Der Stiftungsrat der Stiftung LebensBlicke hat auf Vorschlag des Vorstands Professor Dr. Hans-Jürgen Hennes, Medizinischer Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Mannheim, in das Kuratorium der Stiftung berufen. Ausgeschieden aus dem Kuratorium ist Sanitätsrat Dr. Günter Gerhardt, ihm folgt als Vorsitzender Prof. Dr. Peter Frankenberg nach. Neu in den Stiftungsrat gewählt wurden Dr. Barbara John und Dr. Dagmar Mainz; wiedergewählt wurden Markus Haist, Prof. Michael Jung und Winfried Plötze; ausgeschieden sind hier Prof. Dr. Hanns Löhr und Prof. Dr. Florian Lordick. In den Vorstand wiedergewählt wurden Karin Gräfin Sassoli de Medici und Dr. Dietrich Hüppe. Foto: UMM Mannheim
Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge
Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Homepage besuchen. Neben interessanten Nachrichten, aktuellen Expertenkommentaren und besonderen Personalien bieten wir jetzt auch einen direkten Zugang auf Informationen zu "Darmkrebsvorsorge jetzt" an (Button oben rechts). Nutzen Sie diese Möglichkeit. Wir sind in die nächsten 25 Jahre gestartet mit dem Ziel, die Teilnahmeraten an der Darmkrebsvorsorge weiter deutlich zu steigern. Darmkrebs ist vermeidbar! Die Stiftung wird ihr Engagement für die Darmkrebsvorsorge unbeirrt fortsetzen! Bitte unterstützen auch Sie uns weiterhin!
Dear international users,
LebensBlicke Foundation looks back with satisfaction on 25 years of education and motivation for colon cancer prevention. A lot has been achieved. Since 2019 a nationwide organized invitation program for colon cancer screening is established.. However, fact is also that nearly 54,000 new cases of colon cancer and 24,000 deaths per year do occur despite this important progress. For LebensBlicke Foundation, this means continuing commitment to colon cancer prevention! Please do support us further!
Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke
Stiftung Lebensblicke – Würdigung in Gastro News
In der aktuellen Ausgabe von GastroNews, einer unabhängigen und praxisnahen Fortbildungszeitschrift zu allen Aspekten der Gastroenterologie und Hepatologie, fasst Dr. Dietrich Hüppe, Vorstandsmitglied der Stiftung LebensBlicke, die Gründung und die Entwicklung der Stiftung zusammen, die in diesem Jahr 25 Jahre alt geworden ist. Hüppe würdigt nicht nur die Erfolgsgeschichte der Stiftung und die daraus resultierenden Verbessserungen in der Darmkrebsvorsorge in Deutschland, sondern auch das besondere Engagement des Mitbegründers und heutigen Vorstandsvorsitzenden, Prof. Dr. J. F. Riemann, der im Jubiläumsjahr zeitgleich seinen 80sten Geburtstag feiern durfte. „Ich werde mich, solange es meine Gesundheit zulässt, auch weiterhin regional und bundesweit für die Darmkrebsvorsorge einsetzen“, so J. F. Riemann. Hier geht’s zum Artikel.
Erfolgreicher Biosensor auf der Spur von Tumor-DNA
Amerikanischen Wissenschaftlern ist es gelungen, das Bakterium Acinetobacter baylyi so zu verändern, dass es spezifische extrazelluläre DNA-Sequenzen und Mutationen der DNA des Genoms kolorektaler Karzinomzellen, von Organoiden und Tumoren detektieren kann. Wenn sich dieses Ergebnis bestätigt, ist die Biodetektion spezifischer zellfreier DNA in Sicht und damit eine sehr exakte Erkennungsmöglichkeit des kolorektalen Karzinoms sogar im Vorläuferstadium (Cooper RM, Wright JA, Ng JQ et al. Engineered bacteria detect tumor DNA. Science 2023; 381:682-686. Epub 2023 Aug 10).
Langes Sitzen ist ein neuer wichtiger (Krebs-) Risikofaktor!
Der gerade über die Medien verbreitete DKV Report 2023 ist sehr ernüchternd und bestürzend zugleich. Ein von der Deutschen Sporthochschule Köln angefertigtes Gutachten für die Deutsche Krankenversicherung AG hat ergeben, dass nicht nur unter 20% der Bevölkerung statistisch gesehen nicht nach den aktuellen Gesundheitsempfehlungen leben; er hat auch gezeigt, dass die Menschen derzeit ca. 9 Stunden am Stück sitzen. Das ist vor allem der technischen Entwicklung mit mehr Schreibtischarbeit im beruflichen und mehr Computerspielen bzw. Fernsehen im privaten Umfeld geschuldet. Diese Zahl gilt durch die Bank für alle Generationen, wobei die Jüngeren unter 30 am längsten kontinuierlich ’sitzen‘. Diese Meldung muss eigentlich zu einer Mobilitätswende führen, sonst wird das Ausmaß möglicher Folgeschäden durch Bewegungsmangel durchaus dramatisch. „Das gilt natürlich auch für die Entstehung von Krebserkrankungen, insbesondere für den Darmkrebs“, kommentiert Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. „Regelmäßige körperliche Bewegung ist ein Garant dafür, dass viele Erkrankungen, auch Darmkrebs (bis 40 % Reduktion!), gar nicht erst entstehen. Die Ursachen sind multifunktionell; sicher hängt aber die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung, auch einer Krebserkrankung, entscheidend auch von der Mobilität des einzelnen ab“.
Schwarmlernen: Neues Forschungsprojekt DECADE
Das neue Forschungsprojekt DECADE („Dezentralisierte künstliche Intelligenz für Diagnose, Prognose und Therapievorhersage bei Darmkrebs“) will herausfinden, wie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Schwarmlernen (SL) die Versorgung und Behandlung von Darmkrebspatienten verbessern kann. An diesem Verbundprojekt, das erstmals sogenanntes „Schwarmlernen“ in der Krebsforschung nutzt, beteiligen sich mehrere deutsche Universitätskliniken. Professor Jakob N. Kather, Projektleiter und Preisträger des Darmkrebs-Präventionspreises 2021 der Stiftung LebensBlicke: „KI-Tools werden in der klinischen Routine bisher erst zögerlich eingesetzt. Ein Grund ist, dass der Datenaustausch zwischen Krankenhäusern durch rechtliche und ethische Hürden, vor allem in Deutschland, stark eingeschränkt wird. Eine Lösung für dieses Problem ist Schwarmlernen. Mit Schwarmlernen können mehrere Einrichtungen gemeinsam medizinische KI-Modelle trainieren, ohne Daten auszutauschen. Die Deutsche Krebshilfe fördert DECADE mit rund 1,5 Millionen Euro. Hier geht’s zur Presse-Information der TU Dresden. Foto: Freepic