Experten-Workshop: Neue Fakten zu Darmkrebs bei Jüngeren

Um die Frage „Darmkrebs bei jüngeren Menschen – eine reale Bedrohung?“ drehte sich am 21.01.2026 ein hochkarätig besetzter, online durchgeführter Experten-Workshop der Stiftung LebensBlicke. Unter der Moderation von Dr. Dietrich Hüppe und Prof. Christoph Eisenbach, beide Mitglieder des Vorstands der Stiftung, wurden zunächst die internationale Datenlage aus Europa und den USA (Prof. Cornelia Ulrich, Salt Lake City) sowie die aktuelle Situation in Deutschland (Prof. Alexander Katalinic, Lübeck, und Dr. Klaus Kraywinkel, RKI Berlin) beleuchtet. Prof. Hermann Brenner (DKFZ Heidelberg) ging der Frage nach, für wen, wie und wann ein Screening für Darmkrebs unter 50 Jahren sinnvoll sein könnte. Priv. Doz. Dr. Matthias Kelm (Würzburg) stellte die klinischen Besonderheiten von Karzinomen unter 50 Jahren vor, während Winfried Plötze (Stuttgart) zielgruppenspezifische Auswertungen des iFOBT der BARMER präsentierte. Weiterlesen

Gesundheitscampus des Klinikums LU feiert „Einjähriges“

Am 21. Januar 2026 veranstaltete das Klinikum Ludwigshafen anlässlich des einjährigen Jubiläums des Gesundheitscampus eine Veranstaltung zum Thema “Zukunft Gesundheit”. Nach der Eröffnung und Begrüßung von Prof. Dr. Klaus Blettner, Oberbürgermeister der Stadt Ludwigshafen und Jan Stanslowski, Kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums Ludwigshafen gab es interessante Vorträge von Benny Neukamm, Projektverantwortlicher des KliLu-Gesundheitscampus, Prof. Dr. Armin Grau, Bundestagsabgeordneter zur Zukunft der Gesundheit sowie Prof. Dr. Markus Müller, Ärztlicher Direktor des Klinikums der über die Zukunft der Medizin referierte. Alexandra Gräfin von Rex, Pflegedirektorin des Klinikums, gab einen Einblick zur Zukunft der Pflege. Den Abschluss bestritten Monique Zabel, Leitende Therapeutin, und Alena Gergoe, fachliche Schulleitung Schule für Logopädie des Klinikums zur Zukunft der Physio-, Ergo- sowie Logopädie. Zahlreiche Aussteller von Initiativen, Stiftungen wie der Stiftung LebensBlicke, Firmen und Behörden präsentierten die ihre Angebote an die Bevölkerung. Weiterlesen

Grußwort von Nina Warken zum Darmkrebsmonat März 2026

Anlässlich des Darmkrebsmonats März hat Gesundheitsministerin Nina Warken, die Schirmherrin des Darmkrebsmonats März 2026, ein eindringliches Grußwort zur Bedeutung der Darmkrebsvorsorge veröffentlicht. Darin macht sie deutlich, wie präsent die Erkrankung in unserer Gesellschaft ist: „Fast jeder von uns kennt Menschen mit Darmkrebs aus dem Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis. Mit etwa 55.000 Betroffenen pro Jahr ist Darmkrebs eine der häufigsten jährlichen Krebsneuerkrankung sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Dabei wäre Darmkrebs, aufgrund seiner meist langsamen Entwicklung aus zunächst gutartigen Vorstufen, durch konsequente Früherkennung vermeidbar. Jedoch wird noch zu wenig in der Öffentlichkeit über die Möglichkeiten der Früherkennung gesprochen, Vorsorgeuntersuchungen werden nicht oder zu spät wahrgenommen. Dabei hat sich in Deutschland in den vergangenen Jahren sehr viel bewegt, um der Ausbreitung von Darmkrebs Einhalt zu gebieten. Weiterlesen

S3-Leitlinie zum kolorektalen Karzinom – kurzgefasst!

Neue Erkenntnisse aus Wissenschaft und Versorgungsforschung erfordern ein rasches Anpassen von Leitlinien. Das gilt auch für die S3-Leitlinie zum kolorektalen Karzinom. Unter Federführung von Prof. Dr. Matthias Ebert, Direktor der II. Medizinischen Klinik der Med. Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg und stellv. Vorsitzender der Stiftung LebensBlicke, ist im Deutschen Ärzteblatt eine präzise Zusammenfassung dieses wichtigen Updates veröffentlicht worden. Die Autoren haben bewusst dieses Journal gewählt, um das aktuelle Update in die breite ärztliche Öffentlichkeit zu tragen. Wichtigste Erkenntnisse gibt es u.a. im Kapitel Vorsorge und Früherkennung. Erstmals bekommt auch erhebliches Übergewicht als Risikofaktor für das KRK Bedeutung. Der Therapie-Algorithmus für das Stadium IV spiegelt die ganze Bandbreite neuester Studien wider, die zu einer deutlichen Verbesserung des Langzeitüberlebens Betroffener führen können. Weiterer Schwerpunkt ist das Polypenmanagement. Die klaren, evidenzbasierten Nachsorge-Intervalle nach Polypektomie sollten für alle Fach- und Hausärzte eine Leitlinie sein, wie ihre Patienten aufgeklärt werden sollten. „Hier gibt es leider im Alltag noch erheblichen Nachholbedarf. Gleiches gilt auch für die Nachsorge. Es lohnt sich, diese präzise Kurzfassung zu lesen und die wichtigsten Erkenntnisse in den eigenen Wissensschatz einzuordnen“, kommentiert Prof. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke (Ebert MP, Reichermeier St, Klug L et al. Kolorektales Karzinom. Dtsch Arztebl Int 2025; 122:729-34)

Beeindruckende Nachwuchsarbeit der Stiftung LebensBlicke

Seit Jahren unterstützt die Stiftung LebensBlicke Stipendiatinnen und Stipendiaten in Zusammenarbeit mit dem Huntsman Cancer Institute (HCI) in Salt Lake City, Utah, USA. Die Stiftung hat mit dem HCI über die in Heidelberg begonnene ColoCare-Studie intensive klinisch-wissenschaftliche Beziehungen. In ausführlichen Blogs über ihre interessanten wie spannenden Erfahrungen und Erlebnisse kann man mitlesen und ein wenig daran teilhaben. Klicken Sie einfach mal rein! Der Wissenschaftsnachwuchs wird tatkräftig und nachhaltig unterstützt von Frau Prof. Dr. Neli Ulrich und ihrem Team. „Allen gilt unser großer Dank. Ein großer Dank geht auch ganz besonders an Frau Dr. Riemann-Dirks, die seit Jahren diese Nachwuchsarbeit finanziell unterstützt“, so Professor Dr. J.F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.