Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Liebe Leserinnen und Leser, Freunde und Mitstreiter,

die Corona Pandemie hält uns alle derzeit in Atem. Sie hat große Auswirkungen auch auf die Aktivitäten der Stiftung LebensBlicke. Nahezu alle Veranstaltungen mussten abgesagt oder verschoben werden. Der heiße Sommer und das Ende des Lockdowns haben bei nicht Wenigen zu einer gewissen Leichtfertigkeit im Umgang mit den AHA Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) geführt. Die Infektionszahlen steigen wieder an. Viele Menschen haben daher weiterhin Angst, sich mit dem Virus anstecken zu können Es ist nicht abzusehen, wann die Normalität des Alltags wieder erreicht werden kann. Die Stiftung muss sich darauf einstellen und wird daher vermehrt von den digitalen Möglichkeiten Gebrauch machen. Corona-Prävention kann Leben retten, die Darmkrebsvorsorge tut dies schon seit vielen Jahren! Herzlichen Dank dafür, dass Sie unsere Webseiten aufsuchen und sich über Aktuelles zur Darmkrebsvorsorge informieren.

Dear international users, we appreciate very much your continuous visit of our website. Apparently in the corona pandemic our news are still of special interest and value for you. Lebensblicke Foundation will make intense efforts now and in the future to keep its website modern, instructive and varied. Please do support us along your personal possibilities.

In diesem Sinne herzlichen Dank für das Interesse. Thank you very much and please stay interested!
Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



HPV: Nobelpreisträger Prof. Harald zur Hausen im Interview

Professor Dr. Dr. h.c. mult. Harald zur Hausen wurde 2008 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Zur Hausen hat nicht nur das Humane Papillomvirus entdeckt und wissenschaftlich erforscht, sondern auch einen sicheren Impfstoff entwickelt. Der Gebärmutterhalskrebs stand lange im Zentrum der HPV-Infektion; inzwischen ist gesichert, dass er u.a. auch für Krebse in der Anogenital-Region und des Oropharynx verantwortlich gemacht werden muss. In einem Interview äusserte sich Profesor zur Hausen zusammen mit Frau Heike Weinberg, einer Betroffenen, und dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung LebensBlicke, Profesor  J. F. Riemann zum Thema. Moderiert hat das Interview der bekannte Journalist Stephan Pregizer, der auch eine digitale Plattform für Krebspatienten eingerichtet hat. Link zum kompletten Interview.

Risikofaktoren für das frühe Kolorektale Karzinom (< 50)

In den Vereinigten Staaten werden zunehmend Personen beobachtet, die ein kolorektales Karzinom (KRK) unter 50 Jahren entwickeln. Im Rahmen einer Fall-Kontroll-Studie an US-Veteranen zwischen 18 und 49 Jahren haben Wissenschaftler untersucht, welche Risikofaktoren für ein früher einsetzendes Dickdarmkarzinom indentifiziert werden können. Sie fanden u.a., dass zunehmendes Alter und das männliche Geschlecht signifikante Risikofaktoren sind, während die Einnahme von ASS und Übergewicht mit einem signifikant reduzierten Risiko einher geht. Sie weisen auch nachdrücklich darauf hin, das eine Gewichtsabnahme ein frühes klinisches Zeichen für ein KRK auch bei Jüngeren ist. Low et. al., Gastrenterology 2020.

Buch neu: Prävention von Krebserkrankungen des GI-Trakts

Zum richtigen Zeitpunkt erscheint ein neues Buch zur Prävention gastroenterologischer Tumorerkrankungen. Gerade hat die Nationale Dekade gegen den Krebs begonnen, in der sich Wissenschaftler und Kliniker zum Ziel gesetzt haben, auch die Prävention nachhaltig voran zu bringen. Vor diesem Hintergrund fassen die Herausgeber Dieter Schilling und Jürgen F. Riemann das Wissen über die Möglichkeiten der Prävention, über moderne Methoden und über aktuelle Standards zusammen. Zahlreiche Expertenbeiträge bilden den Grundstock für dieses neue Kompendium, das im Springer Verlag erschienen ist.

“Dr. Google” kann den Arztbesuch nicht ersetzen

Das Internet bietet endlose Informationsquellen zu einer Vielzahl von Themen. Laut einer Studie von Lenstore googelt die deutsche Bevölkerung im Durchschnitt 1,3 Mal pro Woche zum Thema Gesundheit. Dabei kam unter anderem folgendes heraus: 82% der Deutschen googeln ihre Krankheitssymptome, bevor sie ihren Arzt aufsuchen. Fast 1/3 der Deutschen gibt zu, dass das Googeln eines Gesundheitssymptoms in der Vergangenheit zur Selbstdiagnose geführt hat, die schlimmer war als die eigentliche Diagnose beim Arzt. Nur 56% derjenigen, die ihre Symptome im Web suchen, prüfen die Quelle auf Vertrauenswürdigkeit. “Vertrauenswürdige und seriöse Online-Gesundheitsportale können als Leitfaden dienen, dürfen und sollten allerdings nie einen Besuch beim Arzt ersetzen”, betont Professor J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. Quelle: Lenstore

Darmkrebsprävention: Auch in der Pandemie unverzichtbar!

Darmkrebsvorsorge ist auch und gerade in Zeiten von Corona wichtig! Ca. 55.000 Menschen, die jährlich neu erkranken, und  ca. 23.800, die jährlich Immer noch an Darmkrebs versterben, sind eine Mahnung!  Darin waren sich die Regionalbeauftragten der Stiftung LebensBlicke bei ihrem digitalen Treffen in Kooperation mit der Metropolregion Rhein-Neckar einig. Der Web-Austausch bot informative wissenschaftliche Vorträge und viele spannende Impulse zur Darmkrebsprävention. Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung: „Die bundesweiten Regionalbeauftragten sind das Rückgrat der Stiftung. Sie geben immer wieder wichtige Anstöße zu wirksamen öffentlichen Aktionen und versorgen in ihrem Umfeld die Bevölkerung mit Informationen zum Darmkrebs. Dafür ein herzliches Dankeschön!“

Fortschrittsbericht aus der Ruhruniversität Bochum

Automatisierte Klassifizierung des Mikrosatellitenstatus bei Darmtumoren durch künstliche Intelligenz (KI) mittels Infrarotmikroskopie. Der Mikrosatellitenstatus bei Darmtumoren spielt eine wichtige diagnostische und therapeutische Rolle. Eine Mikrosatteliteninstabilität (MSI-H) liegt in etwa 15% der frühen kolorektalen Karzinome vor und spiegelt ein beschädigtes DNA – Reparatursystem in den Tumorzellen wider. Dies führt zu einer massiven Anhäufung von Mutationen in veränderten Zellen, wodurch einerseits das Wachstum des Tumors aber auch dessen Immunogenität beeinflusst wird. Viele Studien haben gezeigt, dass MSI-H Tumore in frühen Stadien mit einer günstigen Prognose assoziiert sind, in fortgeschritteneren Stadien wird darüber hinaus die Wirksamkeit von Immuntherapien überprüft, so dass hier auch eine therapeutische Konsequenz besteht. Weiterlesen