Das neue Forschungsprojekt DECADE („Dezentralisierte künstliche Intelligenz für Diagnose, Prognose und Therapievorhersage bei Darmkrebs“) will herausfinden, wie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Schwarmlernen (SL) die Versorgung und Behandlung von Darmkrebspatienten verbessern kann. An diesem Verbundprojekt, das erstmals sogenanntes „Schwarmlernen“ in der Krebsforschung nutzt, beteiligen sich mehrere deutsche Universitätskliniken. Professor Jakob N. Kather, Projektleiter und Preisträger des Darmkrebs-Präventionspreises 2021 der Stiftung LebensBlicke: „KI-Tools werden in der klinischen Routine bisher erst zögerlich eingesetzt. Ein Grund ist, dass der Datenaustausch zwischen Krankenhäusern durch rechtliche und ethische Hürden, vor allem in Deutschland, stark eingeschränkt wird. Eine Lösung für dieses Problem ist Schwarmlernen. Mit Schwarmlernen können mehrere Einrichtungen gemeinsam medizinische KI-Modelle trainieren, ohne Daten auszutauschen. Die Deutsche Krebshilfe fördert DECADE mit rund 1,5 Millionen Euro. Hier geht’s zur Presse-Information der TU Dresden. Foto: Freepic
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Zusammenhang Darmmikrobiom und Herzerkrankungen?
Die Ergebnisse einer Untersuchung aus Schweden von fast 9.000 Herzkreislauf-gesunden Personen legen den Verdacht nahe, dass das Vorhandensein von oralen Streptokokken im Darm mit Verkalkungen in kleinen Herzarterien in Verbindung stehen könnte. Die Studie deutet darauf hin, dass die Zusammensetzung des Darmmikrobioms, insbesondere eine erhöhte Häufigkeit von Streptococcus spp. und anderen im Mund vorkommenden Arten, mit koronarer Atherosklerose und systemischen Entzündungsmarkern assoziiert sein könnte. Diese Erkenntnisse geben Anlass zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Darmmikrobiom und Herzerkrankungen. Um mögliche Auswirkungen einer bakteriellen Komponente auf die Atherogenese zu untersuchen, sind jedoch weitere Studien erforderlich. Foto: pch.vector auf Freepik. Hier gehts zur Studie.
Wissenschaftliches Symposium zeigte Innovationskraft
Anlässlich des 25. Jubiläums der Stiftung LebensBlicke fand am 30.6.2023 ein wissenschaftliches Symposium statt. Die Vorträge wurden moderiert von Prof. Dr. Ebert (Universitätsmedizin Mannheim) und Prof. C. Ulrich (Huntsman Cancer Institute, Salt Lake City, USA). Zunächst gab Prof. A. Hann (Universitätsklinikum Würzburg) in einer Keynote-Lecture einen Überblick über die digitale Zukunft der Gastroenterologie und der Endoskopie im Besonderen. Ein besonderer Fokus lag dabei auf den Möglichkeiten der automatischen Bilderkennung und Interpretation sowie der Nutzung von large language models (LLM, „künstliche Intelligenz“). Prof. Ulrich beschrieb die erfolgreiche Partnerschaft der Stiftung LebensBlicke mit dem Huntsman Cancer Institute. In den vergangenen Jahren konnten eine Vielzahl von herausragenden Stipendiaten unterstützt werden, die für einen Forschungsaufenthalt nach Utah gegangen sind. Weiterlesen
Stephan Pregizer – ein unermüdlicher Kämpfer ist tot!
Der bekannte Journalist und Talkmaster Stephan Pregizer ist am 27. Juni 2023 viel zu früh verstorben. Er war ein anerkannter Business-Moderator mit den Schwerpunkten Gesundheit, Wirtschaft & Arbeit, Innovation- und Gesellschaftspolitik und besaß vielschichtige Erfahrungen in Onkologie, Diabetes, Urologie, Inklusion und Logopädie. Sein Hintergrund lag in der Projektplanung und -durchführung sowie im Kommunikationsmanagement. In den letzten Jahren war er ganz besonders Vorkämpfer für Menschen, die ein Krebsleiden überwunden hatten bzw. unter Therapie standen. Die Initiative CancerSurvivor war ihm eine Herzensangelegenheit. Mit seinem Engagement beim Begegnungsort „Survivors Home“ wollte er Menschen Mut machen, sich dem Leben wieder anvertrauen zu können. Sein zutiefst empfundener Respekt galt allen Menschen, die immer wieder zeigen, welche große Kraft und welche Leistungen von einer existenziellen Krise, einem Bruch oder einem durch Krankheit bedingten Wendepunkt im Leben ausgehen kann. „Stephan Pregizer hat in vielen gemeinsamen Veranstaltungen mit der Stiftung LebensBlicke immer wieder seine ganz besondere Sensibilität und Empathie für Menschen mit und nach Krebs deutlich machen können. Wir verlieren mit ihm eine Persönlichkeit, die gerade Krebspatienten immer wieder Brücken zurück zum Leben aufgezeigt hat“, kommentiert Professor Dr. J. F. Riemann, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung LebensBlicke, seinen Tod.
LebensBlicke: Erfolgreiche 25 Jahre gegen den Darmkrebs
Der Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng) unterstützt die Stiftung LebensBlicke seit vielen Jahren. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Stiftung lässt der bng in einer Pressemitteilung den Kampf der Stiftung gegen den Darmkrebs und die daraus resultierenden Erfolge Revue passieren. „Wir freuen uns sehr, den Gründungsvater und heutigen Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Professor Dr. Jürgen Riemann, als Ehrenmitglied in den eigenen Reihen zu wissen“, lässt der bng in seiner Mitteilung wissen. Hier geht’s zur Pressemitteilung.