Die Stiftung LebensBlicke bietet seit vielen Jahren Expertenkommentare zu ausgewählten Beiträgen in der Fachliteratur an. Es gibt immer neue und interessante Entwicklungen, auf welche die Stiftung aufmerksam machen möchte. Seitens des Vorstands der Stiftung LebensBlicke kommentieren aktuell Professor Dr. Ines Gockel (Leipzig) den Beitrag „Gewebespezifische genetische Variation deutet auf unterschiedliche molekulare Signalwege zwischen Körperform-Phänotypen und Darmkrebs hin“ (Peruchet-Noray L, et al.) in der Fachzeitschrift Science Advances und Professor Dr. Christoph Eisenbach (Weinheim) den Beitrag „Die unterschätzten präventiven Effekte des flexiblen Sigmoidoskopie-Screenings: Neuanalyse und Metaanalyse randomisierter Studien“ (Brenner H, Thomas Heisser Th, Rafael Cardoso R, Hoffmeister M) im European Journal of Epidemiology. Schauen Sie einfach mal rein! Hier gehts zu den Expertenkommentaren.
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„Schöne Mannheims“ begeistern beim Benefizkonzert
Die „Schönen Mannheims“ lockten am vergangenen Samstag rund 350 Besucher zur Benefizveranstaltung der Stiftung LebensBlicke in die Friedenskirche nach Ludwigshafen. Das Quartett begeisterte wie erwartet sein Publikum mit einem knapp zweistündigen unterhaltsamen Comedy- und Musik-Programm, das für beste Stimmung in den Reihen der Fans sorgte. Virtuos ließen sie den Zweck des Abends auch in ihr Programm einfließen, indem sie den Fans Mut machten, auch mal etwas für ihre Gesundheit zu tun. Für ihre neue Show „Das wird ja immer schöner“, hatten sich die vier einige Kracher der Musik-Geschichte schlechthin vorgenommen. Ob Oper, Schlager, Musical, Pop, Rock – nichts war vor ihnen sicher! Die Schönen – das sind die Sängerinnen und Schauspielerinnen Anna Krämer und Susanne Back, sowie Operndiva Smaida Platais. Am Klavier: Die Meisterin der hochgezogenen Augenbraue Stefanie Titus – virtuos, einfühlsam und nervenstark. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte wie immer der Förderverein der Friedenskirche. Fotos: Sabine Kast, Ludwigshafen. Hier geht´s zur Fotogalerie: Weiterlesen
Online-Fragebogen zur Notwendigkeit einer Darmspiegelung
Mit dem Darmkrebs-Präventionspreis der Stiftung LebensBlicke ausgezeichnet wurde vor kurzem PD Dr. Veit Phillip, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II am Klinikum rechts der Isar, München. Sein Projekt: „Evaluierung eines Fragebogens zur Abschätzung der Indikation für eine Vorsorgekoloskopie bei asymptomatischen Patienten“. Nach Klärung juristischer Fragen und des Datenschutzes sind der Fragebogen und weitere Infos zum Thema in verständlicher Sprache auf einer eigenen Homepage unter www.check-den-darm.de zu finden. Ob die Durchführung einer Darmspiegelung angezeigt ist oder nicht, kann mit diesem kurzen Fragebogen schnell abgeschätzt werden. Der Darmkrebs-Präventionspreis wird jährlich für herausragende wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Darmkrebsvorsorge und -früherkennung vergeben. Grafik: Neotam/Pixabay
Fortschritt beim Stuhltest – ein neuer Meilenstein
Die Stuhltestforschung meldet erfreuliche Fortschritte. Bisher stand zum Nachweis von okkultem Blut im Stuhl nur der FIT (Fäkaler Immunologischer Test) zur Verfügung. Darmtumore lassen sich damit halbwegs zuverlässig, präkanzeröse Läsionen nicht sehr gut detektieren. Mitarbeiter von der University of Indianapolis haben neue Daten und Ergebnisse zu einem weiterentwickelten Stuhltest vorgelegt, einem sog. multi-Target FIT (mtFIT) (N Engl J Med 2024; online 14. März). Das Besondere daran ist, dass der Test neben Hämoglobin auch eine Reihe sog. methylierter DNA-Marker anzeigt. In die Untersuchung wurden 20.000 Personen eingeschlossen, die sich einer Koloskopie zum Darmkrebs-Screening unterzogen. Die vor der Koloskopie abgegebenen Stuhlproben wurden sowohl mit mtFIT als auch mit dem bisherigen FIT untersucht. Bei der endoskopischen Untersuchung wurden bei 98 Personen Darmtumore (0,5%) entdeckt. Mit dem neuen mtFIT wurden 92 Darmkrebserkrankungen detektiert, was einer Sensitivität von 94% entspricht. Beim FIT erreichte die Sensitivität nur 67%. Fortgeschrittene präkanzeröse Läsionen wurden mit dem mtFIT zu 43% erkannt, mit dem FIT nur zu 23%. Bei den 20.000 untersuchten Personen wurden also beim FIT 26 Tumore und 431 Tumorvorstufen übersehen, im Vergleich zum mtFIT. Fazit: Ein großer Fortschritt zur sicheren Darmkrebsdiagnose in einem noch früheren Stadium. Dr. H. Meyer – Stiftung Lebensblicke (Quelle: ÄrzteZeitung online 30.4.2024)
Felix Burda Award für Prof. Brenner vom DKFZ in Heidelberg
Die Stiftung LebensBlicke gratuliert Prof. Dr. Hermann Brenner (Mitglied des Kuratoriums der Stiftung | im Bild 2.v.li.), Thomas Heisser und Prof. Dr. Michael Hoffmeister zur Auszeichnung ihrer Arbeit „Novel Strategies for Optimized Colorectal Cancer Screening in Germany “ in der Kategorie „Medizin und Wissenschaft“ bei der 19. Verleihung der Felix Burda Awards in Berlin. Die Epidemiologen vom Deutschen Krebsforschungszentrum hatten anhand eines validierten Simulationsmodells namens COSIMO Langzeiteffekte des aktuellen Screening-Programms mit möglichen Alternativen verglichen. Eine dritte Darmspiegelung für Männer ab 70 Jahren könne demnach die Sterblichkeit um 9 Prozent senken. Auch ein Stuhltest-Angebot in dieser Altersgruppe würde für vergleichbar positive Werte sorgen. Frauen würden von einem Angebot von drei Koloskopien ab 50 Jahren im Abstand von 10 Jahren deutlich profitieren. Foto: Sabine Brauer Photos