Der Volksmund hat mal wieder Recht: „Angst war noch nie ein guter Ratgeber“. Das scheint in der Corona – Krise allerdings in Vergessenheit geraten zu sein. Der Verband der Magen-Darm-Ärzte in Deutschland machte in einer Pressemitteilung deutlich, dass viele sinnvolle und lebenswichtige Darmkrebsvorsorge-Untersuchungen nicht wahrgenommen werden. Die Angst der Patienten vor einer möglichen Covid-19 Infektion hielt viele vom Gang zum Gastroenterologen ab. Das ist aber nach Ansicht von Dr. Albert Beyer, dem Vorsitzenden des Berufsverbands der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) völlig unbegründet. Weiterlesen
Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge
Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Homepage besuchen. Neben interessanten Nachrichten, aktuellen Expertenkommentaren und besonderen Personalien bieten wir jetzt auch einen direkten Zugang auf Informationen zu "Darmkrebsvorsorge jetzt" an (Button oben rechts). Nutzen Sie diese Möglichkeit. Wir sind in die nächsten 25 Jahre gestartet mit dem Ziel, die Teilnahmeraten an der Darmkrebsvorsorge weiter deutlich zu steigern. Darmkrebs ist vermeidbar! Die Stiftung wird ihr Engagement für die Darmkrebsvorsorge unbeirrt fortsetzen! Bitte unterstützen auch Sie uns weiterhin!
Dear international users,
LebensBlicke Foundation looks back with satisfaction on 25 years of education and motivation for colon cancer prevention. A lot has been achieved. Since 2019 a nationwide organized invitation program for colon cancer screening is established.. However, fact is also that nearly 54,000 new cases of colon cancer and 24,000 deaths per year do occur despite this important progress. For LebensBlicke Foundation, this means continuing commitment to colon cancer prevention! Please do support us further!
Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke
Die Corona-Pandemie – was sie für die Stiftung bedeutet!
„Seit einiger Zeit hält uns die Corona-Krise in Atem. Sie hat dazu geführt, dass fast alle wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und persönlichen Aktivitäten heruntergefahren wurden bzw. komplett entfallen sind. Der Darmkrebsmonat März 2020 ist buchstäblich ins Wasser gefallen. Es gibt derzeit Wichtigeres! Für uns alle bisher unvorstellbar waren die Anordnungen der Bundesregierung, die u. a. zu einer deutlichen sozialen Distanz nie gekannten Ausmaßes führen. Abstand halten, zu Hause bleiben sowie Handhygiene sind einige Gebote der Stunde. Mit so etwas hätte niemand gerechnet und ist für viele ein Schock. Nachbarländer wie Spanien, Frankreich und Italien sind indes derzeit noch viel heftiger betroffen als wir; in diesen Ländern werden jetzt z.T. strukturelle Versäumnisse der Vergangenheit in den nationalen Gesundheitssystemen erkennbar. Für die Stiftung LebensBlicke bedeutet die Pandemie u.a., dass unser lange angekündigtes und beworbenes Benefizkonzert mit den Weiterlesen
SARS-CoV-2-Infektion: Häufigkeit asymptomatischer Verläufe
Das schwere akute Atemwegssyndrom Corona-Virus 2 hat sich zu einer weltweiten Pandemie mit inzwischen mehr als 7,5 Millionen Infizierten und fast 500.000 Todesopfern ausgeweitet. Als Überträger spielen offensichtlich asymptomatische Personen eine wesentliche Rolle, die sich zum Teil zu sogenannten Superspreader entwickeln können. Die Studie in Annals beziffert nun erstmalig, wie häufig assymptomatische Virusträger sind. Die Recherchen kurzgefasst: 1. annährend 40-45% der Infizierten bleiben asymptomatisch und haben damit das Potential, das Virus weit zu verbreiten. 2. Diese Personen können das Virus wahrscheinlich länger als 14 Tage weitergeben. 3. Die Symptomlosigkeit infizierter Personen bedeutet nicht zwangsläufig auch Krankheitsfreiheit. 4. Testprogramme sollten substantiell ausgeweitet werden, einschließlich von Menschen, die keine Symptome von COVID-19 haben. Oran DP, Topol EJ et al. Annals Intern Med 2020 doi.org/10.7326/M20-3012
Live-Webinar: Darmkrebs-Prävention in der Pandemie
Die Nachricht hat aufgeschreckt, dass in Folge der Corona-Pandemie Patienten nicht nur Arztpraxen und Kliniken wegen einer möglichen Ansteckungsgefahr gemieden, sondern auch in großem Umfang Vorsorge-Untersuchungen abgesagt haben. Professor Neumann vom Universitätsklinikum Mainz hat die besorgniserregende Entwicklung in einem Live-Webinar mit Experten thematisiert. Dieser auch auf Youtube zu sehende Beitrag versucht, Angst vor Ansteckung in Praxen zu nehmen und auf die Notwendigkeit der Vorsorge vor allem jetzt nach dem Lockdown hinzuweisen.
Neue Fakten zur Risiko-adaptierten Darmkrebs-Vorsorge
Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums DKFZ um Professor Hermann Brenner haben in einer großangelegten Studie untersucht, ob und wie sich bekannte Risikofaktoren und mögliche Interventionen auf das Langzeit-Darmkrebs-Risiko auswirken. Das wichtigste Ergebnis: Menschen mit mittlerem erhöhten genetischen Risiko haben die Chance, ihr persönliches Risiko zu senken, wenn sie eine Darmspiegelung in Anspruch nehmen und einen gesunden Lebensstil pflegen. In Zahlen: Deren 30-Jahres-Risiko an Darmkrebs zu erkranken beträgt nur 1,9% im Vergleich zu 7,4%, wenn Betroffene sich nicht darum kümmern. Diese Ergebnisse werden die Stiftung LebensBlicke stimulieren, sich gerade im Rahmen des neuen KFRG ganz besonders auch für die risiko-adaptierte Darmkrebs-Früherkennung einzusetzen. (Gastroenterology 2020, DOI: 10.1053/j.gastro.2020.03.016)