Die Corona-Pandemie beherrscht derzeit zu Recht alle gesundheitspolitischen und gesellschaftlichen Aktivitäten. Das ist sehr verständlich, führt aber inzwischen auch zu weiteren Problemen. Labormediziner klagen über starke Rückgänge an Testeinsendungen; niedergelassene Kollegen berichten von leeren Wartezimmern, die aus Angst vor Ansteckung gemieden werden. Völlig untergegangen scheint, dass die Nachfrage nach Vorsorgeleistungen dramatisch eingebrochen ist. So ist die Ausgabe von Testen auf nicht sichtbares Blut im Stuhl um 70% zurückgegangen (Ärztezeitung v. 17.04.2020). Das resultiert sicher auch daraus, dass der Darmkrebsmonat März 2020 durch die Corona-Pandemie völlig in den Hintergrund getreten ist. Professor Riemann von der Stiftung LebensBlicke: „Dringende Aufforderung an alle Anspruchsberechtigten ab 50 Jahren nach Abklingen der Pandemie: Vorsorge nicht vergessen! Denn auch die Darmkrebsvorsorge rettet zuverlässig viele Leben!“
Stiftung LebensBlicke
Darmkrebs: Vorsorge - Früherkennung - Nachsorge
Liebe Leserinnen und Leser,
wir freuen uns sehr, dass Sie unsere Homepage besuchen. Neben interessanten Nachrichten, aktuellen Expertenkommentaren und besonderen Personalien bieten wir jetzt auch einen direkten Zugang auf Informationen zu "Darmkrebsvorsorge jetzt" an (Button oben rechts). Nutzen Sie diese Möglichkeit. Wir sind in die nächsten 25 Jahre gestartet mit dem Ziel, die Teilnahmeraten an der Darmkrebsvorsorge weiter deutlich zu steigern. Darmkrebs ist vermeidbar! Die Stiftung wird ihr Engagement für die Darmkrebsvorsorge unbeirrt fortsetzen! Bitte unterstützen auch Sie uns weiterhin!
Dear international users,
LebensBlicke Foundation looks back with satisfaction on 25 years of education and motivation for colon cancer prevention. A lot has been achieved. Since 2019 a nationwide organized invitation program for colon cancer screening is established.. However, fact is also that nearly 54,000 new cases of colon cancer and 24,000 deaths per year do occur despite this important progress. For LebensBlicke Foundation, this means continuing commitment to colon cancer prevention! Please do support us further!
Professor Dr. Jürgen F. Riemann / Vorstandsvorsitzender der Stiftung Lebensblicke
Darmkrebs-Früherkennung: Richtiger Zeitpunkt entscheidend!
Versicherte in Deutschland haben im Regelfall mit 50 Jahren einen Anspruch auf die Darmkrebsfrüherkennung. Wann jedoch besonders bei familiärer Vorbelastung der richtige Zeitpunkt für die Vorsorge ist, darüber besteht weitgehend Unklarheit. Eine deutsche Forschergruppe (DKFZ/NCT Heidelberg) hat in einer umfangreichen Auswertung von schwedischen Daten Licht in diese Fragestellung gebracht. Die Analyse wurde in Abhängigkeit von der Zahl der Verwandten, dem Verwandtschaftsgrad und vom Alter der betroffenen Verwandten bei Diagnose erstellt. So zeigte sich, dass Personen mit familiärer Darmkrebsvorbelastung im Mittel 3-29 Jahre früher als normal an Darmkrebs erkrankten (Gastroenterology 2020; online 3. April). Ein Beispiel macht die Dramatik der früheren Erkrankung besonders deutlich: Weiterlesen
Offener Brief an BM Jens Spahn und Kanzlerin Angela Merkel
Der Berufsverband Gastroenterologie Deutschland e.V. (BVGD) und die Stiftung LebensBlicke haben gemeinsam mit anderen einen „offenen Brief“ an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundeskanzlerin Angela Merkel geschrieben. Die beiden Organisationen sehen in der jüngst verabschiedeten Reform des erweiterten Bewertungsmaßstabs EBM eine ernsthafte Gefahr für die qualitätsgesicherte Darmkrebsvorsorge. Die Briefe mitunterzeichnet haben: die Felix Burda Stiftung, die Arbeitsgemeinschaft Leitender Gastroenterologischer Krankenhausärzte e.V., die Arbeitsgemeinschaft medizinisches Qualitätsmanagement im Berufsverband Deutscher Internisten e.V., der Berufsverband der Niedergelassenen Gastroenterologen Deutschlands e.V., die Deutsche ILCO e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Endoskopie und Bildgebende Verfahren e.V.. Mit dem offenen Brief soll sichergestellt werden, dass viele Entscheidungsträger im Gesundheitswesen davon Kenntnis haben. (Brief an: BM Jens Spahn | Bundeskanzlerin Angela Merkel)
Qualitätsgesicherte Darmkrebsvorsorge in Gefahr
Die Vorsorge-Darmspiegelung muss einen herben Rückschlag hinnehmen! Seit dem 1. April 2020 wird die Vergütung für technische Leistungen, damit auch für die Koloskopie, zugunsten der sprechenden Medizin deutlich abgewertet. Die Gastro-Liga e.V. sowie die Stiftung LebensBlicke machen in einer Pressemitteilung auf diesen Missstand aufmerksam. „Es kann nicht sein, dass auf der einen Seite über eine persönliche Einladung zu mehr Teilnahme am Darmkrebsscreening aufgefordert, auf der anderen Seite die Leistung der Untersucher aber abgewertet wird“, so Professor J. F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke. Hier geht’s zur Pressemitteilung.
Experten-Clips zu aktuellen Themen rund um die Koloskopie

Die Experten Professor Dr. Ralf Kiesslich (Wiesbaden, li. im Bild) und Priv. Doz. Dr. Benjamin Walter (Ulm) haben anlässlich der Auftakt-Pressekonferenz der Stiftung LebensBlicke zum Darmkrebsmonat März 2020 in zwei neuen Videos den möglichen „Einsatz der Künstlichen Intelligenz (KI) zur besseren Erkennung von Darm-Polypen“ und eine „App zur digitalen Begleitung bei der Vorbereitung zur Koloskopie“ vorgestellt. Ihr Fazit: Das neue „Machine Learning“ mit Hilfe eines Computers ist nach ersten Erkenntnissen dem Menschen überlegen; die App zur digitalen Unterstützung der Koloskopie-Vorbereitung fördert die Compliance der Patienten und verbessert damit die Untersuchungsqualität! Hier gehts zum Youtube-Kanal der Stiftung und hier zu den Folien der Referenten.