
Oft wird behauptet, die Teilnahme an der Darmkrebsvorsorge in Deutschland sei mit 2% im Jahr sehr gering. Die Darmkrebsvorsorge habe ein Akzeptanzproblem. Mitarbeiter der Abteilung für klinische Epidemiologie des Leipnitz Institutes für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen haben schon 2022 beschrieben: Durch Analyse einer großen, auf Krankenkassendaten gestützten Datenbank konnte gezeigt werden, dass bis zu 50% der Versicherten sich innerhalb von 10 Jahren einer Vorsorge- oder Abklärungs-Koloskopie unterzogen haben (1). Die gleichen Untersucher haben nun 2026 in einer Langzeitanalyse aufgrund von Krankenkassendaten ermittelt, wie viele Versicherten innerhalb von 10 Jahren sich einer Vorsorge- oder Indikationskoloskopie oder einem iFOBT unterzogen haben. Sie berichten, dass in einer Kohorte, die 2011 50 Jahre alt war, innerhalb von 10 Jahren 80% der Frauen und 63% der Männer an wenigsten einer Vorsorgeuntersuchung teilgenommen haben. In einer 2. Kohorte, die 2011 55 Jahre alt waren, unterzogen sich in den nächsten 10 Jahren 78% der Frauen und 69% der Männer mindestens einer Vorsorgeuntersuchung (2). Diese Versorgungsforschungsdaten zeigen: in Deutschland nehmen > ,50% aller Bürger im Rahmen der Darmkrebsvorsorge oder zur Abklärung von Magen-Darm-Beschwerden innerhalb von 10 Jahren mindestens eine Koloskopie oder einen iFOBT in Anspruch. Diese Inanspruchnahme führt zu dem oben beschriebenen präventiven Erfolg! „Eine weitere Steigerung der Inanspruchnahme kann diesen weiter erhöhen“, kommentiert Dr. Dr. med. Dipl. rer. soc. Dietrich Hüppe, Vorstand Stiftung Lebensblicke und Co-Sprecher Fachgruppe Kolorektales Karzinom des bng. 1. Hornschuch M, et al, 2022; 31: 497-504, 2. Hornschuch M, et al, 2026; 35:1-9
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