
Ein Forschungsteam aus Mannheim und Heidelberg erforscht eine medikamentöse Kombinationstherapie, die die Strahlentherapie bei Enddarmkrebs wirksamer machen kann. Darmkrebs, eine der Hauptursachen für krebsbedingte Sterblichkeit, hat zu mehr als einem Drittel seinen Ursprung im Enddarm. Diese Rektumkarzinome werden häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Betroffene Patientinnen und Patienten werden in der Regel vor der Operation mit einer Kombination aus Chemo- und Strahlentherapie behandelt (neoadjuvante Chemoradiotherapie). Ziel ist, den Tumor zu verkleinern, um ihn besser operieren zu können. Bemühungen, die Behandlungsergebnisse zu verbessern, konzentrieren sich in der Regel darauf, die präoperative Chemotherapie zu intensivieren. Die Krux: Sie verbessert zwar das Ansprechen, geht jedoch häufig mit schweren Nebenwirkungen einher. Außerdem fehlt es bislang an gezielten medikamentösen Therapieansätzen, die molekulare Schwachstellen des Tumors ausnutzen, um ihn wirksam zu bekämpfen. Weiterlesen



