Glasgravur als Dank für langjährige Unterstützung

Die Stiftung LebensBlicke dankt Frau Dr. Renate Riemann-Dirks mit einer Glasgravur für ihre langjährige finanzielle Unterstützung. Sie würdigt damit deren ganz besonderes Engagement für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Professor Dr. J. F. Riemann überreichte die Glasgravur bei einer ganz persönlichen Feier am Rhein, die wegen der Corona-Pandemie nur im kleinem Kreise stattfinden konnte. “Dieser Einsatz ist großartig und sollte beispielgebend für bürgerschaftliches Engagement sein.”

Eilmeldung: Vorsorgekoloskopien 2018/19 deutlich gestiegen!

Vorläufige Zahlen für Früherkennungskoloskopien in den Jahren 2018/2019 lassen einen deutlichen Anstieg um ca. 14,4%, in einzelnen Regionen wie Haburg, Niedersachsen und Westfalen-Lippe sogar um über 20% erkennen, so Dr. Bernd Hagen vom Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (ZI).  Professor Dr. J. F. Riemann für die Stiftung  LebensBlicke: “Das ist eine außerordentlich erfreuliche Nachricht, die zeigt, dass die vielfältigen Bemühungen zur Motivation für die Darmkrebsprävention messbare Früchte tragen!”

Darmkrebs macht keine Pause wegen Corona!

Der Volksmund hat mal wieder Recht: „Angst war noch nie ein guter Ratgeber“.  Das scheint in der Corona – Krise allerdings in Vergessenheit geraten zu sein. Der Verband der Magen-Darm-Ärzte in Deutschland machte in einer Pressemitteilung deutlich, dass viele sinnvolle und lebenswichtige Darmkrebsvorsorge-Untersuchungen nicht wahrgenommen werden. Die Angst der Patienten vor einer möglichen Covid-19 Infektion hielt viele vom Gang zum Gastroenterologen ab. Das ist aber nach Ansicht von Dr. Albert Beyer, dem Vorsitzenden des Berufsverbands der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) völlig unbegründet. Weiterlesen

Die Corona-Pandemie – was sie für die Stiftung bedeutet!

“Seit einiger Zeit hält uns die Corona-Krise in Atem. Sie hat dazu geführt, dass fast alle wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und persönlichen Aktivitäten heruntergefahren wurden bzw. komplett entfallen sind. Der Darmkrebsmonat März 2020 ist buchstäblich ins Wasser gefallen. Es gibt derzeit Wichtigeres! Für uns alle bisher unvorstellbar waren die Anordnungen der Bundesregierung, die u. a. zu einer deutlichen sozialen Distanz nie gekannten Ausmaßes führen. Abstand halten, zu Hause bleiben sowie Handhygiene sind einige Gebote der Stunde. Mit so etwas hätte niemand gerechnet und ist für viele ein Schock. Nachbarländer wie Spanien, Frankreich und Italien sind indes derzeit noch viel heftiger betroffen als wir; in diesen Ländern werden jetzt z.T. strukturelle Versäumnisse der Vergangenheit in den nationalen Gesundheitssystemen erkennbar. Für die Stiftung LebensBlicke bedeutet die Pandemie u.a., dass unser lange angekündigtes und beworbenes Benefizkonzert mit den Weiterlesen

SARS-CoV-2-Infektion: Häufigkeit asymptomatischer Verläufe

Das schwere akute Atemwegssyndrom Corona-Virus 2 hat sich zu einer weltweiten Pandemie mit inzwischen mehr als 7,5 Millionen Infizierten und fast 500.000 Todesopfern ausgeweitet. Als Überträger spielen offensichtlich asymptomatische Personen eine wesentliche Rolle, die sich zum Teil zu sogenannten Superspreader entwickeln können. Die Studie in Annals beziffert nun erstmalig, wie häufig assymptomatische Virusträger sind. Die Recherchen kurzgefasst: 1. annährend 40-45% der Infizierten bleiben asymptomatisch und haben damit das Potential, das Virus weit zu verbreiten. 2. Diese Personen können das Virus wahrscheinlich länger als 14 Tage weitergeben. 3. Die Symptomlosigkeit infizierter Personen bedeutet nicht zwangsläufig auch Krankheitsfreiheit. 4. Testprogramme sollten substantiell ausgeweitet werden, einschließlich von Menschen, die keine Symptome von COVID-19 haben. Oran DP, Topol EJ et al. Annals Intern Med 2020 doi.org/10.7326/M20-3012

Live-Webinar: Darmkrebs-Prävention in der Pandemie

Die Nachricht hat aufgeschreckt, dass in Folge der Corona-Pandemie Patienten nicht nur Arztpraxen und Kliniken wegen einer möglichen Ansteckungsgefahr gemieden, sondern auch in großem Umfang Vorsorge-Untersuchungen abgesagt haben. Professor Neumann vom Universitätsklinikum Mainz hat die besorgniserregende Entwicklung in einem Live-Webinar mit Experten thematisiert. Dieser auch auf Youtube zu sehende Beitrag versucht, Angst vor Ansteckung in Praxen zu nehmen und auf die Notwendigkeit der Vorsorge vor allem jetzt nach dem Lockdown hinzuweisen.

Neue Fakten zur Risiko-adaptierten Darmkrebs-Vorsorge

Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums DKFZ um Professor Hermann Brenner haben in einer großangelegten Studie untersucht, ob und wie sich bekannte Risikofaktoren und mögliche Interventionen auf das Langzeit-Darmkrebs-Risiko auswirken. Das wichtigste Ergebnis: Menschen mit mittlerem erhöhten genetischen Risiko haben die Chance, ihr persönliches Risiko zu senken, wenn sie eine Darmspiegelung in Anspruch nehmen und einen gesunden Lebensstil pflegen. In Zahlen: Deren 30-Jahres-Risiko an Darmkrebs zu erkranken beträgt nur 1,9% im Vergleich zu 7,4%, wenn Betroffene sich nicht darum kümmern. Diese Ergebnisse werden die Stiftung LebensBlicke stimulieren, sich gerade im Rahmen des neuen KFRG ganz besonders auch für die risiko-adaptierte Darmkrebs-Früherkennung einzusetzen. (Gastroenterology 2020, DOI: 10.1053/j.gastro.2020.03.016)