Der bekannte amerikanische Gastroenterologe Professor Dr. David Lieberman von der Oregon Health and Science University in Portland, Oregon, USA, gehört inzwischen dem Expertenbeirat der Stiftung LebensBlicke an. Lieberman hat sich durch jahrzehntelange klinische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Darmkrebs und Darmkrebsprävention weltweit einen Namen gemacht. Er hat gerade einen aufschlussreichen Kommentar zu der Diskussion um die NordICC-Studie geschrieben. „Wir freuen uns sehr über seine Bereitschaft, bei uns mitzuwirken“, kommentiert Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke.
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RNA-Stuhltest für das Darmkrebsscreening
Niedrigschwellige Stuhltests sind derzeit ein wesentlicher Bestandteil von Darmkrebs-Screening Programmen in aller Welt. Die Testsicherheit lässt immer noch zu wünschen übrig; von daher war zu erwarten, dass die Suche nach besseren Tests weitergeht. Amerikanische Forscher um den bekannten Gastroenterologen David Lieberman haben in einer verblindeten prospektiven Crossover-Studie (CRC Prevent) einen neuen Multitarget RNA Stuhltest (mt-sRNA) (ColoSense ) auf seine Sensitivität und Spezifität untersucht und die Ergebnisse mit denen der Koloskopie verglichen. An dieser Phase III-Studie nahmen knapp 9000 Menschen teil. Bei allen Teilnehmern waren Stuhlproben vor der Koloskopie gewonnen worden. Als primäre Endpunkte sahen die Autoren die Sensitivität des Tests zur Entdeckung eines kolorektalen Karzinoms (KRK) bzw. fortgeschrittenen Adenoms und die Spezifität für keine Läsionen bei der Koloskopie an. Im Ergebnis fanden sie Weiterlesen
Malu Dreyer Schirmherrin des Darmkrebsmonats März 2024
Stiftung LebensBlicke und Gastro-Liga freuen sich sehr, dass sie aktuell mit Malu Dreyer, der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, eine sehr angesehene und gerade der Darmkrebsprävention sehr aufgeschlossene Persönlichkeit als Schirmherrin für den Darmkrebsmonat 2024 gewinnen konnten. Malu Dreyer hat mit der Darmkrebs-Präventionskampagne durch Rheinland-Pfalz in ganz besonderem Maße die Stiftung LebensBlicke unterstützt. Die Stiftung arbeitet bundesweit mit über 200 Regionalbeauftragten zusammen und motiviert die Bevölkerung zu lebensrettender Vorsorge. Statement Malu Dreyer: „Denken Sie an morgen und gehen Sie heute zur Darmkrebsvorsorge!“ Wie einfach und gleichzeitig effektiv Darm-krebsprävention ist, vermittelt die Stiftung LebensBlicke bereits seit 25 Jahren. Gute Gesundheit ist grundlegend für ein gutes Leben, deswegen habe ich gerne die Schirmherrschaft über diesen Aktionsmonat übernommen. Der Stiftung LebensBlicke und ihrer Partnerin Gastro-Liga e.V. danke ich von Herzen für ihr wichtiges Engagement.“ Hier gehts zum Videoclip von Malu Dreyer zum Darmkrebsmonat März 2024.
Darmkrebs-Präventionspreis: Bis 31.12.2023 bewerben!
Die Stiftung LebensBlicke schreibt jährlich einen Preis für hervorragende Arbeiten im Bereich der Darmkrebsvorsorge und -früherkennung aus. Der Preis ist mit 4.000 € dotiert und wird von Mitgliedern des Advisory Boards der Stiftung gestiftet; in diesem Jahr von der Firma Mast Diagnostica GmbH. Die Preisverleihung 2024 findet voraussichtlich wieder in Ludwigshafen statt. Hier geht’s zu den Ausschreibungsunterlagen. Eine Bewerbung für den Präventionspreis 2024 ist bis 31.12.2023 möglich. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Künstliche Intelligenz – vertrauenswürdig?
Künstliche Intelligenz (KI) hat mit Riesenschritten Einzug in viele Bereiche der Medizin gehalten, getriggert sicher auch durch die Corona-Pandemie. Die große Herausforderung besteht darin, KI in nutzbringender Weise zu implementieren und auf der anderen Seite Vertrauenswürdigkeit zu schaffen. Die Zeitschrift „Die Innere Medizin“ hat diesem Themenfeld ein interessantes Schwerpunktheft gewidmet (64, Heft 11, November 2023). Besondere Aufmerksamkeit verdient ein Artikel zur Frage, wie vertrauenswürdig ist die künstliche Intelligenz. Die Autoren heben dabei darauf ab, dass KI ein Modell für das Spannungsfeld zwischen Objektivität und Subjektivität ist. Deshalb ein wichtiges Fazit für die Praxis: „Die wahre Vertrauenswürdigkeit ist ein Teil der Systemeigenschaften und wird von den individuellen Standards der Person, die das System einschätzt, beeinflusst“. Letztlich bleibt bei einem Fortschritt immer eine Unsicherheit, die nur dadurch behoben werden kann, dass eine begleitende und fortlaufende Evaluation KI-basierter Systeme und Algorithmen erfolgt. Nachzulesen bei: Schlicker N, Langer M, Hirsch MC: Wie vertrauenswürdig ist künstliche Intelligenz?; Innere Medizin 2023; 64:1051-1057.