Resektion mit kalter Schlinge – nicht immer die bessere Wahl

Die Resektion mit der kalten Schlinge (Cold Snare) hat sich in den vergangenen Jahren als sichere und effektive Methode für kleinere kolorektale Läsionen bis 10 mm sowie für serratierte Adenome etabliert. Besonders geschätzt wird sie aufgrund der deutlich geringeren Blutungsrate im Vergleich zur Heißschlingenresektion. Eine aktuelle randomisierte, multizentrische (Pohl H, Rex DK, Barber J et al. Gut 2025;74 https://doi.org/10.1136/gutjnl-2025-335075 ) zeigt jedoch, dass die Cold-Snare-Technik nicht uneingeschränkt auf größere Läsionen übertragbar ist. Bei Polypen mit einer Größe von ≥ 20 mm führte die kalte Schlinge nicht zu einer geringeren Komplikationsrate. Im Gegenteil: Die Rezidivrate lag nach Kaltresektion mit 27,6 % deutlich höher als nach Heißschlingenresektion (13,6 %). Für Priv. Doz. Dr. Axel Eickhoff, Generalsekretär der Stiftung LebensBlicke, sind die Studienergebnisse klar: „Für Läsionen über 20 mm bleibt die Heißschlingenresektion weiterhin der Standard, um eine möglichst vollständige und nachhaltige Entfernung zu gewährleisten.“

Frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr 2026

Die Stiftung LebensBlicke wünscht ihren Unterstützerinnen und Unterstützern, den ehrenamtlich Tätigen sowie allen Leserinnen und Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes, erfolgreiches neues Jahr. Seit mehr als zwei Jahrzehnten erfahren wir durch Ihr persönliches Engagement und Ihre finanzielle Unterstützung wertvolle Hilfe, wofür wir Ihnen unseren aufrichtigen Dank aussprechen. Auch im kommenden Jahr vertrauen wir auf Ihre für uns überlebenswichtige Begleitung. Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, unser dauerhaftes Engagement für die Darmkrebsprävention zu sichern. Bleiben Sie gesund! Spendenkonto: IBAN DE15 6005 0101 0004 9615 30.

Präventionspreis für Medienschaffende – bis 31.12. bewerben!

Die Stiftung LebensBlicke vergibt auch 2026 wieder einen Darmkrebs-Präventionspreis für Journalistinnen und Journalisten für hervorragende Berichterstattung im Bereich der Darmkrebsvorsorge und -früherkennung. Er ist mit 2.000 € dotiert, kann geteilt werden und wird von CARE Diagnostica (Voerde) gestiftet. Angenommen werden Reportagen, Berichte, Podcasts, Interviews, Dokumentationen, Wissenschaftsberichte, Kommentare, Feature-Artikel aus Tages- und Wochenzeitungen, Zeitschriften und Magazinen (Print- und Online), in News-Portalen, auf Social Media, in wissenschaftlichen Fachzeitschriften, in öffentlich rechtlichen oder privaten Nachrichten- und Dokumentationssendungen. Hier gehts zu der Ausschreibung. Die Bewerbungsfrist endet am 31.12.2025.

Wissenschaftlicher Präventionspreis – bis 31.12. bewerben!

Die Stiftung LebensBlicke – Früherkennung Darmkrebs schreibt jährlich einen Preis für hervorragende Arbeiten im Bereich der Darmkrebsvorsorge und -früherkennung aus. Der Preis ist mit 4.000,- € dotiert und wird abwechselnd von unterschiedlichen Mitgliedern des Advisory Boards der Stiftung gestiftet; dieses Mal von der Firma Servier Deutschland GmbH (München). Die Preisverleihung findet am 05.03.2026 in Ludwigshafen statt. Hier geht’s zu den Ausschreibungsunterlagen. Eine Bewerbung für den Präventionspreis 2026 ist bis 31.12.2025 möglich. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Gute Zahlen: Überlebenschancen beim Darmkrebs steigen

Das Robert Koch Institut (RKI), die biomedizinische Leitforschungseinrichtung der Bundesregierung, präsentiert gute Nachrichten: Die Überlebenschancen bei Krebs steigen. Ausgewertet wurden in der aktuellen Fassung die Krebsneuerkrankungen aus den Jahren 2021 bis 2023 (RKI – Krebs in Deutschland – 2021–2023). Im Jahre 2021 lag die Rate der Darmkrebsdiagnosen bei 56.600 und zwei Jahre später bei 55.300.  Diese Zahl ist kleiner als beim Prostatakrebs (79.000 Fälle), Brustkrebs (75.900 Fälle) und Lungenkrebs (58.300 Fälle). Dabei ging die Sterberate bei Patienten mit Darmkrebs von 23.016 im Jahre 2021 auf 22.670 im Jahre 2023 zurück. Diese erfreulichen Zahlen für die Darmkrebserkrankung haben mehrere Ursachen. Zum einen hat sicher die Herabsetzung des Alters bei der koloskopischen Vorsorgeuntersuchung bei Frauen von 55 auf 50 mit dazu beigetragen. Auch die größere Verfügbarkeit und Anwendung eines Stuhltests ist sicher ein Grund. Den größten Effekt muß man aber den vielfältigen Aufklärungskampagnen gegen das „Schmuddel-Image“ der koloskopischen Untersuchung beimessen. Hier hat die Stiftung Lebensblicke, unter ihrem Vorsitzenden Prof. J.F. Riemann, einen wesentlichen und unschätzbaren Beitrag geleistet. Text: Dr. H. Meyer – Stiftung Lebensblicke, Quelle: ZDF | 16.12.2025 | www.zdfheute.de/wissen/.