Künstliche Intelligenz wird bereits in vielen Bereichen der Medizin mit Erfolg eingesetzt, so auch in der Endoskopie. Amerikanische Forscher verglichen den Einsatz einer zuvor trainierten KI mit der Frage, wie sicher sie für die Vorhersage von Kontroll-Spiegelungen im Vergleich zu den gegenwärtigen Leitlinien und den Kontrollen in der gastroenterologischen Praxis abschnitt. ChatGPT4 basiert auf Anamnese, Koloskopie-Ergebnissen und Pathologiebefunden von Patienten, bei denen eine Kontrollkoloskopie anstand. Die ersten Daten dieser ChatGPT4-Anwendung zeigen, dass diese KI sehr treffsicher die Kontrollintervalle bestimmt und sowohl den Leitlinienempfehlungen als vor allem auch der realen täglichen gastroenterologischen Praxis überlegen ist. „Der Einsatz von KI für diesen wichtigen Bereich kann eine zusätzliche Hilfe bedeuten, auf die in Zukunft wahrscheinlich nicht verzichtet werden sollte“, urteilt Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke (Chang PW, Amini MM, Davis RO et al. Clin Gastroenterol Hepatol 2024; 22: 1917-1925).
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Prof. Hermann Brenner (DKFZ) für sein Lebenswerk geehrt
Die Stiftung LebensBlicke – Früherkennung Darmkrebs hat Professor Dr. Hermann Brenner, Leiter der Abteilung Epidemiologie und Alternsforschung am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg (DKFZ), für sein Lebenswerk mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. In seiner Laudatio anlässlich der Auftakt-Pressekonferenz zum Darmkrebsmonat März 2025 betonte Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, dass Hermann Brenner zu den wenigen europäischen wie internationalen Vertretern seines Faches gehöre, die aufgrund ihrer langjährigen und hochkarätigen wissenschaftlichen Veröffentlichungen weltweit akzeptiert und zitiert werden. Hermann Brenner habe maßgeblich mit seinen großen epidemiologischen Studien zur Prävention und Früherkennung von Darmkrebs dazu beigetragen, dass viele der heute gültigen Maßnahmen zur Darmkrebsvorsorge Standard sind. Professor Brenner ist für seine Arbeiten vielfach ausgezeichnet worden, so u.a. mit dem Colorectal Cancer Award der Deutschen Krebsgesellschaft (2016) und dem Krebspreis der Deutschen Krebshilfe (2022). „Mit dieser Ehrung zeichnet die Stiftung Professor Hermann Brenner aus, einen herausragenden Kollegen und eine Persönlichkeit, dessen Lebenswerk schon jetzt extrem bedeutend und für die nationale wie internationale Gemeinschaft noch gar nicht abschätzbar ist. Hermann Brenner hat sich um die Darmkrebsvorsorge in ganz besonderem Maße verdient gemacht“, urteilt Professor Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.
OB Jutta Steinruck eröffnet PK zum Darmkrebsmonat März
Die Oberbürgermeisterin von Ludwigshafen, Jutta Steinruck, eröffnete zum letzten Mal in ihrer Amtszeit die Auftakt-Pressekonferenz der Stiftung LebensBlicke zum bundesweiten Darmkrebsmonat März 2025. Der Darmkrebsmonat März steht in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach und trägt das Motto „Darmkrebsfrüherkennung – Lass Licht ins Dunkle!“ Die Stiftung LebensBlicke (Ludwigshafen), und die Gastro-Liga e.V. (Gießen) rufen insbesondere im Darmkrebsmonat März gemeinsam die Bevölkerung dazu auf, sich über Darmkrebs zu informieren und die Möglichkeiten zur Darmkrebsvorsorge und Darmkrebsfrüherkennung wahrzunehmen. „Durch einfache Maßnahmen der Vorsorge könnten viele der jährlich etwa 24.000 bundesweiten Todesfälle durch Darmkrebs vermieden werden,“ so Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. Journalistinnen und Journalisten kamen im Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen zusammen, um aktuelle Informationen zur Darmkrebsvorsorge zu erhalten. Präsentiert wurden neue Daten zur Weiterlesen
Erstmaliger Medienpreis an #lynchfluencerin Simone Widhalm
Die Stiftung LebensBlicke verleiht zum ersten Mal einen Präventionspreis für Medienschaffende. Der Preis wurde im Rahmen der Auftakt-Pressekonferenz zum Darmkrebsmonat März an Simone Widhalm für ihre Awareness-Kampagne zum Lynch-Syndrom auf Instagram (@lynchsyndrom) verliehen. Simone Widhalm – selbst vom Lynch-Syndrom betroffen – möchte Menschen mit Lynch-Syndrom, Angehörige, medizinisches Fachpersonal, Forschungseinrichtungen, Verbände, Krankenkassen und die breite Öffentlichkeit über das Lynch-Syndrom aufklären und sensibilisieren und auch Wissen über Symptome, die Bedeutung der Diagnose bzw. der genetischen Testung sowie über Vorsorgemöglichkeiten vermitteln. Mit ihrem Engagement auf Instagram möchte sie Betroffene und Risikogruppen ermutigen, Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen, sich über Präventionsmöglichkeiten zu informieren sowie eine Community schaffen, die Betroffenen Austausch und Unterstützung bietet. Der neue Medienpreis, gestiftet von Care Diagnostica (Voerde) ist mit 2.000 € dotiert und wurde von Professor Dr. J. F. Riemann, dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung verliehen.
Darmkrebs-Präventionspreis an internationales DKFZ-Team
„Klinische Epidemiologie für eine bessere Darmkrebs-Vorsorge: Daten für Taten“, so lautet der Titel der Bewerbung für den diesjährigen Darmkrebs-Präventionspreis, der im Rahmen der Pressekonferenz der Stiftung LebensBlicke am 20.2.2025 in Ludwigshafen verliehen wurde. Das Team um Professor Dr. Hermann Brenner (Teresa Seum, Idris Ola, Dmitry Sergeev, Dr. Thomas Heisser, Prof. Michael Hoffmeister) vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), Abteilung Klinische Epidemiologie und Alternsforschung, verglich u. a. die Bewertungen neuer DNA- und RNA-basierter Stuhltests mit den immunologischen Stuhlbluttests (FITs), analysierte Zusammenhänge zwischen der Implementierung und Nutzung von Darmkrebs-Vorsorge-Programmen in verschiedenen Ländern und beleuchtete das risikoadaptierte „Einstiegsalter“ für das Darmkrebs-Screening. Professor Dr. J. F. Riemann gratulierte dem Team und überreichte die Urkunden der Stiftung LebensBlicke. Der Preis ist mit 4.000 € dotiert, die von der Firma Servier Deutschland GmbH zur Verfügung gestellt wurden.