Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Homepage besuchen. Neben interessanten Nachrichten, aktuellen Expertenkommentaren und besonderen Personalien bieten wir jetzt auch einen direkten Zugang auf Informationen zu "Darmkrebsvorsorge jetzt" an (Button oben rechts). Nutzen Sie diese Möglichkeit. Wir sind in die nächsten 25 Jahre gestartet mit dem Ziel, die Teilnahmeraten an der Darmkrebsvorsorge weiter deutlich zu steigern. Darmkrebs ist vermeidbar! Die Stiftung wird ihr Engagement für die Darmkrebsvorsorge unbeirrt fortsetzen! Bitte unterstützen auch Sie uns weiterhin!

Dear international users, LebensBlicke Foundation looks back with satisfaction on 25 years of education and motivation for colon cancer prevention. A lot has been achieved. Since 2019 a nationwide organized invitation program for colon cancer screening is established.. However, fact is also that nearly 54,000 new cases of colon cancer and 24,000 deaths per year do occur despite this important progress. For LebensBlicke Foundation, this means continuing commitment to colon cancer prevention! Please do support us further!

Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Darmkrebs durch gestörte Mikrobiota-Interaktionen?

Die bakterielle Zusammensetzung des Darminhalts ist vielfältig und im Normalfall ausgeglichen. Fehlanpassungen von Interaktionen mit der Folge von Störungen der Homöostase zwischen verschiedenen Darmbakterien können eine Rolle bei der Entstehung von kolorektalen Karzinomen spielen. Chinesische Autoren haben eine gestörte antagonistische Interaktion zwischen dem Faecalibacterium prausnitzii und Bacteroides fragilis gefunden. Diese gestörte mikrobiellen Homöostase war in Stuhlproben von Patienten mit Kolonkarzinom charakterisiert durch die Bacteroides fragilis vermittelte gesteigerte Tumorprogression gegenüber einer antagonistisch wirkenden Reduktion von Faecalibacterium prausnitzii. „Diese interessante Studie ist ein weiterer Hinweis dafür, dass den Mikrobiota im Darm eine wichtige Rolle bei der Entstehung von kolorektalen Karzinomen zukommt“, urteilt Prof. J. F. Riemann, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung LebensBlicke (Kong Ch, Jin Y, Guo F et al. Revealing the Antagonistic Interactions of Faecalibacterium prausnitzii and Bacteroides fragilis in Colorectal Cancer. Gastroenterology 2026;170:1501-1517).

FDA unterstützt Galleri-Bluttest zur Krebsfrüherkennung

Vielleicht gibt es einen zusätzlichen Lichtblick am Ende des Tunnels der Krebsfrüherkennung. Ein Beratungsgremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich für den neuen Krebs-Bluttest „Galleri“ ausgesprochen. Der Test gehört zu den sog. Multi-Cancer-Early-Detection-Tests (MCED). Mit einer einzigen Blutprobe sucht der Test anhand von Methylierungsmustern zellfreie, von Tumoren stammende DNA nach Signalen verschiedener Krebsarten. Nach Angaben des Herstellers können Hinweise auf mehr als 50 Krebsarten erfasst werden. Jedoch sind einige wissenschaftliche Fragen noch offen. Ein positives Ergebnis stellt deshalb noch keine Krebsdiagnose dar und muss durch weitere Untersuchungen abgeklärt werden. Jetzt sind die endgültigen Daten der Studie im New England Journal of Medicine erschienen (2026; DOI: 10.1056/NEJMoa2505723). Es zeigte sich, dass nach drei Screening-Runden die Häufigkeit von Stadium-IV-Krebsen bei zwölf vorab festgelegten Krebsarten im MCED-Arm geringer waren. In einer weiteren Studie wurde die Krebsdetektionsrate von Galleri (Nature Medicine 2026, DOI: 10.1038/s41591-026-04618-w) untersucht. Fazit der Autoren ist, dass randomisierte Studien eine längere Nachbeobachtung erfordern, um den klinischen Nutzen von MCED-Tests zu beurteilen. Insbesondere sei weiterhin offen, ob eine frühere Erkennung durch Galleri zu einer niedrigeren Krebssterblichkeit führe. Resümee einer Arbeitsgruppe vom Department of Medical Oncology des Dana-Farber Cancer Institute der Harvard Medical School: es gibt einige wichtige Antworten zum Thema Krebsfrüherkennung, aber auch noch einige offene Fragen. (Nature Medicine 2026, DOI: 10.1038/s41591-026-04688-). Dr. H. Meyer – Stiftung Lebensblicke (Quelle: Deutsches Ärzteblatt 6.10.2026)

Präventionspreis für Medienschaffende – bis 31.12. bewerben!

Die Stiftung LebensBlicke vergibt wieder einen Darmkrebs-Präventionspreis an Journalistinnen und Journalisten für hervorragende Berichterstattung im Bereich der Darmkrebsvorsorge und -früherkennung. Der Preis für Medienschaffende ist mit 2.000 € dotiert und wird von CARE Diagnostica (Voerde) gestiftet. Angenommen werden Reportagen, Berichte, Podcasts, Interviews, Dokumentationen, Wissenschaftsberichte, Kommentare und Feature-Artikel aus Tages- und Wochenzeitungen, Zeitschriften und Magazinen (Print und Online), in News-Portalen, auf Social Media, in wissenschaftlichen Fachzeitschriften, in öffentlich-rechtlichen oder privaten Nachrichten- und Dokumentationssendungen. Die Preisverleihung findet am 4. März 2027 in Ludwigshafen statt. Eine Bewerbung für den Präventionspreis 2027 ist bis 31.12.2026 möglich. Hier geht’s zu den Ausschreibungsunterlagen. Die Stiftung freut sich auf Ihre Teilnahme!

Neue Podcast-Folge von „Alarm im Darm“ mit Dr. Lisa Federle

Eine neue Folge unseres Podcasts „Alarm im Darm – Der Podcast zur Darmkrebsvorsorge“ ist erschienen! Zu Gast ist Dr. Lisa Federle aus Tübingen, die ihre Perspektiven und Erfahrungen einbringt. Sie ist derzeit Botschafterin des Jahres der Stiftung LebensBlicke. Gemeinsam mit Professor Dr. J. F. Riemann widmet sie sich dem wichtigen Thema Darmkrebsvorsorge und möchte dafür sensibilisieren, wie entscheidend Früherkennung sein kann.  Hören Sie rein und erfahren Sie mehr darüber, warum es sich lohnt, aktiv für die eigene Gesundheit vorzusorgen! Hier geht’s zum Podcast.

Focus Interview mit Prof. Dr. Hermann Brenner vom DKFZ

Professor Dr. Hermann Brenner, langjähriges Mitglied des Kuratoriums der Stiftung LebensBlicke, hat Focus online ein aufschlussreiches Interview zum Thema Darmkrebsprävention gegeben. Hermann Brenner ist einer der profiliertesten internationalen Epidemiologen und hat entscheidende Grundlagen für die nationale wie internationale Darmkrebs-Vorsorge und -Früherkennung erarbeitet. Sein Interview kann hier nachgelesen werden.