotos: Sabine Kast. Hier geht´s zur Galerie: Weiterlesen

Antibiotika können langdauernd Darmmikrobiom verändern

Antibiotika gehören zu den wichtigen Medikamenten, die bei Infektionen des Menschen eingesetzt werden. Sie sind damit unverzichtbarer Bestandteilen der Therapie. Sie werden aber oft leichtfertig bei leichten Infektionen und bei Bagatellproblemen eingesetzt. Das kann ungeahnte Langzeitfolgen haben. Wissenschaftler haben an Daten des Schwedischen Verschreibungsregisters untersucht, inwieweit eine Verbindung zwischen einer Antibiotikatherapie und der Auswirkung auf das Mikrobiom besteht und welche Antibiotika besonders folgenreich sind. Ergebnis: Antibiotika können längerfristig Konsequenzen für das Darmmikrobiom haben. Das kann Folgen für bereits bestehende Erkrankungen haben. „Diese Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig die klare indikationsgerechte Verordnung von Antibiotika ist“, meint Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke (Baldanzi G, Larsson A, Sayols-Beixeras S et al. Antibiotic use and gut microbiome composition links from individual-level prescription data of 14,979 individuals. Nature Medicine 2026; 32:1351-1361).

German Cancer Survivors Week 2026 – zurück im Leben!

Die kostenfreie Online-Veranstaltungsreihe der Deutschen Krebsstiftung vom 1.-5. Juni richtet sich an Menschen mit oder nach Krebs, ihre Angehörigen sowie Interessierte. Unter dem Motto „Leben mit Krebs – Perspektiven und Wege“ stehen die vielfältigen Erfahrungen von Cancer Survivors im Mittelpunkt. In fünf Veranstaltungen berichten Betroffene über ihren persönlichen Umgang mit der Erkrankung, während Expertinnen und Experten aktuelle Unterstützungsangebote und Projekte vorstellen. Ziel ist es, den Austausch zu fördern, Orientierung zu geben und das Leben mit und nach Krebs stärker in die Öffentlichkeit zu rücken. „Diese Reihe ist eine bewährte Informationsmöglichkeit für alle, die offene Fragen zu ihrer Erkrankung haben“, so Prof. Dr. J. F. Riemann, Mitglied des Kuratoriums der Deutschen Krebsstiftung. Das Programm und nähere Informationen zur Teilnahme sind hier zu finden.

Hochverarbeitete Lebensmittel: alle gleich ungesund?

Vor dem Hintergrund, dass Ernährungsstudien zeigen, dass hochverarbeitete Lebensmittel mit einem deutlich erhöhten Diabetes- und kardiovaskulärem Risiko einhergehen, ist eine Übersichtsarbeit anhand von 14 Einzelstudien folgender Frage nachgegangen: Gehen verschiedene hochverarbeitete Lebensmittel mit dem gleichen Risiko einher? In der sogenannten NOVA-Klassifikation von Lebensmitteln (Ausmaß der industriellen Verarbeitung) gehören nämlich zahlreiche Produkte – von der Limonade bis zum abgepackten Vollkornbrot – zu den hochprozessierten Lebensmitteln. In der Analyse zeigte sich letztlich, dass Fleisch, süße Getränke (mit Zucker oder Süßstoff) und fette Brotaufstriche mit dem höchsten Risiko verbunden waren. Dahingegen schnitten hochverarbeitetes Brot und andere Vollkornprodukte bei Weitem besser ab. Die Autoren sehen hier das Salz, die gesättigten Fettsäuren und Nitrat als verursachende Agenzien. „Nicht alles, was in der NOVA-Klassifikation als hochprozessiert gilt, ist gleich gesundheitsschädlich“, so Professor Dr. Dieter Schilling vom Vorstand der Stiftung LebensBlicke. Kahleova H, Himmelfarb J Barnard ND BMJ Nutrition, Prevention and Health 2026;e001358

Neue Forschungsergebnisse zur Rolle von Darmbakterien

Das Wissen um die Rolle von Darmbakterien erweitert und verdichtet sich zu nehmend. Inzwischen wird immer deutlicher, dass das Mikrobiom z. B. auch für zahlreiche neurologische Erkrankungen mitverantwortlich sein dürfte. Umso wichtiger ist es, zu entschlüsseln, wie Darmbakterien das machen. Dazu haben Forscher u. a. des Helmholtz Zentrums München einen interessanten Beitrag hochrangig publiziert. Sie fanden molekulare Mechanismen, über die bakterielle Proteine direkt in menschliche Zellen eingeschleust werden können. Das Besondere daran ist, dass dieses Phänomen auch für nicht pathogene, sozusagen kommensale Bakterien nachgewiesen werden konnte. „Dieser Kommunikationsweg ist gerade auch für das Immunsystem bedeutend, da es damit Verständnis generiert für Erkrankungen, die durch seine Beeinträchtigung verursacht werden können, z.B. chronisch entzündliche Darmerkrankungen“, kommentiert Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke (Young V, Dohai B, Halder H et al. Effector-host interactome map links type III secretion systems in healthy gut microbiomes to immune modulation. Nat Microbiol 2026; 11: 442-460).