Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Liebe Leserinnen und Leser, Freunde und Mitstreiter,

die Corona Pandemie hält uns alle derzeit in Atem. Sie hat große Auswirkungen auch auf die Aktivitäten der Stiftung LebensBlicke. Nahezu alle Veranstaltungen mussten abgesagt oder verschoben werden. Der heiße Sommer und das Ende des Lockdowns haben bei nicht Wenigen zu einer gewissen Leichtfertigkeit im Umgang mit den AHA Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken) geführt. Die Infektionszahlen steigen wieder an. Viele Menschen haben daher weiterhin Angst, sich mit dem Virus anstecken zu können Es ist nicht abzusehen, wann die Normalität des Alltags wieder erreicht werden kann. Die Stiftung muss sich darauf einstellen und wird daher vermehrt von den digitalen Möglichkeiten Gebrauch machen. Corona-Prävention kann Leben retten, die Darmkrebsvorsorge tut dies schon seit vielen Jahren! Herzlichen Dank dafür, dass Sie unsere Webseiten aufsuchen und sich über Aktuelles zur Darmkrebsvorsorge informieren.

Dear international users, we appreciate very much your continuous visit of our website. Apparently in the corona pandemic our news are still of special interest and value for you. Lebensblicke Foundation will make intense efforts now and in the future to keep its website modern, instructive and varied. Please do support us along your personal possibilities.

In diesem Sinne herzlichen Dank für das Interesse. Thank you very much and please stay interested!
Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Stiftung LebensBlicke unterstützt Corona-Taskforce

Die Corona-Pandemie hat bislang ungeahnte Ausmaße erreicht. Es ist derzeit zu beobachten, dass die Infektionszahlen auch in Deutschland wieder deutlich ansteigen. Das gilt weltweit; die Ursachen dafür sind vielfältig. Schon zu Beginn der Pandemie hat eine vom Deutschen Krebsforschungszentrum, der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen Krebsgesellschaft gegründete Corona-Taskforce in einer gemeinsamen Pressemitteilung vor einer steigenden Zahl von krebsbedingten Todesfällen gewarnt, da dringliche Untersuchungen sowie Vorsorgemaßnahmen immer wieder verschoben werden. Die Stiftung LebensBlicke unterstützt nachdrücklich den Aufruf, dass Patientinnen und Patienten nicht zögern sollten, vor allem bei Symptomen die ärztliche Diagnostik und Behandlung in Anspruch zu nehmen. Die Stiftung organisiert daher auch am 2. September ein Webinar, das sich der Darmkrebsvorsorge in Zeiten der Corona-Pandemie widmet.

Darmkrebs unter 50 – die Berichte häufen sich!

Die Stiftung LebensBlicke hat schon vor längerer Zeit darauf hingewiesen, dass die Darmkrebs-Inzidenz bei unter 50-jährigen weltweit zunimmt. Das hängt wahrscheinlich mit Lebensstil, Ernährungsgewohnheiten und Diabetes Typ 2 zusammen. Eine kanadische Studie bestätigt erneut diesen Trend (Heer et al., Cancer 2020). “Bei zukünftigen Diskussionen über die risikoadaptierte Darmkrebsfrüherkennung sollte die massive Adipositas als begünstigender Faktor unbedingt mit einbezogen werden”, urteilt Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.

Post-Koloskopie-Karzinome: Analyse zur Vermeidbarkeit!

Karzinome nach “unauffälliger” Koloskopie – als Post-Koloskopie kolorektale Karzinome (PCCRC), bei uns auch als Intervall-Karzinome bezeichnet – sind ein eher seltenes, aber relevantes Problem (< 2%). Diskutierte Ursachen sind übersehene Läsionen, nicht komplett abgetragene Adenome, schlechte Untersuchungsbedingungen oder auch die fehlende Compliance für Nachsorge-Intervalle. In einer Analyse der World Endoscopy Organisation (WEO) wurde festgestellt, dass 43% der PCCRC-Karzinome bei Risikogruppen gefunden wurden (z. B. CED, hereditäre Tumorsyndrome, vorausgegangene Karzinome etc.), die durch eine intensivere Überwachung hätten reduziert werden können. Unzureichende Darmvorbereitung, fehlende Dokumentation und falsche Entscheidungen des Weiterlesen

Studie: Erhöht blaues Licht das Darmkrebs-Risiko?

Forscher des Barcelona Institute for Global Health kommen in einer Studie zu dem Schluss, dass abendliches und nächtliches LED-Licht das Darmkrebsrisiko beeinflussen kann. Sie gingen insbesondere der Frage nach, wie sich blaues Licht auf die Gesundheit auswirkt. Dazu analysierten sie Daten einer internationalen Weltraumstation, die u.a. den Blaulichtpegel in Städten misst. Die Wissenschaftler stellten fest, dass Menschen in Gebieten mit einer hohen Blaulicht-Exposition ein um 60 Prozent höheres Darmkrebs-Risiko haben, als Personen, die weniger exponiert waren. Sie halten den möglicherweise veränderten Schlafrythmus und die Beinflussung der Melatonin-Ausschüttung durch Blaulicht als ursächliche Faktoren. Wie groß der Einfluss der Smartphone-Nutzung oder anderer elektronischer Geräte wie Bildschirme, Tablets und LED-Lampen wirklich ist, die ebenfalls blaues Licht ausstrahlen, müsse noch weiter erforscht werden. Es handelt sich dabei um eine Korrelation, nicht um eine nachgewiesene Kausalität. Foto: Pixabay/Gerd Altmann

Darmkrebs-Quiz: Testen Sie Ihr Wissen!

Die Stiftung LebensBlicke hat ein Darmkrebs-Quiz entwickelt. Es soll Interessierte anregen, ihr Wissen vor allem über die Darmkrebsvorsorge zu prüfen und ggf. zu verbessern. Die Teilnehmer erhalten das Ergebnis online und – falls gewünscht – zum Nachlesen an ihre angegebene E-Mail-Adresse. “Sollten Sie alle 15 Fragen richtig beantwortet haben, betrachten Sie sich als Champion der Darmkrebsvorsorge”, so Professor Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung.

Das deutsche Darmkrebs-Screening im Europa-Vergleich

Der Vorsitzende des Stiftungsrats der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. Wolfgang Fischbach, hat anlässlich der Sitzung des Advisory Boards der Stiftung einen Vortrag zum Thema “Das deutsche Darmkrebs-Screening im europäischen Vergleich” gehalten. Der Vortrag hat einmal mehr deutlich gemacht, welcher Flickenteppich noch in Europa herrscht. Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung: “Die deutschte EU-Ratspräsidentschaft muss dafür Sorge tragen, dass im Rahmen einer europäischen Dekade gegen den Krebs dieser Flickschusterei ein Ende gemacht wird!”

Nach dem Darmkrebs – Bewegung ist angesagt!

Theodor Fontanes Dichterspruch: “Luft und Bewegung sind die eigentlichen geheimen Sanitätsräte” findet eine aktuelle Bestätigung bei Darmkrebspatienten. Körperlich aktive Patienten nach der Diagnose Darmkrebs leiden deutlich weniger unter Kraftlosigkeit und Antriebsschwäche und fühlen sich emotional und körperlich besser. In einer Studie unter Leitung von RE Eyl vom DKFZ in Heidelberg konnten diese positiven Effekte jüngst gezeigt werden (Eyl RE, et. al.: Physical activity and long-term fatigue among colorectal cancer survivors-a population-based prospective study. BMC Cancer 2020;20:438). Weiterlesen