Das Darm-Mikrobiom spielt bei der Entstehung von Darmkrebs eine zunehmend wichtige Rolle. Daher ist es wahrscheinlich, dass Antibiotika, die einen Einfluss auf das Mikrobiom haben, zu Veränderungen im Darm führen können. In einer gematchen Fall-Kontroll-Studie haben US-Wissenschaftler herausgefunden, dass Antibiotika das Darmkrebsrisiko erhöhen können. Dabei beobachteten sie vor allem einen Effekt auf das proximale Drittel des Dickdarms (Aszendenz, Transversum) durch Antibiotika mit anti-anaerobem Wirkmechanismus, im Gegensatz zum Enddarm (Rectum), wo das Risiko sogar reduziert war. Die Autoren folgern daraus auch, dass diese Daten beachtliche Heterogenität in der Wirkung der Antibiotika entlang des Dickdarms zeigen. Die Antibiotika-indizierte Dysbiose des Dickdarms bedarf sicherlich noch weiterer Untersuchungen (Zhang et al. GUT 2019;0:1-8)
Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge
Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Homepage besuchen. Neben interessanten Nachrichten, aktuellen Expertenkommentaren und besonderen Personalien bieten wir jetzt auch einen direkten Zugang auf Informationen zu "Darmkrebsvorsorge jetzt" an (Button oben rechts). Nutzen Sie diese Möglichkeit. Wir sind in die nächsten 25 Jahre gestartet mit dem Ziel, die Teilnahmeraten an der Darmkrebsvorsorge weiter deutlich zu steigern. Darmkrebs ist vermeidbar! Die Stiftung wird ihr Engagement für die Darmkrebsvorsorge unbeirrt fortsetzen! Bitte unterstützen auch Sie uns weiterhin!
Dear international users,
LebensBlicke Foundation looks back with satisfaction on 25 years of education and motivation for colon cancer prevention. A lot has been achieved. Since 2019 a nationwide organized invitation program for colon cancer screening is established.. However, fact is also that nearly 54,000 new cases of colon cancer and 24,000 deaths per year do occur despite this important progress. For LebensBlicke Foundation, this means continuing commitment to colon cancer prevention! Please do support us further!
Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke
Fortbildung für Fachangestellte (MFA) in der Hausarztpraxis
Hausärzte spielen in der medizinischen Versorgung eine zentrale Rolle. Sie sind auch die entscheidenden Weichensteller in der Prävention. Es gehört zu ihrer Aufgabe, die Menschen auf die bestehenden Vorsorge- und Früherkennungsangebote der gesetzlichen Krankenkassen hinzuweisen. Auf Initiative der Stiftung LebensBlicke haben sich Experten aus den Fach- und Berufsverbänden der Allgemeinmediziner, des Praxispersonals und der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte an einen Tisch gesetzt, um über Maßnahmen zu diskutieren, wie die Hausärzte bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützt werden können. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Professor Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke, bereits seine Unterstützung für das Projekt zugesagt. Weiterlesen
Darmkrebsvorsorge: Minister Spahn setzt auch aufs Digitale
Seit Juli 2019 ist endlich das lange geplante Einladungsverfahren zur Darmkrebsvorsorge für gesetzlich versicherte Männer ab 50 und gesetzlich versicherte Frauen ab 55 Jahren umgesetzt. Die Versicherten werden jetzt von den Krankenkassen per Brief angeschrieben. Aber das reicht Bundesgesundheitsminister Spahn nicht, wie er auf einer Veranstaltung der Bundesregierung anlässlich des „Tag der offenen Tür“ zum Besten gab. Er setzt bei der Erinnerung an einen Vorsorgetermin zur Darmspiegelung auch auf digitale Medien. Er würde es begrüßen, wenn jeder auf seinem Smartphone seine Patientenakte hat, auf der sich ein Fenster öffnet und dann die Person an die Darmkrebsvorsorge erinnert. Minister Spahn sieht die digitalen Medien als wichtige Helfer und Unterstützer, die leichter und schneller informieren, aufklären und ermuntern können. Spahn, der ja auch Befürworter der Stiftung LebensBlicke ist, warb für die Teilnahme an der Vorsorgeuntersuchung: „Darmkrebs ist im positiven Sinne ein klassisches Bespiel dafür, dass Früherkennung einen Unterschied machen kann“. Der Aufforderungsbrief der Krankenkassen ist eine gute Sache, kann aber sinnvoll ergänzt und durch zeitgemäße Verwendung digitaler Medien erweitert werden. Quelle: Ärzte Zeitung online, 19.8.2019. Beitrag von: Dr. Hansjörg Meyer, Stiftung LebensBlicke.
Darmkrebsvorsorge ab 45 Jahren – kostengünstig?
Die amerikanische Krebsgesellschaft empfiehlt die Darmkrebsvorsorge für Personen mit normalem Risiko bereits mit 45 Jahren. Ähnlich hat sich auch die Stiftung LebensBlicke mehrfach geäußert. Diese Empfehlung erfolgt vor dem Hintergrund, dass in den Vereinigten Staaten das Erkrankungsalter an Darmkrebs zunehmend jüngere Jahrgänge (45 bis 49) betrifft. Eine aktuelle Studie dazu zeigt, dass die Herabsetzung auf 45 Jahre wahrscheinlich sogar kosteneffektiv ist. Die Autoren formulieren aber auch, dass ein noch größerer Effekt erzielt werden könnte, wenn die Teilnahmeraten grundsätzlich gesteigert und vor allem Personen mit Risiko gescreent werden würden (Ladabaum et al., Gastroenterology 2019;157:137-148).
Darmbakterien können Ausdauer steigern
In Stuhlproben von Marathonläufern identifizierten jetzt amerikanische Wissenschaftler bestimmte Bakterien, die leistungssteigernd und auch ausdauerfördernd wirken. Im Vergleich zu nicht sportlichen Kontrollpersonen waren bei den Marathonläufern die Bakterien der Gattung Veillonella erhöht, deren Anzahl nach sportlicher Belastung sogar noch stieg. Die Bakterien bauen Milchsäure ab und setzen Propionsäure frei, wie Mausexperimente zeigten. Studie in „nature medicine“