Klinikum Leverkusen ruft zu Darmkrebsvorsorge auf

Zum Abschluss des offiziellen „Darmkrebsmonats März“ betonen die Fachleute des Viszeralonkologischen Zentrums am Klinikum Leverkusen den hohen Stellenwert der Untersuchungen. Früherkennung eröffnet gerade bei Darmkrebs eine besondere Chance. Denn in über 90 Prozent der Fälle entwickelt sich die Erkrankung aus zunächst gutartigen Polypen. „Sie können über mehrere Jahre lang wachsen, bevor sie bösartig werden“, so die Koordinatorin des Darmkrebszentrums, Dr. Jasmina Hahn. „Werden Wucherungen bei einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt, können sie vor einer potentiellen Entartung entfernt werden. Für viele Betroffene kann die Vorsorgeuntersuchung damit den entscheidenden Unterschied machen“, resümiert die Expertin. „Unser Darmkrebszentrum ist eine kompetente Anlaufstelle für Betroffene“, so Prof. Dr. Henning Adamek. Der erfahrene Kliniker ist Regionalbeauftragter der Stiftung LebensBlicke, die sich für die Darmkrebsvorsorge engagiert. Hier geht’s zum Artikel

Zwei neue Podcastfolgen „Alarm im Darm“

Die Podcast-Serie der Stiftung LebensBlicke „Alarm im Darm“ hat seit kurzem zwei sehr interessante weitere Folgen zum Anhören: Prof. J.F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke interviewte Herrn Clemens Hoch, Gesundheitsminister des Landes Rheinland-Pfalz zum Thema: „Prävention im Fokus“ und PD Dr. Axel Eickhoff, Generalsekretär der Stiftung LebensBlicke sprach mit TV-Legende Richy Müller: „Vom Tatort zur Vorsorge“. Jetzt reinhören!

Darmkrebs‑Informationstag im EDEKA‑Center Frauen

Mit großem Interesse angenommen wurde ein Darmkrebs‑Informationstag im EDEKA‑Center Frauen in Brunsbüttel. Die Aktion bot Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, sich unkompliziert über die Bedeutung der Darmkrebsvorsorge zu informieren. Das Team der Endoskopie des Westküstenklinikums Brunsbüttel stand für Gespräche bereit, beantwortete zahlreiche Fragen und vermittelte praxisnahe Hinweise zur frühzeitigen Prävention. Dabei wurde besonders die Wichtigkeit der Darmkrebsvorsorge hervorgehoben. Viele nutzten die Gelegenheit, Informationsmaterial mitzunehmen und persönliche Fragen zu klären. Im Rahmen der Aktion wurden zudem 60 Passantinnen und Passanten befragt. Die Ergebnisse liefern wertvolle Einblicke in Wissen, Einstellungen und mögliche Hemmschwellen der Bevölkerung im Umgang mit der Darmkrebsvorsorge. Die Auswertung wird beim kommenden Treffen der Regionalbeauftragten der Stiftung LebensBlicke vorgestellt und dort weiter vertieft. „Die Kooperation mit dem EDEKA‑Center Frauen war eine wirkungsvolle Möglichkeit, Gesundheitsaufklärung niedrigschwellig und mitten im Alltag zu verankern“, so Dr. Thomas Thomsen. Im Bild v. l. n. r.: Dr. Thomas Thomsen, Ärztlicher Direktor des Klinikums Brunsbüttel und Regionalbeauftragter der Stiftung LebensBlicke; Anne Freiknecht, MFA aus der Endoskopie des Klinikums; Dierk Frauen, Co‑Chef der Firma EDEKA Frauen in Brunsbüttel.

Nachruf auf Professor Dr. med. Hans Bosseckert

Die Stiftung Lebensblicke trauert um Professor Dr. Hans Bosseckert, der am 23. Februar 2026 im Alter von fast 90 Jahren verstorben ist. Hans Bosseckert hatte eine erfolgreiche Medizinerkarriere in zwei Welten, erfolgreich sowohl in der DDR als auch später nach der Wende in der Bundesrepublik Deutschland. Er war der Stiftung LebensBlicke aufgrund seines großen Interesses für das Thema Darmkrebs sehr verbunden. Informationen zu Hans Bosseckert finden sich in einem Interview  mit ihm sowie in einem ausführlichen Nachruf.

In Österreich: Darmspiegelung bereits ab 45 Jahren

Nach wie vor zählt Darmkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen, auch in Österreich. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) hat daraus den Schluss gezogen, allen Versicherten bereits ab dem 45. Lebensjahr eine kostenlose Darmspiegelung anzubieten und damit fünf Jahre früher als bisher. Unter dem Motto „Früher vorsorgen – früher erkennen“ sollen die Bürgerinnen und Bürger von der Sinnhaftigkeit der Vorsorgeuntersuchung überzeugt werden. Viele Expertinnen und Experten, darunter auch Professor J. F. Riemann, Vorsitzender der Stiftung LebensBlicke, halten auch in Deutschland eine Herabsetzung des Vorsorgealters auf 45 Jahre – statt wie bisher 50 Jahre –  mittelfristig für dringend empfehlenswert. Text: Dr. H. Meyer – Stiftung LebensBlicke; Quelle: Österreichische Gesundheitskasse (04.03.2026)