Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Sehr geehrte Leser und Unterstützer, liebe Freunde und Mitstreiter,

das Krebsfrüherkennungsregistergesetz (KFRG) ist nun seit 1. Juli in Kraft. Damit erfolgt ein Paradigmenwechsel weg vom opportunistischen Darmkrebsscreening hin zu einem persönlichen Einladungsverfahren. Das Besondere: Männer haben bereits mit 50 Jahren ein Anrecht auf eine Vorsorge-Darmspiegelung. Auch das KFRG löst die Probleme der öffentlichen Wahrnehmung nicht. Von daher wird die Stiftung LebensBlicke auch weiterhin das Ziel verfolgen, über Flyer, Veranstaltungen, Videoclips und über die mediale Öffentlichkeit Chancen und Risiken der Darmkrebsfrüherkennung anzusprechen, zur Teilnahme am Screening zu motivieren und über Kontroversen im Umfeld der Darmkrebsprävention zu berichten.

Dear international users
, we appreciate very much your continuous visit of our website. Apparently our news are of great interest and value for you. The Foundation works on an honorary basis and is therefore reliant on donations. What about you?

In diesem Sinne ein herzliches Dankeschön für Ihr Interesse
Ihr Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Glasgravur als Dank für langjährige Unterstützung

Die Stiftung LebensBlicke dankt Frau Dr. Renate Riemann-Dirks mit einer Glasgravur für ihre langjährige finanzielle Unterstützung. Sie würdigt damit deren ganz besonderes Engagement für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Professor Dr. J. F. Riemann überreichte die Glasgravur bei einer ganz persönlichen Feier am Rhein, die wegen der Corona-Pandemie nur im kleinem Kreise stattfinden konnte. “Dieser Einsatz ist großartig und sollte beispielgebend für bürgerschaftliches Engagement sein.”

Darmkrebs macht keine Pause wegen Corona!

Der Volksmund hat mal wieder Recht: „Angst war noch nie ein guter Ratgeber“.  Das scheint in der Corona – Krise allerdings in Vergessenheit geraten zu sein. Der Verband der Magen-Darm-Ärzte in Deutschland machte in einer Pressemitteilung deutlich, dass viele sinnvolle und lebenswichtige Darmkrebsvorsorge-Untersuchungen nicht wahrgenommen werden. Die Angst der Patienten vor einer möglichen Covid-19 Infektion hielt viele vom Gang zum Gastroenterologen ab. Das ist aber nach Ansicht von Dr. Albert Beyer, dem Vorsitzenden des Berufsverbands der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) völlig unbegründet. Weiterlesen

Die Corona-Pandemie – was sie für die Stiftung bedeutet!

“Seit einiger Zeit hält uns die Corona-Krise in Atem. Sie hat dazu geführt, dass fast alle wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und persönlichen Aktivitäten heruntergefahren wurden bzw. komplett entfallen sind. Der Darmkrebsmonat März 2020 ist buchstäblich ins Wasser gefallen. Es gibt derzeit Wichtigeres! Für uns alle bisher unvorstellbar waren die Anordnungen der Bundesregierung, die u. a. zu einer deutlichen sozialen Distanz nie gekannten Ausmaßes führen. Abstand halten, zu Hause bleiben sowie Handhygiene sind einige Gebote der Stunde. Mit so etwas hätte niemand gerechnet und ist für viele ein Schock. Nachbarländer wie Spanien, Frankreich und Italien sind indes derzeit noch viel heftiger betroffen als wir; in diesen Ländern werden jetzt z.T. strukturelle Versäumnisse der Vergangenheit in den nationalen Gesundheitssystemen erkennbar. Für die Stiftung LebensBlicke bedeutet die Pandemie u.a., dass unser lange angekündigtes und beworbenes Benefizkonzert mit den Weiterlesen

SARS-CoV-2-Infektion: Häufigkeit asymptomatischer Verläufe

Das schwere akute Atemwegssyndrom Corona-Virus 2 hat sich zu einer weltweiten Pandemie mit inzwischen mehr als 7,5 Millionen Infizierten und fast 500.000 Todesopfern ausgeweitet. Als Überträger spielen offensichtlich asymptomatische Personen eine wesentliche Rolle, die sich zum Teil zu sogenannten Superspreader entwickeln können. Die Studie in Annals beziffert nun erstmalig, wie häufig assymptomatische Virusträger sind. Die Recherchen kurzgefasst: 1. annährend 40-45% der Infizierten bleiben asymptomatisch und haben damit das Potential, das Virus weit zu verbreiten. 2. Diese Personen können das Virus wahrscheinlich länger als 14 Tage weitergeben. 3. Die Symptomlosigkeit infizierter Personen bedeutet nicht zwangsläufig auch Krankheitsfreiheit. 4. Testprogramme sollten substantiell ausgeweitet werden, einschließlich von Menschen, die keine Symptome von COVID-19 haben. Oran DP, Topol EJ et al. Annals Intern Med 2020 doi.org/10.7326/M20-3012

Live-Webinar: Darmkrebs-Prävention in der Pandemie

Die Nachricht hat aufgeschreckt, dass in Folge der Corona-Pandemie Patienten nicht nur Arztpraxen und Kliniken wegen einer möglichen Ansteckungsgefahr gemieden, sondern auch in großem Umfang Vorsorge-Untersuchungen abgesagt haben. Professor Neumann vom Universitätsklinikum Mainz hat die besorgniserregende Entwicklung in einem Live-Webinar mit Experten thematisiert. Dieser auch auf Youtube zu sehende Beitrag versucht, Angst vor Ansteckung in Praxen zu nehmen und auf die Notwendigkeit der Vorsorge vor allem jetzt nach dem Lockdown hinzuweisen.

Neue Fakten zur Risiko-adaptierten Darmkrebs-Vorsorge

Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums DKFZ um Professor Hermann Brenner haben in einer großangelegten Studie untersucht, ob und wie sich bekannte Risikofaktoren und mögliche Interventionen auf das Langzeit-Darmkrebs-Risiko auswirken. Das wichtigste Ergebnis: Menschen mit mittlerem erhöhten genetischen Risiko haben die Chance, ihr persönliches Risiko zu senken, wenn sie eine Darmspiegelung in Anspruch nehmen und einen gesunden Lebensstil pflegen. In Zahlen: Deren 30-Jahres-Risiko an Darmkrebs zu erkranken beträgt nur 1,9% im Vergleich zu 7,4%, wenn Betroffene sich nicht darum kümmern. Diese Ergebnisse werden die Stiftung LebensBlicke stimulieren, sich gerade im Rahmen des neuen KFRG ganz besonders auch für die risiko-adaptierte Darmkrebs-Früherkennung einzusetzen. (Gastroenterology 2020, DOI: 10.1053/j.gastro.2020.03.016)

Antwort formal korrekt, gesundheitspolitisch enttäuschend!

Die Stiftung LebensBlicke ist wie viele andere über die Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf den offenen Brief an die Bundeskanzlerin und an den Gesundheitsminister sehr enttäuscht. Der Minister hat erst nach einem Erinnerungsschreiben mit dieser formal sicher korrekten, aber aus Sicht der Betroffenen und ihrer Ärzte sehr bedauerlichen Begründung antworten lassen. Das Ministerium hat sich die Antwort viel zu leicht gemacht! Ziel muss deshalb weiterhin sein, öffentlich und politisch aktiv zu bleiben, um der Patienten und der Sache willen. Unabhängig davon ist auch eine juristische Klärung des Sachverhalts dringend notwendig. Eine ausgleichende Aussage des Ministers wäre sehr hilfreich gewesen, dass die Vorsorge gerade jetzt in der Corona-Pandemie nicht noch dadurch erschwert werden dürfe, dass Erstattungskosten für erbrachte Vorsorgeleistungen abgesenkt werden. “Mit dieser Stellungnahme hat das BMG der Darmkrebsvorsorge einen Bärendienst erwiesen”, so die Kommentare vieler, die Professor Dr. J. F. Riemann, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, damit auf den Punkt bringt.