Der langjährige Fernsehmoderator Claus Kleber, auch Schirmherr des letztjährigen Darmkrebsmonats März der Stiftung LebensBlicke, hat in Washington eine interessante und augenfällige Entdeckung gemacht und der Stiftung gemailt. Er fand am Rand der Museums- und Gedenkmeile „National Mall“ auf dem Memorial Weg ein riesiges Feld mit einem Fahnenmeer voller einheitlich blauer Flaggen, wohl ein unterschiedsloses Mahnmal an all die vielen Opfer der Darmkrebs-Erkrankung. Davor Hinweisschilder, die Toilettendeckel ähnlich waren mit der Aufschrift „Fight Colon Cancer“. Das ist Aufmerksamkeit auf ein nationales Problem und ein Gedenken der ganz anderen Art, der Sicht der USA. „Wir sind Claus Kleber sehr dankbar für diese Entdeckung. So lernen wir Aktionen anderer Länder im Kampf gegen den weltweiten Darmkrebs kennen. Seine Mitteilung zeigt uns auch, dass bekannte Persönlichkeiten wie er an unsere Arbeit denken. Wir würden uns auch in Zukunft über Zuschriften mit ähnlichen Eindrücken freuen“, kommentiert Professor Dr. J. F. Riemann von der Stiftung LebensBlicke.
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Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) nehmen Fahrt auf
Eine besonders positive Konsequenz der Corona-Pandemie war und bleibt wohl der sprunghafte Anstieg der Nutzung telemedizinischer Angebote. Gerade die sich häufenden Terminabsagen durch die befürchtete Infektionsgefahr auch in Arztpraxen haben das virtuelle Arzt-Patienten-Gespräch enorm beschleunigt. Mit dieser Entwicklung hat sich auch das WebSeminar der Stiftung LebensBlicke am 15. März befasst. Der Spannungsbogen dieses viel beachteten Online-Meetings reichte von der Bedeutung dieser Technologie für die niedergelassene Arztpraxis über das veränderte und inzwischen vielfach mobile Arbeiten in Großunternehmen wie der BASF, über die auch inzwischen erhebliche Nutzung diverser Möglichkeiten der digitalen Informationen durch die Krankenkassen bis hin zur Ankündigung, dass in den nächsten Jahren in Heidelberg ein Nationales Krebspräventionszentrum entsteht. Damit soll gesichert werden, dass hochkarätige Grundlagenwissenschaft, kombiniert mit erstklassiger Versorgungsforschung, in Deutschland die Prävention auf einen internationalen Spitzenplatz katapultieren werden. Einig waren sich alle Referenten, dass Telemedizin das Arzt-Patienten-Gespräch nicht ersetzt, aber eine zunehmend wichtigere Unterstützungsfunktionen hat.
Kompendium des bng zur Darmkrebsvorsorge 2023
Die Fachgruppe Kolorektales Karzinom im Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen (bng) mit den Sprechern Dr. Dietrich Hüppe, Mitglied des Vorstands der Stiftung LebensBlicke, und Dr. Jens Aschenbeck hat in einer lesenswerten Übersicht die Beiträge des bng zum Thema Darmkrebsvorsorge der letzten drei Jahre für den Darmkrebsmonat März 2023 zusammengestellt. Zahlreiche Artikel beleuchten ganz unterschiedliche Aspekte des Themas und vermitteln so viele Informationen nicht nur für die Mitglieder des bng, sondern auch für viele Interessierte, die dieses Kompendium sicher mit Gewinn lesen werden. „Der bng zeigt mit diesem Kompendium, wie wichtig und wie notwendig sachgerechte und aktuelle Informationen zum Thema Darmkrebsprävention sind. Man kann diesen Impetus nicht hoch genug einschätzen“, urteilt Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.
Telemedizin gewinnt zunehmende Akzeptanz
Die Corona-Pandemie hat den digitalen Medien einen enormen Schub verliehen. So ist auch in Deutschland die Inanspruchnahme telemedizinischer Möglichkeiten einschließlich der Arzt-Patienten-Konsultation erheblich angestiegen. In einer interessanten Studie wird mitgeteilt, dass auch in den USA während der Corona-Pandemie eine hohe Zustimmung zu verzeichnen war, die seitdem weiter anhält. Gerade Patienten mit gastrointestinalen Beschwerden beurteilten die virtuelle ärztliche Konsultation ähnlich gut wie die Präsenzberatung. Das lässt vorhersehen, dass die Telemedizin einen wichtigen Stellenwert in der Arzt-Patienten-Beziehung einnehmen und eine notwendige Ergänzung werden wird. „Das WebSeminar der Stiftung LebensBlicke hat eine ähnliche Entwicklung auch in Deutschland aufgezeigt. Der Telemedizin wird eine wichtige Unterstützungsfunktionen im ärztlichen Handeln zugesprochen“, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke (Dobrusin A, Hawa F, Montagno J et al., Patients With Gastrointestinal Conditions Consider Telehealth Equivalent to In-Person Care. Gastroenterology 2023; 164:156-158).
Gesundheitsmanagement in der Automobilindustrie
Prof. Dr. Jürgen F. Riemann von der Stiftung Lebensblicke im Gespräch mit Peter Mosch, dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden der AUDI AG. Im Interview, das auch in der aktuellen Ausgabe Gesundheitsnetzwerk Leben veröffentlicht wird, geht es nicht nur um die aktuelle Transformation in der Automobilindustrie, sondern vor allem um die Angebote des betrieblichen Gesundheitsmanagements bei den Vier Ringen. Dabei im Fokus: Die bereichsübergreifende Zusammenarbeit, um Audi wettbewerbsfest und zukunftsfähig zu machen und auch weiterhin dafür zu sorgen, dass die Belegschaft gesund bleibt.