Daten sind essenziell für neue Erkenntnisse, besonders in der Medizin, da sie länderübergreifend Fakten, Prozesse und Entscheidungen vergleichbar machen. Beim diesjährigen Experten-Workshop der Stiftung LebensBlicke im Januar 2025 wurde die Qualität und Bedeutung von Registerdaten in der Medizin von Experten aus verschiedenen Fachbereichen intensiv beleuchtet. Das daraus abgeleitete und nun kommunizierte Positionspapier richtet sich an alle, die Daten als Grundlage ihrer Arbeit nutzen. „Ziel des Positionspapiers ist es, Entscheidungsträger im Gesundheitswesen zu inspirieren, Versorgungsforschung durch Registerdaten anwenderfreundlich zu gestalten und den Schutz der Patienten zu gewährleisten“, kommentiert Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. Foto: Pixabay | James Osborne
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Anstieg der Darmkrebshäufigkeit nach Corona?
Manche Experten hatten angenommen, dass ein Rückgang von Untersuchungen zur Darmkrebsvorsorge möglicherweise zu einem Anstieg der Darmkrebshäufigkeit führen würde. Nun belegen aktuelle Analysen das Gegenteil. Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des Zentralinstituts der Kassenärztlichen Versorgung (ZI) zeigen, dass in den Jahren 2020 bis 2023 die Teilnahme an der Darmkrebsvorsorge (Koloskopie) kontinuierlich zugenommen hat. Hier wirkt offensichtlich das Einladungsverfahren und die Absenkung des Eingangsalters für Männer ab 50 Jahren seit 2019 (Abbildung 1). Mittlerweile liegen auch die Krebsregisterdaten des RKIs bis 2022 vor. Diese zeigen, dass die Weiterlesen
Neuer Befürworter: Ministerpräsident Alexander Schweitzer
O-Ton: „Darmkrebs ist eine der häufigsten krebsbedingten Todesursachen. Dabei sind Vorsorgemaßnahmen leicht erhältlich und die beste Möglichkeit, Darmkrebs und seine Vorstufen zu einem frühen Zeitpunkt zu erkennen. Wenn Darmkrebs früh erkannt wird, sind die Heilungschancen gut. Die Kampagne der Stiftung LebensBlicke setzt an der Prävention an. Seit über 25 Jahren setzt sich die Stiftung LebensBlicke mit viel Engagement dafür ein, die Menschen für die Bedeutung des Darmkrebs-Screenings zu sensibilisieren und sie zu motivieren, Vorsorgemaßnahmen regelmäßig durchführen zu lassen. In Deutschland haben gesetzlich Versicherte ab 50 Jahren Anspruch auf einen Darm-Check. Nehmen Sie das Angebot wahr, denn Vorsorge rettet Leben!“. „Mit seinem Engagement möchte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer dazu beitragen, das Bewusstsein für die Darmkrebsfrüherkennung zu schärfen. Die Stiftung LebensBlicke setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, Menschen über die präventiven Maßnahmen zu informieren und zur Teilnahme an regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen zu motivieren.“ so Prof. J.F. Jürgen Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. Schweitzer ist zudem Schirmherr der Aufklärungskampagne der LZG in Zusammenarbeit mit der Stiftung LebensBlicke zum Thema familiärer Darmkrebs, die 2025 startet.
Tipp nach Darmkrebs-Operation: Körperliche Aktivität!
„Alles Leben ist Bewegung, und Bewegung ist Leben“, schreibt Leonardo da Vinci. Diese wichtige Erkenntnis unterstreicht eine aktuelle Untersuchung vom Biomedical Research Center in Baton Rouge (Brown C et al. Cancer 2025) an Patienten, die ihren Darmkrebs überlebt haben. In zwei großen Darmkrebsstudien hatten insgesamt 2.876 Patienten nach Tumorresektion Angaben zu ihrer körperlichen Aktivität gemacht. Gemessen wurde diese durch das sog. metabolische Äquivalent (MET). Damit lässt sich der Energieverbrauch verschiedener körperlicher Aktivitäten miteinander vergleichen. Bei einem MET von weniger als drei Stunden/Woche war das Drei-Jahres-Überleben um 17,1% niedriger als in der Allgemeinbevölkerung. Jedoch bei einem MET von mindestens 18 Stunden/Woche war das Drei-Jahres-Überleben nur um 3,5% geringer. Die Ergebnisse machen Mut. Das Forscherteam resümiert, die Förderung der Bewegung sei entscheidend – denn zwei Drittel der Überlebenden von Kolonkarzinomen geben an, zu wenig körperlich aktiv zu sein. Die gesundheitlichen Vorteile machen die körperliche Aktivität zu einem Grundpfeiler, um das Leben nach einer Darmkrebserkrankung zu verlängern. Das deckt sich auch mit den grundsätzlichen Zielen der Stiftung LebensBlicke unter ihrem Vorstandsvorsitzenden Professor Dr. J. F. Riemann. Text: Dr. H. Meyer – Stiftung LebensBlicke | Quelle: ÄrzteZeitung online 24.2.2025
Motto: „Darmkrebsfrüherkennung – Lass‘ Licht ins Dunkle!“
Mit diesem Motto informieren die Stiftung LebensBlicke und die Gastro-Liga e. V. im bundesweiten Darmkrebsmonat März über die Möglichkeiten zur Vorsorge und Früherkennung von Darmkrebs und rufen zur Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen auf. Zahlreiche bundesweite Veranstaltungen stellen das wichtige Thema Darmkrebs in den Fokus. Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach übernimmt die Schirmherrschaft und motiviert zum Darmkrebsmonat mit diesem persönlichen Appell: „Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen. Das können wir ändern, vor allem durch den Lebensstil: Rauchen Sie nicht, bewegen Sie sich ausreichend, halten Sie ein gesundes Gewicht und ernähren Sie sich ausgewogen und ballaststoffreich. So können Sie das Risiko einer Erkrankung senken. Nutzen Sie außerdem das Angebot zur Darmkrebsfrüherkennung und informieren Sie sich in Ihrer Arztpraxis, wenn Sie eine Einladung von Ihrer Krankenkasse erhalten. Rechtzeitiges Handeln kann eine Erkrankung verhindern.“ Weltweit zählt Darmkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen. Jährlich werden mehr als 900.000 Todesfälle durch Darmkrebs verzeichnet – in Deutschland sind es etwa 24.000. Viele könnten gerettet werden, wenn der Krebs frühzeitig erkannt wird. Darmkrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung des Dick- und Enddarms, die meist aus gutartigen Vorstufen (Polypen) entsteht. Bei einer Darmspiegelung können diese Darmpolypen entdeckt und sofort entfernt werden. Unentdeckt – und somit unbehandelt – kann sich aus den Polypen ein Tumor entwickeln, im Körper ausbreiten und lebensbedrohlich werden.