Darmkrebs tritt in der Regel mit dem Alter von 50 Jahren häufiger auf. Das ist auch die Rationale für den Beginn der Darmkrebsvorsorge. Inzwischen mehren sich aber Berichte, dass diese heimtückische Krebsart auch zunehmend in jüngerem Lebensalter, d.h. deutlich unter 50 Jahren beobachtet wird. Beunruhigend ist nach einer aktuellen Publikation, dass in dieser Population der Darmkrebs symptombehaftet häufig erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird und daher auch eine deutlich aggressivere Therapie erfordert. Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke: „Wir sollten diese Entwicklung mit großer Sorge beobachten. Wenn sich diese Vorverlagerung auch in Deutschland häufiger zeigt, muss dringend über die Vorverlegung des Eintrittsalters für die Darmkrebsvorsorge, nämlich auf 45 Jahre, diskutiert und ggfs. rasch entschieden werden“. (Vakil N, Ciezki K, Singh M. Colorectal cancer in 18- to 49-year-olds: rising rates, presentation, and outcome in a large integrated health system. Gastrointest Endosc 2021; 491: 618-626)
Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge
Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Homepage besuchen. Neben interessanten Nachrichten, aktuellen Expertenkommentaren und besonderen Personalien bieten wir jetzt auch einen direkten Zugang auf Informationen zu "Darmkrebsvorsorge jetzt" an (Button oben rechts). Nutzen Sie diese Möglichkeit. Wir sind in die nächsten 25 Jahre gestartet mit dem Ziel, die Teilnahmeraten an der Darmkrebsvorsorge weiter deutlich zu steigern. Darmkrebs ist vermeidbar! Die Stiftung wird ihr Engagement für die Darmkrebsvorsorge unbeirrt fortsetzen! Bitte unterstützen auch Sie uns weiterhin!
Dear international users,
LebensBlicke Foundation looks back with satisfaction on 25 years of education and motivation for colon cancer prevention. A lot has been achieved. Since 2019 a nationwide organized invitation program for colon cancer screening is established.. However, fact is also that nearly 54,000 new cases of colon cancer and 24,000 deaths per year do occur despite this important progress. For LebensBlicke Foundation, this means continuing commitment to colon cancer prevention! Please do support us further!
Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke
Darmkrebs-Vorsorge: Covid-Impfung ist keine Voraussetzung!
Vor dem Hintergrund von Diskussionen über mögliche Beschränkungen beim Zugang zur Darmkrebsvorsorge stellen Stiftung LebensBlicke und Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte klar, dass eine Covid-Impfung keine Voraussetzung für eine Vorsorge-Darmspiegelung ist. Darmkrebsvorsorge geht ohne Impfung – Aber auch Arztpraxen haben Schutzbedarf! „Wir als Stiftung lehnen es ab, nicht geimpften Menschen die Vorsorge zu verweigern und als Eintritt 2G zu fordern“, erklärt der Vorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Prof. Dr. J. F. Riemann. „Als niedergelassene Ärzte sehen wir uns aber auch in der Pflicht, den Praxisbetrieb sicherzustellen und Infektionsrisiken für unser Personal und unsere hilfesuchenden Patienten mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln auszuschließen“, ergänzt der Berufsverbandsvorsitzende Dr. Albert Beyer. Weiterlesen
Darmkrebs-Präventionspreis ist mit 4.000 € dotiert
Die Stiftung LebensBlicke – Früherkennung Darmkrebs schreibt jährlich einen Preis für hervorragende Arbeiten im Bereich der Darmkrebsvorsorge und -früherkennung aus. Der Darmkrebs-Präventionspreis ist mit 4.000,- € dotiert und wird von der Servier Deutschland GmbH gestiftet. Eine Bewerbung um den Präventionspreis 2022 ist ab sofort möglich. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme! Hier gehts zu den Ausschreibungsunterlagen 2022.
Weltweite Diabetes-Epidemie – auch Darmkrebsrisiko steigt!
Dem Darmkrebs liegen einige Risiko-Konstellationen zu Grunde, die bekannt und wissenschaftlich belegt sind. Dazu gehören die familiäre bzw. genetische Belastung, Lebensstilfaktoren wie Rauchen, mangelnde körperliche Aktivität, fett- und rotes Fleisch-reiche Ernährung, die Adipositas sowie eher selten entzündliche Darmerkrankungen. Seit Jahren steigt weltweit wegen des vielfach ungesunden Lebensstils die Erkrankungsrate an Diabetes mellitus Typ 2, so auch in Deutschland. Es ist schon länger bekannt, dass der Diabetes mellitus Typ 2 auch ein Risikofaktor für die Entstehung von Darmkrebs ist. In einer lesenswerten Übersicht hat Professor Scherübl vom Vivantes Klinikum am Urban in Berlin das Krebsrisiko beim Typ-2-Diabetes detailliert beschrieben. „Professor Scherübl weist dabei noch einmal deutlich darauf hin, dass aufgrund des höheren Krebsrisikos, der ungünstigeren Prognose und des jüngeren Erkrankungsalters ein früherer Beginn der Krebsvorsorge und der Screening-Koloskopie diskutiert werden müsse“, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke (Scherübl H: Typ-2-Diabetes-mellitus und Krebsrisiko. | Dtsch Med Wochenschr 2021; 146: 1218-1225)
BDI: Online-Kurs Rotationskickstarter Gastroenterologie
Ein neues Format des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI) stellt sich vor, das sich vor allem an Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung richtet. Mit diesem Online-Kurs bereiten erfahrene Referentinnen und Referenten Klinik-Newcomer auf die anstehenden Rotationen in die jeweiligen Fachabteilungen vor. In kurzen Wochenendseminaren diskutieren sie über praxisrelevante Kernthemen, frischen Grundlagen auf und wenden das Erlernte auf konkrete klinische Situationen an. Den Auftakt dieser neuen Reihe macht der Rotationskickstarter zum Fachgebiet Gastroenterologie vom 15. bis 16. Oktober 2021 unter der Leitung von Dr. Rafique Rahimzai und Dr. Cornelius Weiß. „Die Stiftung LebensBlicke würde sehr begrüßen, wenn im Rahmen dieser hoch interessanten Weiterbildungs-Aktivitäten auch Themen zur Prävention, vor allem zur Darmkrebsprävention, angesprochen würden“, so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.