Ausstellung „Familiärer Darmkrebs“ im Jobcenter LU eröffnet

Die Wanderausstellung „Familiärer Darmkrebs: Früh informiert – besser geschützt“ wurde am 28. Mai im Jobcenter Vorderpfalz-Ludwigshafen eröffnet. Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) und der Stiftung LebensBlicke und wird durch das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Gesundheit Rheinland-Pfalz sowie der BARMER gefördert. Nach Eröffnung durch Stefanie Hönle (LZG) und Prof. Dr. Jürgen F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke, informierte Prof. Riemann über familiäre Risiken bei Darmkrebs, Vorsorgemöglichkeiten und die Bedeutung eines gesundheitsfördernden Lebensstils. Anschließend nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher das Informationsangebot. Anhand lebensnaher Geschichten zeigt die Ausstellung, wie wichtig Aufklärung, der offene Umgang mit der Erkrankung und rechtzeitige Vorsorge sind. Die Ausstellung kann von Institutionen in Rheinland-Pfalz kostenlos bei der LZG ausgeliehen werden. „Menschen mit familiärer Vorbelastung sollen mit dieser Bottom-up-Ausstellung aufgeklärt und zur Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen motiviert werden“, so Prof. Riemann.

Gut besuchtes SLB-WebSeminar: „Die perfekte Koloskopie“

Das SLB-WebSeminar „Die perfekte Koloskopie“ am 27. Mai 2026 war mit über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein echter Renner! Unter der professionellen Moderation der Professoren Dirk Hartmann, Mainz, und Siegbert Faiss, Berlin, wurden aktuelle Entwicklungen in der Darmkrebsvorsorge und Polypektomie diskutiert. Dr. Ulrich Tappe, Hamm, erläuterte die optimale Vorgehensweise beim Untersuchungsgang Koloskopie. Prof. Alanna Ebigbo, Bochum, berichtete kritisch und perspektivisch über die Rolle der künstlichen Intelligenz bei der Polypen Detektion. Sie verbessere zwar die Adenomdetektionsrate, aber sei noch nicht als Standard etabliert. Prof. Ulrike Denzer, Marburg, präsentierte leitliniengerechte Polypektomie-Strategien mit besonderer Betonung der vollständigen Resektion. Sie bewertete auch verschiedene Techniken wie kalte Schlinge, fragmentierte Abtragung und Unterwasser-EMR. Prof. Jürgen Pohl, Hamburg, stellte neue endoskopische Möglichkeiten für den Organerhalt bei Rektumkarzinomen vor, insbesondere die endoskopische intermuskulären Dissektion (E-ID). „Die große Resonanz hat gezeigt, dass dieses Seminar ein Volltreffer war. Die Stiftung LebensBlicke dankt nicht nur den Organisatoren und Vortragenden und dem großen Kreis der Teilnehmenden, sondern vor allem auch wichtigen Unterstützern wie Fujifilm und dem Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen bng“, kommentiert Prof. Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung.

Marc Marshall: Botschaft zur Darmkrebsvorsorge!

Nach seinem hervorragenden und emotionalen Konzert in der Friedenskirche in Ludwigshafen am 17. Mai richtete Marc Marshall noch eine Botschaft an seine Fans und Zuhörer: „Redet darüber und geht zur Vorsorge!“ „Viele Darmkrebserkrankungen wären vermeidbar, wenn die angebotenen Untersuchungen für alle ab 50 wahrgenommen werden würden! Die Stiftung LebensBlicke dankt Marc Marshall und allen Sponsoren für diesen schönen Abend!“ kommentierte Prof. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.

Marc Marshall: Benefizkonzert voller Nähe und Klangkraft

Das Benefizkonzert der Stiftung LebensBlicke am 17.5.2026 in der Friedenskirche Ludwigshafen wurde zu einem Abend, der dem Publikum hautnah vor Augen führte, welch außergewöhnliche Präsenz Marc Marshall auf die Bühne bringt. Mit einer natürlichen Souveränität und seiner charismatischen Stimme präsentierte er sich als Künstler, der nicht nur singt, sondern jede Note lebt. Gemeinsam mit seinem Pianisten René Krömer entfaltete er ein breites Repertoire, das von klassischen Melodien über französische Chansons bis hin zu modernen europäischen Kompositionen reichte – ein musikalischer Streifzug, der die kulturelle Vielfalt des Kontinents widerspiegelte. Persönliche Anekdoten, humorvolle Zwischentöne und Momente stiller Intensität verwandelten die Friedenskirche in einen Raum echter Begegnung. „Die Stiftung LebensBlicke, die sich seit vielen Jahren für Prävention und Früherkennung von Darmkrebs engagiert, erhielt an diesem Abend nicht nur musikalische Unterstützung, sondern auch eine starke emotionale Bühne. Das Konzert war ein Ereignis, das Kunst und gesellschaftliches Anliegen auf besondere Weise miteinander verband“, resümierte Professor J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke. Fotos: Sabine Kast. Hier geht´s zur Galerie: Weiterlesen

Antibiotika können langdauernd Darmmikrobiom verändern

Antibiotika gehören zu den wichtigen Medikamenten, die bei Infektionen des Menschen eingesetzt werden. Sie sind damit unverzichtbarer Bestandteilen der Therapie. Sie werden aber oft leichtfertig bei leichten Infektionen und bei Bagatellproblemen eingesetzt. Das kann ungeahnte Langzeitfolgen haben. Wissenschaftler haben an Daten des Schwedischen Verschreibungsregisters untersucht, inwieweit eine Verbindung zwischen einer Antibiotikatherapie und der Auswirkung auf das Mikrobiom besteht und welche Antibiotika besonders folgenreich sind. Ergebnis: Antibiotika können längerfristig Konsequenzen für das Darmmikrobiom haben. Das kann Folgen für bereits bestehende Erkrankungen haben. „Diese Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig die klare indikationsgerechte Verordnung von Antibiotika ist“, meint Professor Dr. J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke (Baldanzi G, Larsson A, Sayols-Beixeras S et al. Antibiotic use and gut microbiome composition links from individual-level prescription data of 14,979 individuals. Nature Medicine 2026; 32:1351-1361).