Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge

Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Homepage besuchen. Neben interessanten Nachrichten, aktuellen Expertenkommentaren und besonderen Personalien bieten wir jetzt auch einen direkten Zugang auf Informationen zu "Darmkrebsvorsorge jetzt" an (Button oben rechts). Nutzen Sie diese Möglichkeit. Wir sind in die nächsten 25 Jahre gestartet mit dem Ziel, die Teilnahmeraten an der Darmkrebsvorsorge weiter deutlich zu steigern. Darmkrebs ist vermeidbar! Die Stiftung wird ihr Engagement für die Darmkrebsvorsorge unbeirrt fortsetzen! Bitte unterstützen auch Sie uns weiterhin!

Dear international users, LebensBlicke Foundation looks back with satisfaction on 25 years of education and motivation for colon cancer prevention. A lot has been achieved. Since 2019 a nationwide organized invitation program for colon cancer screening is established.. However, fact is also that nearly 54,000 new cases of colon cancer and 24,000 deaths per year do occur despite this important progress. For LebensBlicke Foundation, this means continuing commitment to colon cancer prevention! Please do support us further!

Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke



Digestive Cancers Europe: Screening-Gipfel am 30.11.2020

Im Dezember wird der Europäische Krebsplan vorgestellt, der die europaweite Vereinheitlichung von Aktivitäten gegen Krebserkrankungen zum Ziel hat. In diesem Rahmen veranstaltet die Patientenorganisation „Digestive Cancers Europe“ (DiCE) am 30.11.2020 einen virtuellen Darmkrebs-Screening-Gipfel. Der Gipfel richtet sich u.a. an Screening-Zentren, an die Industrie, nationale und regionale Patientenorganisationen, politische Entscheidungsträger und medizinische Experten. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides und führende multi-nationale Gesundheitsfachkräfte, Screening-Experten Weiterlesen

Stiftung LebensBlicke: Das KFRG ist ein Fortschritt!

Die Stiftung LebensBlicke teilt die in der Ausgabe der Ärztezeitung vom 16.10.2020 geäußerte Ansicht nicht, dass das Krebsfrüherkennungsregistergesetz (KFRG) zum Scheitern verurteilt sei. Das KFRG ist ein auf dem Boden langjähriger Beratungen im Nationalen Krebsplan entstandenes Gesetz, das zu einem Paradigmenwechsel im Darmkrebs-Screening weg vom opportunistischen Screening hin zu einem persönlichen Einladungsverfahren geführt hat. Es regelt auch die genderspezifischen Unterschiede in der Darmkrebs-Inzidenz bei Männern und Frauen: Männer können die Koloskopie bereits mit 50 Jahren in Anspruch nehmen. Von daher ist der KFRG ein echter Fortschritt, wenngleich sicher weitere Verbesserungen erforderlich sind. Gespräche mit dem Gemeinsamen Bundesausschuss G-BA beginnen demnächst. (Riemann et al. Z. Gastroenterol 2020;58:787)

Regelwerk für künstliche Intelligenz (KI) in der Endoskopie

Wie schon mehrfach berichtet, hält die Anwendung künstlicher Intelligenz auch Einzug in die gastroenterologische Endoskopie. Es ist von daher nicht verwunderlich, dass die Rufe nach regulatorischen Überlegungen für diese neue Technik lauter werden.  Amerikanische Gastroenterlogen haben nun in einem Übersichtsartikel einen solchen Versuch unternommen und Vorschläge für eine sichere und effektive Integration in die klinische Praxis gemacht. Die GI-Endoskopie wird weltweit eingesetzt; daher sind solche Überlegungen auch von weltweitem Interesse (Walradt et al. Gastrointest Endosc 2020;92:801-805).

Kristin Otto: Schirmherrin für den Darmkrebsmonat März 2021

In der Corona-Pandemie ist der Darmkrebsmonat März 2020 mit dem Schirmherrn Tom Buhrow bedauerlicherweise etwas ins Abseits geraten. Die Stiftung LebensBlicke hofft daher sehr, dass 2021 die Darmkrebsprävention wieder im Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung steht. Dazu beitragen wird sicher die neue Schirmherrin. Mit Kristin Otto, der aus Funk und Fernsehen bekannten Sportjournalistin und Schwimm-Olympiasiegerin, konnte eine Persönlichkeit gewonnen werden, die viel Aufmerksamkeit auf das Thema „Mobilität und Prävention“ lenken kann. „Die Stiftung LebensBlicke und die Gastro-Liga freuen sich darüber, dass ihre Aktivitäten im Darmkrebsmonat März 2021 von so prominenter Seite Unterstützung finden, und sind Kristin Otto dafür ganz besonders dankbar“, so der Vorstandsvorsitzende der Stiftung LebensBlicke, Professor Dr. J. F. Riemann. (Pressemeldung) Foto: © ZDF/Jana Kay  

Risiko Intervallkrebs: Qualität des Gastroenterologen wichtig!

Das Auftreten eines kolorektalen Karzinoms nach der ersten Screening-Darmspiegelung war Gegenstand einer Untersuchung der Wiener Arbeitsgruppe unter der Leitung von Elisabeth Waldmann et al. (Gut 2020; online 6. Oktober). In der Studie wurde untersucht, wie sich die Qualität des Endoskopikers auf das Auftreten von Intervallkarzinomen auswirkt. Maßstab für die Beurteilung war die Adenom-Detektions-Rate (ADR). Sie gilt als wichtiger Qualitätsindikator und sollte mindestens 20% betragen. Das Ergebnis der groß angelegten Untersuchung zeigte deutlich, dass bei Untersuchern mit einer niedrigen ADR (< 20%) Intervallkarzinome signifikant erhöht waren, unabhängig von der Risikogruppe (z.B. Hochrisiko: Adenom ≥ 10mm; Niedrigrisiko: Adenom ≤ 10mm). Die Autoren haben zwei Empfehlungen: Endoskopikern mit einer ADR < 20% sollte ein spezielles Training angeboten werden. Bei der Festsetzung der Überwachungsintervalle sollte die ADR des jeweiligen Endoskopikers mit einbezogen werden. (Dr. H. Meyer – Stiftung Lebensblicke | Quelle:  ÄrzteZeitung online 21.10.2020)