Die betriebliche Darmkrebsvorsorge ist seit Jahren ein zentraler Bestandteil der Informationsarbeit der Stiftung LebensBlicke. Vor über 15 Jahren wurde in Zusammenarbeit mit der BASF in Ludwigshafen dazu eine erste Studie publiziert, die in Deutschland große Beachtung und viele Nachahmer gefunden hat. Die Stiftung LebensBlicke, die Felix Burda Stiftung und später das Netzwerk gegen Darmkrebs haben vor Jahren dazu einen Handlungsleitfaden entwickelt, der bisher in mehreren Auflagen erschienen ist. Das große Interesse an dieser Information und das politische Interesse am betrieblichen Gesundheitsmanagement haben die Organisatoren veranlasst, eine neu konzipierte überarbeitete Auflage zu veröffentlichen. Weiterlesen
Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge
Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Homepage besuchen. Neben interessanten Nachrichten, aktuellen Expertenkommentaren und besonderen Personalien bieten wir jetzt auch einen direkten Zugang auf Informationen zu "Darmkrebsvorsorge jetzt" an (Button oben rechts). Nutzen Sie diese Möglichkeit. Wir sind in die nächsten 25 Jahre gestartet mit dem Ziel, die Teilnahmeraten an der Darmkrebsvorsorge weiter deutlich zu steigern. Darmkrebs ist vermeidbar! Die Stiftung wird ihr Engagement für die Darmkrebsvorsorge unbeirrt fortsetzen! Bitte unterstützen auch Sie uns weiterhin!
Dear international users,
LebensBlicke Foundation looks back with satisfaction on 25 years of education and motivation for colon cancer prevention. A lot has been achieved. Since 2019 a nationwide organized invitation program for colon cancer screening is established.. However, fact is also that nearly 54,000 new cases of colon cancer and 24,000 deaths per year do occur despite this important progress. For LebensBlicke Foundation, this means continuing commitment to colon cancer prevention! Please do support us further!
Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke
Einladung zur Darmkrebsvorsorge zeigt erste Erfolge
Ab 1. Juli 2019 sind die gesetzlichen Krankenkassen aufgefordert, alle ihre anspruchsberechtigten männlichen Mitglieder ab 50 Jahren und Frauen ab 55 Jahren zur Teilnahme an der Darmkrebsvorsorge alle 5 Jahre schriftlich einzuladen. Erste vorläufige Abrechnungszahlen, die das Zentralinstitut der Kassenärztlichen Versorgung (ZI) mitgeteilt hat, zeigen, dass das Einladungsverfahren wirkt. So hat sich die Zahl der Bürger, die sich einer Koloskopie unterzogen haben, von 448.900 (im Jahre 2018) auf 512.500 (im Jahre 2019) erhöht.
Der Anstieg betrug im Bundesdurchschnitt 14.4%. In Hamburg, Niedersachsen und Westfalen-Lippe nahm die Teilnahmerate sogar um > 20% zu. Besonders eindrucksvoll zeigt sich diese Entwicklung, wenn man einzelne Quartale miteinander vergleicht. Weiterlesen
Kommentar: Komplikationen bei Koloskopie im Alter höher?
In einem Artikel in JAMA Network von Natalia Causado-Calo et al., Toronto, wird berichtet, dass die Komplikationsrate bei Patienten über 75 Jahre, die sich einer ambulanten Koloskopie unterzogen, mit 6,8 % doppelt so hoch ist wie bei jüngeren Personen. Die Daten wurden retrospektiv aus dem Zeitraum 2008 bis 2017 im Großraum Hamilton in Kanada ausgewertet. Es ist nicht neu, dass das Komplikationsrisiko mit zunehmendem Alter steigt. Die Zahlen sind aber auf die Situation in Deutschland nicht übertragbar. Das Gesamtrisiko für Komplikationen innerhalb von 4 Wochen postinterventionell ist in der Studie schon mit 3,4 % angegeben. Die Auswertungen der Vorsorgekoloskopien in Deutschland zeigen, dass aufgrund der guten Ausbildung und eingeforderten Qualität die Komplikationsrate in Deutschland deutlich niedriger liegt. Weiterlesen
Darmkrebs-Screening: Einladungsmodelle variieren!
Das Einladungsverfahren zum Darmkrebs-Screening ist ein echter Fortschritt für die Prävention. Allerdings bleibt die Frage offen, ob die Einladung per Brief durch die Krankenkassen allein ausreichend ist. Die Stiftung LebensBlicke hat in einem Positionspapier bereits darauf hingewiesen, dass eine Diversifizierung der Einladung notwendig ist. In einer randomisierten kontrollierten Studie haben jetzt Wissenschaftler um Professor Brenner gezeigt, dass das Beifügen des Stuhltests, aber auch ein Angebot zu einem niederschwelligen Zugang sowie ein Erinnerungsschreiben zu einer deutlichen Steigerung der Inanspruchnahme führt. „Diese Studie untermauert, dass der Vorschlag der Stiftung LebensBlicke in die richtige Richtung geht“, so Professor Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke (Dtsch Arztebl Int 2020;117:423-30).
GBA-Beschluss „Dokumentation“: Eher Rück- als Fortschritt!
Die Ärztezeitung online berichtet am 19.6.2020, dass der GBA die elektronische Dokumentation der Krebsfrüherkennung beschlossen hat. Um die organisierten Angebote zur Früherkennung von Darm- und Gebärmutterhalskrebs schneller auf ihre Ziele hin überprüfen zu können, sollen die Daten rein elektronisch fließen. Die elektronische Dokumentation greift ab 1.10.2020. Die Erbringung der Früherkennungs- und Abklärungsuntersuchungen zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung ist künftig zudem nur zulässig, wenn die Dokumentationsvorgaben der organisierten Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (oKFE-RL) erfüllt werden. Was für das Darmkrebs-Screening als neu vom GBA verkauft wird, ist ein alter Hut! Weiterlesen